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22. Oktober 2007, 10.18 Uhr | Kategorie
Zeitgeist
| 9 Kommentare
Markus Wäger, selbständiger Grafikdesigner und Autor der Galileo-Trainings-DVD »Adobe InDesign CS3«, hat ein Problem: Amazon.de. Dort wird seit August sein InDesign-Video-Training verkauft, was grundsätzlich für ihn nicht schlecht ist. Plötzlich häuften sich allerdings auffällig viele negative Bewertungen zu seiner DVD. Gut, auch dies kann natürlich der Wahrnehmung der Käufer entsprechen. Dass aber gleichzeitig alle positiven Bewertungen gelöscht werden, ist dann schon ein starkes Stück. Das deutet auf eine Systematik hin und ist offenbar auch kein Einzelfall. Wie kann ich mich zukünftig noch an den Bewertungen dort orientieren? Im Grunde gar nicht mehr. Diese Manipulation stellt das gesamte Prinzip Amazon in Frage. Nicht, dass ich etwas geahnt hätte, als ich mich kürzlich entschied, keine Empfehlungen mehr mit dem Versandhaus zu verlinken. Für das Unternehmen wäre es wohl besser, in dieser Thematik zu handeln, sonst ist die Angriffsfläche für die Konkurrenz beachtlich groß. Am Besten ist und bleibt wohl immer noch die persönliche Beratung im Laden um die Ecke [wie zum Beispiel bei der Buchhandlung meines Vertrauens].
Mehr Details zur Sache von Markus Wäger selbst auf designworks.at: »Manipulation bei Amazon?«, »Amazon Krimi – Fortsetzung« und »Let’s make our own reality. Mehr zum Amazon-Krimi«.
Geschrieben von Ivo
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17. Oktober 2007, 07.32 Uhr | Kategorie
Typografie, Zeitgeist
| 6 Kommentare
Ist da ein typografischer Ku-Klux-Klan am Werk?
Die neu eröffnete Filiale von Tigaa-Imbiss […] musste ihr braunes, eigens von einem Architekten entworfenes Logo ändern, weil die Stadt überzeugt war, es handele sich hier um kein Logo, sondern um einen Schriftzug und für den seien nunmal weiße Einzelbuchstaben vorgeschrieben. Nur der farbige I-Punkt durfte bleiben.
Geschrieben von Ivo
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12. September 2007, 11.38 Uhr | Kategorie
Zeitgeist
| 9 Kommentare
Über ein wissenswertes Urteil zum Urheberrecht informiert die WDR-Website:
Wer sein von einem Profi-Fotografen gemachtes Bewerbungsfoto ohne dessen Einverständnis auf seiner Homepage im Internet veröffentlicht, verletzt das Urheberrecht des Fotografen. […] Auf Unterlassung geklagt hatte die Betreiberin eines Fotostudios.
Geschrieben von Ivo
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9. Mai 2007, 09.49 Uhr | Kategorie
Zeitgeist
| 3 Kommentare
Apropos Fotos. Ich bin unlängst auf eine Seite gestoßen, auf der ich mittlerweile schon einige Stunden verbracht habe. Als zugezogener Berliner bedauere ich hier und da die Tatsache, dass ich die Situation der getrennten Stadt lediglich aus Büchern und Erzählungen nachzeichnen kann. Ich bin natürlich froh, dass die Mauer nicht mehr steht, gar keine Frage, aber man kann sich doch heute schon nicht mehr vorstellen, wie sich der Todesstreifen durch die Stadt zog, welche Hürden man als Besucher an den Übergängen zu überwinden hatte und welche Schicksale damit verbunden waren. Ganz wenige stumme Zeitzeugen lassen mich immer wieder genau das versuchen.
In diese Bresche jedoch schlägt Mauerfotos.de. Dort stellt der Fotograf Matthias Hoffmann eine unglaubliche Sammlung an dokumentierenden Fotos der Mauer aus Westberliner Sicht vor, die er selbst zwischen 1984 und 1989 aufgenommen hat. In insgesamt 24 Touren hatte Hoffmann die gesamten 159,5 Kilometer nach und nach umrundet, um diesen schwarzen Fleck auf der deutschen Geschichtsweste zu fotografieren. Auf der Seite kann aus 500 Schwarz-Weiß-Fotos nach Kategorien, Stadtbezirken oder Straßen ausgewählt werden. Die Besucher sind angehalten, eigene Gedanken, Geschichten oder Erlebnisse dem jeweiligen Foto hinzuzufügen. So ist bisher ein beeindruckendes Archiv der Erinnerungen an die Berliner Mauer entstanden, das mich dazu verleiten wird, weitere Stunden dort zu verweilen, um mir weiterhin ein Bild dieser unvorstellbaren Situation zu machen. Das Projekt ist authentischer als jedes Buch, das ich über dieses Thema bisher in den Händen hielt.
Geschrieben von Ivo
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6. Mai 2007, 23.04 Uhr | Kategorie
Zeitgeist
| 13 Kommentare
Wahnsinn! Was für eine Folge. Wer das noch rechtzeitig liest, muss unbedingt um 23.30 Uhr den NDR einschalten. Oder in wenigen Minuten den Podcast laden. Am Besten beides.
Geschrieben von Ivo
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1. Mai 2007, 22.28 Uhr | Kategorie
Zeitgeist
| 3 Kommentare
Fragt mich doch vor vier Tagen ein flickr-Mitglied, ob auf einem meiner Fotos eine Schleppe zu sehen ist. Ich bejae dies, etwas verwundert über diese seltsame Frage. Kurz darauf stelle ich fest, dass er Mitglied in einer Gruppe namens »fetish: long skirts and dresses with trains« ist, also einer Interessengemeinschaft, die dem Fetischismus langer Röcke und Schleppkleider frönt. Was es aber auch nicht alles so gibt.
Geschrieben von Ivo
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1. Mai 2007, 19.59 Uhr | Kategorie
Zeitgeist
| 9 Kommentare
Direkt unter meinem Fenster wurde heute am hellichten Nachmittage einem Audi das Fenster eingeschlagen und das Radio entwendet. Das konnte ich kaum fassen, als ich es sah. Der junge Mann, der eben völlig verdutzt vor den Glassplittern stand, darauf angesprochen, ob jetzt gar noch das restliche Auto gestohlen wurde, beantwortete meine Frage mit einem apathischen aber dennoch deutlichen »Hm«. Das konnte ich nun gar nicht mehr fassen. Er aber noch viel weniger. Wahnsinn.
Geschrieben von Ivo
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28. April 2007, 11.17 Uhr | Kategorie
Zeitgeist
| 3 Kommentare
Nach dem Niedergang des Journalismus möchte ich auf die großen Momente der Branche hinweisen.
Kai Pflaume, der Troy McClure des deutschen Privatfernsehens, moderierte den Europapokalabend. Beim Marsch durch die Institutionen ist der umtriebige Ernährer zweier Kinder jetzt beim Fußball angekommen.
Und wer hats geschrieben? Klar, die 11 Freunde. Danke für den Funken Hoffnung.
Geschrieben von Ivo
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13. April 2007, 20.55 Uhr | Kategorie
Zeitgeist
| 3 Kommentare
Wie Journalisten der altehrwürdigen und von mir geschätzten Printmedien ihr eigenes Leichentuch weben, kann beim Medienpiraten nachgelesen werden. Aber Vorsicht! Dieser Bericht ist wirklich nichts für schwache Nerven. Für mich schreit das förmlich nach einem Online-Flächenbrand. Mein Feuerzeug ist dir sicher, Peer.
Geschrieben von Ivo