»
14. November 2007, 11.17 Uhr | Kategorie
Medientechnik
| 5 Kommentare
Einer der großen Vorteile des Studentendaseins ist die mögliche Inanspruchnahme zahlreicher Rabatte in verschiedensten Lebensbereichen. Hier mal zwei Euro weniger im Museum, da mal ein Zeitschriftenabo für die Hälfte. Enorm sparen kann man aber vor allem beim Kauf studienrelevanter Software. Doch Vorsicht: nicht jede vergünstigte [für die Studentenbörse immer noch teure] Lizenz macht Sinn. Holen wir also einmal die investigative Machete aus dem Keller und kämpfen uns exemplarisch durch den Dschungel des Adobe-Education-Stores. Adobe deshalb, weil jener Hersteller längst zum uneingeschränkten Platzhirsch in den wichtigsten Bereichen der digitalen Medienproduktion mutiert ist.
Zunächst müssen wir uns für eine spezielle Software entscheiden. Die wichtigsten Programme dürften Photoshop®, Illustrator® und InDesign® sein, verfügbar allesamt in der aktuellen Version CS3. Diese drei Programme sind zusammen mit dem mächtigen Acrobat® 8 Professional und der nicht zu unterschlagenden Schriftensammlung [inklusive Arno Pro, Garamond, Caslon, Myriad, Minion …] in der »Creative Suite 3 Design Standard« zusammengefasst. Diese kostet in der Education-Version [für Studenten, Schüler, Lehrende und Hochschulangestellte] schmale 236,81 €. Dieser Preis ist mehr als verlockend, da der Preis für Normalsterbliche ganze 2.021,81 € [1.699 € exkl. MwSt.] beträgt. Ein Rabatt also von sagenhaften 88%! Allerdings sind hierbei die speziellen Lizenzbedingungen für Adobe Student Editions zu beachten. Die Software darf nämlich ausschließlich für private und studienbezogene Projekte verwendet werden, nicht aber für kommerzielle Projekte. Mal eben Grafiken für die Website des väterlichen Klemptnerbetriebs zu erstellen ist also nicht drin. Viel wichtiger erscheint mir jedoch, dass man mit dieser Lizenz keine Upgradeberechtigung auf neue oder nach dem Studium dann kommerzielle Versionen erwirbt. Im Grunde »zerfällt« somit die Software mit dem Tag des Studienabschlusses. Dass diese Versionen außerdem weder verkauft noch verschenkt werden dürfen und pro berechtigter Person und pro Produkt nur eine Version erworben werden darf, dürfte auch nicht überraschen. (more…)
Geschrieben von Ivo
»
12. November 2007, 10.39 Uhr | Kategorie
Indivisuell
| 9 Kommentare
© Nur für den privaten Gebrauch als Bildschirmhintergrund zu verwenden. | For private and noncommercial use only.

Download Wallpaper: 1024×768 [440 KB] | 1280×854 [312 KB] | 1280×1024 [456 KB]
Geschrieben von Ivo
»
9. November 2007, 19.16 Uhr | Kategorie
Zeitgeist
| 16 Kommentare
Heute ist ein schwarzer Tag für Deutschland. Es scheint unglaublich, ist aber wahr: die Vorratsdatenspeicherung wurde beschlossen. Stück für Stück wird wieder eine Mauer um den Bürger gebaut. Diesmal allerdings nicht nur im Osten, sondern auch im Westen. Diese politische Entwicklung stimmt mich nicht nur traurig, sondern auch wütend. Wir sind heute, genau 18 Jahre nach dem Fall der innerdeutschen Mauer, wieder näher an der DDR als wir jemals hatten befürchten dürfen.
Dass nach all den Jahren zudem eine beunruhigende Verklärung des Gott sei Dank toten Staates stattfindet, ebnet den Weg für weitere Einschränkungen des höchsten Gutes, das wir in Deutschland genießen dürfen: der Freiheit. Linksruck und Überwachungsstaat … O dulce nomen libertatis!
Der Chefliberale Westerwelle trifft daher leider mitten ins Schwarze [oder Dunkelrote?]:
Wenn gestern der bekannte Schauspieler Peter Sodann öffentlich hofft, dass das »DDR-Experiment« bald in Deutschland wieder eine Chance bekommt, schüttelt es mich. Ich sehe darin eine erschreckende Verharmlosung. Ich finde die Romantisierung der DDR von einigen Intellektuellen zum Kotzen. Die DDR stand nicht für Gerechtigkeit, sondern für Mord an der Mauer, Unterdrückung, eine wirtschaftliche und ökologische Katastrophe. Der Sozialismus wird seit knapp hundert Jahren auf der Welt probiert – und immer wurde zuerst die Wirtschaft verstaatlicht, dann das Denken, dann landeten die Andersdenkenden im Gefängnis.
Mit der Vorratsdatenspeicherung kommt man denen dann auch viel besser auf die Spur …
Geschrieben von Ivo
»
9. November 2007, 07.42 Uhr | Kategorie
Persönlich
| 2 Kommentare
Da wir in dieser blogähnlichen Website offensichtlich gerade die Empfehlungswochen durchleben, zudem momentan wenig Luft für intensiver recherchierte Beiträge bleibt, will ich diesen ungeplanten Trend noch etwas nähren und zur Abwechslung einmal die von mir abonnierten Podcasts aufzählen. Eventuell ist für den einen oder anderen Leser etwas Brauchbares dabei. Selbstverständlich dürft ihr in den Kommentaren auch eure eigenen Empfehlungen aussprechen.
- »Dittsche« – Seitdem es Dittsche auch als Podcast gibt, ist das Fernsehgerät im Grunde überflüssig. Ohne Dittsche auf dem iPod geht am Montagmorgen gar nichts. [Neuerdings auch als Video!!!]
- »PrintRadio Schweiz und Deutschland« – Hans-Georg Wenke erforscht die faszinierenden Welten der Print- und Publishing-Industrie, der Office Communication, der Werbung, der Medien, des Marketings und der Dokumentation. Vor sein Mikorofon zerrt er Experten der verschiedensten Bereiche und hinterfragt kritisch jedes next big thing. Für Fach
idiotenleute wie mich Pflicht. Das PrintRadio einer größeren Aufmerksamkeit zu verhelfen würde mich sehr freuen.
- »Typeradio« – Kann man über Typografie reden? Die sympathischen Niederländer Donald Beekman und Liza Enebeis beweisen das. Mehr noch, sie zelebrieren statt des geschriebenen Wortes das gesprochene gemeinsam mit illustren Gästen in einer Art gar nicht mal so anonymer Typoholikerrunde.
- »Vier Nasen tanken super« – Sollten wir irgendwann ins Web 3.0 geschlittert sein, wissen die Vier Nasen zuerst Bescheid. Sehr kurzweiliger Nerd-Kram.
- »English as a Second Language« – ESL-Podcast is for anyone who wants to improve their English speaking and listening skills.
- »Krimi-Couch-Podcast« – Die Synchronstimmme von Pierce Brosnan stellt monatlich die neuesten Bücher der Abteilung Krimis und Thriller vor. Dabei glänzt das sehr professionell aufgezogene Angebot mit Hintergründen, Interviews und einem Gewinnspiel.
© Podcast-Grafik: Peter Marquardt unter CC 2.0
Geschrieben von Ivo
»
5. November 2007, 19.29 Uhr | Kategorie
Zeitgeist
| 7 Kommentare
Ich habe mich verliebt. Wie konnte ich bisher nur so unaufmerksam sein? Seit »Von« 1997 haben die Isländer doch schon fünf mal um meine Gunst gebuhlt. Ich war so blind. Erst die beiläufige Verkuppelung mit »Takk…« begründete unsere neue Beziehung. Meine Beziehung zu Sigur Rós.

Sigur Rós machen Musik. Grandiose Musik, die einer Kategorisierung notorisch widerspricht. Genau genommen lässt sie sich bestenfalls durch sich selbst beschreiben. Für den gestreamten Selbstversuch nenne ich fast willkürlich »Í gær« und »Hljómalind«. Gerade rechtzeitig für meine späte Entdeckung kommt heute zudem eine DVD in den Handel, die – glaubt man den Eindrücken des Trailers – den Musikfilm nachhaltig beeinflussen könnte. Außergewöhnliche Musik + spektakuläre Landschaften + ein konzeptionell spannendes Projekt = »Heima«
Neben dem Trailer fasziniert mich auch die umfangreiche Website der Band. Sie glänzt durch ein minimales Design, bietet vollständige [und zum Teil exklusive] kostenlose Songs, zeigt großartige Videos und tolle Artworks. Ja, diese neue Beziehung hat Zukunft.
Geschrieben von Ivo
»
3. November 2007, 16.59 Uhr | Kategorie
Persönlich
| 7 Kommentare
Jetzt.de, das junge Nachrichtenmagazin der Süddeutschen Zeitung, gewährt im hauseigenen Redaktionsblog einen intimen Blick in den Redaktionsbrowser. Dabei hat Redakteur Dirk von Gehlen die Buchstaben des Alphabets in die Adressleiste des Browsers eingegeben und die jeweils erste URL, die auftaucht, aufgeschreiben. Mit einer gewissen Freude vernahm ich den Buchstaben »F«. Ich hab das dann natürlich auch mal selbst probiert: (more…)
Geschrieben von Ivo