
Artikel im Mai 2006
TYPO 2006: Fotos, Eindrücke, Dokumentationen und Podcasts (abschließend)
So. Jetzt aber mein (wahrscheinlich) letzter und abschließender Beitrag zur diesjährigen TYPO. Es gibt so viele interessante Links zu diesen schönen drei Tagen, dass ich die noch einmal zusammenfassen möchte.
Schicke Fotos gibt es bei Flickr von romibello, gxhofer0 (Tag 1) und (Tag 2), Gerrit (mit mir ;-) und der Flickr-Foto-Gruppe. Außerdem finden sich sehr schöne (und toll präsentierte) Bilder bei HD Schellnack (z.B. mit Nick und mir beim Kickern), sowie einige bei Dan Reynolds von TypeOff, aber auch auf dem PAGE-Weblog.
Enorm viel Bewertendes gibt es von meinen Slanted-Kollegen, allen voran von Boris und Lars. Nick verteilt wieder detailliert seine Guillemets, Mandy Ehlers beschreibt ihre Sicht der Dinge, ebenso Christof Zachl. Zu guter Letzt findet man auf der TYPO-Website die Dokumentationen zu den Vorträgen und auf Praegnanz.de Gerrits witzige Podcasts, in denen man mich auch kurz hören kann (Deutschlandreise 1 und Deutschlandreise 2). Ich hoffe, nichts und niemanden vergessen zu haben. Das war es jetzt aber wirklich mit der 11. Internationalen Designkonferenz. Bestimmt.
Neues druckorientiertes Fachmagazin
Nach dem Typografieartikeln der letzten Tage auch mal etwas Drucktechnisches. Angekündigt ist nämlich ein neues „druckorientiertes Kommunikations-Fachmagazin“ namens versio!. Obwohl ich nicht mag, von Titeln angeschrien zu werden, bin ich doch gespannt, ob und wie sich das Magazin positionieren kann. Die Erstausgabe (am 21. Juni) verspricht Themen wie Corporate Publishing: Preview BCP-Award 2006, Printbuying: Selective Binding (Weiterverarbeitungstechnologien), Dialogmarketing: Deutscher Dialogmarketingpreis – Die Gewinner stehen fest, Preview Mailingtage.
Alles nichts, was mich jetzt unbedingt aus dem Sattel haut, aber wir wollen versio! die Chance geben, sich im hart umkämpften Markt zu behaupten. Apropos Markt: das Magazin wird übrigens innerhalb der Deutschen Drucker Verlagsgesellschaft (u.a. Publishing Praxis) erscheinen.
Der dritte Tag auf der TYPO
Der dritte und letzte Tag ist nun vorbei. Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: es war großartig. Die Tickets für 2007 können eigentlich schon gebucht werden.
Was habe ich heute im Detail erlebt? Zunächst begann ich den Tag etwas entspannt, wieder einmal mit fruchtbaren Gesprächen mit überaus freundlichen Sinnesgenossen, zum Beispiel mit den Bastarden. Das frühe Kaffeekränzchen mit allen drei (ehemaligen) Chefredakteuren der PAGE (Jürgen Siebert, Albert Dommer und Gabriele Günder) war kurzweilig und hat sich auf jeden Fall gelohnt, auch wenn ich zugegeben nicht der größte Fan dieser Zeitschrift bin. Die Idee des folgenden Beitrages von Just van Rossum und Erik van Blokland (LettError), die ein recht abgefahrenes Typo-Computerspielchen präsentierten war spitze, allerdings nur für fünf Minuten. Danach war der Reiz leider dahin, was natürlich nicht ihre großartigen Verdienste im Schriftendesign schmälern kann.
Peter Bruhn (besser bekannt als Fountain) war toll, obwohl er ihn selbst als einen Vortrag am Rande der Langeweile bezeichnet. Ich sage dazu einfach, prägnant, humorvoll und informativ. TYPOtalk – Die TYPO-Macher hören zu mit Erik Spiekermann und Jürgen Siebert dann war das, was es sein sollte. Entsprechend ging ich auch hier zufrieden aus dem Saal. Den Abschluss bildete Fons Hickmann mit einem kleinen Überblick über seine aktuellsten Projekte. Sehr geschmeidig und natürlich und damit ein perfekter letzter Vortrag für eine perfekte Konferenz. Meinen größten Respekt an die Damen und Herren von FontShop. Nächstes Jahr (17. bis 19. Mai 2007 im BCC) bin ich wieder dabei, wenn sich die TYPO dann um Music dreht.
Abschließen möchte ich mit den Worten von David Carson, der mir, nachdem ich ihm kurz mein DMT-Studium näher bringen durfte, entgegnete: Keep designing. Mal sehen, was sich da machen lässt …
Der zweite Tag auf der TYPO
Da ich in den letzten Artikel immer sehr viel geschrieben habe mach ich es diesmal kurz:
Der Kalligrafie-Workshop mit Andreas Frohloff war ein schöner Start. Den geplanten Vortrag von Ralf Lobeck bzw. Andreas Eigendorf habe ich „leider“ mit netten Menschen verplaudert, ebenso den mit Adam Twardoch. Währenddessen unterhielt ich mich drei Stunden höchst anregend mit Henning Krause, der sich als überaus angenehmer Zeitgenosse erwies. Es hat mich sehr gefreut, ihn kennenzulernen.
Der Beitrag von Juli Gudehus riss mich leider nicht vom Hocker. Typografische Wortwitze sollte man nicht über 45 Minuten ausdehnen. Ellen Lupton hingegen traf mit ihren Verbrechen gegen die Typografie genau meinen Geschmack und zeigte sich als durchaus witzig und ganz amerikanisch cool, was man von ihr auf den ersten Blick gar nicht erwartet. Zu Chip Kidd hingegen möchte ich nur eines sagen: grandios! Nicht mehr, nicht weniger. Ein echter Design-Entertainer. Der Tag wurde abgerundet mit dem Powerpoint Karaoke, dem ich persönlich eine große Zukunft voraussage.
Doch. Eine kurze Ansage noch an meine Kommilitonen: Bitte fangt schon einmal an zu sparen. Die finanzielle Ausrede zählt nächstes Jahr nicht mehr. Ihr verpasst etwas.

