Zwölf Monate dauerte die Entwicklung der neuen »Times Modern«. Ab kommenden Montag wird sie als maßgescheinderte Schriftfamilie nun in ihrer Namenspatin »The Times« Anwendung finden und die »Classic« ablösen. Sie ist die einzige britische Zeitung, die eigens Fonts anfertigen lässt, alle anderen kaufen fertige Schriften ein. Neville Brody’s Research Studios entwickelten neben einigen entscheidenden gestalterischen Änderungen am Layout eine kompakte Schriftfamilie, die einmal mehr visuelle und typografische Weichen stellen und damit auch die Leserschaft fesseln sollen. Die Änderungen und die Weiterentwicklung der Schrift waren nötig gewesen, nachdem die Zeitung nach 216 Jahren im Broadsheet-Format seit November 2004 im kompakten Tabloid-Format erscheint. Der erst 23-jährige Luke Prowse steuerte hierzu den neuen »Times Modern«-Headline-Font bei. Die Designwelt wartet nun gespannt auf den 20. November und die erste Ausgabe der »Times« im neuen Design.
Neville Brody kommentiert den Relaunch so:
»The Times had almost all of the tools it needed to create a dynamic, usable, clearly-articulated and familiar language from within its current vocabulary. What it lacked was a few catalytic elements and an evolved architecture (both page and section). […] Essentially, the approach we adopted has been more architectural than decorative and more fundamental than surface. Visual elements and devices needed to be re-visited from the ground up and rationalised within a clear plan and layout.«





