In 24 Stunden ist es endlich soweit, der 2. Berliner Typostammtisch findet statt. Ich bin schon sehr gespannt, es haben sich nämlich wieder interessante Gäste angekündigt und das »Programm« ist dank Alessio und Jürgen sowieso gerettet. Also: am morgigen Donnerstag um 19 Uhr im »Sachs« in der Knesebeckstraße 29. Wer nicht mehr ganz im Bilde ist, worum es geht, dem sei noch einmal der Einladungsartikel ans Typoherz gelegt.
Artikel im November 2006
Typosperma, das neue Projekt von Oded Ezer

Serifenbetontes Sperma. Diese Zusammenhänge zu knüpfen schafft weltweit nur einer: Oded Ezer, der hierzulande bekannteste israelische Typograf. Mit seinem neuesten Projekt »Typosperma« drängt er auf seine eigene Art und Weise Buchstaben in Bereiche, die man nicht für möglich gehalten hatte. »Biotypography« nennt Ezer seine Kunst, die typografische Anwendungen beschreibt, welche auf biologischen Systemen basieren, die mit lebenden Organismen neue Phänomene der Typografie erschaffen.
Wissenschaftlich unterstützt von Hagit Gueta und assistiert von Ifat Yairi erschuf Ezer das Typosperma-Projekt. Die Grundidee war dabei, neue Arten transgener Lebewesen zu erschaffen, halb menschliches Sperma, halb Buchstabe. Er selbst stellte sich zur Produktion selbiger mittels biotechnischer Methoden zur Verfügung. Seine kleinen Lebewesen sind letztendlich geklonte Spermien, deren typografische Information in ihre DNS eingesetzt wurde. Was soll man dazu noch sagen? Verrückt? Genial? Beides?
Detaillierte Fotos und Grafiken gibt es auf Oded Ezers hervorragender Website: www.odedezer.com/typosperma.html
© Fotos: Ruthie Ezer
Schall und Rauch
In „Verteidigungsstellung“ mit meiner derzeitigen Gehilfe gegen Kollegen Jackie Treehorn schoss uns ein nicht ganz unbegründeter Vergleich der Situation durch den Kopf: der Kampf der American Gladiators mit übergroßen Q-Tips auf meterhohen Plattformen. Schnell fragten wir uns selbst, was für einen Müll hat man sich da in jungen Jahren angetan?
Build Words with Building Letters
Gebäude haben weltweit ja die tollsten Formen, vor allem vom Weltall aus betrachtet. Was liegt da näher, als mit Hilfe von Google Maps ein Alphabet mit Ziffern und Sonderzeichen zusammenzustellen um dann mit einem kleinen Online-Spielzeug gelangweilten Internetusern die Freizeit zu verkürzen? Das fragte sich auch Jesse Vig von »geoGreeting!« und programmierte ein witziges Tool, mit dem man auch die Standorte der einzelnen Gebäude herausfinden kann. Beispiel gefällig? ⇒ www.geoGreeting.com
Danke für diesen interessanten Link an die Riesenmaschine.



