Artikel im November 2006


Pixeliger Free Font aus Österreich

Kurz erwähnen möchte ich den relativ simpel aufgebauten kostenlosen Pixelfont von Markus Wäger. Die wichtigsten hiesigen Zeichen sind in »DW Dornbirn« enthalten. Wäger spendiert auf seiner Website designworks.at außerdem noch weitere Free Fonts, die er im Laufe der Zeit erstellte.

DW Dornbirn

Rammsteins Völkerball: Kopiert oder zitiert?

Das Coverdesign des neuesten Albums bzw. der aktuellen DVD Rammsteins rockt mindestens im selben Maße, wie die Band selbst. Doch Moment. Irgendwie kommt mir das Logodesign von »Völkerball« bekannt vor: Klar, Olympia 1980 in Moskau. Und siehe da, Zwillinge:

Vergleich der Logos: Olympiade 1980 in Moskau und Rammsteins Völkerball
Es stellt sich natürlich die Frage, ist das Logodesign von »Völkerball« nun dreist kopiert oder bewusst zitiert? Ich vermute, dass es schon ein bewusstes Zitat und damit eine Ehrerweisung an Vladimir Arsentyev ist, der das wunderschöne Olympialogo seinerzeit schuf. 1980 stellten die parallelen Linien eine Laufstrecke dar, die in eine Moskau-typische Silhouette aufsteigen und als Sinnbild für den Kreml in einem fünfeckigen Stern enden. Heute wurden die olympischen Ringe gegen den Bandnamen und den Albumtitel ausgetauscht und der Stern gegen das Logo von Rammstein. Wie kann ein fast dreißig Jahre altes Logo für eine wenige Tage dauernde Sportveranstaltung derart zeitlos sein?

Weitere sehr interessante Logogeschichten der olympischen Designhistorie lassen sich hier nachlesen: mapsofworld.com/olympic-trivia/olympic-emblem.html.

© Logo Moskau 1980: IOC
© Logo Rammstein »Völkerball«: Rammstein GbR

Typospur (24): Handgeschriebene Sonderangebote II

Wer da nicht zuschlägt ist selber schuld

Wer da nicht zuschlägt ist selber schuld

1997er Abitreffen Gymnasium am Markt Hettstedt

Es gibt viel zu tun in diesen Tagen. Eine Angelegenheit, die mich momentan ordentlich auf Trab hält, ist die Organisation des Klassentreffens, nein, des Jahrgangstreffens unseres Abschlussjahres 1997 des Gymnasiums am Markt Hettstedt. Das liegt übrigens an den östlichen Ausläufern des Harzes, falls hier Bildungsrückstand bestehen sollte und trotz anfänglichen Hinweis doch jemand den Text liest, der nicht mit mir in die Schule gegangen ist. Da sich unser Abitur im kommenden Jahr bereits zum zehnten Mal jährt haben Mitstreiter Frank Rietz und ich nun die Initiative ergriffen und zum Jubiläum das Abitreffen auf den 8. September 2007 terminiert. Als geeigneter Ort für die Veranstaltung empfielt sich der Ratskeller auf dem Markt in Hettstedt, quasi direkt vor den Türen unserer ehemaligen Schule und somit symbolisch und logistisch die perfekte Lokalität.

Im Moment versuchen wir gerade peu à peu alle E-Mailadressen der fast 100 Mitstreiter zu sammeln, was sich als recht aufwendiges Unterfangen erweist. Viele Leute scheinen mit niemandem mehr in Kontakt zu stehen, einige haben [für mich unvorstellbar] keinen E-Mail-Account.

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Berliner Typostammtisch 11/06: Zusammenfassung

Sehr angenehmen und nachhaltig wirkend, so würde ich meine Empfindungen zum zweiten Berliner Typostammtisch am vergangenen Donnerstag beschreiben. Nette, diskussionsbegierige Gäste und zwei überaus spannende Vorträge ließen den Abend kurzweilig und inspirierend werden. Ich denke und hoffe, dass die anwesenden Typofreunde diesen Eindruck bestätigen können. Über den regen Zuspruch der Veranstaltung war ich sehr angetan. Alessio Leonardis Vortrag über »Sex & Type« war eine hervorragende Premiere für eine hoffentlich lange währende Tradition und bestätigte alle Erwartungen. Ich hätte nicht gedacht, dass man dieses Thema in solch unterhaltsamer Art und Weise bearbeiten kann.

Auch Jürgen Sieberts Ausführungen zum FontBook und der neuesten FSI-Publikation »Made with FontFont« zogen die anwesenden Gäste in ihren Bann. Dass einer der beiden Autoren des letztgenannten Buches Jan Middendorp ebenfalls Hintergrundinformationen dazu preisgeben konnte, machte die Sache natürlich noch würziger. Ich freue mich jetzt bereits auf den nächsten Typostammtisch im Januar. Für die visuellen Eindrücke habe ich auch ein paar Fotos geschossen, die größer erscheinen, wenn man sie anklickt:
Jan Middendorp und Judith Schalansky lauschen gespannt Alessios Vortrag Alessio Leonardi trotzt dem Trend in der Schriftenbranche Gespannt verfolgen die Teilnehmer den Ausführungen Alessios über Sex und Typo Oliver Adam, Henning Krause und Andreas Frohloff Il Signore Leonardi in Azione Il Signore Leonardi in Azione Andrea Schmidt, Pantea Lachin, Georg Seifert und Andreas Seidel, der extra aus Cottbus engereist war Unglaubliche Zusammenhänge wurden dem aufmerksamen Zuhörer zuteil Georg Seifert, Andreas Seidel und Alessio Leonardi Jürgen Sieberts Ausführungen zum FontBook und der neuesten FSI-Publikation Made with FontFont wurden nicht nur von Oliver Adam aufmerksam verfolgt Sex and Type - So kann es aussehen Jürgen Sieberts Ausführungen zum FontBook und der neuesten FSI-Publikation Made with FontFont wurden nicht nur von Oliver Adam und Henning Krause aufmerksam verfolgt Alessio will mit einem eigenen erotischen Schriftenpaket ins sexuelle Geschehen eingreifen

Zu weiteren organisatorischen Dingen, wie zukünftige Termine, Vorträge und Örtlichkeiten werde ich in Kürze noch einen eigenen Info- und Diskussionsbeitrag veröffentlichen.