Kategorie »Zeitgeist«


The End of Print – Jetzt wirklich! … Wirklich?

Eine gute Freundin fragte mich, ob ich ihr im Rahmen ihrer Diplomarbeit für ein Interview zur Verfügung stehe. Sie suche regelmäßige Leser von Tageszeitungen zwischen 20 und 30 Jahren. Das Altersschema passte zwar [noch], jedoch beziehe ich alle Informationen, die [mir] wichtig sind, über verschiedenste Angebote im Netz. Allenfalls »Die Zeit« schafft es noch dann und wann auf meinen Frühstückstisch. Dann muss ich aber wissen, dass ich selbige auch am bevorstehenden Wochenende habe. Gut, dann leite die Anfrage einfach an deine zeitungslesenden Freunde weiter, so ihre folgende Bitte. Ich überlegte sehr angestrengt, doch wollte mir partout niemand unter 30 einfallen, der noch regelmäßig Zeitung liest.

Jüngst trat ein großes britisches Designmagazin an unsere Firma heran und offerierte uns folgendes Angebot: Für einen nicht unerheblichen vierstelligen Pfund-Betrag würden wir Editorial Content erhalten, würde man also über uns im Rahmen eines Beitrages schreiben. Man hätte bereits mehrere Schrifthersteller für eine entsprechende Serie gewinnen können. Selbstverständlich lehnten wir diese Anfrage ab. Welcher Leser von Fachmagazinen möchte solche Artikel vorgesetzt bekommen? Wo bleibt der inhaltliche Mehrwert, wenn die Berichterstattung lediglich noch eine Frage des Geldes ist?

Diese und andere Beispiele, ja selbst wissenschaftliche Studien, aber vor allem das zweite Beispiel lassen mich nun endgültig an der Zukunft der gedruckten Medien zweifeln. Lange war ich selbst als bekennender Günter Internetzer überzeugt, dass die gute alte Dame Print in diesem Bereich dem Sturm noch eine Weile trotzen kann. Nun sinkt aber mein Vertrauen in ihre Standfestigkeit. Ich bin davon überzeugt, dass der Druck nicht per sé dem Ende entgegen geht. Auf keinen Fall. Akzidenzen und Bücher werden in unserer Generation weiterhin gewichtigen Bestand haben, meine ich. Aber gedruckte Nachrichten in Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen – hat das Zukunft?

Dreaming obsessively … for free

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Wie man sein Stadion richtig umbenennt

zeigt der beste Verein der Welt. Was Fans seit Jahren fordern, ist offensichtlich doch irgendwie machbar und wird von der Zielgruppe sehr wohlwollend aufgenommen. Da wird doch wohl nicht Jürgen im Spiel gewesen sein?

The Office: Umsonst und online

The Office

Stromberg kennt hierzulande fast jeder. Mit dem britischen Original »The Office« können die Meisten dann schon nichts mehr anfangen. Dass es die Serie außerdem in einer amerikanischen und einer französischen Variante gibt, dürfte weitestgehend unbekannt sein. Nun bin ich aber derzeit in den Staaten, was mich schließlich zur amerikanischen Version führt. Überrascht stellte ich fest, dass man einen Großteil der Folgen ganz offiziell im Netz ansehen kann … und herunterladen*, umsonst! Zuvor wird ein kleiner Werbeblock gezeigt und dann startet das Vergnügen auch schon. So stelle ich mir das Fernsehen von heute vor. Auf diese Weise kann jedermann jederzeit auf der ganzen Welt an die Serie herangeführt und die Fans können bei der Stange gehalten werden.

Zusätzlich finden sich auf der Website des verantwortlichen Senders NBC exklusiv nicht gesendete Szenen von »The Office«. Und da das Ganze Methode hat, finden sich dort außerdem längst vergessen geglaubte Kultserien wie das A-Team, Battlestar Galactica, Bionic Woman und Buck Rogers sowie legendäre Shows wie American Gladiators und Saturday Night Live. Pro Sieben, jetzt seid ihr am Zug.

*Download bisher nur für Microsoft Windows Vista and XP.

Gut gebrüllt, Wolff

Mein alter Lokal-TV-Weggefährte Torsten »Cucki« Cuck ist im Web 2.0 angekommen. Zwar hat er quasi schon gebloggt, bevor der Begriff überhaupt bekannt war, nun sind aber endlich die technischen Voraussetzungen des TC-Blogs geschaffen worden. Meine bisherige Lieblingskategorie: Gut gebrüllt, Wolff. Dort finden sich regelmäßige Audioschnipsel des besten deutschen Fußballkommentators Wolff-Christoph Fuss. Bleiben Sie sportlich.

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