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Archiv für November 2006

× Times Modern ab Montag im Einsatz

» 18. November 2006, 21.01 Uhr | Kategorie Typografie | 5 Kommentare

Zwölf Monate dauerte die Entwicklung der neuen »Times Modern«. Ab kommenden Montag wird sie als maßgescheinderte Schriftfamilie nun in ihrer Namenspatin »The Times« Anwendung finden und die »Classic« ablösen. Sie ist die einzige britische Zeitung, die eigens Fonts anfertigen lässt, alle anderen kaufen fertige Schriften ein. Neville Brody’s Research Studios entwickelten neben einigen entscheidenden gestalterischen Änderungen am Layout eine kompakte Schriftfamilie, die einmal mehr visuelle und typografische Weichen stellen und damit auch die Leserschaft fesseln sollen. Die Änderungen und die Weiterentwicklung der Schrift waren nötig gewesen, nachdem die Zeitung nach 216 Jahren im Broadsheet-Format seit November 2004 im kompakten Tabloid-Format erscheint. Der erst 23-jährige Luke Prowse steuerte hierzu den neuen »Times Modern«-Headline-Font bei. Die Designwelt wartet nun gespannt auf den 20. November und die erste Ausgabe der »Times« im neuen Design.

Neville Brody kommentiert den Relaunch so:

»The Times had almost all of the tools it needed to create a dynamic, usable, clearly-articulated and familiar language from within its current vocabulary. What it lacked was a few catalytic elements and an evolved architecture (both page and section). […] Essentially, the approach we adopted has been more architectural than decorative and more fundamental than surface. Visual elements and devices needed to be re-visited from the ground up and rationalised within a clear plan and layout.«

Geschrieben von Ivo


× Warten zwischen Leben und Tod

» 18. November 2006, 19.00 Uhr | Kategorie Zeitgeist | 2 Kommentare

Sportler für OrganspendeIn Deutschland leben mehr als 14.000 schwerkranke Menschen zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Sie brauchen dringend ein Spenderorgan. 82 Prozent der Deutschen haben zur Organspende eine positive Einstellung. 67 Prozent sind glücklicherweise damit einverstanden, dass man ihnen nach dem Tod Organe entnimmt, um anderen Menschen die Chance zu geben, weiterzuleben. Leider besitzen jedoch nur zwölf Prozent einen Organspendeausweis. Täglich sterben drei Menschen auf der Warteliste, weil für sie nicht rechtzeitig ein Organ zur Verfügung steht, bei zwölf Menschen können dank der Spendenbereitschaft lebensrettende Transplantationen durchgeführt werden.

OrganspendeausweisDie Fußballbundesliga wirbt am 13. und 14. Spieltag für das Organspenden. Aus diesem Anlass möchte auch ich an all die vielen potenziellen Spender appellieren, einen Ausweis auszufüllen, der schriftlich bestätigt, was man dann leider nicht mehr bestätigen kann. Ich trage bereits seit fast drei Jahren einen Organspendeausweis bei mir. Ich hoffe natürlich, dass der so schnell nicht zum Tragen kommt, aber manchmal kann es auch ganz unerwartet zu Ende gehen. Für die Angehörigen kann es dann auch ein ganz kleiner Trost sein, dass der zu frühe Tod wenigstens diese positive Seite in sich trägt. Ich bitte euch daher, ihn bei euch zu tragen: er ist nicht schwer, das Ausfüllen dauert keine zwei Minuten und kann anderen Menschen das größte Glück bereiten: der Organspendeausweis.

Den Ausweis kann man einfach downloaden oder kostenlos bestellen unter www.organspende-info.de.

Geschrieben von Ivo


× Spongebob Coverkopf

» 18. November 2006, 10.54 Uhr | Kategorie Drucktechnik, Persönlich | 2 Kommentare

TFH Presse Coverfoto Gautschfeier - Ivo als Spongebob verkleidetHatte ich eigentlich erwähnt, dass ich in der aktuellen Ausgabe der Uni-Zeitschrift »TFH Presse« als Covergirlboy glänze? Das Titelbild stammt von der ersten Gautschfeier für die frisch diplomierten Drucktechnikingenieure der TFH Berlin. Dort fungierte ich, da ich bereits gegautscht wurde, als Schwammhalter und durfte sogar zwei Professoren je einen Eimer Wasser über die Dozentenrübe schütten. Der Bericht über das Spektakel – gesetzt in der Spiekermannschen Meta – findet sich dort auf Seite 5, weitere Fotos auf tfh-berlin.de/~alumni und fb6.tfh-berlin.de/foto (ich bin übrigens immer wieder »begeistert«, wie inhomogen die Webadressen einzelner Fachbereiche an Universitäten angewendet werden).

Bei der Gelegenheit möchte ich auch noch unsere neue DMT-Website erwähnen, die im letzten Semester im Rahmen einer Projektarbeit entstand (derzeit noch mit sehr sperriger Adresse). Zwar wurde die Arbeit unserer Gruppe trotz Mehrheitsentscheid der Kommilitonen von den Profs nicht zur endgültigen Veröffentlichung bestimmt, dennoch ist die »Auserwählte« größtenteils gespickt mit Bildern aus Spongebob Schwammhalterkopfs Fotokamera.

Foto: Pressestelle TFH

Geschrieben von Ivo


× Typospur (22): Einfahrt verboten

» 17. November 2006, 06.40 Uhr | Kategorie Typografie | 2 Kommentare

Einfahrt verboten

Geschrieben von Ivo


× Auf Achse im Mansfelder Land

» 16. November 2006, 09.33 Uhr | Kategorie Zeitgeist | 11 Kommentare

Zu Recht wurde ich, vor allem während meiner Zeit im hochdeutschsprachigen Niedersachsen, auf meine Art zu reden angesprochen. Die Mansfelder Mundart (es handelt sich hier nicht um einen eigenen Dialekt) habe ich mir heuer weitestgehend abgewöhnt, früher habe ich tatsächlich deutlich »schlimmer« gesprochen. Heute lerne ich sie, je seltener ich sie höre, irritierenderweise immer mehr lieben. Im großen Berlin ist es doch gerade auch die besondere verbale Identität, die einen wichtig erscheint. Da ist es mir eine Freude, im Internet auf altvertraute Worte und Floskeln zu stoßen, die ich längst vergessen glaubte.

Ich gebe zu, die Mansfällor »Herr der Ringe«-Verwurstung hat auch schon ein paar Jahre auf dem Schachtbuckel, doch ist sie irgendwie auch wie ein guter Wein, der mit den Jahren immer besser wird. Man sollte sich unbedingt mal anhören, wie sich Gollum mit den Malamus (Abkürzung für meine Landsmänner, die ich liebevoll Mansfelder-Land-Mutanten nenne) zu verständigen weiß.

Wer sich nun mit der Mansfelder Mundart anfreunden kann und außerdem mal in der Herrentoilette einer Disco im Mansfelder Land Mäuschen spielen möchte, sollte die Website der Musik- und Comedycombo Elsterglanz, die diesen Spaß zu verantworten hat, besuchen: auf elsterglanz-dieband.com läuft im Hintergrund ein fast zehnminütiges Audiofile, das ein Szenario beschreibt, welches ich mir erschreckenderweise so tatsächlich in meiner alten Heimat vorstellen kann.

Irgendwie bekomme ich da doch glatt Sehnsucht nach Kupferschiefer- und Schlackehalden, ihr Brummer …

Ebenfalls zum Thema ein etwas älterer Beitrag: »Der Dativ ist dem Hettstedter unbekannt«

Geschrieben von Ivo


× Du sollst nicht stehlen deines Nächsten Content.

» 15. November 2006, 10.37 Uhr | Kategorie Persönlich | 2 Kommentare

Aller Anfang ist schwer. Daher ehrt es mich, wenn sich Neublogger an meinen Texten orientieren. Allerdings habe ich dabei wenig Verständnis für simples »Copy & Paste«. Wo ist da der Sinn, wenn es für den neuen Weblog doch nur zum schnöden Kopieren fremder Textpassagen reicht?

Aber der Reihe nach. Folgende Situation: Im Fontblog fällt mir ein Trackback eines mir bis dato unbekannten Designweblogs auf. Interessant, denke ich, könnte ich so auch geschrieben haben. Aber Moment, das habe ich ja geschrieben! Zwei Kommentare zuvor findet sich sogar noch mein eigener Trackback mit dem Hinweis auf den FontShop’schen Studentenrabatt. Bis auf einige zusätzliche Infos in meinem Beitrag sind dies eins-zu-eins genau meine Worte.

Ein Versehen, denke ich, an das Gute im Menschen glaubend und weise den (oder die?) Schreiber/in mit einem Kommentar auf den Beitrag unter fh-augsburg.de/~rrebele/?p=9 (bewusst nicht verlinkt) meiner Meinung nach höflich aber bestimmt auf dieses kleine Missgeschick hin:

Herzlichen Glückwunsch zum noch jungen Designblog. Der Seite steht sicher eine große Zukunft bevor. Allerdings sollte man dafür auf »Copy & Paste« anderer Weblogs verzichten.

Screenshot, zu sehen ist der gemopste Content mit meinem darauf gelöschten Kommentar

Screenshot, auf dem der „geliehene“ Text (zum Vergleich dieser Link) und mein Kommentar, der daraufhin gelöscht wurde, zu sehen ist.

Denkste, Ivo! Mein Kommentar hat keine zwei Minuten Bestand im World Wide Web und wird sogleich vom dreisten Content-Dieb gelöscht, was mich dann doch irgendwie einem leichten Stimmungsabfall unterwirft. Das Internet als virtuelles Paralleluniversum zum realen Leben ist ebenso gewissen Werten und Regeln unterworfen, wie die „echte Welt“ selbst. Da gehört es sich einfach nicht, die geistigen Ergüsse anderer (und seien sie noch so kleingeistig oder gar überflüssig) als seine eigenen auszugeben. Eine kurze Info, wie die vom Studentenrabatt wird doch auch der untalentierteste Netzpublizist noch in eigene Worte verpacken können.

Stunden später folgt dann glücklicherweise auch die Einsicht, dass das Finden eigener Worte so verkehrt nicht sein kann. Er/sie hat es also doch noch geschafft und etwas Eigenes produziert. Es gibt noch Hoffnung, da draußen …

Geschrieben von Ivo


× Einen Mac Mini gratis zum Schriftenpaket dazu

» 14. November 2006, 20.54 Uhr | Kategorie Typografie | 2 Kommentare

Linotype versucht, mit einer netten Idee das vorweihnachtliche Schriftengeschäft anzukurbeln. Zu diversen digitalen Schriftenpaketen legen sie in bester Hamburger Fischmarktmanier Produkte der Firma Apple gratis obendrauf. So gibt es beispielsweise beim »OpenType Library 1.0 Bundle 2006 Special« (Neue Helvetica, Optima, Warnock, Myriad, Caslon und über 2500 weitere Fonts) für 6.999 Euro einen Mac Mini dazu, zur »ITC Collection 1.0 OpenType 2006 Special« (ITC Eras, ITC Franklin Gothic, ITC Garamond, ITC Officina und über 400 weitere Fonts) gibt es für 1.299 Euro einen iPod Nano umsonst und zur »TakeType Collection 1.0 OpenType 2006 Special« (Hot Plate, Lomo, Seebad, Boogie und etwa 280 weitere Fonts) gibt es für 299 Euro immerhin einen Swissbit USB-Stick geliefert.

Die Aktion gilt bis zum Ende des Jahres und kann unter linotype.com näher begutachtet werden.

Geschrieben von Ivo


× Der frühe Vogel fängt den Wurm …

» 14. November 2006, 07.16 Uhr | Kategorie Typografie | 10 Kommentare

TYPO 2007 - Music…aber nur jede zweite Maus den Käse. Doch ich schweife diesmal schon zu Beginn des Beitrages ab. Eigentlich möchte ich bloß rechtzeitig alle Freunde des Designs und der visuellen Kommunikation daran erinnern, sich die Frühbucherpreise für die TYPO 2007 zu sichern. Denn nur wer jetzt seine Tickets bestellt, spart nicht nur 200 Euro, sondern hat im Mai noch vielmehr Spaß, denn er/sie hat dann bereits vergessen, wie teuer die Konferenz eigentlich ist (so ging es zumindest mir). Zur generellen Frage, ob sich das Geld denn auch wirklich lohnt, kann ich eigentlich nur auf eine studentische Besuchermeinung und das gesammelte Blog-Feedback von diesem Jahr verweisen. Wenn das immer noch nicht reicht (was unverständlich wäre), denke man einfach an die schicke Tasche, die man als Besucher bekommt …

Was inhaltlich bereits geplant ist, erfährt man wie immer im Fontblog, auf typoberlin.de hingegen, wie sich die TYPO im Jahre 2007 definiert:

Ganz sicher kein Spezialistentreffen von abgedrifteten Typographen. Die TYPO hat sich zum größten Europäischen Design Event entwickelt. Sie ist interdisziplinär, weltoffen und bietet jährlich eine neue inhaltliche Klammer für die vielen Vorträge, Werkschauen und Diskussionsrunden. Sie ist das Schaufenster für Graphic-, Motion-, Web-, Game-, Font-, Sound-, Corporate- und überhaupt grenzenloses Design aus aller Welt – zusammengepackt in ein dichtes dreitägiges Programm mit drei parallelen Vortragsachsen. David Carson sagte 2006: »Die beste Konferenz der Welt.«

Geschrieben von Ivo


× Sprachlos

» 13. November 2006, 22.46 Uhr | Kategorie Persönlich | 6 Kommentare

Hierüber

Geschrieben von Ivo


× China (33): Telefon im Regen

» 13. November 2006, 21.31 Uhr | Kategorie Indivisuell | Kommentieren?

Der asiatische Regen prasselt faszinierend stark vom Himmel. Auch eine Telefonzelle bietet da nur unzureichenden Schutz.

Der asiatische Regen prasselt faszinierend stark vom Himmel. Auch eine Telefonzelle bietet da nur unzureichenden Schutz.

Geschrieben von Ivo


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