Archiv für Mai 2007
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20. Mai 2007, 14.44 Uhr | Kategorie
Typografie
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Auch der dritte Tag der diesjährigen TYPO wusste zu begeistern. Ich genehmigte mir die Präsentationen von Stephen Coles [FontShop San Francisco] und Yves Peters [FontShop Belgien], die über das »Über-Sampeln« und Kopieren von Fonts referierten. Nach unserer Redaktionskonferenz des Slanted-Magazins im Bastard-Wohnwagen war ein Besuch des Slanted-Vortrages über Magazine und deren Designs natürlich Pflicht. Coolnessfaktor hier 100 Prozent. Eine große Bereicherung für die Konferenz, da die Jungs doch immer einen unkonventionellen Gegenpol zu den meisten anderen Beiträgen bilden. Der letzte TYPO-Vortrag in diesem Jahr war dann der von Markus Hanzer, der es schaffte, fast 400 Folien in sein Referat einzubauen und es dennoch nicht langweilig werden lies. Das lag nicht zuletzt auch an seinen hervorragend vorbereiteten Texten. Er muss einen wahnsinnigen Aufwand hierfür betrieben haben.
Die lange erwartete Deutschland-Premiere des Helvetica-Films hingegen enttäuschte mich ein wenig. Er zog sich zum Ende ein wenig wie ein Kaugummi hin und hätte gut und gerne um etwa 20 Minuten kürzer gewesen sein dürfen. Auffallend war, dass der beliebteste Font der Welt nicht einmal als Fließtext gezeigt wurde. Zumindest ist mir dies dann nicht bewusst geworden. Dafür gelang jedoch unserer 100-beste-Schriften-Website beim Interview mit Erik Spiekermann der Durchbruch in Hollywood. Ich möchte den Film aber nicht total verreißen [wie Erik das in gewohnter Manier mit der Helvetica selbst tat], sondern zugestehen, dass ich ihr nun eine andere Bedeutung beimesse. Wir können als Freunde schöner Schrift froh sein, dass es diese neutralste aller Schriften überhaupt gibt und sie in einer solchen Omnipräsenz existiert. Das schärft den Blick und das Besondere für wirklich tolle Formen. Sie hat also ihre Berechtigung und bildet gewissermaßen die nötige Urform unserer heutigen Buchstaben, an der sich zwangsläufig alles weitere orientieren muss. Insofern hat diese »Grundschrift« einen solchen Film verdient, nur hätte man sie mit etwas mehr Pep würdigen können. Obwohl, so gesehen wurde der Film ihrem Star in gewisser Weise mehr als gerecht …
Einen würdigen Abschluss bot die TYPOnight in der Kalkscheune. Eine tolle Lokalität mit solch netten und gutgelaunten Menschen gefüllt ist schon etwas Besonderes und schließt einen würdigen Rahmen um eine perfekt organisierte Veranstaltung. Meine mitanwesenden Kommilitonen waren allesamt begeistert und versprachen ein Wiederkommen im kommenden Jahr. Dann findet die TYPO vom 29. bis 31. Mai statt und nimmt sich dem Thema »Image« an. Ein aus meiner Sicht mehr als spannendes Thema, dem ich sicher wieder unruhig entgegenfiebern werde.
Mein letzter Hinweis in puncto TYPO Berlin 2007 gilt noch einmal der Flickr-Gruppe, in die auch ich mittlerweile meine wenigen Bilder geladen habe sowie dem Video-Podcasts der Veranstaltung auf Typovideo.de. Weitere Links zu mehr Lesestoff gibt es immer noch im vorangehenden Beitrag. Vielen Dank allen Beteiligten für drei wunderschöne Tage, den Veranstaltern natürlich, aber auch den Gästen, Freunden und Kollegen.
Geschrieben von Ivo
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19. Mai 2007, 02.43 Uhr | Kategorie
Typografie
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Puh. Den dritten Tag in Folge erst gegen 2 Uhr wieder zu Hause. Und morgen ist ja erst noch die TYPOnight. Aber so ist das wohl, wenn man sich von den vielen netten Menschen auch nach dem Schließen der Konferenzpforten nicht trennen kann. Ich bin entsprechend etwas gerädert und versuche es daher kurz zu halten.
Heute morgen bin ich aufgrund des großen Andrangs vom ursprünglichen Plan, den Kalligrafie-Workshop mit Andreas Frohloff zu besuchen, abgekommen, um zumindest einen Platz den Interessenten zur Verfügung zu stellen, die den Workshop noch nicht besucht haben. Ich durfte dieses Highlight nämlich bereits letztes Jahr erleben. Der von mir sehnlichst erwartete Vortrag von Armin Reins [»Montevideo ist wie München am Meer«] war fantastisch. Ich habe mich köstlich amüsiert. Bei der Frage Hans Reichel oder Henning Krause machte Henning das Rennen. Das war auch gut so, denn er gab dem Auditorium eine volle Packung Typografie, verpackt als »Das Alphabetische Orchester«. Mein zweiter Top-Event Sander Neijnens war in mehrerlei Hinsicht sehr inspirativ für mich. Mehr dazu aber vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt.
Das abgefahrene [hier gelten übrigens beide wörtlichen Bedeutungen] Bastard-Project war eine sehr bereichernde Stunde im Rahmen der TYPO. Die Idee, die Reise zur Veranstaltung selbst mit Fotos, Illustrationen, Texten und Musik zum Programm zu machen hat einen ganz eigenen Reiz. Ich fands Klasse. Zum Abschluss des Tages wusste der »fünfte Beatle« Klaus Voormann mit kurzweiligen Erinnerungen an eine andere musikalische [Design-]Zeit zu begeistern.
Die zahlreichen netten Zusammenkünfte und Gespräche muss ich diesmal wohl nicht noch einmal extra erwähnen. Ein sehr schöner Geburtstag neigt sich so um 2.45 Uhr seinem Ende. Vielen Dank noch einmal allen Gratulanten.
Nachtrag 9.47 Uhr: Wer Impressionen weiterer TYPO-Besucher lesen mag, sollte mal unter anderem mal hier vorbeischauen:
Geschrieben von Ivo
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17. Mai 2007, 12.11 Uhr | Kategorie
Typografie
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Eigentlich wollte ich mich mal während der TYPO-Tage aus dem Internet ausklinken. Nun fällt den Veranstaltern aber nichts besseres ein, als hier im BCC Rechner aufzubauen. Toll. So muss ich wohl doch von der kleinen Designkonferenz berichten.
Langsam aber sicher plätschern hier die Teilnehmer ein. Mit dem Einen oder Anderen konnte ich mich bereits austauschen. Derweil wird die TYPO-2007-flickr-Gruppe momentan lediglich von Jürgen befüllt [der im Fontblog übrigens live bloggt], spätestens heute Abend dürften da jedoch weitere Gäste ihre Bilder hochschubsen. Die lieben Slanted-Kollegen habe ich mit ihrem Wohnwagen noch nicht entdeckt, sie wollen aber ebenfalls live von der TYPO berichten. Dürfte somit wohl auch für Daheimgebliebene recht spannend werden.
Ansonsten scheinen sich auch die Typeradio-Macher von ihrem anstrengenden Tag erholt zu haben. Los geht es hier so richtig mit der Keynote um 14 Uhr mit Steven Heller. Bis dahin werde ich noch ein wenig durchs Gebäude streifen und mal schauen, ob ich unter anderem meine lieben Kommilitonen irgendwo entdecke. Ick meld mir später wieder, wie der Berliner sagen würde.
Nachtrag 1.45 Uhr: Nun habe ich am ersten Tag doch nur die Vorträge von Steven Heller und Moritz Sauer mitgenommen und hier und da ein wenig bei der Musik hereingeschaut, die mich allerdings nicht ganz so begeisterte. Allerdings ist mein Musikgeschmack auch kein allgemeingültiger Maßstab. Die Überbrückungsmusik von Peter Warren hingegen [die der erste Titel der FSI-ffortissimo ist] rockt sowas von …
Als Ausgleich ausgelassener Vorträge habe ich zum Teil lang ersehnte und unerhoffte Gespräche geführt, fachgesimpelt und viel Spaß gehabt. Zum Mittag verdrückte ich mich der Einfachheit halber mit Jens zum Burger King und habe dann auf dem Rückweg auf dem Alexanderplatz meinen Konferenzausweis verloren. Mir war und ist das so etwas von peinlich. Mittlerweile wurde er zwar wiedergefunden und abgegeben [Ein Dank dem ehrlichen Finder], aber scheinbar verliere ich auf der TYPO immer irgendwas.
Die Typeradio-Leute – vielmehr ihre studentischen Helfer – zauberten mit der Sweet-16-Party einen tollen Abschluss des ersten Abends und begeisterten mit einem großartigen Wege-Leit-System über den Alex. Werde sehen, dass ich davon irgendwo Fotos auftreiben kann. Ach, HD hat welche gemacht. Es ist überdies sehr fein, wenn man beim »Würfel-deinen-Eintrittspreis« eine Eins würfelt
Der Slanted/Bastard-Project-Wohnwagen rockt, Leute!
Geschrieben von Ivo
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17. Mai 2007, 08.54 Uhr | Kategorie
Typografie
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Jan »Yanone« Gerner schreibt mir eine Ankündigung über das bekannte SommerTyposium »TypograVieh lebt« in Weimar, das nun in seine vierte Runde geht. Üblicherweise weise ich auf empfehlenswerte Veranstaltungen mit meinen eigenen Worten hin. Da Jan dies aber schon in so schöne Weise selbst vermochte, zitiere ich ihn doch einfach:
Liebe Freunde geneigter Typografie,
seit einigen Jahren vibriert und flattert es in Weimar. Es sind die gefiederten TypograViecher, die an der Bauhaus-Universität kursivieren. Bereits drei Mal haben wir zum Internationalen SommerTyposium interessante Umläute eingeladen, die uns mit ihrer Liebe zur Schrift, ihren schrägen Geschichten und Projekten das Fliegen beigebracht haben. Dazu zählten u.a. Akiem Helmling, Stephan Pronto Müller, Ralf Grauel, Juli Gudehus, Yang Liu, Erik van Blokland, die Moniteurs, Elsner+Flake und Luc[as] de Groot.
In diesem Jahr sind wir wieder ausgeflogen, um acht schräge Vögel und junge Küken einzuladen:
- Judith Schalansky: Fraktur mon amour
- Alessio Leonardi: Elettriche Modular Type System 1.0
- Rasmus Koch Studio Dänemark: Fra Koebenhavn fresk paa skaermen
- Andreu Balius: Typo-Tapas – Shortcuts on spanish typography
- Hendrik Weber, Thomas Thiemich: Auf Schiefer Bahn zum Erfolg/Schräge Geschichte[n]
- Lars Harmsen: Slanted-Bastards – Choose my Identity
- und per Raum-Zeit-Verschiebung zugeschaltet: Ahmad Humeid (Amman-Weimar-Synticate).
Wer die alle mal streicheln will, der kommt am 2. Juni ab 10 Uhr morgens ins e-Werk nach Weimar. Und abends ab 22 Uhr hängt der Haussegen schief! Zu den Klängen von Peter Folk & The Band, dem unverbesserlichen H.armless und anderen DJ-Staren werden die Flügel geschwungen.
Mehr Informationen gibt’s hier: typogravieh-lebt.de
Direkt aus dem Käfig: typolis.net/vieh
So denn. Aus privaten Gründen kann ich bedauerlicherweise nicht teilnehmen. Wer aber irgendwie die Gelegenheit findet, sollte sich aufmachen, hierfür nach Thüringen zu reisen. Es dürfte sich [wieder] lohnen.
Geschrieben von Ivo
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16. Mai 2007, 18.53 Uhr | Kategorie
Design, Typografie
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»Sweet 16«: nicht nur informativ, sondern auch musikalisch großartig [gerade wird sogar Apoptygma Berzerk gespielt]. Liza und Donald rocken aus dem Park Inn das Internet mit ihrer 16-stündigen Liveübertragung auf Typeradio.org. Wer bisher noch nicht eingeschaltet hat, hat noch über fünf Stunden Zeit. Entgegen meiner Ankündigung vom 4. April findet jedoch die dazugehörige Party erst morgen statt. Dann ab 23 Uhr im M12.Visomat, der übrigens über eine sehr außergewöhnliche Website verfügt.
Geschrieben von Ivo
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15. Mai 2007, 11.27 Uhr | Kategorie
Typografie
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Für das aktuelle Slanted-Magazin führte ich ein Interview mit Jürgen Huber, seines Zeichens Fontdesigner und Professor für Typografie und 2D-Design an der FHTW Berlin über Fonts, Inspiration und seine Professur. Da es nun endlich wieder bestellbaren Heftnachschub gibt, möchte ich noch einmal meine Kaufempfehlung aussprechen. Vielleicht kann ich das Ganze mit einem kleinen Auszug aus meinem Interview schmackhaft machen, das in voller Länge in Slanted #04 nachzulesen ist?
IG: Wovon lässt du dich beim Zeichnen einer Schrift beeinflussen?
JH: Meist hat man eine Idee für ein Schriftkonzept. Eine Schrift im Wesentlichen aus einer Problemlösung heraus zu entwickeln macht es selbstverständlich einfacher, aber letztlich ist es doch immer ein ästhetisches oder gar künstlerisches Problem. Es ist immer die Suche nach Ausdruck. Die Inspirationsquellen dazu sind vielfältig. Beim letzten Font ohne konkreten Auftrag, der FF Plus, wurde ich beispielsweise von einer bestimmten Proseccoflasche inspiriert. Bei Corporate Fonts hingegen ist es insofern einfacher, als dass man ein Bild hat, worin sich der Font einfügen muss.
IG: Wonach benennst du sie?
JH: Ganz unterschiedlich. Meistens ist das doch irgendwie Eingebung: Das ist jetzt der Name, passt. Bei der Plus war es so, dass ich einen Namen gesucht habe, der in allen drei großen Sprachräumen funktioniert, also Englisch, Deutsch und Französisch. Da ist Plus überall sauber auszusprechen.
IG: Welche Schrift ist dir deiner Meinung nach am besten gelungen?
JH: Ich habe eine Schrift gemacht für die touristische Region Südtirol. Die halte ich nach wie vor für sehr gelungen, weil sie meiner Meinung nach den Flair dieser Region extrem gut einfängt, weil sie sehr nahbar und warm ist und weil sie so lebendig ist, dass sich die Fehler, die dort vielleicht drin sind, sehr gut nivellieren. Je präziser eine Schrift ist, umso mehr fallen ja etwaige Abweichungen auf.
IG: Ich bin ein großer Fan deiner Ginger, speziell der Flamboyant-Schnitte. Wie kam es zu dieser außergewöhnlichen Umsetzung?
JH: Ich wollte einfach zwei Dinge vereinen, die absolut nicht zusammenpassen. Die Schnörkel der englischen Schreibschriften mit einem relativ brachialen Zeitgeist-Font zu kombinieren war einfach mal ein Wagnis, ein Experiment.
IG: Welche Entwicklung kannst du selbst beschreiben, wenn du deine ersten Arbeiten mit den aktuellsten vergleichst? Gehst du heute ganz anders zu Werke als früher?
JH: Heute versuche ich mich wieder viel mehr am Schreiben als Inspirationsquelle zu orientieren. Ich gehe weniger den Weg der digitalen Suche nach Form, sondern eher den der schreiberischen, der zeichnerischen, der Formsuche mit dem Pinsel. Mit manuellen Werkzeugen suche ich Formen. Das hab ich früher mehr digital gemacht und mehr mit einem technisch-konzeptionellen Ansatz.
IG: Beispielsweise bei der FF Angst?
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Geschrieben von Ivo
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14. Mai 2007, 15.40 Uhr | Kategorie
Indivisuell
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Wieder einmal habe ich im Dienste der offiziellen HFC-Website Fotos für die Galerie geschossen. Dabei habe ich festgestellt, dass mein neues Baby einfach göttlich ist. Die gezeigte Bilderserie stammt jedoch aus meiner Digilinse. Dazwischen liegen Welten.

Geschrieben von Ivo
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14. Mai 2007, 14.51 Uhr | Kategorie
Typografie
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Diese Frage beantwortet die international agierende Schriftschmiede Dalton Maag.
Geschrieben von Ivo
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13. Mai 2007, 23.45 Uhr | Kategorie
Typografie
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Geschrieben von Ivo