Artikel des Jahres 2005


Berlin (32): Berliner Dom am Heiligabend

Berliner Dom am Heiligabend

Frohes Fest

Ich wünsche allen ein friedliches und erholsames Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr

Berlin (31): U-Bahnhof Möckernbrücke

U-Bahnhof Möckernbrücke im Dezember

Typosuppe 13

Typosuppe 13

Da ist mir doch glatt letztens ein Flyer einer Party mit Westbam in die Hände gefallen. Hierbei handelt es sich von der Masse der Texte her sicher nicht gerade um eine immense Fleißarbeit. Genaugenommen sind hier lediglich zwei Zeilen mit Informationen untergebracht. Umso erstaunlicher, dass sich hier ganze drei Fehler einschleichen konnten:

  • Vor und nach einem Schrägstrich wie bei Frankfurt/Oder gehört aus typografischer Sicht ein flexibles Leerzeichen, auf keinen Fall jedoch ein normales. Eher rate ich zu gar keinem freien Raum an diesen Stellen.
  • Zwischen Tag und Monat fehlt wiederum das Leerzeichen, wenn auch hier ein flexibles. Das wäre genaugenommen Freiraum in der Größe von 25% eines DTP-Gevierts oder 20% des Standard-Gevierts. Diese Maße haben sich in der Praxis bewährt.
  • Ein einstelliges Datum sollte in der alphanumerischen Schreibweise (wenn der Monat als Wort steht) ohne führende Null geschrieben werden. Ich finde übrigens, dass es auch in der numerischen so gehandhabt werden sollte, auch wenn ich da den Herren Forssman und de Jong widersprechen muss.

Damit gebe ich wieder zurück an alle Freunde der Typografie und jene, die es noch werden wollen.

Experte für alte Linotype gesucht

In meiner Heimatstadt Hettstedt wird seit einigen Jahren eifrig am Aufbau eines Druckereimuseums gearbeitet. Damals wurden in einer alten Druckerei längst vergessene Maschinen und Geräte der Schwarzen Kunst entdeckt und seither in mühevoller Kleinarbeit restauriert. Bis 1989 wurden dort Formulare, Grußkarten, Broschüren und Dokumente für Geschäfte, Betriebe und Institutionen gedruckt, vorwiegend auf einem Heidelberger Tiegel, aber auch auf einer seltenen Rotationsmaschine der Schnellpressenfabrik.

Gegründet wurde die Druckerei Heise, wie sie seinerzeit hieß, 1889 und hatte zeitweise bis zu 16 Mitarbeiter, darunter Redakteure, Schriftsetzer und Drucker und bis zu 20 ZeitungsbotInnen, die die Hettstedter Zeitung austrugen. Selbige erschien bis 1931 mit sechs Ausgaben pro Woche. Ab 1941 wurde sie unter dem Namen Buchdruckerei Heise als Akzidenzdruckerei weiter geführt.

Wie ich der Mitteldeutschen Zeitung nun entnahm, sucht der Verein momentan fieberhaft nach einem Fachmann, der in der Lage ist, eine fast 100 Jahre alte Linotype instandzusetzen.

Jochen Miche macht keinen Hehl aus seiner Ratlosigkeit. Er habe zwar schon verschiedene Kontakte aufgenommen, doch immer ohne Erfolg: “Wir haben bisher noch keinen Fachmann gefunden, der sich mit dieser Technik auskennt und sie vielleicht wieder in Gang bringen könnte”, so der Vorsitzende des Hettstedter Vereins, der mit großem Aufwand die ehemalige Druckerei Heise als Museum herrichtet.

Vielleicht kann einer meiner Leser hier weiterhelfen? Ich würde den Kontakt dann gern herstellen, allerdings vermute ich, dass es sich finanziell wohl eher nicht lohnen wird, es aber sehr wohl einem guten ehrenwerten Zweck dient.

Mehr Informationen: www.tglsa.de