Artikel des Jahres 2008


Berliner Typostammtisch 11/08: Einladung

Kiosk-FontsDank unserer Mailingliste sind schon fast alle Plätze für den Typostammtisch am Donnerstag vergeben. Wer noch daran teilnehmen mag, sollte mir zur Anmeldung noch fix eine E-Mail schreiben. Nur so kommt man vielleicht noch in den Genuss, am gewohnten Ort unserer typografischen Selbsthilfegruppe beizuwohnen. Aus dem fernen Saarbrücken besucht uns dazu Frank Grießhammer, der sich just im Rahmen seines Diploms mit neuen Methoden der Vermarktung von Schriften auseinandergesetzt hat.

Impressionen von der ATypI in St. Petersburg [3]

Letzter Teil der kleinen Bilderserie der ATypI-Konferenz in St. Petersburg.

ATypI 2008 St. Petersburg: Kyrillische Stencil-Schrift am Newski-Prospekt
Kyrillische Stencil- und goldene Relief-Schrift am Newski-Prospekt

ATypI 2008 St. Petersburg: McDonalds – Trotz kyrillischer Buchstaben auch am M zu erkennen
McDonalds – Trotz kyrillischer Buchstaben auch am M zu erkennen
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Impressionen von der ATypI in St. Petersburg [2]

Fortsetzung der kleinen Bilderserie der ATypI-Konferenz in St. Petersburg.

ATypI 2008 St. Petersburg: Auferstehungskirche
Wohl das beeindruckendste Gebäude St. Petersburgs: Die Auferstehungskirche

ATypI 2008 St. Petersburg: Dreidimensionales Logo eines japanisches Restaurants
Dreidimensionales Logo eines japanisches Restaurants
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Banksy gegen den BND

Banksy in Berlin

Der weltbekannte und von mir sehr bewunderte Street Artist Banksy hat es diesmal offenbar auf die hoch bewachte Baustelle des Bundesnachrichtendienstes abgesehen. Ich müsste mich schon sehr täuschen, wenn es sich bei dem eben in der Chausseestraße aufgenommenen Werk nicht um eines vom geheimnisumwitterten Künstler aus England handelt. Selbst wenn es am Ende nur ein Nachahmer war: das Graffito ist großartig und passt perfekt an diesen unheimlichen Ort in der Nachbarschaft! Ich bin gespannt, wie lange das gute Stück an der mit zahlreichen Videokameras gesicherten Sichtblendwand erhalten bleibt und ob weitere Banksys gesichtet werden.

Banksy in Berlin

Impressionen von der ATypI in St. Petersburg [1]

ATypI 2008 St. Petersburg: Matroschkas von Politikern ATypI 2008 St. Petersburg: Die Hauptstraße Newski Prospekt/Невский проспект bei Nacht ATypI 2008 St. Petersburg: Lada Sputnik ATypI 2008 St. Petersburg: Die Auferstehungskirche
So, nach der Rückkehr aus der Heldenstadt Leningrad Санкт-Петербург will ich noch die diesjährige ATypI nachbetrachten. Aus privater und beruflicher Sicht hatte ich viel Spaß. Die Stadt ist wunderschön, wenngleich auch wolkenverhangen und mit Erkältungserregern eingedeckt. Zumindest kehrten fast alle Beteiligten mehr oder weniger krank zurück. Eine Reise ist St. Petersburg aber definitiv wert, allein die Jahreszeit will gut gewählt sein.
ATypI 2008 St. Petersburg: Schlossplatz

Beeindruckt hat mich die Kreativität und Vielfältigkeit der russischen Studenten, die diese im Rahmen einer Ausstellung zur Schau stellten. Interessant zu sehen, wie sie – entgegen der hierzulande üblichen Reihenfolge – zuerst ihre kyrillischen Alphabete gestaltet haben und daraus dann die lateinische Erweiterung. Ein Teil der Ausstellung zeigte übrigens die vom TDC prämierten Exponate, unter denen sich unter anderem auch die aktuelle Slanted befand.

Mein persönliches Highlight der Konferenz war neben dem Typophile Film Fest, das ich aufgrund der Teilnahme am Treffen der EULA-Interessengruppe leider vorzeitig verlassen musste, vor allem die viel zu kurze, aber hochrangig besetzte Podiumsdiskussion zu meinem Diplomthema Webfonts. Roger Black, Bert Bos, Håkon Wium Lie [die beiden Entwickler von CSS], Thomas Phinney [Adobes Produktmanager für Fonts] und Si Daniels [Microsoft Typography] tauschten dabei ihre größtenteils bekannten Argumente aus, ließen für mich aber dennoch ein Bild entstehen, wohin die Reise gehen wird. Unter dem zusätzlichen Eindruck eines intensiveren Gesprächs mit dem sehr sympathischen Si Daniels scheint mir die mittelfristige Zukunft der Webfonts klar geworden zu sein.

Microsoft wird, unterstützt vom Großteil der Foundries und Schriftgestalter, beim Internet Explorer weiterhin an seiner EOT-Technologie festhalten. Das World Wide Web Consortium wird diese aller Voraussicht nach als offenen Standard neben der @font-face-Technologie akzeptieren. Laut Bert Bos ist gar eine dritte parallele Technik denkbar, was derzeit jedoch unwahrscheinlich ist. Ich habe den Eindruck, dass diejenigen Schrifthersteller, die die Webfontsentwicklung mitgehen wollen, derzeit noch fast ausnahmslos auf EOT setzen. Entscheiden über Erfolg oder Misserfolg der Technologien werden jedoch primär die Webdesigner. Diese wollen eine einfache Lösung, vergleichbar mit den bestehenden Möglichkeiten, aber eben hauptsächlich mit einer deutlich größeren Schriftauswahl. Da aus dieser Sicht die Fontverlinkung mit @font-face die Nase vorn hat, sollten sich die Foundries ebenfalls hiermit beschäftigen.

Zum Schluss noch einige in der Überschrift bereits angekündigte Impressionen aus der Stadt an der Newa. Weitere Fotos anderer Konferenzteilnehmer finden sich außerdem in der noch wachsenden ATypI-Flickr-Gruppe.

ATypI 2008 St. Petersburg: Das Veranstaltungsgebäude der ATypI 2008: der Beloselsky-Belozersky-Palast am berühmten Newski-Prospekt.
Das Veranstaltungsgebäude der ATypI 2008: der Beloselsky-Belozersky-Palast am berühmten Newski-Prospekt. (mehr…)