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Fontwerk

Archiv für April 2007

× Die Kraft der Zeichen

» 22. April 2007, 14.14 Uhr | Kategorie Design, Typografie | Ein einsamer Kommentar

Eine Anzeige, die geschickt die Kraft der Schrift und Zeichen nutzt, kann sämtliche Copys und Bilder überflüssig machen. So wie in der Anzeige für das Bremsystem »BAS PLUS« von Mercedes-Benz [mit der Weidemannschen Corporate A].

Anzeige für das Bremssystem BAS PLUS von Mercedes-Benz

[via 2wnenty 4our]

Geschrieben von Ivo


× TypeTool: die kleine Typedesign-Software

» 21. April 2007, 17.53 Uhr | Kategorie Medientechnik, Typografie | 5 Kommentare

Als Fontwerker begegnen mir bestimmte Fragen regelmäßig. Zwei dieser wiederkehrenden Fragen sind »Mit welchem Programm macht man eigentlich Schriften?« und »Gibt es nicht auch Freeware um Fonts zu erstellen?«. Nun gut, die erste Frage beantworte ich in der Regel mit FontLab Studio, das gemeinhin als qualitativer Branchenführer gilt. Die zweite Frage verneine ich, da mir kein wirklich brauchbarer Font-Editor bekannt ist, der kostenfrei verfügbar ist.

TypeToolAllerdings, es gibt einen Kompromiss. Für all jene, die sich mal am Schriftendesign versuchen und nicht gleich das große Geld für entsprechende Software ausgeben wollen, bietet die Firma FontLab das TypeTool für schmale 99 US-Dollar, 72,87 Euro nach aktuellem Wechselkurs. Mit der kürzlich veröffentlichten Version 3.0 können OpenTypes mit bis zu 65.000 Glyphen erstellt werden, aber natürlich auch weiterhin PostScript-Type-1- und TrueType-Schriftarten. Bestehende Fonts können dank einer komfortablen Importfunktion um neue Zeichen erweitert werden, der Unicode-Standard 5.0 wird unterstützt, es kann mit Masken-Ebenen und mehrzeiligen Unterschneidungs- und Kerning-Ansichten gearbeitet werden und die Druck- und Auto-Hinting-Funktionen wurden zur Vorgängerversion verbessert. Der weitere Funktionsumfang und eine Demoversion für Mac und PC finden sich unter fontlab.com/font-editor/typetool/download-typetool.

Geschrieben von Ivo


× Typospur (31): Wilhelm von Humboldt

» 16. April 2007, 15.13 Uhr | Kategorie Typografie | Kommentieren?

Gedenktafel Wilhelm von Humboldt

Wilhelm von Humboldt, wenn man so will in seiner politischen Weltsicht eine Art Vorbild von mir, war nicht nur Staatstheoretiker, Philosoph, Minister und Gründer der nach ihm benannten Berliner Universität, sondern auch seit 1791 der Mann von Caroline von Dacheröden. Diese Dame lebte auf dem Gut beziehungsweise im Schloss Burgörner und mit ihr einige Jahre eben Wilhelm von Humboldt. Der Geschichte nach konnte Caroline ihren Wilhelm mit der ersten Wattschen Dampfmaschine Deutschlands nach Hettstedt locken. Hier arbeitete nämlich seit 1785 dieser Meilenstein der deutschen Industriegeschichte in den Diensten des Kupferbergbaus auf dem König-Friedrich-Schacht.

Jenem großen Deutschen ist in meiner Heimatstadt unweit des empfehlenswerten Mansfeld-Museums diese typografisch schön gestaltete Gedenktafel gewidmet.

Geschrieben von Ivo


× Heidelbergs kostenlose Druckratgeber

» 15. April 2007, 22.04 Uhr | Kategorie Drucktechnik | Kommentieren?

Die Firma Heidelberg ist als weltweit führender Hersteller von Bogenoffset-Druckmaschinen bekannt. Auf dem Gebiet der Drucktechnik genießt sie auch den Ruf des Förderers der Nachwuchsbildung. Als letztjähriger Teilnehmer eines mehrtägigen Seminars an der Print Media Academy und zukünftiger potenzieller Käufer oder Kollege bekam ich so beispielsweise schon das »Handbuch der Printmedien« überreicht.

Der aktuelle Heidelberg-Profi-TippDes Weiteren veröffentlicht die Heidelberger Druckmaschinen AG eine Vielzahl weiterer Publikationen, die meist kostenfrei erhältlich sind. Beispielhaft möchte ich auf drei Heftreihen hinweisen. Zum Einen WissensWert mit aktuellen Berichten und Hintergrundinformationen über Möglichkeiten der Weiterbildung, Veranstaltungen und das Print-Media-Academy-Netzwerk. Außerdem die Schriftenreihe Konzepte und Lösungen, in der bisher »101 Möglichkeiten zur Erhöhung der Rentabilität« und »Hinter den Kulissen einer erfolgreichen Druckerei« erschienen sind. Zu guter Letzt wäre dann noch der Profi Tipp zu nennen. Die Ausgabe 1/2005 thematisierte »Feuchtmittel im Offsetdruck«, 1/2006 »Problemfälle im Drucksaal«. Diese Reihe bereichert seit kurzem das aktuelle Heft »Walzen in Farb- und Feuchtwerk«. Alle genannten Publikationen können sowohl als gedrucktes Exemplar frei Haus bestellt als auch als PDF geladen werden. Alles in allem stellt dieses Angebot eine günstige – weil kostenlose – und vor allem aktuelle Ergänzung zum studenteneigenen Buchfundus dar, das aber auch für den gestandenen Fachmann durchaus von Interesse sein dürfte.

Eine Übersicht und die Bestellmöglichkeiten sind zu finden unter: print-media-academy.com/www/html/de/content/overview1/publications_overview.

Geschrieben von Ivo


× Die 500 beliebtesten Free Fonts

» 14. April 2007, 23.54 Uhr | Kategorie Typografie | Ein einsamer Kommentar

Vielleicht hat es ja den Einen oder Anderen schon mal interessiert, welche Free Fonts die – gemessen an den Downloadzahlen – Beliebtesten sind. Mich jedenfalls noch nicht, bin ich ganz ehrlich. Da ich aber weiß, dass diese Thematiken manche meiner Leser besondere Freude bereiten, möchte ich kurz auf die Website fonts500.com verweisen, die eben genau jene 500 beliebtesten kostenlosen Schriften auflistet.

Die 500 beliebtesten Free Fonts

Zugrunde liegen der Zusammenstellung die Statistiken der größten Online-Free-Font-Archive. Laut den Betreibern der Seite handelt es sich bei allen 500 downloadbaren Schriften um Freeware, Shareware, Demoversionen oder gar Gemeingut [heute spricht man von Public Domain], was ich natürlich ob der Masse nicht prüfen kann.

Geschrieben von Ivo


× Der Tod des Journalismus

» 13. April 2007, 20.55 Uhr | Kategorie Zeitgeist | 3 Kommentare

Wie Journalisten der altehrwürdigen und von mir geschätzten Printmedien ihr eigenes Leichentuch weben, kann beim Medienpiraten nachgelesen werden. Aber Vorsicht! Dieser Bericht ist wirklich nichts für schwache Nerven. Für mich schreit das förmlich nach einem Online-Flächenbrand. Mein Feuerzeug ist dir sicher, Peer.

Geschrieben von Ivo


× Nami: Adrian Frutigers neuer Display-Font

» 13. April 2007, 09.21 Uhr | Kategorie Typografie | 2 Kommentare

NamiAdrian Frutiger ist längst fester Bestandteil der typografischen Geschichtsbücher. In das Kapitel seiner unzähligen Schriften wie Avenir, Univers, Frutiger, Courier New oder OCR-B muss nun eine weitere geschrieben werden: die Nami™. Zusammen mit Akira Kobayshi schuf Frutiger nun einen Displayfont, den er als die humanistischste Serifenlose bezeichnet, die er jemals zeichnete. Bereits in den Achtzigern begann er mit den Entwürfen zur Nami™, deren Name im Japanischen »Welle« bedeutet. 483 Zeichen sind Bestandteil der Schrift, darunter jeweils elf interessante Alternativformen in den drei verfügbaren Schnitten.

In diesem Zusammenhang möchte ich auf ein Video des Interviews von Erik Spiekermann mit Adrian Frutiger aus dem Jahre 1996 hinweisen. Zu finden auf FontShops Typovideo-Website.

Geschrieben von Ivo


× Chantalle, Veronique, Nathalie … wahre Liebe blickte mich an

» 11. April 2007, 19.26 Uhr | Kategorie Zeitgeist | Kommentieren?

Hinfallen und aufstehen von Tobias GerlachWenn die Kumpelz [wie man im Mansfeldischen zu sagen pflegt] ein Buch schreiben, darf das hier natürlich nicht unerwähnt bleiben. In diesem Fall zeichnet sich Tobias Gerlach für das hektarweise Roden des Harzwaldes verantwortlich, auf dessen Baumholzschliff »Hinfallen und Aufstehen – mein Jahr« dann gedruckt wurde. Der 11-Freunde-Redakteur hat schwere Zeiten hinter sich. Erst von seiner Freundin verlassen, will sich partout kein zwischengeschlechtliches Abenteuer einstellen. Und das, obwohl die besten Freunde mit ihm gemeinsam die WM-Städte im Wohnmobil bereisen.

Der österreichische Novum-Verlag war so gnädig, jene böswitzigen Abenteuer des Mansfelders ins belletristische Repertoire aufzunehmen und stellt auf der Verlagsseite eine kleine Leseprobe vor. Die Überschrift dieses Beitrages ist übrigens – wie sollte es anders sein – dem angepriesenen Erstlingswerk Tobias’ entnommen und lässt die Vielfalt der Ereignisse seines Jahres erahnen …

Geschrieben von Ivo


× Slanted Nummer Vier: Pixel- und Matrixfonts

» 5. April 2007, 21.59 Uhr | Kategorie Design, Typografie | Kommentieren?

Das Cover der 4. SlantedWas ich an der Typoszene besonders schätze, sind die Menschen. In welcher Branche trifft man sonst fast ausnahmslos Enthusiasten, die ihre Arbeit wirklich lieben, ja, zum Teil sogar leben? Oftmals ist Gewinnmaximierung ein Fremdwort, es geht angenehm oft um die Sache selbst. Das sieht man unter anderem am beeindruckenden Engagement für unseren Berliner Typostammtisch, aber auch anhand von Projekten wie Slanted. Jenes Typomagazin unterstütze ich selbst aus der selben Begeisterung heraus und dem Plattformgedanken folgend seit einiger Zeit mit Online-Beiträgen und nun auch als Redaktionsmitglied der Printversion.

Innenteil Slanted Nr. 4Es macht Spaß, mit vielen Verrückten ein Magazin zu gestalten, das andere Typofreunde gern lesen und ihnen einen gewissen Mehrwert bietet. Mittlerweile ist die vierte Ausgabe des Slanted-Magazins für zehn Euro bestellbar. Der für Inhalt, Umfang [200 Seiten] und Auflage [10.000] wirklich lächerliche Preis kann nur durch eine bemerkenswerte Zusammenarbeit mit Océ erreicht werden, die das Heft in einer den Digitaldruck hervorragend präsentierenden Qualität auf einer VP6250 drucken und damit ihre Maschinen selbst bewerben. Hoffentlich auch mit gebührenden Erfolg.

Innenteil Slanted Nr. 4Wer »Slanted #4 – The Grid Issue« in den Händen hält, spürt es schnell selbst, das »Gefühl Typografie«, ohne dabei in einem zu eng gefassten Themenkorsett gefangen zu sein. Für genau diese Freiheit sorgen Fachartikel, Font- und Labelvorstellungen, Fotostrecken, Illustrationen, Typostories, Musikrezensionen und nicht zuletzt Interviews, zu denen auch ich eines beisteuern konnte. Mit Jürgen Huber führte ich ein interessantes Gespräch über Fonts, Inspiration und seine Professur.

Nach der Lektüre sehe ich Pixel- und Matrixfonts nun in einem ganz anderen Licht, was vor allem den tollen vorgestellten Schriften und vor allem dem Leitartikel von Thomas Mettendorf geschuldet ist. Eine genauere Inhaltsübersicht ist unter slanted.de/1210 nachzulesen. Keine Frage, wer sich mit Typografie beschäftigt, kommt an Slanted wohl nicht mehr vorbei. Bestellt werden kann das Magazin über die Magma-Website, allerdings erst in ein paar Tagen. Die Erstauflage ist nämlich bereits ausverkauft. Ich freue mich sehr, die Redaktionskollegen auf der Slanted-Couch auf der TYPO Berlin wieder zu treffen. Bis dahin wünsche ich allen Lesern des Fontwerks frohe Ostern.

Das von mir geführte Interview mit Prof. Jürgen Huber
Das Interview mit Jürgen Huber

Geschrieben von Ivo


× The beauty of letterpress

» 5. April 2007, 17.47 Uhr | Kategorie Drucktechnik, Typografie | Kommentieren?

John Christensen spricht über die Schönheit einer Buchdruckpresse. Ein feines kleines Filmchen für zwischendurch auf elsa.photo.net.

[Gefunden im typoblogi.]

Geschrieben von Ivo


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