Ich freue mich schon riesig auf den Film, den ich vor kurzem bereits anpries. Umso mehr geht mir die Typo des Filmplakates jedesmal durch Mark und Bein, wenn ich irgendwo darauf stoße. Es ist für mich schon erstaunlich, wie sehr sich doch die sechs Jahre Schulrussisch tief in den Geist gebrannt haben. Ich kann und will einfach im Schriftzug des Plakates nicht »Borat« sehen, ich lese immer nur »Wojadt«, trotzdem der Buchstabe »Ja« hier als »R« benutzt wird, indem er eine spiegelverkehrte Anwendung erfährt.

Falsch
Es ist ein bisschen wie mit dem FedEx-Logo, nur eben ohne verstecktes Symbol, dafür aber mit »verstecktem« Text. Der gute – von Sacha Baron Cohan brillant gespielte Charakter – heißt Борат Сагдиев, B-o-r-a-t und S-a-g-d-i-j-e-v. Ist eigentlich ganz einfach mit diesen schicken kyrillischen Buchstaben. Aber ich urteile zum Freitag Abend mal gutmütig und befürchte, dass die Designer hier bewusst die Buchstaben versauen. Wer denkt dabei jedoch an all die Leute, die Russisch zumindest lesen können? Welche Höllenqualen sie beim Lesen ausstehen …

So wäre es richtig
Übrigens hätte das »D« – hier fälschlicherweise als »A« verkleidet – zum falschen »R« eine kleine Unterschneidung verdient. Womit ich zu guter Letzt auch noch dem urtypografischen Anspruch dieser Kategorie gerecht geworden wäre.
[Infos: en.wikipedia.org/wiki/Borat | borat.de | borat.de/trailer]








