Archiv für Juni 2006
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28. Juni 2006, 20.14 Uhr | Kategorie
Persönlich
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Als ich vor etwa zwei Jahren den kleinen Passus „…gehen hiermit alle Rechte des Designs auf die Firma Jako über …“ unterschrieben habe, hatte ich es fast befürchtet. Ich ahnte, dass mein Vorschlag des Eintracht-Braunschweig-Trikotwettbewerbes 2004/2005 von den Lesern der Braunschweiger Zeitung aus den fast 600 Einsendungen nicht zum Sieger gewählt werden würde, dafür aber später ohne weiteres vom Unternehmen weiterverwendet werden könnte. Heute hat sich meine Befürchtung nun bewahrheitet: Eintracht Braunschweig wird in der kommenden Zweitligasaison 2006/2007 in von mir entworfenen Trikots auflaufen! Das geht für meine Begriffe klar aus den Bildern der aktuellen Newsmeldung der Eintracht-Website hervor.
Bis auf das unglücklich gewählte, weil zu dunkle Blau, sowie dem fehlenden gelben Kragen und den modifizierten gelben Armbanderolen gleicht das neue Trikot meinem schlichten Entwurf vom Frühjahr 2004 wie ein Ei dem Anderen. Irgendwie kann ich es gar nicht fassen, dass mein Verein im nächsten Jahr in meinen Jerseys aufläuft, andererseits finde ich es schade, dass sich Jako tatsächlich einfach den Entwürfen der Fans bedient, zumal das die hauseigenen Designer sicher nicht erfreuen wird. Über eine kleine Rückmeldung seitens des Herstellers oder des Vereins hätte mich schon sehr gefreut. Aber vielleicht sollte ich auch einfach mal beim Eintracht-Managament nachhaken und wenigstens nach einem „Belegexemplar“ fragen?
Zur Erinnerung noch einmal der Link zum Original-Zeitungsartikel mit den letzten zwölf Vorschlägen: eintracht.com/news/aktuell_artikel.php?nid=3083
(© Foto: eintracht.com (Anerkennung, wem Anerkennung gebührt …)
Geschrieben von Ivo
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27. Juni 2006, 21.43 Uhr | Kategorie
Zeitgeist
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Ja, ich bin auch ein Freund des mit rhythmischen elektronischen Beats untermauerten deutschen Sprechgesangs. Der Vollständigkeit halber dürfen daher die genialen RAPortagen des Blumentopfs nicht unerwähnt bleiben, die es nach jedem WM-Spiel der deutschen Elf, den beiden Halbfinalen und dem Finale in Form eines fast zweiminütigen Tracks, unterschnitten mit Bildern des Spiels, in der ARD zu sehen gab und gibt.
Auf YouTube sind die Videos der Vorfreude, des Eröffnungsspiels, der Gruppenspiele gegen Polen und Ecuador, des Achtelfinals gegen die Schweden, des Viertelfinals gegen Argentinien und des traurigen Halbfinals gegen die Italiener.
Geschrieben von Ivo
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26. Juni 2006, 18.06 Uhr | Kategorie
Zeitgeist
| 3 Kommentare
Christoph Härringer ist Jahrgang 63, also wie die Bundesliga. Das ist aber nicht das Einzige, was ihn mit dem Fußball verbindet. Härringer zeichnet täglich einen WM-Comic, der in über 80 Zeitungen abgedruckt wird. Die Comics sind so gut, dass es sie ab September 2006 in Buchform gibt. Die Aktuellen, sowie Informationen zum Buch gibt es auf seiner Website: nachgetreten.com.
Geschrieben von Ivo
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24. Juni 2006, 09.48 Uhr | Kategorie
Typografie
| Ein einsamer Kommentar
Fruchtlabel. Latent beschäftigen sie mich bei jedem Einkauf. Wenigstens für zwei bis drei Sekunden. Dann nämlich, wenn ich eine Grapefruit, eine Melone oder Äpfel aus dem Regal nehme und mir das aufgeklebte Label ins Auge fällt. Kurz sinniere ich über die weite Reise des Obstes und über fremdländisches Designverständnis, dann landet der Vitaminspender aber bereits im Einkaufswagen und ich habe die Abteilung zugunsten der folgenden verlassen.
Nun bin ich jedoch auf eine informative Website gestoßen, die sich diesem Thema um einiges intensiver widmet: fruitlabels.net. Fein kategorisch nach Sorten unterschieden und alphabetisch geordnet, bildet fruitlabels.net gespeist mit Zusatzinformationen zu den einzelnen Früchten eine außergewöhnliche Quelle der typografischen und gestalterischen Inspiration.
Geschrieben von Ivo
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24. Juni 2006, 08.28 Uhr | Kategorie
Indivisuell
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Geschrieben von Ivo
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23. Juni 2006, 17.25 Uhr | Kategorie
Typografie
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Ob und wie viel Geld man möglicherweise mit dem Design einer Schrift verdienen kann wird momentan bei Slanted diskutiert. Besonders aussagekräftig – weil beinahe ungewöhnlich konkret – ist hierbei der Beitrag von Jürgen Siebert (Fontblog), etwas weiter unten im Thread.
Zum Beitrag: slanted.de/915
Geschrieben von Ivo
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23. Juni 2006, 09.06 Uhr | Kategorie
Typografie
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Das Bild zeigt ein Programmheft einer Aufführung von »Rigoletto« von Guiseppe Verdi vom 26. April 1935 in der Staats-Oper Unter den Linden Berlin. Dieses typografisch überaus interessante Heftchen, von Selmar Bayer Druck Berlin hergestellt, habe ich jüngst auf einem Flohmarkt erstanden. Beim Titel musste ich zwar ein in der damaligen Zeit sehr präsentes Symbol sowie eine fragwürdige Parole per Retusche entfernen, doch werde ich sicher bald weitere Inhalte daraus im Rahmen der Typospuren veröffentlichen. Zu liebevoll wurden Inhalt und Anzeigen gestaltet, um sie für immer in der Versenkung verschwinden zu lassen.
Übrigens, die Preise für die Oper vor 71 Jahren beliefen sich zwischen 1 Reichsmark (4. Rang Stehplatz) und 10 Reichsmark (1. Rang Sessel 1. Reihe).
Geschrieben von Ivo
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22. Juni 2006, 10.20 Uhr | Kategorie
Zeitgeist
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Ich warte heute noch auf das ausgewiesene Rückgeld vom Einkauf beim Kaiser’s.
Geschrieben von Ivo
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19. Juni 2006, 06.04 Uhr | Kategorie
Indivisuell
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Auch ich zeige Flagge. Gut, wenn man einen reichhaltigen Bilderfundus sein eigen nennt.
Geschrieben von Ivo
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16. Juni 2006, 22.00 Uhr | Kategorie
Drucktechnik, Typografie
| 11 Kommentare
Auf meinem kleinen historischen Exkurs in die Tiefen der Druck- und Designgeschichte sind mir einige weitere interessante Fundstücke in die Finger geraten. Zum Beispiel die 10 Gebote für Polygraphen, wobei mich bereits die Bezeichnung Polygraf selbst fasziniert, weil er prägnant das breit gefächerte Berufsfeld wie kein zweiter beschreibt. Was genau hinter der Bezeichnung steckt, die auch ich mir nur zu gern überstülpe, beschreibt die weiterführende Wikipedia-Definition genauer:
Das Berufsbild Polygraf ist durch den technologischen Fortschritt in der Druckvorstufe entstanden. Der Polygraf ist das Resultat der beiden Berufe Typograf (Text) und Lithograf (Bild).
Geschätzte Polygrafengemeinde, eure heiligen zehn Gebote lauten also wie folgt:
- Bemühe dich, mit einfachen Mitteln gute, kunsthandwerkliche Wirkungen zu erzielen.
- Lass dich durch anfänglichen Misserfolg nicht entmutigen. Nur wer lernt, kommt weiter.
- Bilde dich an edlen Vorbildern, aber ahme nicht gedankenlos nach.
- Verwende für jede Arbeit passendes Material und hüte dich vor Ersatzmitteln.
- Übe deine Erfindungsgabe: eine Arbeit, die deine Werkstatt verlässt, soll dein eigen Gepräge tragen.
- Überhaste keine Arbeit, denn gut Ding will Weile haben.
- Halte auf Wertarbeit. Wer zu leicht mit sich zufrieden ist, wird nie das Beste leisten.
- Gehe mit der Zeit, aber lass dich nicht von ihr unterkriegen.
- Denke daran, dass jede Zeit ihre besonderen Ausdrucksformen hat.
- Erziehe durch neue Ideen dich und die Abnehmer deiner Erzeugnisse, das ist deine hohe Pflicht als Jünger Gutenbergs.
Ich hoffe, dass alle Eidgenossen die Gebote entsprechend beherzigen, denn sie haben in Zeiten steigender Expertenflut und ständig wachsender Anzahl von Hobby-Mediengestaltern heute mehr Bedeutung denn je.
Für eine qualitativere Arbeit, ein besseres Handwerk, eine schönere Welt. Amen.
Geschrieben von Ivo