»
30. Januar 2007, 19.29 Uhr | Kategorie
Indivisuell, Persönlich
| 7 Kommentare
Ein sehr schöner winterlicher Kurzurlaub liegt hinter uns. Ich hätte nicht gedacht, wie wirklich entspannend Wellness sein kann. Molkebad, Klangschalenmassage und Ganzkörperpeeling hören sich zwar komisch an, entfalten aber durchaus ihre versprochene Wirkung. Das überaus freundliche Hotelteam [Das Schöner-Inseln-Logo übrigens aus der FF Hands gesetzt ;)] und das tolle Wetter taten ihr übriges.

Einsamer als im Winter ist der Strand von Ahlbeck sicher nie.

Wunderschöner Spaziergang auf der Halbinsel Gnitz

Die Möwen waren neben den Eisbadern, die sich anlässlich des Zinnowitzer Winterstrandkorbfest ins Wasser trauten, die einzigen Badegäste.

Usedom ist auch im Winter ein Traum.
Geschrieben von Ivo
»
24. Januar 2007, 12.45 Uhr | Kategorie
Persönlich, Typografie
| 5 Kommentare
Das große Typo-Ranking ist da: »Die 100 besten Schriften aller Zeiten«. Namhafte internationale Juroren – darunter Roger Black, Stephen Coles, Veronika Elsner und Jan Middendorp – steuerten »historische Bedeutung« und »ästhetische Qualität« als subjektive Messlatten bei. FontShop lieferte den objektivsten und unmissverständlichsten Gradmesser schlechthin: die Verkaufszahlen. Heraus kam die bisher beste Übersicht der bedeutendsten Schriften seit der Erfindung der beweglichen Lettern. Zu jeder der 100 Fonts wurden aufregende Infos zusammengetragen, manch unbekanntes Detail und seltene Abbildungen ausgegraben. In einem schönen goldenen Mailing sind diese Topstories nun für die Kunden von FontShop Deutschland erhältlich.
Ich durfte die Entstehung dieses gewaltigen Projektes ein gutes Stück begleiten und wurde mit der Gestaltung der Website betraut. Gemeinsam mit Georg Seifert entwickelten wir www.100besteschriften.de. Erweiterte Schriftenporträts, noch mehr Bilder und eine Kommentarfunktion ergänzen die 40.000 gedruckten 32-Seiter auf höchst spannende Weise. Seit heute Mittag nun ist diese an das Design der Broschüre angelehnte Site online. Ich freue mich – genau wie Jürgen Siebert und sein Marketingteam – sehr über diesen Doppel-Launch und bin schwer begeistert über diese einmalige typografische Hitparade.
Geschrieben von Ivo
»
21. Januar 2007, 12.52 Uhr | Kategorie
Medientechnik, Persönlich
| 13 Kommentare
- Linkvorschau mit Snap. Mich persönlich nervt das total. Aber andere finden es gut. Zum Glück kann man es aber selbst deaktivieren.
- Websites, die ihre Fenstergröße selbst bestimmen, zum Beispiel Vollbild oder Miniformat und damit alle meine geöffneten Tabs gleich mit verstellen.
- Flash-Intros. Ich suche und betätige IMMER den Skip-Button.
- Weblogs, die fast nur noch aus Flash-Videos á la YouTube bestehen [nix gegen wirklich lohnenswerte Ausnahmen], haben ihre Existenzberechtigung verloren. YouTube kann ich auch selbst besuchen und Videos aufrufen, die wirklich meinen Geschmack treffen..
- Kontaktmöglichkeit über Mailto-Links und mich so zum Benutzen meines Mailprogramms zwingt [überhaupt alles, was mir beim draufklicken vorschreibt, wie ich vorzugehen habe, dazu gehört auch der nächste Punkt]
- target=blank, diese in einem neuen Fenster geöffneten Seiten mache ich sofort wieder zu. Ich will als User selbst entscheiden, was so wichtig ist, dass es ein eigenes Fenster verdient. Gelobt sei das Tab Browsing.
- Blogbeiträge, einzig aus Del.icio.us-Links bestehend [ich deutete das ja bereits an]. Wenigstens etwas näher mit der verlinkten Seite könnte man sich doch schon im Blogbeitrag befassen.
- Ich geben den Hyperlink ohne »www.« ein. Es erscheint eine Fehlermeldung. Ich gebe den Link nochmal mit »www.« ein. Die Seite erscheint. Schade um die verlorene Zeit und Glück für den Seitenbetreiber, dass ich es noch auf einen Versuch habe ankommen lassen.
- Links auf PDFs, die mich nicht vorwarnen, dass sich eine PDF öffnen wird, denn dann hätte ich den Link nicht geklickt, sondern das Lesen auf später verschoben und die Datei erstmal heruntergeladen.
- Soundeffekte oder Dudelmusik. Ich höre fast immer nebenbei Musik über Kopfhörer in einer angemessenen Lautstärke. Plötzlich knallt mir irgendein nerviger Sound ins Ohr. Dazu kommt, dass ich gern mal 20-30 Tabs gleichzeitig aktiv habe. Zwei solcher Seiten davon und ich melde mich in der Klapse an.
Das sind zugegeben keine wirklich weltbewegenden Sachen und Nichtigkeiten im sonstigen Alltag. Aber dennoch aus meiner Sicht Dinge, die vermeidbar sind. Denn schließlich will man als Webmaster und Seitenbetreiber doch, dass der Besucher gern kommt und vor allem wiederkommt. Das ist bei Unternehmenspräsentationen oder E-Commerce-Sites noch wichtiger als beispielsweise meiner eigenen. Aber gerade dort spricht man oft eine Sprache, die weit an dem vorbei geht, was der Kunde hören will. Dabei ist es doch eigentlich gar nicht so schwer, freundlich zu »reden«.
Mir fällt gerade ein, dass sich Gerrit vor einiger Zeit ähnliche Gedanken machte.
Geschrieben von Ivo
»
19. Januar 2007, 08.40 Uhr | Kategorie
Typografie
| Ein einsamer Kommentar

Das nun wirklich allerletzte Bild aus China. Es kann nun auch bei den Typospuren wieder mit den hiesigen Motiven weitergehen. Das Bild zeigt eine Wandbemalung in einem echten traditionellen Restaurant, in dem es lecker Essen gab.
Geschrieben von Ivo
»
18. Januar 2007, 13.05 Uhr | Kategorie
Zeitgeist
| Kommentieren?
Die Spatzen pfeifen es vom Kupferschieferdach: nach dem schon heute zum Kult avancierten ersten Elsterglanz-Konzert [Elsterglanz?] im Eisleber Wiesenhaus verdichten sich die Hinweise auf eine bevorstehende Tour, beginnend im Steintor-Varieté in Halle. Das kann man zumindest dem Mansfelder Buschfunk und der Klotür elsterglanz-dieband.com entnehmen. Dort finden sich mittlerweile sogar diverse von Sven und Gilli geschriebene Songtexte, zum Beispiel »Waldemar der Brombeerblueser«, »Motocross in Teutschenthal« und »Die Mutter von James Bond«. Unbedingteintrittskartenhabenwill!
Geschrieben von Ivo
»
16. Januar 2007, 16.59 Uhr | Kategorie
Design
| 4 Kommentare

Sein eigener Sohn bedient sich zum Zwecke der Eigenwerbung am abgestreiften Logo und Claim eines großen Elektronikherstellers. In Form obiger Reklame erschien mir seine Botschaft in der U-Bahn, begleitet von der heiligen Comic Sans, einem Divis statt Halbgeviertstrich, einer kontroversen Zeichen- und Zwischenraumspationierung und natürlich falschen Anführungszeichen. Aus Wasser machte er Wein Philips’ »Let’s make things better« machte er Jesus’ »He makes things better«. Der Berliner Jugendverband »Entschieden für Christus« will auffallen, vor allem beim Freund der gepflegten Makrotypografie. Aber wer könnte I H M schon böse sein?
Geschrieben von Ivo
»
15. Januar 2007, 17.08 Uhr | Kategorie
Medientechnik
| 5 Kommentare

Hauptintention der Diplomarbeit »Agile Produktentwicklung im Neuen Web« von Julia Sörgel und Sebastian Munz ist die Erschaffung von etwas Nützlichem. Etwas, was nachhaltig fortbestehen und ständig im Dialog mit den Usern weiterentwickelt werden soll. Unter diesem Anspruch entsteht mite. Ein hilfreiches Onlinetool, das zur Erfassung und Auswertung von Arbeitszeit dient. Besonders interessant dürfte das für kleine Agenturen und Freelancer sein, die bei der bisherigen Entwicklung bisher konsequent eingebunden wurden. Wer die Beiden von ihren optisch herausragenden Popnutten kennt, ahnt, dass die kostenlose Software zur Zeiterfassung ebenfalls gut bekömmlich und einfach zu bedienen ist. Die Eingabe ist so schmerzlos wie nur irgend möglich gestaltet, das Tool erstellt daraus im Handumdrehen aussagekräftige und verwertbare Reports.
Bei den beiden sympathischen Kommilitonen meines Studiengangs Druck- und Medientechnik bin ich mir sicher, dass sie ihr lobenswertes Manifest sehr ernst nehmen. Meine Empfehlung daher lautet ausprobieren. Be mite. Das sind die Guten.
Geschrieben von Ivo
»
13. Januar 2007, 12.33 Uhr | Kategorie
Design, Zeitgeist
| 2 Kommentare
Als ich jüngst das Foto vom Dresdner Ampelweibchen sah, fand ich das witzig. Als Pandon zum Standardsymbol eine amüsante Idee, toll für Touristen. Da wusste ich aber noch nicht, dass dahinter eine ernsthafte politische Initiative steckt.
![Das Dresdner Ampelweibchen [Foto von J.Siebert] Das Dresdner Ampelweibchen](/img/zeitgeist/ampelweibchen_420.jpg)
Das Dresdner Ampelweibchen [Foto von J.Siebert]
Im Radio kurz darauf ein Interview mit Canan Bayram, Abgeordnete im Berliner Abgeordnetenhaus und frauenpolitische Sprecherin der SPD. Sie forciert ernsthaft die generelle Einführung von weiblichen Ampelsymbolen. Eine etwas konkretere politische Inititiative »Wien sieht’s anders« startete vor einigen Wochen in der Österreichischen Hauptstadt. Hier geht man sogar noch einen ganzen Schritt weiter und versucht, alle Piktogramme im öffentlichen Raum mindestens zur Hälfte zu verweiblichen.
Was als Ausdruck lokalpolitischer Lockerheit noch amüsiert, ist als ernsthafte Idee so überflüssig wie ein Hühnerauge. Piktogramme sind in der Regel neutral und nicht männlich. Oder haben etwa alle Männer Glatze, sind geschlechtslos und laufen zu allem Überfluss nackt herum, wie der Ampelmann uns weiß machen möchte? Was soll ein Piktogramm überhaupt leisten? Es muss bereits im ersten Moment des Betrachtens klar erkennbar sein. Daher ist auf jedes überflüssige Detail zu verzichten. Hierzu gehören bei einem Menschen symbolisierenden Piktogramm Haare, Klamotten und sonstige spezielle Merkmale. Sonst muss man am Ende noch Kinder berücksichtigen, Frisurentrends, körperlich Versehrte, religiös Verschleierte und verschiedene Farbigkeiten für unterschiedliche Hautfarben. Um dem Ganzen vielleicht noch eine kleine nette Anmutung zukommen zu lassen kann man ja auf dezente Mittelchen zurückgreifen, wie etwa die Hände beim beliebten Ostampelmännchen. Aber eben immer neutral gegendert [ein Unwort!] und unter der Maßgabe, dass eine prägnante Informationsweitergabe vor halbgarer Political Correctness steht. So meint Markus Heckhausen von Ampelmann Berlin treffend über derartige Bestrebungen:
Der Rock und die Zöpfe nehmen den Figuren die Klarheit, die sie nach umfangreichen Studien von ihrem Entwickler Karl Peglau 1961 [Ost-Ampelmann, I.G.] bekommen haben. Und bei einem derart wichtigen Thema sollte auch nicht all zuviel experimentiert werden.
Es scheint offensichtlich zum Trend zu gehören, das ohnehin schwindende Gemeinverständnis weiter zu demontieren, sich noch deutlicher vom Mitmenschen abzugrenzen. »WIR wollen nicht vergessen werden. WIR auch nicht. Und WIR schon gar nicht.« Will man das wirklich?
Besteht durch die detailliertere Darstellung von Piktogrammen nicht auch die Gefahr, dass sich nur noch bestimmte Personengruppen an etwaige Verbotsschilder halten, nur noch Frauen bei Rot an der Ampel stehen bleiben, alle Muslime den Fußgängerüberweg boykottieren? Okay, der Sarkasmusmodus wird an dieser Stelle wieder deaktiviert. Aber genau darin liegt die Schwierigkeit in der Gestaltung von Piktogrammen. Die detaillierte Abstraktheit, möchte ich sie mal so nennen. Schnell erkennen, den Hinweisen folgen und nicht von einem Auto überfahren werden.
Abschließend stellt sich natürlich noch die Frage, ob derartige Mittel tatsächlich eine gesellschaftliche Gleichberechtigung schaffen? Ändert ein weibliches Verkehrszeichen wirklich etwas an den Lohnunterschieden zwischen Männern und Frauen? Werden wir dadurch gleich[berechtigt]er? Ich finde es bedenklich, dass gerade jene frauenpolitische SprecherInnen und Gender-Mainstreaming-Faschisten die Damen der Schöpfung auf lange Haare und Rock reduziert darstellen wollen. Immer schön die traditionellen aber überholten Wertvorstellungen pflegen. Damit dürfte ihrem eigentlichen Ansinnen doch wenig gedient sein. Unter diesen Gesichtspunkten braucht man über die Sinnhaftigkeit von den entstehenden Kosten wohl kaum noch zu diskutieren.
Das Bestreben nach einer Gleichbehandlung von Frau und Mann ist längst nicht abgeschlossen und weiterhin wichtig. Es gibt aber Bereiche, die vom blinden Aktionismus verschont bleiben sollen. Dazu gehören Zeichen und Symbole, die der allgemeinen Sicherheit dienen, eben beispielsweise Ampelmenschen. Es gilt, gemeinsam die wirklichen Probleme in diesem Bereich anzupacken, als Fronten wieder deutlicher herauszuarbeiten und Unterschiede zu manifestieren. Das sind Zeichen der Hilflosigkeit und Zeugen eines Problemunverständnisses, die die eigentlichen Probleme sicher keinen Schritt näher an Lösungen heranbringen werden.
Geschrieben von Ivo
»
12. Januar 2007, 18.17 Uhr | Kategorie
Zeitgeist
| 3 Kommentare

Gesehen in der Müllerstraße in Berlin-Wedding.
Geschrieben von Ivo
»
11. Januar 2007, 11.46 Uhr | Kategorie
Medientechnik
| 5 Kommentare
Das 7.1er Update für Quark XPress ist für alle Kunden kostenlos verfügbar. Endlich wird Ukraine durch die Rechtschreibprüfung korrekt geschrieben. Weitere Verbesserungen stecken ebenfalls in dem für Mac OS X 157 MB großen [!] Paket. Der Versuch, vom Programm direkt aus upzudaten, schlägt allerdings fehl. Nicht mal ein Link zur Quark-Website ist zu finden. Man muss das Google-Orakel befragen, sofern man den Link nicht irgendwo gespeichert hat. Aber auch auf der Site findet sich kein einfacher Download-Button. Zuerst müssen Daten hinterlegt werden. E-Mailadresse, vollständiger Name und Adresse. Okay, es ist kein unüberwindbarer Umstand, aber für das sicherlich teuerste Programm auf dem Rechner [um die 2.500 Euro] in einer immer einfacher und schneller werdenden Rechnerumgebung einfach zu viel des Aufwandes.

Offenbar gehört die bekannte Arroganz des Unternehmens Quark gegen seine Kunden keinesfalls der Vergangenheit an. Schade. Hier wird eine Corporate Language gesprochen, die sich rächen wird. Ich arbeite trotzdem noch gern mit diesem DTP-Programm.
Noch.
Geschrieben von Ivo