Gut, über den tatsächlichen Nutzwert kann man streiten. Nach dem Fund dieser »Fractal Letters« bin ich jedenfalls zur Entspannung mal ins Online-Lexikon abgebogen und habe mich über Fraktale belesen. Das hätte ich wohl sonst nicht so schnell getan. Nun weiß ich aber Bescheid. [Wie sagte unser Biologie-Lehrer immer: »Füllt eure Köpfe mit Inhalt«] Außerdem sind Spielereien mit Buchstaben immer interessant. Mal mehr, mal weniger.

Ach so. Das Ganze kann man selbst unter stanford.edu/~boas/science/ftext ausprobieren. Darauf gestoßen bin ich hier, als ich auf der Suche nach Informationen zum Aufbau eines Datenbankmanagementsystems war. Ob es da nun genau um die Entity-Relationship-Modellierung, Data-Warehouse, SQL-Reports oder dem OLAP-Datenmodell ging … ich weiß es nicht mehr. Egal! Es tut auch überhaupt nichts zur Sache. Guten Abend.
Artikel im Juli 2007
Fraktalbuchstaben
Berliner Typostammtisch 07/07: Zusammenfassung
Wir haben die 30er Marke gesprengt! Als wir den ersten Typostammtisch initiierten, hätte ich nicht wirklich gedacht, dass wir bereits beim fünften Mal derart viele Schriftinteressierte zu einem Treffen würden begeistern können. Obwohl einige Teilnehmer der ersten Stunde verhindert waren, fanden sich am vergangenen Freitag [ziemlich genau] 32 Teilnehmer im »Cum Laude« ein, um fachzusimpeln und den Vorträgen von Andreas Seidel und Florian Hardwig zu lauschen.
Nachdem Andreas auf umfassende Art und Weise die Lebensstationen Herbert Tannhaeusers Revue passieren ließ, gewährte uns Florian einen Blick in die Tiefen seiner Diplomarbeit, die er über weltweit eingesetzte Schulschriften schrieb. Einen herzlichen Dank noch einmal an die Beiden, das Feedback für die Vorträge fiel mal wieder einstimmig lobend aus.
Unter den Teilnehmern waren auch ein Enkel und Urenkel Tannhaeusers, die so detailliert auch noch nichts über das fachliche Wirken ihres Ahnen zu sehen und hören bekamen. Auch Karl-Heinz Lange, ein Schüler des ehemaligen künstlerischen Leiters des VEB Typoart, war wieder anwesend und wusste von außergewöhnlichen Arbeitsmethoden seines Lehrers zu berichten. Er wohnte der Entstehung der wohl besten Tannhaeuser- und Typoart-Schrift bei, der Typoart Garamond, und brachte ungekannte Details ein. Beim kommenden Typostammtisch – voraussichtlich Ende September – wird sich Herr Lange übrigens ebenfalls in die Liste der Referenten einreihen. Um den Vortrag abzustimmen, werde ich mich in Kürze mit ihm treffen. Auch das dürfte wieder ein Spannungsgarant sein. Selbst der aus Argentinien stammende und in den Niederlanden arbeitende Typedesigner Ramiro Espinoza folgte unserer Einladung auf Typophile, auch wenn er – wie er zugestand – nur etwa 20% verstand, erfreute er sich aber an den gezeigten Bildern und Einzelgesprächen. Gäste aus dem Ausland sind ein inspirierender Aspekt, den man als Veranstaltung in der Hauptstadt auch genießen darf.
Alles in allem war der Berliner Typostammtisch wieder eine Veranstaltung, die guten Anklang fand und deren Fortführung ich selbst kaum erwarten kann. Obwohl wir langsam aber sicher in organisatorische weil räumliche Bedrängnis kommen. Aber das werden wir schon meistern. Vielen Dank Allen, die sich die Zeit genommen haben. Vielen Dank auch dem Designbüro SpiekermannPartners, welches freundlicherweise den Beamer zur Verfügung stellte, sowie Henning Krause und Ralf Herrmann für die hier gezeigten Bilder [noch mehr Stammtischbilder von Ralf in bunt auf flickr] .
500
Anlässlich des 500. Beitrages auf dieser kleinen Nischenwebsite habe ich zur Förderung der virtuellen Geselligkeit eine kleine Spielerei ersonnen. Symbolisch für die 500 soll hierbei das versale [römische] D in einer bunten Mischung verschiedener Fonts stehen. Die Frage an die verspielte Leserschaft lautet also: Welche Schriften sind hier gezeigt? Zugegeben, nur anhand eines Buchstabens eine ganze Schrift zu identifizieren ist nicht ganz einfach, aber wir sind hier schließlich auch nicht bei RTL II. Um die Sache einzuschränken, habe ich mich jedoch auf Systemschriften beschränkt und auf Fonts, die im Laufe der Zeit im Fontwerk und auf befreundeten Seiten vorgestellt wurden. Weitestgehend jedenfalls ;) Im Übrigen glaube ich nicht, dass alle 20 erraten werden. [Ansporn genug?]

Wo wir gerade bei Jubiläen sind. Diese Website – oder vielmehr ihre Vorgängerin[nen] – feiert außerdem am 14. Juli Geburtstag. Acht Jahre tummle ich mich dann bereits mit einer eigenen Website im Internetz, wie unser Datennetzdozent zu sagen pflegt. Wenn ich die alten HTML-Dateien doch noch irgendwo finden könnte …
Das klügste Haus Berlins
Aus der Favoritenliste geflogen. Mal ein paar Tage hier dem Studium zuliebe die Tasten ruhen gelassen und gleich von der Linkliste entfernt. Noch dazu von einer Kommilitonin, die es doch besser wissen müsste. Skandal! Aber okay. Das ist Anlass und Gelegenheit genug, auf eine tolle Aktion zurückzublicken.
Anlässlich der Langen Nacht der Wissenschaften am 9. Juni glänzte meine Hochschule mit einer ausgefallenen Idee: dem klügsten Haus des Jahres. Ein Gebäude, das denken und schreiben kann. Man stellt Fragen an ein Terminal und das Hochhaus antwortet. Die Idee und die Umsetzung stammt von meinem geschätzten TFH-Kollegen, FSI-Mitstreiter und Fotogenossen Martin Diebel und seinem Team. Er hatte mir im Vorfeld nicht zu viel versprochen. Ich habe mir das Ganze extra vor Ort angesehen und war begeistert. Auch YouTube hält mittlerweile ein paar Eindrücke von dem aufwendigen Projekt parat und bewegt mich schließlich verspätet zu diesem kleinen Hinweis. Dieser beweist nicht zuletzt aber auch, dass ich derzeit wirklich nur noch an die Uni denken kann …




![Georg Seifert [Schriftgestaltung.de] und Prof. Jürgen Huber Georg Seifert [Schriftgestaltung.de] und Prof. Jürgen Huber](/img/typografie/typostammtisch/ts0707_seiferthuber_140.jpg)






