× Berlin (32): Berliner Dom am Heiligabend
» 26. Dezember 2005, 09.05 Uhr | Kategorie Indivisuell | Kommentieren?



Da ist mir doch glatt letztens ein Flyer einer Party mit Westbam in die Hände gefallen. Hierbei handelt es sich von der Masse der Texte her sicher nicht gerade um eine immense Fleißarbeit. Genaugenommen sind hier lediglich zwei Zeilen mit Informationen untergebracht. Umso erstaunlicher, dass sich hier ganze drei Fehler einschleichen konnten:
Damit gebe ich wieder zurück an alle Freunde der Typografie und jene, die es noch werden wollen.
In meiner Heimatstadt Hettstedt wird seit einigen Jahren eifrig am Aufbau eines Druckereimuseums gearbeitet. Damals wurden in einer alten Druckerei längst vergessene Maschinen und Geräte der Schwarzen Kunst entdeckt und seither in mühevoller Kleinarbeit restauriert. Bis 1989 wurden dort Formulare, Grußkarten, Broschüren und Dokumente für Geschäfte, Betriebe und Institutionen gedruckt, vorwiegend auf einem Heidelberger Tiegel, aber auch auf einer seltenen Rotationsmaschine der Schnellpressenfabrik.
Gegründet wurde die Druckerei Heise, wie sie seinerzeit hieß, 1889 und hatte zeitweise bis zu 16 Mitarbeiter, darunter Redakteure, Schriftsetzer und Drucker und bis zu 20 ZeitungsbotInnen, die die Hettstedter Zeitung austrugen. Selbige erschien bis 1931 mit sechs Ausgaben pro Woche. Ab 1941 wurde sie unter dem Namen Buchdruckerei Heise als Akzidenzdruckerei weiter geführt.
Wie ich der Mitteldeutschen Zeitung nun entnahm, sucht der Verein momentan fieberhaft nach einem Fachmann, der in der Lage ist, eine fast 100 Jahre alte Linotype instandzusetzen.
Jochen Miche macht keinen Hehl aus seiner Ratlosigkeit. Er habe zwar schon verschiedene Kontakte aufgenommen, doch immer ohne Erfolg: “Wir haben bisher noch keinen Fachmann gefunden, der sich mit dieser Technik auskennt und sie vielleicht wieder in Gang bringen könnte”, so der Vorsitzende des Hettstedter Vereins, der mit großem Aufwand die ehemalige Druckerei Heise als Museum herrichtet.
Vielleicht kann einer meiner Leser hier weiterhelfen? Ich würde den Kontakt dann gern herstellen, allerdings vermute ich, dass es sich finanziell wohl eher nicht lohnen wird, es aber sehr wohl einem guten ehrenwerten Zweck dient.
Mehr Informationen: www.tglsa.de
Lange hatte ich überlegt, ob ich der kommenden Typo Berlin 2006 als Gast beiwohnen sollte. Die wirklich hohe Teilnahmegebühr ließ mich lange zögern. Allerdings gab es seit Bekanntgabe der Referenten (ich berichtete darüber auf Slanted) die eindeutige Tendenz meinerseits, das Geld in ein Studententicket für die dreitägige Designerkonferenz im Berliner Haus der Kulturen der Welt zu investieren. Ob die Veranstalter von FontShop wussten, dass ich auch komme, als sie behaupteten The Big Players on the International Design Scene are Coming? ;-)

An dieser Stelle möchte ich aus aktuellem Grund einmal mehr darauf hinweisen, dass alle hier veröffentlichten Bilder einem Urheberrecht unterliegen, nämlich meinem. Falls die Bilder irgendwo Verwendung finden sollten, kontaktiert mich bitte. In aller Regel bin ich kooperativ. Ich kann es jedoch überhaupt nicht leiden, wenn man mir einfach die Fotos klaut, da reagiere ich sehr verärgert! Also, bitte einfach fragen, ich habe die Bilder (falls unbedingt nötig) sogar in viel besserer Auflösung parat.
Im September veröffentlichten die Damen und Herren von FontLab eine neue Version ihres FontLab Studios. Für viele Schriftgestalter der Font Editor schlechthin, war er in der neuen Version 5 jedoch bis dato nur für die Windows-Welt verfügbar. Wenn man bedenkt, dass immer noch ein Großteil der Designer mit Mac OS X arbeitet hat man sich selbst somit doch einem gehörigen Zeitdruck ausgesetzt, der wartenden Apple-Schar ebenfalls die aktuelle Version präsentieren zu können. Also, lange Rede kurzer Sinn, bis zum 12. Dezember 2005 hat es nun gedauert, FontLab Studio 5 gibt es jetzt endlich auch für Mac OS X.
FontLab Studio 5 unterstützt alle wichtigen Schriftformate, inklusive Type 1, TrueType, Multiple Master und OpenType. Die verbesserten Features des Font Editors liegen vor allem beim Prüfen und Drucken, den Bézier-zeichnenden Werkzeugen, dem “Font Merging”, der OpenType- und Unicode-Unterstützung und dem Autohinting. Neu ist das integrierte Autotracing, das bisher nur separat in ScanFont möglich war. Der Preis für die komplette Version liegt bei 649 US$, als Upgrade von 4.6 bei 99 US$, Studenten bekommen einen ordentlichen Rabatt (den ich in Kürze nutzen werde).
(Hinweis: Diesen Artikel habe ich ebenfalls bei Slanted veröffentlicht.)
//Nachtrag: Ich sehe gerade, dass mal wieder Ralf Herrmann (Typografie.info) schneller war …

Stationsschild »Borsigwerke« an der Berliner U6