Kategorie »Zeitgeist«


Über den Sinn von Twitter-Listen

Twitter ist zweifelsohne das Internetphänomen unserer Zeit. Millionen Nutzer – darunter zahlreiche Prominente, Global Player und Regierungen – lieben es, die Wachstumsrate ist unglaublich.

Follow FontFont on TwitterSelbstverständlich twittere auch ich. Privat (@gabrowitsch) und beruflich (@FontFont).

Seit einiger Zeit haben die zwitschernden Kalifornier ihrem Service nun sogenannte Listen spendiert. Zugegeben, sie erschienen mir anfänglich reichlich überflüssig. Ihr Wert erkannte ich aber am Tag der Bundespräsidentenwahl. Jeder in der Republik war gespannt, ob Joachim Gauck nicht vielleicht doch dem favorisierten Christian Wulff ein Schnippchen schlagen konnte. Doch die Wahl war geheim und benötigte mehrere Durchgänge. Es dauerte Stunden – eine nur schwer erträgliche Ewigkeit also in der modernen überinformierten Welt. (weiterlesen…)

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The End of Print – Jetzt wirklich! … Wirklich?

Eine gute Freundin fragte mich, ob ich ihr im Rahmen ihrer Diplomarbeit für ein Interview zur Verfügung stehe. Sie suche regelmäßige Leser von Tageszeitungen zwischen 20 und 30 Jahren. Das Altersschema passte zwar [noch], jedoch beziehe ich alle Informationen, die [mir] wichtig sind, über verschiedenste Angebote im Netz. Allenfalls »Die Zeit« schafft es noch dann und wann auf meinen Frühstückstisch. Dann muss ich aber wissen, dass ich selbige auch am bevorstehenden Wochenende habe. Gut, dann leite die Anfrage einfach an deine zeitungslesenden Freunde weiter, so ihre folgende Bitte. Ich überlegte sehr angestrengt, doch wollte mir partout niemand unter 30 einfallen, der noch regelmäßig Zeitung liest.

Jüngst trat ein großes britisches Designmagazin an unsere Firma heran und offerierte uns folgendes Angebot: Für einen nicht unerheblichen vierstelligen Pfund-Betrag würden wir Editorial Content erhalten, würde man also über uns im Rahmen eines Beitrages schreiben. Man hätte bereits mehrere Schrifthersteller für eine entsprechende Serie gewinnen können. Selbstverständlich lehnten wir diese Anfrage ab. Welcher Leser von Fachmagazinen möchte solche Artikel vorgesetzt bekommen? Wo bleibt der inhaltliche Mehrwert, wenn die Berichterstattung lediglich noch eine Frage des Geldes ist?

Diese und andere Beispiele, ja selbst wissenschaftliche Studien, aber vor allem das zweite Beispiel lassen mich nun endgültig an der Zukunft der gedruckten Medien zweifeln. Lange war ich selbst als bekennender Günter Internetzer überzeugt, dass die gute alte Dame Print in diesem Bereich dem Sturm noch eine Weile trotzen kann. Nun sinkt aber mein Vertrauen in ihre Standfestigkeit. Ich bin davon überzeugt, dass der Druck nicht per sé dem Ende entgegen geht. Auf keinen Fall. Akzidenzen und Bücher werden in unserer Generation weiterhin gewichtigen Bestand haben, meine ich. Aber gedruckte Nachrichten in Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen – hat das Zukunft?

Dreaming obsessively … for free

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