Artikel im Dezember 2006


Die richtige Sitzposition am Computerarbeitsplatz

Kürzlich beschäftigte ich mich im Rahmen der Praktikumsbegleitenden Vorlesung »Arbeitsrecht« mit dem Thema »Ergonomie am Arbeitsplatz«. Dabei fiel mir auf, dass ich bei der Arbeit am Rechner – ob nun zu Hause oder im Büro – so ziemlich jeden Fehler mache, den man nur machen kann. Da ich sicher nicht der Einzige bin, der diesem Problem bisher recht sorgenfrei entgegenstand, habe ich einmal die wichtigsten Maßnahmen der optimalen Sitzposition am Computerarbeitsplatz in kürzest möglicher Weise zusammengetragen. Dieses im Bewusstsein unterrepräsentierte Thema soll nicht zuletzt auch Inspiration für die obligatorische »Was-ich-mir-im-neuen-Jahr-vornehme-Liste« sein.

Wie sollte man also bei der Arbeit am Rechner sitzen?

Die wichtigsten Punkte der richtigen Ergonomie am Arbeitsplatz Schreibtisch und Arbeitsstuhl sollten grundsätzlich so eingestellt werden, dass eine ergonomisch optimale Arbeitshaltung möglich ist. Hierbei sollten Ober- und Unterschenkel sowie Ober- und Unterarme einen Winkel von mindestens 90° bilden [siehe Grafik]. Der Monitor steht idealerweise direkt auf der Arbeitsfläche oder vertieft in einem speziellen Tischeinschnitt, um auf einen Betrachtungswinkel von etwa 35° zu kommen. Keinesfalls darf der Bildschirm über der Augenhöhe des Betrachters liegen. Die Bildschirmoberfläche sollte etwa senkrecht zu der Sehachse auf die Bildschirmmitte angeordnet sein. Je nach Größe des Monitors variiert auch der Kopfabstand. Dass Blendungen und Spiegelungen grundsätzlich nicht gesundheitsfördernd sind, sollte klar sein.

Das sind natürlich nur die allerwichtigsten Punkte zur Krankenkassenfreundlichen Büroarbeit, die man auf jeden Fall beachten sollte. Einen weiterführenden Ratgeber stellt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz zur kostenlosen Verfügung und sei hiermit wärmstens zur Lektüre empfohlen. [Alternativlink: umweltministerium.bayern.de/shoplink/stmugv-as-00005.htm]

Kinderträume, Superman, der Broadway, ein Patenkind und Paul Simon

Ich muss einfach darauf hinweisen. Er ist einfach zu gut, der Herr Kidd. Chip Kidd. So viel Zeit muss sein.

Der Berliner Typostammtisch im Jahr 2007

Il Signore Leonardi in Azione Wie sieht die Zukunft des Berliner Typografiestammtisches aus? Die Resonanz der ersten beiden Veranstaltungen war durchweg positiv, vor allem die Vorträge vom letzten Mal kamen sehr gut an. Einen herzlichen Dank im Namen aller Gäste an dieser Stelle noch einmal an Alessio und Jürgen für ihre interessanten Ein- und Ausblicke. Für die folgenden Abende haben wir bereits sehr interessante Vortragszusagen bekommen, auf die ich selbst schon sehr gespannt bin.

Der Stammtisch wird dem mehrheitlichen Wunsch entsprechend zweimonatlich stattfinden. Die Frage nach dem bevorzugten Wochentag war den meisten weniger wichtig, nur am Wochenende will man offensichtlich nichts von Typografie wissen … ;) Konkret liegen also der Donnerstag und der Freitag gut im Rennen. Für den Freitag plädieren außerdem einige auswärtige Interessenten des Stammtisches, dem entgegen zwei eine »Gegen-Freitag-Stimmen« der Berliner Fraktion steht. Vielleicht probieren wir das nächste Mal einfach mal einen Freitag aus. Momentan bieten sich der 19. Januar und der 2. Februar 2007 an. Das genaue Datum machen wir aber nicht nur vom geplanten Referenten, sondern auch von der Lokalität abhängig, in der das dritte Treffen stattfinden wird. Wir haben uns entschieden, den Typostammtisch sowohl an neutralen Orten als auch in ausreichend großen Büros gastfreundlicher Stammtischler stattfinden zu lassen. Mindestens zwei Zusagen liegen uns für letztere Variante bereits vor, was eben nur noch koordiniert werden möchte.

Dies zu den generellen Dingen, die ich unbedingt noch festhalten wollte. Fragen, Anregungen und sonstige Kritik sind weiterhin jederzeit willkommen. Wer noch nicht in unserem Interessentverteiler ist, aber meint, hinzuzugehören, der sollte einfach ein deutliches Signal aussenden. Falls zu guter Letzt noch jemand seit dem Besuch im Sachs [s]einen Schal vermisst [schwarz mit grauen und roten sich im 90°-Winkel überschneidenden Streifen], sollte er bzw. sie ebenfalls Laut geben.

Heiß auf Helvetica

Der in der Fachwelt mit Spannung erwartete Dokumentarfilm »Helvetica« rollt spürbar auf die hiesigen Lichtspieltheater zu. Ein klares Indiz dafür sind erste Ausschnitte, die die Macher des Films aktuell unter helveticafilm.com/clips.html als Appetizer unters Schriftenvolk werfen. Darin zu sehen sind Wim Crouwel, Erik Spiekermann, Neville Brody, Rick Poynor, das »Experimental Jetset«-Team aus Amsterdam und jede Menge Ansichten des berühmten Miedinger-Fonts. Einen Filmtrailer soll es auch in Kürze geben. Flitzebogenspannung ist das Stichwort.

Wo wir gerade beim beliebtesten Font der Welt sind, hier noch ein längst überfälliger Linktipp: »Wie die Helvetica zu ihrem Namen kam«.

China (37): Bunte Briefkästen

Und auf einen Briefkasten wartet man bis zu zwei Jahre.

Auf einen Briefkasten und damit die Möglichkeit des Postempfangs wartet man in China bis zu zwei Jahre. Wie lange da wohl die Post selbst braucht?

Dieses Foto ist zugleich Abschluss meiner kleinen China-Non-Typo-Bilderserie. Sofern ich kein entscheidendes Motiv vergessen habe schließe ich dieses Kapitel nun endgültig ab und hoffe, dass die Serie neue Einblicke in eine uns fremde Welt bieten konnte und euch als Leser des Fontwerks eine interessante Abwechslung war.

Fontwerk