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Archiv für Oktober 2006

× Nächste Station: Gemütlichkeit

» 9. Oktober 2006, 21.05 Uhr | Kategorie Zeitgeist | Ein einsamer Kommentar

Mit dem Bus zur Gemütlichkeit
© Foto: Britta Wartke

Meine liebe Kommilitonin Britta weilt derzeit im Rahmen des Praxissemesters in Kanada. Dass sie dort auf die Schaltzentrale urdeutscher Gemütlichkeit treffen würde, ahnte sie nicht.

Geschrieben von Ivo


× Typografie: die letzte Männerbastion?

» 8. Oktober 2006, 12.05 Uhr | Kategorie Typografie | 3 Kommentare

Typografie - von Männern dominiert?Der finnische Typografiestudent Jasso Lamberg stellt in seinem Blog typo.fi eine Frage, die mir regelmäßig begegnet und über die ich selbst derweilen grübelte, ohne dass ich jedoch bisher zu einem klärenden Schluss gekommen bin.

Why is it that typography is still mostly in the hands of men?

Ich möchte diese Frage gern aufgreifen. Warum beschäftigen sich offensichtlich so wenig Frauen mit der Typografie? Liegt es etwa, wie Indra Kupferschmid im Typeradio-Interview vermutet daran, dass Schriftdesign zu technisch, analytisch und wissenschaftlich und damit für das weibliche Empfinden weniger interessant ist? Was sind die Gründe für dieses ungleiche Geschlechterverhältnis in der Typoszene? Wollen die Herren der Schöpfung unter sich bleiben? Ist dies etwa die letzte wirkliche Männerbastion? Wenn sie tatsächlich von Männern dominiert wird, soll dies so bleiben?

Geschrieben von Ivo


× spatium Nummer 5: »Hamburgefonts«

» 6. Oktober 2006, 19.46 Uhr | Kategorie Typografie | 2 Kommentare

Jede Serie reißt einmal, die spatium-Serie hoffentlich so schnell nicht. Dass es glücklicherweise nicht danach aussieht, als würde die Reihe ihr Ende erfahren, beweist die aktuelle fünfte Ausgabe des Magazins für Typografie. Peter Reichard & Co. von der Botschaft für Typografie und Gestaltung stellen mit »Hamburgefonts« zwei Hefte [68 Seiten in 2C und 36 Seiten in CMYK] im Format DIN A4 zur Verfügung mit Artikeln über Schriftmuster im Allgemeinen, Blindtexte, Schriftmusterkarteikarten und einem Bericht ihres Workshops »Typografische Schokoladenseiten«.

spatium Nummer 5: »Hamburgefonts«

Wieder konnten sie prominente Gastautoren wie Catherine Dixon, die zur Geschichte von Schriftmustern schreibt und Oded Ezer, der über hebräische Schriftmuster berichtet, gewinnen. Robert M. Schöne stellte für »Hamburgefonts« chinesische Schriftmuster zusammen, Daniel Janssen berichtet über die Holzlettern-Manufaktur Hamburg. Für eine Arbeit zu diesem Thema erhielt Janssen Anfang des Jahres sogar den 1. Preis beim Nachwuchs-Wettbewerb des Type Directors Club New York. Eine Zusammenfassung des Making of des FontBooks dürfte den Inhalt zu guter Letzt zu einer lesenswerten Mischung für Typofreunde machen.

Ab sofort kann »Hamburgefonts« auf der Website spatium-magazin.de bestellt werden. Ich habe dies bereits getan und den Subskriptionsrabatt eingestrichen, den es noch bis zum 17. Oktober gibt. Ich kann es kaum erwarten, die fünfte Ausgabe in den Händen zu halten und blättere bis zur Lieferung noch ein wenig in den ersten vier Magazinen.

Geschrieben von Ivo


× Terminologie der Buchstabenteile

» 4. Oktober 2006, 00.07 Uhr | Kategorie Typografie | 3 Kommentare

Eben grübelte ich, wie doch gleich nochmal »das kleine Ding oben am g« heißt. Um aus der Not auch eine Tugend zu machen, will ich an dieser Stelle kurz für alle, die sich selbst mal prüfen wollen, die Terminologie der einzelnen Buchstabenteile wiederholen. Dazu habe ich die meiner Ansicht nach wichtigsten Begriffe in einer kleinen Übersicht dargestellt.
Buchstabenanatomie

  • Grundstrich: Strich, von dem der Aufbau des Buchstaben ausgeht
  • Querstrich: Horizontaler, einen vertikalen Strich kreuzender Strich
  • Scheitel: Oberes Extremum eines Bogens oder einer Rundung
  • Serife: Abschlussstrich an Linienenden
  • Schenkel: Schräg geführte Striche, z.B. an A, V, Z
  • Fähnchen oder Ohr: Angesetzter kurzer Strich, gerade oder gebogen
  • Schleife oder Schlaufe: Untere Binnenform des »g«
  • Arm: Horizontaler, höchstens an einer Stelle auf einen Strich treffender Strich
  • Querbalken: Horizontaler, zwei Teile eines Buchstabens verbindender Strich
  • Punze: Freiraum eines Zeichens, der unmittelbar von ihm räumlich beherrscht wird
  • Schweif: Am Bogen des »Q« angesetzter Schwung

Für die Übersicht verwendete ich die kostenlos verfügbare Vollkorn von Friedrich Althausen.

Geschrieben von Ivo


× Kopflos

» 3. Oktober 2006, 23.11 Uhr | Kategorie Zeitgeist | Kommentieren?

Der Deutsche Meister von 1967 ohne Kopf. Was nun?

Geschrieben von Ivo


× China (19): Zickzackbrücke gegen böse Geister

» 3. Oktober 2006, 12.27 Uhr | Kategorie Indivisuell | Kommentieren?

Zickzackbrücke gegen böse Geister

Hier und dort stößt man in China auf Zickzackwege und Zickzackbrücken. Diese sollen böse Geister verhindern, denn die vermögen sich der Sage nach nur geradeaus fortzubewegen. Ich habe es versucht, aber offenbar hat es bei mir nicht funktioniert … ;)

Geschrieben von Ivo


× Das perlt aber wieder

» 1. Oktober 2006, 23.28 Uhr | Kategorie Zeitgeist | 5 Kommentare

Dittsche als PodcastDa ich mich gerade mal wieder köstlich bei Dittsche amüsierte, fiel mir ein, dass ich längst schon mal auf den WDR-Podcast hinweisen wollte. Von dort lade ich mir regelmäßig die aktuellste Dittsche-Folge auf meinen iPod und lach mich in der City schlapp, während mir die echten Dittsches begegnen. Dieser lobenswerte Service des Öffentlich-Rechtlichen findet sich direkt unter podcast.wdr.de/dittsche.xml. Seit kurzem perlt es übrigens auch auf DVD.

(Derzeit laufen zwar noch Wiederholungen, aber am 22.Oktober geht es mit neuen Folgen weiter.)

Geschrieben von Ivo


× China (18): Im Zeichen der Swastika

» 1. Oktober 2006, 18.46 Uhr | Kategorie Indivisuell | 7 Kommentare

Chinesische Swastika an einem steinernen Geländer

Etwas verwirrend für unsere Augen sind die Swastika-Muster, denen man in China auch mal bei einem Spaziergang durch den Park begegnen kann. Ein sehr interessanter Beitrag aus Wikipedia gibt Aufschluss über die Bedeutung des Hakenkreuzes in China:

Im Chinesischen Alphabet stellt die Swastika innerhalb eines Kreises das Schriftzeichen für das Wort »Sonne«, ohne Kreis für »Unendlichkeit« und die Zahl 10.000 dar. Dass das Zeichen im übertragenen Sinne auch Fruchtbarkeit bedeutet, ergibt sich daraus, dass es bei den verschiedenen Völkern auf Bildwerken der Zeugung und Fortpflanzung zu finden ist. Auch das Emblem von Falun Gong, einer aus China stammenden Qi Gong-Bewegung, enthält mehrere Swastika-Symbole. Es zeigt einen roten Kreis mit einem großen goldenen Swastika-Symbol (rechtsdrehendes Hakenkreuz), der von einem orangefarbenen Ring mit vier weiteren Swastika-Symbolen und vier Yin und Yang-Symbolen umschlossen wird. In der chinesischen Sprache heißt die Swastika auch Wàn (chin. 萬 bzw. 卍) für »großes Glück« oder Zehntausend.

In diesem Fall soll es also vermutlich »Unendlichkeit« bedeuten. Die Treppe, zu der dieses Steingeländer gehört, führte zu einem Tempel, deren dort praktizierte Religion ich leider nicht genau bestimmen konnte. Ich vermute jedoch, dass er Ort des Buddhismus ist, lasse mich aber gern eines Besseren belehren.

Was bestimmte Symbole doch für völlig unterschiedliche Assoziationen und Reaktionen bei verschiedenen Menschen bzw. Kulturen auslösen können …

[Weitere Infos findet man unter swastika-info.com, eine sehr informative Website zum Thema ist sabon.org.]

Geschrieben von Ivo


× China (17): In der Innenstadt von Hefei

» 1. Oktober 2006, 18.20 Uhr | Kategorie Indivisuell | Kommentieren?

In dieser Straße liegt das Büro, in dem ich arbeitete (in der 6. Etage des Hochhauses auf dem Bild)

In dieser Straße liegt das Büro, in dem ich arbeitete (in der 6. Etage des Hochhauses auf dem Bild)

Geschrieben von Ivo


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