Wenn ich morgens um sieben zur Physiotherapie ins Virchow-Klinikum gehe, komme ich immer an der Onkologie vorbei. Jedesmal sehe ich am Tropf hängende Patienten im Bademantel vor der Tür stehen [bei Minusgraden], die rauchend über die Unfähigkeit der Ärzte schimpfen. Es kommt mir unweigerlich der dicke Mann in den Sinn, der kürzlich im Restaurant am Nachbartisch saß, ein Eisbein und eine große Cola bestellte und einem seiner ständig wechselnden »Quacksalber« die Schuld an seiner Fettleibigkeit gab. Dann denke ich mir manchmal: Irgendwas passt da nicht zusammen. Ich komm nur nicht drauf …
Artikel im Februar 2007
Einen Schritt zurück nach vorne

Symbolfoto [Abgelichtet auf einem Kleinbildnegativfilm Fuji Superia 400]
Es ist lange her, dass ich mit meiner geliebten Minolta Dynax 700si loszog, um Licht auf einen echten Film zu bannen. Im letzten Kurzurlaub war es aber mal wieder an der Zeit. Bis dahin war mir nicht bewusst, was mir fehlte: Das Klacken des Kameraspiegels, das befriedigende Geräusch des Filmtransports, die Gewissheit ob der richtigen Auflösung oder Komprimierung, keine Gedanken über falschen Weißabgleich und vor allem die unbeschreibliche Vorfreude auf entwickelte Bilder. Überhaupt, entwickelte Bilder. Keine Gigabyte voll schlecht verschlagworteter Bilddaten, deren Farbprofil die Software zum Abstürzen bringt. Echtes Fotopapier im Verhältnis 2:3. Echte Negative, die wieder ungeordnet in der Schublade herumfliegen können. Herrlich. Du hast mir gefehlt, schwarze, schwere Dynax. Ich hoffe, du verträgst dich gut mit deinem neuen Freund. Ich werde eure Runde mit neuen Objektiven von eBay weiter vergrößern. Weit unter Wert trennen sich viele Fotografen, die noch nicht erleuchtet wurden und Chips statt zu essen darauf belichten. Es soll uns nur Recht sein. Happy End für den Moment.
Worte aus Buchcovern
Unnötig, aber großartig. Die japanische Website amaztype.tha.jp verwurstet dem eingegebenen Suchbgegriff entsprechende Buchcover zu einer kleinen Typoanimation, die eben jenen Begriff visualisiert. CD- und DVD-Cover sind auch möglich. Einen kleinen Nutzen hat es – neben der Freude an Webspielereien– auch: man kann zu den Büchern zoomen und sie dann bei Amazon kaufen.
[entdeckt bei Hoemmerich.com]
Die zwei Londoner Font-Schwestern
Vor einigen Tagen erreichte mich folgende E-Mail aus London:
We’ve just set up our online shop specializing in picture fonts and it would be great if you could feature us: http://kapitza.com/shop
Ich bin zwar nicht das PR-Journal, aber auch kein Unmensch. Daher möchte ich zumindest mal darauf hinweisen, dass es bei den Schwestern Petra und Nicole Kapitza schnucklige und vielleicht sogar für manch Einen interessante Bild- und Iconfonts gibt, in der Regel für 29 £. Auf jeden Fall lohnt sich ein Blick auf die Website. Ich mag das Design und den Stil ihrer Auftragsarbeiten und auch ihre Bücher scheinen mir einen genaueren Blick verdient zu haben.
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Wallpaper aus Spam Mail Attachments von Enjoy Surveillance [© Creative Commons bei Flickr]



