Artikel im Mai 2006


Der erste Tag auf der TYPO

TYPO Berlin 2006 PLAY 18. to 20. May at Haus der Kulturen der WeltEigentlich wollte ich, wie es sich für einen Web-addicted Typoholic gehört, auch detailliert vom ersten Tag der TYPO 2006 berichten. Da dies jedoch bereits andere erledigt haben, will ich das kurz fassen. Das Highlight des ersten Tages war für mich, neben den wirklich netten Wiedersehen einiger Spezis und den zum Teil lange geplanten Kennenlernen anderer Gleichgesinnter, der kurzweilige und hochinformative Vortrag von Erik Spiekermann. Wirklich toll. Dagegen fällt leider der unmotivierte Monolog des Designgurus David Carson deutlich ab. Genaugenommen habe ich mich sogar aus dessen gut besuchten Auftritt etwas enttäuscht vorzeitig verabschiedet. Die Freude über die Teilnahme an sich an diesem großartigen Event kann das jedoch auf keinen Fall trüben. Wer hier nicht dabei ist verpasst etwas!

Gerrit van Aaken hat mir eben noch versprochen, seinen prägnanten Podcast, auf dem ich auch kurz zu hören sein werde, morgen früh online zu stellen. Auch die verrückten Typen des Typeradios sind mit ihrem Podcast vor Ort. FontShop selbst bietet auf der TYPO-Website gar einen recht interessanten Videocast an, der einen Eindruck vom Geschehen vermittelt.

Jürgen Siebert, den ich endlich einmal kennenlernen durfte, bloggt natürlich auch live auf dem Fontblog und berichtet zunächst von der Autogrammstunde mit David Carson und Kalle Lasn, ebenso meine Kollegen von Slanted.

Jetzt gehe ich jedoch erst einmal erschöpft zu Bett, um mich morgen wieder fit ins Getümmel stürzen zu können.

Gekommen, um zu bleiben

Die Initialzündung bleibt wie versprochen nicht ohne Folgen. Mit dem heutigen Reboot anlässlich der morgen beginnenden TYPO startet das Fontwerk in neuen Gewändern und hoffentlich altem Glanze.

Was genau ist neu?

Neu ist zunächst einmal – unverkennbar – das Design. »Less is more« heißt ab nun die Devise. Das bedeutet, dass bewährte und lieb gewonnene Formatierungen und Elemente Einzug in ein schnörkelloses einspaltiges Layout halten mit möglichst wenig Navigationsüberhang. Das Aktuellste präsentiert auf dem Silbertablett, Altes verborgen im Archiv. Ich habe hierzu das Lime-Theme von Martijn Stegink modifiziert.

Des Weiteren ist die Technik neu, über die die Seite läuft. Das in der Weiterentwicklung stagnierende und Spamangriffen hilflos ausgelieferte Sunlog weicht dem durch eine große Community unterstützten und mit sinnvollen Erweiterungen verfügbaren Wordpress.

Zu guter Letzt ist auch etwas am Konzept bzw. am Inhalt gefeilt worden. Was soll das Fontwerk also zukünftig leisten? Es darf alles, es kann alles. Es soll nichts. Es bekommt alle Freiheiten, es wird gefüttert mit viel fachlichem und praktischem Inhalt, gewürzt mit einer Prise persönlichem, indivisuellem und allgemeinem. Wir werden sehen, was ihm am Besten bekommt. Man könnte sagen, dass wir hier ein typografisch-medientechnisch-zeitgeistlich verspieltes Tamagotchi haben. Nur ohne lästige Pipsgeräusche. Und mit längerem Bestand.

Sicher zum Leidwesen einiger Besucher sind alle bisherigen 1013 Kommentare aus dem alten Werk verloren gegangen. Ich bitte die fleißigen Schreiber um Verzeihung und um Verständnis. Die Gründe sind vor allem technischer Natur, aber auch konzeptioneller. Zukünftige sinnvolle Kommentare gehen so schnell nicht mehr verloren, das versichere ich.

Zum Schluss möchte ich noch ganz kurz auf meine Fontwerk-To-Do-Liste hinweisen. Kümmern möchte ich mich noch intensiver um die Links und noch einmal etwas um das Über, außerdem sollen noch einige statistische Informationen implementiert, die aktuellsten Kommentare präsentiert und das folgende technische Problem gelöst werden: der (momentan entfernte) Link zu den vorherigen Artikeln am Seitenende verlinkt nicht zu selbigen, sondern kehrt zur aktuellen Startseite zurück, ist also funktionsunfähig. Da muss wohl eine bestimmte Datenbankzuordnung verloren gegangen sein, die ich momentan nicht in der Lage bin wiederherzustellen. Falls jemand einen Lösungsansatz hat: Ich wäre dankbar dafür.

Ich hoffe, das neue Fontwerk gefällt.

Blau-Gelbes Fußballorakel

Wenn schon die Braunschweiger Zeitung meinen Blick auf die Saison 2005/2006 zitiert, wollen wir doch auch einmal schauen, ob ich mich auch tatsächlich als Fußballsachverständiger erwiesen habe.

Ich rechne stark damit, dass wir in diesem Jahr die Aufstiegseuphorie ein gutes Stück in die Saison tragen können …

Der Kicker-Chart beweist, dass dem definitiv so wahr. Die Eintracht war sogar zwischenzeitlich Tabellenführer (am 4. Spieltag).

…und am Ende vielleicht sogar einen Platz im Tabellenmittelfeld belegen können, vielleicht Platz 10, mit ein wenig Glück ist aber sogar eine einstellige Platzierung nicht unrealistisch, als Zielvorgabe aber sich zu vermessen.

Nicht ganz richtig vorausgesehen. Am Ende war es der 12. Tabellenplatz, bei einem Sieg mehr wäre es jedoch tatsächlich der 10. Platz gewesen. Gegen Saarbrücken hätte man dazu allerdings am letzten Spieltag einen Gang zulegen müssen.

Wichtig ist, am letzten Spieltag nicht unter den letzten vieren zu sein. Zudem gehe ich davon aus, dass aus der Mannschaft wieder einige Spieler besonders positiv hervortreten werden, die sich bis dato noch keinen großen Namen gemacht haben.

Der Eintracht-LöweUnter den Namen der vier Absteiger taucht Gott sei Dank nicht Eintracht Braunschweig auf. Besonders positiv traten, neben den Shootingstars der vergangenen Saison Martin Amedick (der nun leider zum BVB 09 Dortmund wechselt) und Thorsten Stuckmann, eigentlich nur Daniel Graf, Dennis Brinkmann und Patrick Bick hervor, also eher die alten Hasen. Finn Holsing, Jan Tauer und Benjamin Siegert scheinen ebenfalls eine ordentliche Entwicklung erlebt zu haben, die hoffentlich noch nicht beendet sein wird.

Als bisherige Neuzugänge stehen bereits Markus Husterer (Bayern München II), Bekim Kastrati (Borussia Mönchengladbach) und Tobias Schweinsteiger (VfB Lübeck) fest, die, wie ich glaube, wirkliche Verstärkungen sind. Allerdings erwarte ich noch zwei, drei erfahrene Leute, die mindestens Erfahrung in der 2. Bundesliga aufweisen. Mindestens. Aber zur kommenden Saison werde ich mich zu gegebener Zeit sicher noch einmal äußern. Die Braunschweiger Zeitung brauch doch was, was sie drucken kann … ;-)

Mein Stundenplan zur TYPO 2006

Programm der TYPO 2006Wie Nick habe auch ich nun das Programmheft der am Donnerstag beginnenden TYPO 2006 studiert und folgenden Stundenplan für mich erarbeitet:

Donnerstag, 18. Mai
14 Uhr: Kalle Lasn (Adbusters), Die Zukunft des Designs
15 Uhr: Gail Anderson, SpotCo on Broadway
16 Uhr (evtl.): Piet Schreuders, Typografische Echos
17 Uhr: Magnus Hengge, Lass die Katze aus dem Sack
18 Uhr: Donald Beekman, Type, Drugs and Rock´n´Roll
20 Uhr: Erik Spiekermann, Schrift spricht
21 Uhr: David Carson, Maßloses Design

Freitag, 19. Mai
10 bis 12 Uhr: Andreas Frohloff, Kalligrafie-Workshop
12 Uhr: Ralf Lobeck, Die Lieblingsschrift als Film oder
12 Uhr: Andreas Eigendorf, Durchgespielt: Professionelle Schriftproduktion
15 Uhr: Adam Twardoch (FontLab), Font play oder
16 Uhr: Adam Twardoch (FontLab), Photofont play
18 Uhr (evtl.): Juli Gudehus, Arbeit, Sport und Spiel
19 Uhr (evtl.): Ellen Lupton, Verbrechen gegen die Typografie
20 Uhr: Chip Kidd, Top Secret

Samstag, 20. Mai
12 Uhr (evtl.): Claudius Lazzeroni, raumstaben – Wie sich das Lesen von der Fläche löst
13 Uhr (evtl.): Claudius Lazzeroni, raumstaben (Workshop)
14 Uhr: Günder, Donner und Siebert (PAGE), Kaffeekränzchen
16 Uhr: Bastard-Project by HP
17 Uhr: Peter Bruhn, Play drücken, dann schlafen oder
17 Uhr: Judith Schalansky, Fraktur mon Amour
18 Uhr: TYPOtalk – Die TYPO-Macher hören zu
19 Uhr (evtl.): Simon Waterfall, Spiel mit mir?
20 Uhr: Fons Hickmann, Touch me there

Werden wohl interessante Tage. Ich freue mich riesig, vor allem auch, den einen oder anderen dort zu treffen …

Die Sache mit dem Knie

Knieorthese mit Flexions-/ExtensionsbegrenzungFast genau zwei Wochen nach dem kleinen Zwischenfall mit dem Knie geht es ab heute in kleinen Schritten an die Wiederherstellung des Normalzustandes. Die Ärzte des Rudolf-Virchow-Klinikums verordneten mir nicht nur eine schicke Knieorthese, sondern auch eine Physiotherapie, zu der ich ab sofort zwei- bis dreimal pro Woche antanzenhumpeln darf. Operiert wird das vordere Kreuzband ebenfalls. Bedingt durch meinen kleinen Ausflug ins Land des Lächelns allerdings wohl erst zu Beginn des nächsten Jahres. Dass so etwas aber auch immer zeitlich ungünstig passieren muss.

Fontwerk