Artikel des Jahres 2009


Die Renaissance der Seitenleisten

Nachdem ich jahrelang den Trend der einspaltigen und reduzierten Webdesigns predigte, scheint mir diese Mode längst wieder Geschichte zu sein. Auch dank Twitter und Facebook sind Seitenleisten wieder modern. Grund genug, mein etwas angestaubtes Design zugunsten eines solchen Zusatzes und einigen anderen dezenten Änderungen ein wenig aufzufrischen. Damit einher soll, so zumindest mein Vorsatz, eine Reanimierung des Fontwerks gehen, das in den letzten Monaten arg von mir vernachlässigt wurde. Dabei brauch ein zehnjähriges Kind doch eigentlich viel mehr Zuneigung …

Ähnlich, aber doch anders: das alte Design von Fontwerk.com.

Ähnlich, aber doch anders: das alte Design der Website. Und tschüss.

7 mit Querstrich

7 mit QuerstrichEs sind vor allem die Amerikaner die sie nicht kennen, weder geschrieben noch gedruckt: die »7« mit Querstrich. Zwar ist ihre digitale und gedruckte »1« mit unserer identisch, ihre geschriebene jedoch kommt ohne Anstrich aus. So wird unsere 1 in Nordamerika gern mal mit einer 7 verwechselt. Kein Wunder, dass man zuweilen auf Verständnisprobleme trifft.

In unseren Breiten führt die 7 in gedruckter Form ebenfalls ein Leben ohne Querstrich, zumindest in unseren Textschriften. Mir sind nur vier Schriften bekannt, die mehr oder weniger zu den Textschriften gezählt werden können und die Sieben mit einem zusätzlichen Strich verschönern. Dazu gehören Scangraphics Isonorm, die Baltica und Candida von Jakob Erbar, sowie die Schadow von Georg Trump. 7 mit QuerstrichAlle diese Schriften stammen aus den 30er Jahren, wo man offensichtlich noch weniger geizig mit Querstrichen umging. Ganz anders sieht es da im Bereich der Schreibschriften aus. Ich habe mir mal die Freiheit genommen, ein paar interessante Vertreter herauszupicken. Das erscheint vielleicht dem geneigten Leser etwas sinnbefreit, jedoch wird nun Google denjenigen mit nachfolgenden Vorschlägen helfen, die irgendwann mal nach einem Font mit »kontinentaler 7« suchen.

Berliner Typostammtisch 10/09: Zusammenfassung

16. Berliner Typostammtisch
Grafik gesetzt in der Comic Sans von Vincent Connare

Was bekommt man, wenn man den Gründer einer der erfolgreichsten Foundries der letzten Jahre und den Gestalter der populärsten Schrift der Welt zum Berliner Typostammtisch einlädt? Ein volles Haus! Es waren diesmal vor allem Studenten, die wissen wollten, was die eigens aus London angereisten Gäste Bruno Maag und Vincent Connare dem Hauptstadtpublikum mit auf den Weg zu geben hatten. Bruno leitet seit 18 Jahren die Geschäfte von Dalton Maag. Er ist zudem ehemaliger Vorsitzender des Londoner Typographic Circles. Aus dieser Tatsache heraus entsprang bereits zu Beginn des Jahres die Idee dieses Abends. Unser Londoner Gast begann den Abend stimmungsvoll und zeigte auf, wie sein Unternehmen exklusive Hausschriften für Kunden wie Toyota, Puma, TUI oder Škoda produziert und machte deutlich, dass Schrift eben nicht nur allein aus Liebe entsteht. Der Enthusiasmus, den er dabei versprühte, beeindruckte die rund 50 Typostammtischler merklich.

16. Berliner Typostammtisch: Volles Haus 16. Berliner Typostammtisch: Bruno Maag kämpft auch für Ligaturen 16. Berliner Typostammtisch: Vincent Connare 16. Berliner Typostammtisch: Bruno Maag, Ivo Gabrowitsch, Vincent Connare 16. Berliner Typostammtisch: Vier Comic-Font-Schriftgestalter 16. Berliner Typostammtisch: Andreas Seidel hat freundlicherweise festgehalten, wie ich den Abend vor etwa 50 Leuten eröffne … Dieser Zuspruch ist einfach unglaublich! 16. Berliner Typostammtisch: Vincent Connare in action, trotzdem er leicht angeschlagen in Berlin eintraf 16. Berliner Typostammtisch: Bruno Maag erläutert Details seiner Arbeit 16. Berliner Typostammtisch: Vincent Connare erläutert die Entstehungsgeschichte seiner Comic Sans
(weiterlesen…)

Impressionen von der ATypI 2009 in Mexiko

Ähnlich wie im letzten Jahr in St. Petersburg [siehe hier, hier und hier] möchte ich auch in diesem Jahr wieder einige Eindrücke von der ATypI teilen. Ich bin nämlich gerade in Mexiko-Stadt, wohin es die jährlich stattfindende Veranstaltung der Association Typographique Internationale diesmal verschlagen hat. Alle Bilder, die ich mache und für interessant befinde, lade ich auf die von mir administrierte Flickr-Seite meines Arbeitgebers. Dies sind schon mal drei davon:

John Downer erklärt
John Downer gibt Eben Sorkin wertvolle Tipps. Fabio Haag von Dalton Maag in Brasilien, Erik Spiekermann, und Georg Seifert lauschen gespannt.

Der Veranstaltungsort
Der Veranstaltungsort mit 16 Leinwänden!, das Museo Interactivo de Economía

Blick vom Hotel
Der Blick auf Mexico-City vom Hotel aus

Typospur (35): Базар

Typospur 35: Basar in Plewen, Bulgarien

Nach mehr als zwei Jahren endlich mal eine neue Typospur, die ich bereits im Frühjahr in Bulgarien entdeckte. Das kyrillische »Базар« bedeutet »Basar«.

After more than two years here’s finally a new type track, which I’ve found in Bulgaria this spring. The Cyrillic ‘Базар’ means ‘Basar’.
(weiterlesen…)

Fontwerk