Die einmal im Jahr stattfindenden Tage der Typografie sind offenbar Geschichte. Bisher war die Veranstaltung Bestandteil des zentralen Bildungsprogramms der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Diese gab nun allerdings bekannt, die Veranstaltung nicht mehr weiter zu unterstützen. Ohne diese wesentliche Finanzierung, so Tanja Huckenbeck und Peter Reichard vom Veranstalter Typosition, wird es nach dem zehnten Jubiläum in diesem Jahr leider keine weiteren Tage der Typografie mehr geben. Bleibt zu hoffen, dass Tanja und Peter sich davon nicht unterkriegen lassen und im nächsten Jahr trotzdem eine ähnliche Veranstaltung auf die Beine stellen werden [können].
Artikel des Jahres 2008
Ohne Buddhas in die Bergmannstraße
Quo vadis? darf zu Recht gefragt werden, nachdem ich gestern nun meine Diplomarbeit abgegeben habe. Nach vier Jahren endet damit für mich ein Kapitel, das ich jeden Tag genossen und genutzt habe. Die Entscheidung, noch einmal die Hörsaalbänke zu drücken, habe ich zu keiner Zeit bereut, auch wenn ich froh bin, endlich wieder ins »echte Leben« zu dürfen. Doch wohin geht es jetzt für mich und was bedeutet das für’s Fontwerk?
Zur ersten Frage Folgendes: Stellt euch vor, (weiterlesen…)
Steppenwolf Tundra gestohlen: 150 € Belohnung!

Mein geliebtes Steppenwolf … Ihr elenden *****!!! [Ruhig, Ivo, ruhig.] Ich weiß, es ist nahezu hoffnungslos, aber eine kleine Chance gibt es ja immer. Also: Mir wurde heute zwischen 10.30 Uhr und 13 Uhr an der TFH in Berlin-Wedding mein schwarzes Steppenwolf Tundra gestohlen. Für die berühmten sachdienlichen Hinweise bin ich bereit, 150 Euro springen zu lassen! Ich will mein Bike wieder!
Entgegen dem etwas älteren Foto hat das gute Teil keinen Sattel von Fizik, sondern einen von Specialized [mit Aussparung] und einen breiteren, gebogeneren Lenker. Außerdem eine Manitou-Skareb-Federgabel, eine Shimano-XT-Schaltung, Scheibenbremsen der Marke Magura Luise und Ritchey-Komponenten sowie einen Tacho, Lampenhalterungen und ein paar hellblaue Schrammen, vor allem am Oberrohr. Danke.

Twenty-Five Designers And One Toy

Mein Etch-A-Sketch-Selbstportrait
Beim TypoStammQuiz gehörte das A0-Plakat und die dazugehörige 60-seitige Broschüre »Twenty-Five Designers And One Toy« bereits zu den begehrtesten Preisen. Nun gibt es beides kostenlos für die ersten 150 Besteller im Fontblog. HD Schellnack fragte dafür auf der diesjährigen TYPO 25 Designer und Typografen, ob sie – passend zum Thema – ein Image mit einem Etch-A-Sketch zeichnen würden. Branchengrößen wie Ed Benguiat, Stefan Sagmeister, David Berlow, Alison Jackson, Erik Spiekermann und Bruno Steinert ließen es sich natürlich nicht nehmen, mit dem Spielzeug kreativ zu werden.
Es war mir eine große Ehre, ebenfalls das Gerät ausprobieren zu dürfen. Bis dahin war ich tatsächlich noch jungfräulich auf diesem Gebiet. Damals war auch noch nicht klar, was aus diesem Spaß am Ende werden würde. Das Ergebnis finde ich Klasse und super umgesetzt. Da macht mir auch der kleine, vertraute Verschreiber meines Nachnamens nichts … ;)
[vielleicht ist das aber die Gelegenheit, diesen sehr häufig gemachten Fehler mal öffentlich anzustreichen :
Grabowitsch = falsch! Gabrowitsch = richtig!]
Adobe liebt Embedded OpenType
In meinem Artikel »Type Wars: Die Fonteinbettung schlägt zurück« berichtete ich über das Bestreben Microsofts und des Schriftenherstellers Ascender, die alte WEFT-Technologie mit Hilfe ihrer öffentlichen Spezifikation wieder ins Standardisierungsrennen zu schicken. Auftrieb gewinnt das Vorhaben nun durch Adobe. Deren Produktmanager für Fonts und globale Typografie Thomas Phinney kündigt auf der Adobe-eigenen Website Typblography an, dass man das Font-Linking à la Safari [und bald auch weiteren Browsern] lizenzrechtlich nicht unterstützen wird, die Font-Einbettung als Embedded OpenType im Stile Microsofts jedoch schon. Es bleibt also spannend. Vor allem dann, wenn sich andere Foundries nicht selbst auf diese eine der beiden Möglichkeiten beschränken …

