Artikel im März 2007


RichyTypes kostenloser Pixelfont

Eric Schmitt scheint ein sehr umtriebiger Zeitgenosse zu sein. Auf jeden Fall ist er im Netz omnipräsent. Da wären sein von mir täglich besuchter Musik- und Typoblog, sein Plattenlabel Richyrecords, die fein säuberlich zusammengetragenen Typolinks, aber auch beim Reiseführer für Typografen ist er involviert. Zudem macht er einen witzigen Eindruck, klickt man sich nur mal durch Kontakt und Impressum seiner RichyRocker-Website.

RichyTypes kostenloser Pixelfont

Zu guter Letzt ist er auch noch ein typografischer Wohltäter. Jedenfalls könnte diese Vermutung entstehen, da er seine Pixelschriftsippe »RT Pixa12« für umme raushaut. Das Besondere an diesem Pixelfont ist sein Umfang. Sechs Schnitte – darunter sogar Small Caps und Condensed – sind bei einer derartigen Schriftform nicht selbstverständlich. Interessant finde ich, dass neben der Sans-Variante sogar Serifen Beachtung finden. Das macht die RT Pixa12 zu etwas sehr Eigenem, auch wenn die Zurichtung noch verbessert werden sollte. Zum Fontpaket hat Eric die witzigste Readme-Datei dazugepackt, die ich je gelesen habe. Der Free Font kann unter richytype.de/pixa.html geladen werden.

Eben in der Sportschau

Kommentar zum Spiel Cottbus gegen Bremen:

»Die Ostdeutschen mauern sich ein.«

Haha. Ich lach mich tot. Idiot.

Plagiatflügel

Also das ist doch jetzt mal wirklich kein Zufall mehr, oder? Kollege Chez Porchez meint jedenfalls eine gewisse Ähnlichkeit erkennen zu können.

Der Logoklau geht um: Dreister geht es kaum
Links das traditionelle Logo der Garuda Indonesia, rechts das offensichtliche Plagiat von CPNT [Chasse – Pêche – Nature – Traditions].

Abschied ist ein scharfes Schwert

Mein »Protz-Arbeitsplatz« bei FSI… sang auf den Tag genau vor 23 Jahren der Whittaker-Roger. Heute könnte dies mein ganz persönlicher Gemütssoundtrack sein. Unaufhaltsam raste er nämlich auf mich zu und setzte heute einfach so mir nichts, dir nichts auf: der letzte Tag meines Praktikums bei FSI FontShop International. Ich hatte gehofft, ein spannendes und fachlich fruchtbares Praxissemester zu [v]erleben. Es wurde viel mehr als das. Ich bekam nicht nur tiefe Einblicke in die faszinierende Welt der Schriftherstellung, sondern durfte mit wirklich außergewöhnlichen Menschen zusammenarbeiten, die mir mehr gaben als nur einen Arbeitsplatz, ihr Fachwissen und meine Aufgaben. Ich lernte eine – heute nicht einfach zu findende – konzentrierte, aber zugleich familiäre Arbeitsweise kennen, die mich täglich aufs Neue beeindruckte. Ich möchte mich daher auch auf diesem Wege noch einmal bei ausnahmslos allen Kolleginnen und Kollegen für die tolle Atmosphäre und die zu jeder Zeit bedingungslose Unterstützung bedanken. Auch das Entgegenkommen bei meiner zwischenzeitlichen Knieoperation und den damit verbundenen Folgeterminen weiß ich sehr zu schätzen. Vielen Dank für alles, letztlich auch für die tollen Abschiedsgeschenke.

Wie cool auch immer der– mir egal, ich pack das jetzt einfach mal zusammen, auch wenn ich dafür geköpft werde – FontShop von außen wirkt, ich kann euch sagen, von innen ist er sogar noch viel coooooler.

Nun tröste ich mich aber mit einem weiteren Schlager der späten Achtziger. Es war doch Trude Herr, die treffend »Niemals geht man so ganz« in die Mikrofone schmetterte?.

[Notiz nur für 1.FCKristoph: schau mal in die Kommentare vom Beitrag zum Praktikumsbeginn. Da schließt sich doch der Tschicholdsche Kreis, oder?]

Tutorial für Bildfonts

Gestern per Mail von den zwei Londoner Font-Schwestern:

Computer Arts Projects has invited us to write a tutorial for the current issue ‘The Art of Ornament‘. The tutorial ‘Experiment with picture fonts’ is a step by step guide on how to create exiting patterns with our latest font release Pop. […] If you can’t get hold of the magazine, you can download a PDF version of the tutorial and a free Pop Sample Font from our website. Happy patterning! Kapitza