Archiv für Juni 2006
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13. Juni 2006, 07.43 Uhr | Kategorie
Typografie
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Ganz im Stile alter Boxplakate kreierten die Damen und Herren der Research Studios (leider weiß man nie so genau, wem die Ehre in persona gebührt) einen World Cup Wall Chart, der als PDF zum freien Download verfügbar gemacht wurde. Freunde des typografischen Designs werden das Chart, auf dem alle WM-Spiele angekündigt sind, lieben.

Download (1,6 MB) auf researchstudios.com
Geschrieben von Ivo
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12. Juni 2006, 10.30 Uhr | Kategorie
Typografie
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Ich gebe gleich zu, diese Typosuppe fällt genaugenommen in die Rubrik Orthosuppe. Da ich eine solche Serie aber nicht anbiete muss die Typosuppe herhalten, denn diesen Fauxpas kann ich einfach nicht übergehen.

Screenshot des Online-Auftrittes der „Welt“
Es ist schon schlimm genug, dass es immer noch große Zeitungen gibt, die die aktuelle deutsche Rechtschreibung ignorieren, aber eindeutig englischen Begriffen das „ß“ aufzudrücken, wo nichts anderes als ein Doppel-s hingehört, ist doch etwas zu viel der „Verschlimmbesserung“.
Um aber vielleicht doch noch die Veröffentlichung im Rahmen der Typosuppe zu legitimieren weise ich der Vollständigkeit halber noch auf die falschen Anführungszeichen hin, die selbstverständlich am Beginn unten (nach links offen) und am Ende oben (nach rechts offen) stehen müssten.
Gefunden auf: welt.de
Geschrieben von Ivo
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10. Juni 2006, 13.53 Uhr | Kategorie
Zeitgeist
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Mit Pessimismus zum vierten Titel?
Inter gewinnt mit Fußballgala gegen Donezk! So titelte die italienische Gazetta dello Sport enthusiastisch nach dem 2:0-Auswärtssieg Inter Mailands in der dritten Qualifikationsrunde der Champions League gegen das ukrainische Spitzenteam von Schachtar Donezk. Mit einigem Erstaunen las ich diese Zeilen vergangenen August während meines Toskana-Urlaubes. Ich erinnerte mich nämlich an eine ähnliche Situation, genau vier Jahre zuvor. Der amtierende deutsche Meister Borussia Dortmund besiegte damals ebenfalls die „Bergarbeiter“ aus der Ukraine mit 2:0. Bereits damals wunderte ich mich über die Reaktion der deutschen Medien über dieses Ergebnis: Knapper Sieg gegen Fußballzwerg war seinerzeit einstimmiger Tenor der hiesigen Presselandschaft. Unter dem Hintergrund der vergleichbaren Situationen jedoch erschien eine derart unterschiedliche Betrachtungsweise äußerst unverständlich. Wieso feiern die Italiener jeden Sieg, auch einen aus deutscher Sicht kleinen? Wieso muss eine deutsche Mannschaft angeblich kleine Gegner mit deutlicher Tordifferenz vom Platz fegen? Warum können wir uns nicht einfach über einen Erfolg freuen und ihn entsprechend im Sinne des Wettkampfgedankens würdigen?
Ein ebenfalls häufig zu beobachtendes Phänomen ist der Pessimismus im Vorfeld eines Fußballereignisses. Wer hätte vor vier Jahren ernsthaft auf das deutsche Erreichen des Finales der Weltmeisterschaft gewettet? „Die fliegen in der Vorrunde raus“ hörte ich beinahe täglich, wenn ich im Freundeskreis auf vorweltmeisterschaftlichen Stimmenfang ging. Zugegeben, es war nicht besonders schöner Fußball, mit dem Rudi Völlers Männer in Japan und Südkorea glänzten, effektiver offensichtlich schon. Am Ende konnte unsere vierte Vizeweltmeisterschaft in der siebenten Finalteilnahme in die Geschichtsbücher eingetragen werden. Zugtraut hatten das dem Nationalteam wenige, jene vereinzelte Optimisten wurden nur mitleidig belächelt. Gefeiert wurde nach diesem Erfolg aber auch. Die Bilder von jubelnden Menschen auf dem Frankfurter Römer werden gerade in diesen Tagen wieder oft und gern aus den Archiven geholt. Sollte diese Freude aber nur gerade deswegen so groß gewesen sein, weil „niemand“ damit rechnete?
Auch in diesem Jahr bot sich Berufsoptimisten wie mir wieder dasselbe grausige Bild, reihenweise wurden Niederlagen gegen Costa Rica und Ecuador von zahlreichen Hobbywahrsagern vorausgesehen. Wieder schaue ich schon ein wenig neidisch auf unsere europäischen Nachbarn wie Italien, England oder die Niederlande, die keinen Zweifel daran hegen, wer 2006 als Weltmeister das Turnier verlässt oder auf viel gepriesene Fußballzwerge wie Togo, Ghana oder Trinidad und Tobago, die allein mit der Qualifikation bereits einen enormen Erfolg erreichten und genau das in ihrer Freude zum Ausdruck bringen. Wo ist das deutsche Selbstbewusstsein in Bezug auf die eigenen sportlichen Fähigkeiten? Wo ist die Vorfreude auf das seit Jahren wichtigste sportliche Großereignis im eigenen Land, welches selbst bereits einen immensen Gewinn bedeutet.
Ist der deutsche Nationalsport, treffender der Umgang mit ihm etwa Sinnbild für die Republik selbst? Kann Fußball tatsächlich auch als Ausdruck der Lebensart einer Gesellschaft herhalten? Sind wir Deutschen also tatsächlich nicht mehr in der Lage, positiv in die Zukunft zu schauen oder eigene Erfolge entsprechend zu würdigen? Dann gibt es also keine Aussicht auf Verringerung der Arbeitslosenzahlen, auf Lösung des deutlich werdenden Migrationskonfliktes, auf Beseitigung von „No-Go-Areas“? Wir freuen uns also nicht über Verbesserungen im PISA-Ranking, Schönwetterphasen und niedrige Benzinpreise. Wenn ich so recht darüber nachdenke, ist zumindest in Bezug auf ersteres, also den Pessimismus diese Tendenz in der Tat gesellschaftlich erkennbar. Über Erfolge scheinen wir uns noch immer freuen zu können. Gott sei Dank. Die fehlende Vorfreude aber, die ja bekanntlich die schönste ist, versuche ich mir selbst mit der Angst vor Enttäuschungen zu erklären. Die Theorie, dass mit einer freudigen und optimistischen Herangehensweise an bestimmte zu bewältigende Problematiken selbige viel einfacher zu meistern sind, hat sich offenbar noch nicht in deutschen Breiten herumgesprochen. Die Angst vor Enttäuschungen scheint zu sehr manifestiert zu sein in der Gesellschaft. Dabei könnte die Formel des Erfolg ganz einfach lauten: weniger Enttäuschungen durch größere optimistische Herangehensweisen. Wenn doch der Fußball angeblich eine so große Wirkung auf das Befinden einer Nation hat, dann sind es vielleicht gar die Fußballfans, an denen unser Schicksal geknüpft ist? Ein selbstbewusstes „Wir werden Weltmeister!“ könnte dann auch so manch anderes Problem lösen.
Dass die „Deutsche Formel“ nicht ganz so simpel hergeleitet werden kann will auch mir einleuchten. Dennoch, ich bin mir sicher, dass es zwischen dem Optimismus ob einer Aufgabe und der Bewältigung derselben einen kausalen Zusammenhang geben muss. Ich weiß nur noch nicht genau welchen. Ich komme aber noch dahinter. Da bin ich ganz zuversichtlich. Spätestens nach der Feier am Abend des 9. Julis 2006 …
Geschrieben von Ivo
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8. Juni 2006, 20.35 Uhr | Kategorie
Zeitgeist
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Das behaupten felsenfest in feinster germaikanischer Manier Lars und Ande von Mundstuhl. Neben den Sportfreunden Stiller mit großem Abstand mein Lieblings-WM-Song, da er sich wohltuend abhebt von den mehr oder weniger krampfhaft auf Erfolg getrimmten Konkurrenten.
Das Video ansehen und den Song anhören kann (und sollte man unbedingt) auf mundstuhl.de.
Übrigens, es sind nur noch 21 Stunden und 25 Minuten bis zur Fuß(!)ball-Weltmeisterschaft. Endlich geht es los.
Geschrieben von Ivo
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7. Juni 2006, 21.39 Uhr | Kategorie
Indivisuell
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Geschrieben von Ivo
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6. Juni 2006, 09.11 Uhr | Kategorie
Indivisuell
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Download: 1024×786 | 1152×864 | 1280×854 | 1280×1024
© Nur zum privaten Gebrauch als Bildschirmhintergrund.
Geschrieben von Ivo
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5. Juni 2006, 17.30 Uhr | Kategorie
Drucktechnik
| Ein einsamer Kommentar
Im Zuge der Organisation einer Gautschfeier stieß ich während meiner Recherche auf folgende interessante Informationen zur Geschichte des Gautschens:
Das Postulat
Im späten Mittelalter legten die Buchdruckerordnungen strenge (und teure) Aufnahmevoraussetzungen für Lehrlinge im Druckgewerbe fest: beurkundete „Eheliche Geburt“, Aufnahmebürgschaft, Lehrgeld, Beiträge zu den Unterstützungskassen und „Wohlverhalten“ auch angesichts schikanöser Behandlung durch den Ausbilder waren die Bedingungen einer vier- bis sechsjährigen Lehrzeit. Ging alles gut, folgte darauf das eigentliche Initiationsritual, das „Postulat“ (lat. = Forderung), der Lehrling wurde in die Gemeinschaft der ausgelernten „Gehilfen“ übernommen.
Die Zeremonie im 16. Jahrhundert war derb: Dem „Kornuten“ (lat. = Hörnerträger) wurden die Hörner abgeschlagen, die Nägel gefeilt, ein Zahn gezogen und die Haare gestutzt – mal mehr, mal weniger symbolisch. Die anschließende Zecherei dauerte oft mehrere Tage – zu zahlen hatte der Kornut.
Zum Ende des 18. Jahrhunderts hatte sich das Postulat zu derartigen Auswüchsen entwickelt, dass es 1771 in Österreich und 1803 in Preußen und weiteren Ländern verboten wurde.
Die Gautschfeier
Die Genossen der „Schwarzen Kunst“ aber waren erfinderisch: Anstelle des Postulats trat ab Beginn des 19. Jahrhunderts das „Gautschen“ (aus der Papiermachersprache: gautschen = pressen frisch geschöpfter Bögen) als harmlosere Variante: der Delinquent wird mit einer launigen Rede des Gautschmeisters traktiert und von zwei kräftigen Packern in eine Bütte kalten Wassers getaucht, womit er in den Kreis der Jünger Gutenbergs aufgenommen ist. Eine Urkunde bescheinigt die „Taufe“.
Bis heute gilt der aufwendig ornamentierte „Gautschbrief“ mancherorts mehr als der eigentliche Lehrbrief.
(Quelle: Historische Druckwerkstatt Putgarten)
Weitere Informationen über das Gautschen:
Geschrieben von Ivo
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5. Juni 2006, 00.01 Uhr | Kategorie
Indivisuell
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Geschrieben von Ivo
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4. Juni 2006, 12.49 Uhr | Kategorie
Medientechnik
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Über mangelnde Besucher der Website kann ich mich nicht beschweren. Leider ist es jedoch mitterweile so, dass grob geschätzt etwa 60-70% aller Hits über die Google-Bildersuche zu mir gelangen. Grundsätzlich habe ich natürlich nichts gegen diese Besucher, allerdings bleiben sie fast ausschließlich etwa 1-2 Sekunden, laden sich das Bild (oder auch nicht) und sind dann wieder verschwunden. Das ist natürlich nicht im Sinne des Erfinders.
Zur Lösung dieses Problems stieß mich Jens-Christof auf die Google-Hilfe unter google.de/intl/de/webmasters/remove.html. Darin wird beschrieben wie vermieden werden kann, dass Google oder jede andere Suchmaschine die eigenen Bilder indiziert und der Bildersuchenden Welt zur Verfügung stellt. Für viele Webmaster ist das sicher nichts Neues, ich will die Vorgehensweise aber dennoch kurz beschreiben.
Zunächst muss ins Stammverzeichnis des Webservers eine robots.txt-Datei hinzugefügt werden (dazu einfach mit einem Texteditor eine .txt-Datei speichern und ihr den Namen robots geben. Wenn nur bestimmte Bilder nicht in die Google-Bildersuche aufgenommen werden sollen, muss daraufhin folgender Text in diese Datei geschrieben werden:
User-agent: Googlebot-Image
Disallow: /bildordner/bildname.jpg
Sollen, wie bei mir, gar keine Bilder mehr indiziert werden, muss folgendes in der robots.txt stehen:
User-agent: Googlebot-Image
Disallow: /
Wenn alle Suchmaschinen außen vor bleiben sollen und auch keine Texte mehr erfasst werden sollen, muss das so aussehen:
User-agent: *
Disallow: /
An sich ein einfach zu verstehender Mechanismus, oder?
Darüber hinaus ist es (derzeit allerdings nur bei Google) möglich, bestimmte Dateien einbezogen zu lassen und bestimmte zu entfernen. Sollen beispielsweise alle .gif-Dateien gefunden werden, die .jpg-Dateien jedoch nicht, muss die Syntax ein „*“ enthalten, um eine beliebige Zeichenfolge anzugeben, und ein „$“ am Ende einer Zeichenfolge zur Angabe des Endes des Namens. Das Beispiel würde so aussehen:
User-agent: Googlebot-Image
Disallow: /*.gif$
Weitere Informationen über die Datei robots.txt stehen unter folgender Adresse zur Verfügung: robotstxt.org/wc/norobots.html, eine Liste der verschiedenen Robot-Namen die angesprochen werden können hier: robotstxt.org/wc/active/html/index.html. Ich wünsche ein fröhliches Suchmaschinen-Tuning.
Geschrieben von Ivo
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2. Juni 2006, 00.40 Uhr | Kategorie
Indivisuell
| Ein einsamer Kommentar
Nach langer Zeit möchte ich mal wieder mein aktuelles Bildschirmhintergrundbild mit euch teilen. Es entstand während des bereits erwähnten Wochenendes auf Rügen in einem Café am Meer im idyllischen Fischerdörfchen Vitt bei einer kühlen Apfelsaftschorle.

Download: 1024×786 | 1152×864 | 1280×854 | 1280×1024
© Nur zum privaten Gebrauch als Bildschirmhintergrund.
Geschrieben von Ivo