Kategorie »Typostammtisch«


{BTST 07.15}: Auf zum Buchstabenmuseum

49. Berliner Typostammtisch

Die Titelzeile ist gesetzt aus der Babetta. (Viktor Nübel, 2013).

Für die Sommerausgabe des Typostammtischs machen wir erneut einen Ausflug. Diesmal sind wir zu Gast im Buchstabenmuseum!

Los geht’s um 19 Uhr. Für ein feines Programm ist gesorgt: Engagierte Freunde und Helfer des Buchstabenmuseums haben sich freundlicherweise bereit erklärt, ihre persönlichen Geschichten zu ausgewählten Exponaten zu erzählen – wie diese entstanden sind oder über welche Umwege sie in die Sammlung gefunden haben. Zwischen 19.30 und 20 Uhr kann man an vier Stationen Spannendes erfahren und Fragen stellen. Davor, danach und dazwischen gibt es kühle Getränke auf der TypoTerrazza.

49. Berliner Typostammtisch

© Foto: Buchstabenmuseum

Übrigens: Das Buchstabenmuseum muss demnächst umziehen. Der gemeinnützige Verein sucht dringend und ab sofort einen neuen Ort für seine einzigartige Sammlung – idealerweise dauerhaft und zentral in Berlin. Vielleicht hast Du einen Tip? Weitere Infos zur Immobiliensuche als PDF. Wichtig ist auch die Finanzierung des Umzugs, da kann durch Spende oder Mitgliedschaft geholfen werden.

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{BTST 05.15}: Besuch der TDC-Ausstellung

48. Berliner Typostammtisch

Die Titelzeile ist gesetzt aus der Minotaur Beef Bold. (Jean-Baptiste Levée, Production Type, 2014). Die Minotaur-Kollektion zählt zu den beim TDC-Wettbewerb ausgezeichneten Schriftentwürfen.

TYPO Berlin verpasst? Oder aber nicht und immer noch nicht genug von Buchstaben? So oder so, es folgt sogleich der nächste passende Termin für Berliner Schriftbegeisterte. Anlässlich des 48. Typostamm­tisches machen wir einen Ausflug und wollen gemeinsam eine Ausstellung besichtigen.

48. Berliner Typostammtisch

© Foto: Norman Posselt. Mehr Fotos als Vorgeschmack gibt es hier zu sehen.

Zum 61. Mal wurden Ende Januar beim Type Directors Club in New York die besten typografischen Arbeiten ausgewählt. Prämiert werden sowohl neu entworfene Schriften, als auch deren vorbildliche Anwendung, zum Beispiel in Büchern, auf Postern, Verpackungen, im Corporate-Design sowie im digitalen Einsatz. Seit dem 24. Mai 2015 sind die Sieger des 61. TDC-Wettbewerbs erstmals in Europa zu sehen, für drei Wochen im Berliner Aufbau-Haus.

Insgesamt wurden rund 1800 Arbeiten aus 58 Ländern eingereicht. In der Disziplin Schriftdesign wählten die Juroren Claudia de Almeida, Paul Barnes, Dino dos Santos und Tal Leming aus 216 eingereichten Arbeiten 22 Sieger aus. In der Kategorie Kommunikationsdesign kürten Garson Yu, Geray Gencer, Chelsea Cardinal, John Gall, Alisa Wolfson, Mike Rigby und Pum Lefebure 272 Sieger aus 28 Ländern; 48 prämierte Arbeiten kamen aus Deutschland.

Der Abend beginnt mit einem einführenden Vortrag, Getränke und Snacks wird es zum Selbstkostenpreis geben. Eine Raucherterrasse ist ebenfalls vorhanden (ich rate allerdings vom Rauchen ab, aber das ist ein anderes Thema).

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{BTST 03.15}: Das groteske einäugige „a“

47. Berliner Typostammtisch

Die Titelzeile ist gesetzt aus der FF Mark (Hannes von Döhren, Christoph Koeberlin, FontFont Type Department, 2013).
Sie enthält neben dem standardmäßigen einäugigen »a« auch eine zweistöckige Wahlform.

Beim Betrachten des kreisförmigen »a« der Futura darf die Frage erlaubt sein, warum der schriftgestaltende Teil der Menschheit so lange brauchte, eine so einfache und erfolgreiche Form zu entwickeln. Mit dieser Frage als Ausgangspunkt zeigt Albert‑Jan Pool, wie und warum die einäugige a-Form entwickelt wurde und welchen Einfluss das auf die Schriftgestalter der Moderne hatte.

47. Berliner Typostammtisch

Die Abbildung stammt aus dem Magazin a/26, dem Abschlussprojekt von Geela Eden an der Muthesius Kunsthochschule Kiel. Es wurde vom TDC mit einem Certificate of Typographic Excellence ausgezeichnet.

Oberflächlich betrachtet bildet das aufrechte einäugige »a« ein Unikum in der Geschichte der Groteskschriften. Auf die Frage aber, wer und warum zum ersten Mal ein solches »a« gestaltete, gab es bisher keine Antwort. Grund genug für unseren Gast, einige Untersuchungen anzustellen, von denen er uns beim 47. Berliner Typostammtisch berichten wird.

Es begab sich nämlich folgendermaßen: Am Anfang stand ein Reiseführer für griechische Ausgrabungsstätten. Von da an scheint die Entwicklung des einäugigen »a« das Ergebnis eines langen (typografischen) Dialogs zwischen römischen Schreibern, königlich-französischen Kalligrafen, bayerischen Kartografen, Lithografen, Schulschrift-Reformern, englischen und sächsischen Schriftgießern, amerikanischen Holzgraveuren, preußischen Zeichnern und gar einem Berliner Dichter zu sein. Das alles, bevor die Konstruktivisten überhaupt anfingen, Einfluss auf die Schriftgestaltung zu nehmen.

Im Vortrag spielen außerdem drei deutsche Märchenfiguren sowie einige schöne Raritäten aus dem 19. Jahrhundert eine wichtige Rolle. Mehr soll hier aber noch nicht verraten werden.

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{BTST 01.15}: Japanische Kalligrafie

46. Berliner Typostammtisch

Die Titelzeile ist gesetzt aus der FF Bauer Grotesk (Thomas Ackermann, Felix Bonge, 2014)

Wer schon einmal in Japan durch eine größere Stadt gelaufen ist, wird die zahlreichen Kalligrafie-Ausstellungen bemerkt haben. Nicht nur Museen und Galerien, auch Cafés, Buchhandlungen oder Kaufhäuser zeigen allerortens kalligrafische Werke. Dass jede einzelne auch noch gut und mit Muße besucht ist, ist umso bemerkenswerter. In Europa kennt man das nur von Ausstellungen berühmter Gemälde und Kunstwerke.

46. Berliner Typostammtisch

Als unser Gast Toshiya Izumo noch in Japan lebte, konnte er noch nicht so recht verstehen, was seine Landsleute dabei bewegte und was sie sich dabei dachten. Erkannten sie etwas, was er nicht erkannte? Er stellte sich die Frage, was man eigentlich bei einer Kalligrafie-Ausstellung sieht? Waren die Leute am Inhalt interessiert? Interpretierte jeder die Werke individuell und hatten sie auf jeden eine andere Wirkung – so wie in der Kunst? Haben die Werke einen tieferen Sinn? Und wenn ja, welchen?

Toshiya geht diesen Fragen in seinem Vortrag nach und hofft, damit besonders Schriftgestaltern und -anwendern neue Einsichten, Antworten und Ideen zu geben und freut sich natürlich darauf, seine Begeisterung für Kalligrafie zu teilen.

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{BTST 11.14}: TypoStammQuiz 2014

45. Berliner Typostammtisch

Die Titelzeile ist gesetzt aus der TD Crocodile Brokenscript (Jürgen Huber, 2013)

45. Berliner Typostammtisch

Der letzte Typostammtisch des Jahres steht vor der Tür. Auch zum 7. Mal heißt das wieder: TypoStammQuiz!

Die beiden Finalisten des letzten Jahres, Frank Rausch und Christoph Dunst, haben sich taffe Typorätsel und fiese Fontfangfragen einfallen lassen. Aber keine Angst: Es sind auch leichte Aufgaben dabei. Geraten wird in bunt zusammengewürfelten Teams. Und in den letzten Jahren wurden wir immer so gut mit Preisen versorgt, dass es für jede/n etwas zu gewinnen gab.

Apropos: die ersten vorweihnachtlichen Gaben sind bereits eingetroffen, darunter das in Berlin verbliebene Inventar der Mota Italic Gallery, ein Buch des August Dreesbach Verlags sowie drei Schriftlizenzen von Liebe Fonts. Bitte überlege, ob auch Du (oder Dein Arbeitgeber) passende Preise zur Verfügung stellen kannst. Jede Spende ist willkommen: Bücher, Plakate, Schriftmuster, Shirts, Gutscheine, Selbstgestaltetes – alles darf auf dem Gabentisch präsentiert werden.

Wir freuen uns auf Dein Kommen!

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