× Berlin (5): Spreestimmung
» 30. Juni 2005, 08.22 Uhr | Kategorie Indivisuell | Kommentieren?
Eben war Alice da. Sie ist jetzt wohl in immer mehr Anschlussgebieten verfügbar. Angeblich auch bei mir. Sie erzählte irgendetwas von sparen, teure Telekom, sparen, alle Hausbewohner seinen schon sehr glücklich, sparen, keine 35 Euro Grundgebühr, sparen, einfach hier unterschreiben, sparen, wir seien fast die letzten in unserer Straße, sparen, untereinander kostenlos telefonieren, sparen und irgendwas meinte sie noch von wegen mit ihr könne man super sparen. Toll, habe ich mir gedacht, dann spar ich mir das doch.

Außerdem sah sie wie ein etwa 1,60 m großer Mann aus und hatte eine Krawatte umgebunden. Ich hatte sie mir schöner vorgestellt.

Es ist eigentlich immer wieder erstaunlich, wie man auf kleinstem Raum so viele typografische Fehltritte fabrizieren kann. Was mir am meisten weh tut, auch, weil sich diese Unsitte scheinbar immer mehr ausbreitet, ist das völlig sinnfreie „Leer Zeichen“. Was soll das? Gibt es dafür auch nur eine sinnvolle Erklärung? Nein? Dann zum zweiten Fauxpass. Ich kann zwar kein Französisch, doch weiß ich, dass über dem e in Café ein Akzent zu stehen hat. Er darf nur weggelassen werden, wenn das e nicht am Ende steht, wie beispielsweise in „Cafeteria“.

Auf der Sandsation 05 kann man übrigens auch entspanntes Strandfeeling genießen bei einem kühlen Getränk und man hat zusätzlich noch einen wunderschönen Blick auf den Lehrter Bahnhof, der im Moment zum neuen Berliner Hauptbahnhof ausgebaut wird. Er wird der größte Kreuzungsbahnhof Europas werden, ein Riesenprojekt. Wer weitere Informationen mag, sollte sich mal die PDF der Deutschen Bahn herunterladen.

Die Sandsation 05 bringt moderne Märchen aus Sand ans Bundeskanzleramt. Hier die Gewinnerskulptur des Deutschen Sandskulpturenpreises 2005 des Inders Sudarsan Pattnaik. Zu sehen ist das Festival noch bis zum 31. Juli. Einen Besuch ist es auf jeden Fall wert.
An alle Druck- und Medientechnik-Kommilitonen und Freunde der Gestaltung!
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Damit’s „sauber“ bleibt: Weg mit dem Apostroph!
Dabei sollen die sich doch lieber um die Kanalisation kümmern. Haben sie wohl auch und dabei die Typografie vergessen. Einfach so den Apostroph gestrichen. Das ist meiner Meinung nach mindestens genauso schlimm, wie das übereifrige Setzen eines Apostrophs wo keiner hingehört. Aber dazu kommen wir später sicherlich noch öfter. Schlimm.
