Skip to main content or archives
Zoomfeed

Archiv für Mai 2008

× Graublau ist die Sans Serif

» 12. Mai 2008, 08.53 Uhr | Kategorie Typografie | 3 Kommentare

Graublau Sans von Georg Seifert
Nach fünf Jahren intensiver Arbeit hat der Schriftdesigner Georg Seifert seine bisher umfangreichste Schrift veröffentlicht: die Graublau Sans. Georg, mit dem ich seinerzeit die 100 Besten Schriften ins Netz schupste, hat dafür über 1.000 Zeichen gestaltet, die sich auf insgesamt fünf Fetten und eine Kursive verteilen, die wiederum neben einem sehr umfangreichen Ziffernsatz jeweils das Zeichenspektrum der westeuropäischen, zentraleuropäischen, griechischen, türkischen und kyrillischen Sprachräume enthalten. Die Familie sollte somit selbst anspruchsvollsten Aufgaben selbstbewusst begegnen können.

Herausgegeben wird die Schrift von Ralf Herrmanns Label fonts.info. Dort wird die Graublau Sans folgendermaßen beschrieben:

Den eher neutral gehaltenen aufrechten Schnitten im zeitlosen Design humanistischer Groteskschriften wurde eine charakterstarke Kursive zur Seite gestellt. Das Schriftbild der Kursiven leitet sich noch deutlicher von der Schreibschrift ab, als es bei den meisten heutigen Groteskschriften der Fall ist. Das bewegte Schriftbild der Kursiven hebt sich dadurch hervorragend von den aufrechten Schnitten ab und und behält sich dabei eine ausgezeichnete Lesbarkeit.

Mir gefallen besonders die liebevoll gestalteten Ligaturen und einige der Alternativzeichen [allen voran die versalen Ö und Ü] und wie auch schon bei der OliveGreen Mono – die es übrigens ab sofort mit griechischen und kyrillischen Zeichensatz gibt – eben jene besagten Kursiven. Das zusätzliche Angebot, die Graublau Sans auf einer CD in einer Metallbox zu erwerben, ist ebenfalls eine Erwähnung wert.

Rosa ist die Stencil Script

Rosa Stencil von Georg Seifert

Zu guter Letzt wirft Georg noch die außergewöhnliche Rosa Stencil auf den Fontmarkt. Die Idee, eine Script- mit einer Stencilschrift zu kreuzen, ist so absurd, dass ich diesen Versuch gerade deswegen hiermit für legitim erkläre. Ich bin besonders hier auf Anwendungsbeispiele gespannt. Zum Beispiel ist die Rosa Stencil prädestiniert für das CD-Cover »Die Nürnberger Domspatzen singen die schönsten Armeelieder« …

Geschrieben von Ivo


× TYPO Berlin 2008: Mein Stundenplan

» 5. Mai 2008, 18.20 Uhr | Kategorie Persönlich, Typografie | Kommentieren?

TYPO 2008Wenn ich Ende des Monats wieder in Deutschland eintrudele, düse ich vom Flughafen nach einem Zwischenstopp in meiner Dusche umgehend zur wichtigsten Designkonferenz des Jahres, der TYPO. In diesem Jahr steht die für mich obligatorische Veranstaltung unter dem bedeutungsschwangeren Titel »image«, was ich für ein sehr gelungenes Motto halte. Wie auch in den Jahren zuvor veröffentliche ich an dieser Stelle wieder meinen grob geplanten Stundenplan. Da die Frage auftauchte, wie ich bei meiner persönlichen Konferenzplanung vorgehe, gibt es diesmal sogar jeweils eine knappe Begründung dazu. Diesmal bin ich auf jeden Fall in einer Zwickmühle. Ich will eigentlich so viel wie möglich Raum für Kommunikation lassen, was das TYPO-Programm jedoch extrem erschwert …

Donnerstag, 29. Mai

  • 16 — Kurt Weidemann »Sei einzigartig, ohne als Einziger artig zu sein«, weil er einfach einer der bedeutendsten Schriftdesigner Deutschlands ist.
  • 18 — Holger Schmidhuber und Rolf Mehnert »Warum Image echte Werte braucht«, weil das vielleicht der passendste Vortrag für meine Definition des Themas ist.
  • 19 — Steve Heller »Eiserne Grafik: Das Design totalitärer Staaten«, weil Heller nicht nur die quantitative Nummer Eins der relevanten Buchautoren ist, sondern zudem ein enorm spannendes Thema mitbringt.
  • 20 — Font Fight »Wer holt den Titel?«, weil’s auch Entertainment braucht.

Freitag, 30. Mai

  • 12 — Oded Ezer »Schrift, Bild, Fantasie« oder Stephanie Fortmann »Die Arbeit an sich selbst«, Ezer, weil ich ein Fan von ihm bin, Fortmann, weil es immer genug an sich selbst zu tun gibt.
  • 15 — Dietmar Henneka »Warum man viele Bilder tatsächlich aufhängen sollte …«, weil er ein Berzerker ist.
  • 17 — Jim Rakete »t.b.a.«, weil er einer der letzten mit Film arbeitenden Topfotografen und einer meiner fotografischen Vorbilder ist.
  • 21 — Ed Benguiat »Der befreite Buchstabe«, weil er Ed Benguiat ist.

Samstag, 31. Mai

  • 11 — Rian Hughes »Design, Illustration oder ›Imagemaking‹?«, weil ich so ein Gefühl hab, dass das eines der Highlights wird.
  • 15 — Horst Moser »Betrifft Zeitschriftendesign: Wird der Sprecher auf der Bühne verhaftet?«, weil ich zwischendurch etwas brauch, was leicht schmeckt und nicht belastet.
  • 16 — Rich Roat »Analoge Bilder in digitalen Zeiten«, weil House Industries beweisen, dass man Sch… Klamotten designen, aber dennoch ubercool sein kann.
  • 17 — Łukasz Dziedzic »Große Schriftfamilien, die Presseverleger glücklich machen«, weil ich eine ganz besondere Beziehung zur FF Clan hab.
  • 20 — Erik Spiekermann »Wie man sich darstellt, so wird man gesehen«, weil ein kurzweiliger Abschluss der beste ist.
  • 22 — TYPOnight @ Tape Club, weil ich mal wieder ein deutsches Bier trinken will.

Alles in allem halte ich das Ganze diesmal recht flexibel. Ich habe bewusst »wenig« ausgewählt, streiche gegebenenfalls den einen oder anderen Punkt, was mir jedoch ausgesprochen schwer fällt. Zudem hat Jürgen immer noch ein bis zwei spontane Geheimtipps parat, auf die man gewappnet sein sollte. Ich freue mich, auch wieder Fontwerk-Leser dort zu treffen. Bei der Gelegenheit, wer wird denn auf der TYPO zugegen sein?

Übrigens, für alle, die noch kein Ticket haben: es gibt noch welche zu gewinnen!

Geschrieben von Ivo


× The Office: Umsonst und online

» 1. Mai 2008, 06.53 Uhr | Kategorie Zeitgeist | 8 Kommentare

The Office

Stromberg kennt hierzulande fast jeder. Mit dem britischen Original »The Office« können die Meisten dann schon nichts mehr anfangen. Dass es die Serie außerdem in einer amerikanischen und einer französischen Variante gibt, dürfte weitestgehend unbekannt sein. Nun bin ich aber derzeit in den Staaten, was mich schließlich zur amerikanischen Version führt. Überrascht stellte ich fest, dass man einen Großteil der Folgen ganz offiziell im Netz ansehen kann … und herunterladen*, umsonst! Zuvor wird ein kleiner Werbeblock gezeigt und dann startet das Vergnügen auch schon. So stelle ich mir das Fernsehen von heute vor. Auf diese Weise kann jedermann jederzeit auf der ganzen Welt an die Serie herangeführt und die Fans können bei der Stange gehalten werden.

Zusätzlich finden sich auf der Website des verantwortlichen Senders NBC exklusiv nicht gesendete Szenen von »The Office«. Und da das Ganze Methode hat, finden sich dort außerdem längst vergessen geglaubte Kultserien wie das A-Team, Battlestar Galactica, Bionic Woman und Buck Rogers sowie legendäre Shows wie American Gladiators und Saturday Night Live. Pro Sieben, jetzt seid ihr am Zug.

*Download bisher nur für Microsoft Windows Vista and XP.

Geschrieben von Ivo


Kategorien

Ivo@flickr