Artikel des Jahres 2009


{BTST 12.09} Rätselspaß Deluxe

17. Berliner Typostammtisch

Beim 2. Typostammquiz galt es, harte typografische Nüsse zu knacken

Beim 2. Typostammquiz galt es, harte typografische Weihnachtsnüsse zu knacken.

»Der beste Typostammtisch bisher« meinte eine Teilnehmerin am Ende des Abends. Nun gut, naturgemäß finde ich natürlich alle BTSTs super, aber das Typostammquiz konnte in der Tat die Anwesenden begeistern. Florian Hardwig und Jan Middendorp bereiteten eine umfangreiche Rätselrunde vor, die den zufällig zugelosten Rateteams einiges abverlangte. Um die zahlreichen Preise kämpften insgesamt neun Teams aus je drei bis vier Mitgliedern.

Gut besucht war der Typostammtisch auch diesmal wieder Vier solcher Tische voller Preise gab es dank der zahlreichen Sponsoren zu gewinnen. Hier zu sehen ist der Linotable (mehr …)

{BTST 12.09}: Typostammquiz

17. Berliner Typostammtisch

Grafik gesetzt in der FF Yoga und FF Yoga Sans von Xavier Dupré

Zum Abschluss des Jahres gönnt sich unsere kleine Veranstaltungsreihe noch einmal ein besonderes Schmankerl: ein Typostammquiz. Wie im letzten Jahr hat Schriftexperte Jan Middendorp – gemeinsam mit dem Vorjahressieger und MyFonts-Kollegen Florian Hardwig – wieder knifflige Fragen rund um unser liebstes Thema zusammengetragen. Da diesmal in spontan und zufällig zusammengestellten Teams angetreten werden wird, sind die Gewinnchancen auch für weniger versierte Teilnehmer gegeben. Und wo wir gerade bei Gewinnchancen sind, einige sensationelle Preise haben bereits ihren Weg in unseren Klingelbeutel gefunden: Bücher, T-Shirts, Zeitschriften … es lohnt sich mitzumachen! Interessierte sind also nicht nur herzlich eingeladen mitzurätseln, sondern dürfen gern auch mit einer Sachspende zu einer noch größeren Fülle an Preisen beitragen. Ganz im weihnachtlichen Sinne eben. (mehr …)

7 mit Querstrich

7 mit QuerstrichEs sind vor allem die Amerikaner die sie nicht kennen, weder geschrieben noch gedruckt: die »7« mit Querstrich. Zwar ist ihre digitale und gedruckte »1« mit unserer identisch, ihre geschriebene jedoch kommt ohne Anstrich aus. So wird unsere 1 in Nordamerika gern mal mit einer 7 verwechselt. Kein Wunder, dass man zuweilen auf Verständnisprobleme trifft.

In unseren Breiten führt die 7 in gedruckter Form ebenfalls ein Leben ohne Querstrich, zumindest in unseren Textschriften. Mir sind nur vier Schriften bekannt, die mehr oder weniger zu den Textschriften gezählt werden können und die Sieben mit einem zusätzlichen Strich verschönern. Dazu gehören Scangraphics Isonorm, die Baltica und Candida von Jakob Erbar, sowie die Schadow von Georg Trump. 7 mit QuerstrichAlle diese Schriften stammen aus den 30er Jahren, wo man offensichtlich noch weniger geizig mit Querstrichen umging. Ganz anders sieht es da im Bereich der Schreibschriften aus. Ich habe mir mal die Freiheit genommen, ein paar interessante Vertreter herauszupicken. Das erscheint vielleicht dem geneigten Leser etwas sinnbefreit, jedoch wird nun Google denjenigen mit nachfolgenden Vorschlägen helfen, die irgendwann mal nach einem Font mit »kontinentaler 7« suchen.

Berliner Typostammtisch 10/09: Zusammenfassung

16. Berliner Typostammtisch
Grafik gesetzt in der Comic Sans von Vincent Connare

Was bekommt man, wenn man den Gründer einer der erfolgreichsten Foundries der letzten Jahre und den Gestalter der populärsten Schrift der Welt zum Berliner Typostammtisch einlädt? Ein volles Haus! Es waren diesmal vor allem Studenten, die wissen wollten, was die eigens aus London angereisten Gäste Bruno Maag und Vincent Connare dem Hauptstadtpublikum mit auf den Weg zu geben hatten. Bruno leitet seit 18 Jahren die Geschäfte von Dalton Maag. Er ist zudem ehemaliger Vorsitzender des Londoner Typographic Circles. Aus dieser Tatsache heraus entsprang bereits zu Beginn des Jahres die Idee dieses Abends. Unser Londoner Gast begann den Abend stimmungsvoll und zeigte auf, wie sein Unternehmen exklusive Hausschriften für Kunden wie Toyota, Puma, TUI oder Škoda produziert und machte deutlich, dass Schrift eben nicht nur allein aus Liebe entsteht. Der Enthusiasmus, den er dabei versprühte, beeindruckte die rund 50 Typostammtischler merklich.

16. Berliner Typostammtisch: Volles Haus 16. Berliner Typostammtisch: Bruno Maag kämpft auch für Ligaturen 16. Berliner Typostammtisch: Vincent Connare 16. Berliner Typostammtisch: Bruno Maag, Ivo Gabrowitsch, Vincent Connare 16. Berliner Typostammtisch: Vier Comic-Font-Schriftgestalter 16. Berliner Typostammtisch: Andreas Seidel hat freundlicherweise festgehalten, wie ich den Abend vor etwa 50 Leuten eröffne … Dieser Zuspruch ist einfach unglaublich! 16. Berliner Typostammtisch: Vincent Connare in action, trotzdem er leicht angeschlagen in Berlin eintraf 16. Berliner Typostammtisch: Bruno Maag erläutert Details seiner Arbeit 16. Berliner Typostammtisch: Vincent Connare erläutert die Entstehungsgeschichte seiner Comic Sans
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Berliner Typostammtisch 08/09: Zusammenfassung

Dan Reynolds und Karl-Heinz Lange
Dan Reynolds und Karl-Heinz Lange im Gespräch über Langes »Schrift: schreiben, zeichnen, konstruieren, schneiden, malen.« [Foto: Florian Hardwig, mehr Bilder bei Flickr]

Dass der jüngste Berliner Typostammtisch ein ganz besonderer Abend war, ist mittlerweile zu einer Phrase geworden, die in jedem Rückblick treffend ist und daher nach einer sparsamen Verwendung verlangt. Dass es diesmal nicht nur gewohnt inhaltlich, sondern außerdem in der persönlichen Bedeutung des Referenten ein solcher war, ist da schon seltener. Schließlich trat Karl-Heinz Lange mit einer außergewöhnlichen Bitte an mich heran: anlässlich seines 80. Geburstages seinen allerletzten Vortrag im Rahmen unserer typografischen Hauptstadtrunde halten zu dürfen. Klar, dass man einem der anerkanntesten deutschen Schriftgestaltern eine solche Bitte weder abschlagen kann noch überhaupt möchte. Diese dem Typostammtisch zu Teil gewordene Ehre wussten auch derart viele Interessenten zu schätzen, dass beim 15. Mal erstmalig die Marke von 50 Gästen geknackt wurde.

Karl-Heinz Lange und Indra Kupferschmid
Die wieder mal weit angereiste Indra Kupferschmid überreicht Karl-Heinz Lange einen Blumenstrauß [Foto: Florian Hardwig, mehr Bilder bei Flickr]

Ausgehend von seiner Kindheit in Ostpreußen, einem krankheitsbedingten Aufenthalt in Wernigerode mit ersten künstlerischen Aktivitäten, über die Studienzeit in Halle und Leipzig, seine Lehrtätigkeiten in Magdeburg, Leipzig und Berlin, seine freischaffende Arbeit für Verlage – die ihm sogar einen seltenen Москвич bescherte –, bis hin zu seinen jüngsten Schriftveröffentlichungen bei Ole Schäfers Primetype konnten sich die Anwesenden ein zum Staunen anregendes Bild seines bisherigen Lebens machen. Da der wahre Profi selbstverständlich nicht ohne eine Zugabe auskommt, gab Lange sie im Anschluss an seine eigentlichen Ausführungen in Form einer prägnanten Lehreinheit zum Thema Buchgestaltung. Das Publikum war sich einig, die gezeigten Bildkompositionen und Layouts, die im Vergleich zu heute mit beschränkten technischen Mitteln entstanden, beeindruckt und mit einem Applaus würdigen zu müssen.

So ganz wird Karl-Heinz Lange jedoch noch immer nicht zur Ruhe kommen. Die im Rahmen seiner studentischen Abschlussarbeit entstandene und nie veröffentlichte Diplom-Antiqua will er nämlich unbedingt noch als digitale Schriftfamilie herausgeben. Bis es soweit ist, müssen wir wohl noch auf die Online-Broschüre der aktuellen »Lange Collection« ausweichen, die seit einigen Wochen von Primetype vertrieben wird.

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