Eine Anzeige, die geschickt die Kraft der Schrift und Zeichen nutzt, kann sämtliche Copys und Bilder überflüssig machen. So wie in der Anzeige für das Bremsystem »BAS PLUS« von Mercedes-Benz [mit der Weidemannschen Corporate A].

[via 2wnenty 4our]
Eine Anzeige, die geschickt die Kraft der Schrift und Zeichen nutzt, kann sämtliche Copys und Bilder überflüssig machen. So wie in der Anzeige für das Bremsystem »BAS PLUS« von Mercedes-Benz [mit der Weidemannschen Corporate A].

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Als Fontwerker begegnen mir bestimmte Fragen regelmäßig. Zwei dieser wiederkehrenden Fragen sind »Mit welchem Programm macht man eigentlich Schriften?« und »Gibt es nicht auch Freeware um Fonts zu erstellen?«. Nun gut, die erste Frage beantworte ich in der Regel mit FontLab Studio, das gemeinhin als qualitativer Branchenführer gilt. Die zweite Frage verneine ich, da mir kein wirklich brauchbarer Font-Editor bekannt ist, der kostenfrei verfügbar ist.
Allerdings, es gibt einen Kompromiss. Für all jene, die sich mal am Schriftendesign versuchen und nicht gleich das große Geld für entsprechende Software ausgeben wollen, bietet die Firma FontLab das TypeTool für schmale 99 US-Dollar, 72,87 Euro nach aktuellem Wechselkurs. Mit der kürzlich veröffentlichten Version 3.0 können OpenTypes mit bis zu 65.000 Glyphen erstellt werden, aber natürlich auch weiterhin PostScript-Type-1- und TrueType-Schriftarten. Bestehende Fonts können dank einer komfortablen Importfunktion um neue Zeichen erweitert werden, der Unicode-Standard 5.0 wird unterstützt, es kann mit Masken-Ebenen und mehrzeiligen Unterschneidungs- und Kerning-Ansichten gearbeitet werden und die Druck- und Auto-Hinting-Funktionen wurden zur Vorgängerversion verbessert. Der weitere Funktionsumfang und eine Demoversion für Mac und PC finden sich unter fontlab.com/font-editor/typetool/download-typetool.
Wilhelm von Humboldt, wenn man so will in seiner politischen Weltsicht eine Art Vorbild von mir, war nicht nur Staatstheoretiker, Philosoph, Minister und Gründer der nach ihm benannten Berliner Universität, sondern auch seit 1791 der Mann von Caroline von Dacheröden. Diese Dame lebte auf dem Gut beziehungsweise im Schloss Burgörner und mit ihr einige Jahre eben Wilhelm von Humboldt. Der Geschichte nach konnte Caroline ihren Wilhelm mit der ersten Wattschen Dampfmaschine Deutschlands nach Hettstedt locken. Hier arbeitete nämlich seit 1785 dieser Meilenstein der deutschen Industriegeschichte in den Diensten des Kupferbergbaus auf dem König-Friedrich-Schacht.
Jenem großen Deutschen ist in meiner Heimatstadt unweit des empfehlenswerten Mansfeld-Museums diese typografisch schön gestaltete Gedenktafel gewidmet.
Die Firma Heidelberg ist als weltweit führender Hersteller von Bogenoffset-Druckmaschinen bekannt. Auf dem Gebiet der Drucktechnik genießt sie auch den Ruf des Förderers der Nachwuchsbildung. Als letztjähriger Teilnehmer eines mehrtägigen Seminars an der Print Media Academy und zukünftiger potenzieller Käufer oder Kollege bekam ich so beispielsweise schon das »Handbuch der Printmedien« überreicht.
Des Weiteren veröffentlicht die Heidelberger Druckmaschinen AG eine Vielzahl weiterer Publikationen, die meist kostenfrei erhältlich sind. Beispielhaft möchte ich auf drei Heftreihen hinweisen. Zum Einen WissensWert mit aktuellen Berichten und Hintergrundinformationen über Möglichkeiten der Weiterbildung, Veranstaltungen und das Print-Media-Academy-Netzwerk. Außerdem die Schriftenreihe Konzepte und Lösungen, in der bisher »101 Möglichkeiten zur Erhöhung der Rentabilität« und »Hinter den Kulissen einer erfolgreichen Druckerei« erschienen sind. Zu guter Letzt wäre dann noch der Profi Tipp zu nennen. Die Ausgabe 1/2005 thematisierte »Feuchtmittel im Offsetdruck«, 1/2006 »Problemfälle im Drucksaal«. Diese Reihe bereichert seit kurzem das aktuelle Heft »Walzen in Farb- und Feuchtwerk«. Alle genannten Publikationen können sowohl als gedrucktes Exemplar frei Haus bestellt als auch als PDF geladen werden. Alles in allem stellt dieses Angebot eine günstige – weil kostenlose – und vor allem aktuelle Ergänzung zum studenteneigenen Buchfundus dar, das aber auch für den gestandenen Fachmann durchaus von Interesse sein dürfte.
Eine Übersicht und die Bestellmöglichkeiten sind zu finden unter: print-media-academy.com/www/html/de/content/overview1/publications_overview.
Vielleicht hat es ja den Einen oder Anderen schon mal interessiert, welche Free Fonts die – gemessen an den Downloadzahlen – Beliebtesten sind. Mich jedenfalls noch nicht, bin ich ganz ehrlich. Da ich aber weiß, dass diese Thematiken manche meiner Leser besondere Freude bereiten, möchte ich kurz auf die Website fonts500.com verweisen, die eben genau jene 500 beliebtesten kostenlosen Schriften auflistet.

Zugrunde liegen der Zusammenstellung die Statistiken der größten Online-Free-Font-Archive. Laut den Betreibern der Seite handelt es sich bei allen 500 downloadbaren Schriften um Freeware, Shareware, Demoversionen oder gar Gemeingut [heute spricht man von Public Domain], was ich natürlich ob der Masse nicht prüfen kann.