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	<title>Fontwerk &#187; Typografie</title>
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	<description>Typografie.Design.Zeitgeist</description>
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		<title>Webfont-Services: Eine Bestandsaufnahme</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 06:08:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ivo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medientechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Typografie]]></category>

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		<description><![CDATA[Webfont-Services sind die Tools der Stunde für typografisch anspruchsvolle Webdesigner. Da Safari und Chrome noch mit einer echten Webfont-Unterstützung à la EOT und WOFF auf sich warten lassen (für beide  Formate bieten erste Schrifthersteller Lizenzen an), sind es diese Online-Dienstleister, die innovativen Webdesignern die langersehnte  Fontvielfalt ermöglichen.
Ich habe einmal alle verfügbaren Services zusammengetragen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Webfont-Services sind die Tools der Stunde für typografisch anspruchsvolle Webdesigner. Da Safari und Chrome noch mit einer <em>echten</em> Webfont-Unterstützung à la <a title="Embedded OpenType" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Embedded_OpenType">EOT</a> und <a title="Web Open Font Format" href="http://de.wikipedia.org/wiki/WOFF">WOFF</a> auf sich warten lassen (für beide  Formate bieten erste Schrifthersteller Lizenzen an), sind es diese Online-Dienstleister, die innovativen Webdesignern die langersehnte  Fontvielfalt ermöglichen.</p>
<p>Ich habe einmal alle verfügbaren Services zusammengetragen. Dabei habe ich sowohl die jeweiligen Konditionen und Varianten der Preisbildung als auch die Anzahl und Qualität bzw. Bedeutung der einzelnen Foundries aufgelistet. Falls Dollarpreise angegeben wurden habe ich sie zur besseren Vergleichbarkeit in Euro umgerechnet, jeweils einheitlich auf das Jahr bezogen.</p>
<p>Technisch bauen die meisten Dienste auf reine CSS-Lösungen, manche auch mit Unterstützung von JavaScript. Für den Webdesigner ist das aber, wie ich finde, nicht wirklich relevant. Daher bleiben nähere Erläuterungen hierzu aus. Wichtig: Die Reihenfolge spiegelt meine Einschätzung der Relevanz des jeweiligen Webfont-Services wieder. Die ergibt sich aus meinem Eindruck von der Akzeptanz der Anwender, der Qualität und Quantität der teilnehmenden Foundries und Fonts, der Innovationsgeschwindigkeit und dem möglichen Zukunftspotenzial des Services. Zum großen Teil also recht subjektive Einschätzungen, über die man natürlich streiten kann.</p>
<h3><a title="Typekit" href="http://www.typekit.com">Typekit</a></h3>
<p><img class="zentriert" src="/img/typografie/webfontservices/typekit_420.png" alt="Typekit" /></p>
<ul>
<li>Rund 70 kleine bis große Foundries und Schriftgestalter (z.B. FontFont, Underware, Veer, T-26, Type Together, Suitcase, Porchez, PSY/OPS, P22, Delve, Bitstream) mit fast 500 zeitgenössischen Fontfamilien, teilweise optimiert für die Bildschirmdarstellung</li>
<li>Berechnung nach Pageviews im Monat, pro Jahr, pro Website, pro Font</li>
<li>4 Preisstufen: von kostenlos (2 Fonts, 25.000 Pageviews/Monat, 1 Website, Werbeplakette bedingt, Zugriff nur auf Trial Library) bis 80€ (∞ Fonts, 1 Mio PV/M, ∞ Websites, Zugriff auf komplette Bibliothek)</li>
</ul>
<h3><a title="Google Font Directory" href="http://code.google.com/webfonts">Google Font Directory</a></h3>
<p><img class="zentriert" src="/img/typografie/webfontservices/google_420.png" alt="Google Font Directory" /></p>
<ul>
<li>16 Schriftgestalter (z.B. Yanone, James Grieshaber, Steve Matteson, Friedrich Althausen) mit 18 Fontfamilien, die alle unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht wurden</li>
<li>Komplett kostenlos</li>
</ul>
<h3><a title="Monotype" href="http://webfonts.fonts.com">Monotype &#8211; Fonts.com</a></h3>
<p><img class="zentriert" src="/img/typografie/webfontservices/monotype_420.png" alt="Monotype - Fonts.com" /></p>
<ul>
<li>17 kleine bis große Foundries (z.B. ITC, Monotype, Linotype, Neufville, URW++, Fonthead, CastleType) mit rund 7.000 Fonts jeder Art und Qualität</li>
<li>∞ Websites, pro Font, genauere Berechnungsgrundlagen noch unbekannt, da …</li>
<li>…derzeit Public Beta und daher kostenlos, jedoch wird auf der eigenen Website Werbung eingeblendet</li>
</ul>
<h3><a title="Typotheque" href="http://www.Typotheque.com/webfonts">Typotheque</a></h3>
<p><img class="zentriert" src="/img/typografie/webfontservices/typotheque_420.png" alt="Typotheque" /></p>
<ul>
<li>Nur Typotheque-Fonts (etwa 30 zeitgenössische Familien)</li>
<li>Bis zu 500 MB Traffic im Monat, ∞ Domains, pro Font</li>
<li>einmalig fällige Lizenzgebühr von 18 bis 24 Euro, je nach Sprachumfang</li>
</ul>
<h3><a title="Fonts Live" href="http://www.fontslive.com">Fonts Live (Ascender)</a></h3>
<p><img class="zentriert" src="/img/typografie/webfontservices/fontslive_420.png" alt="Fonts Live" /></p>
<ul>
<li>2 kleine und 3 große Foundries (Ascender, Microsoft, Monotype, Bigelow &amp; Holmes, Font Company) mit ca. 200 Schriftfamilien (viele leicht angestaubte Designs)</li>
<li>Berechnung nach benutzter Bandbreite pro Monat, Abrechnung pro Jahr, pro Website, pro Font oder pro Familie</li>
<li>4 Preisstufen: von 8€ (für 1GB Bandbreite/Monat) bis 55€ (18GB)</li>
</ul>
<h3><a title="Fontdeck" href="http://www.Fontdeck.com/">Fontdeck</a></h3>
<p><img class="zentriert" src="/img/typografie/webfontservices/fontdeck_420.png" alt="Fontdeck" /></p>
<ul>
<li>9 kleine und mittlere Foundries (Colophon, Chank Co., exljbris, Fonthead, Insigne, Outras Fontes, Parachute, URW++, Veer) mit fast 100 Schriftfamilien (zum Großteil weniger zeitgemäße Designs)</li>
<li>Berechnung pro Jahr, pro Website, pro Font</li>
<li>zwischen 5€ und 9€, während des Designprozesses kostenlos</li>
</ul>
<h3><a title="WebINK" href="http://www.WebINK.com/">WebINK (Extensis)</a></h3>
<p><img class="zentriert" src="/img/typografie/webfontservices/webink_420.jpg" alt="WebINK" /></p>
<ul>
<li>8 mittlere Foundries (DaltonMaag, exljbris, Mark Simonson, P22, Porchez, ShinnType, Type Together, URW++) mit rund 1.500 Fonts (überwiegend interessante, zeitgemäße Designs)</li>
<li>Berechnung nach benutzter Bandbreite pro Monat, Abrechnung pro Monat, bis zu 4 Websites, pro Font</li>
<li>5 Preisstufen und 3 Nutzungsebenen (nach Anzahl und Qualität der Fonts) kombiniert: von 12€ (für 1GB Bandbreite/Monat) bis 240€ (80GB)</li>
<li>Funktioniert auch offline mit Suitcase Fusion WebINK</li>
</ul>
<h3><a title="Just Another Foundry" href="http://justanotherfoundry.com/webfonts">Just Another Foundry</a></h3>
<p><img class="zentriert" src="/img/typografie/webfontservices/jaf_420.png" alt="Just Another Foundry" /></p>
<ul>
<li>5 Just-Another-Foundry-Schriftfamilien</li>
<li>Berechnung pro Jahr, pro Domain, pro Familie</li>
<li>19€ (limitiert auf 2GB Bandbreite/Monat)</li>
</ul>
<h3><a title="TypeFront" href="http://www.Typefront.com/">TypeFront</a></h3>
<p><img class="zentriert" src="/img/typografie/webfontservices/typefront_420.png" alt="TypeFront" /></p>
<ul>
<li>Möglichkeit des Hostings eigener Fonts mit entsprechender Lizenz</li>
<li>Berechnung nach Seitenaufrufen pro Tag, Abrechnung pro Monat, ∞ Domains, pro Font</li>
<li>3 Preisstufen: von kostenlos (für 1 Font, 500 Seitenaufrufe/Tag) bis 120€ (∞ Fonts, 20.000 SA/T)</li>
</ul>
<h3><a title="Kernest" href="http://www.Kernest.com/">Kernest</a></h3>
<p><img class="zentriert" src="/img/typografie/webfontservices/kernest_420.png" alt="Kernest" /></p>
<ul>
<li>fast 200 kleine und mittlere Foundries und Schriftgestalter (Yanone, The League Of Moveable Type, Stereotypes, SIL International, Ralph du Carrois, ParaType, Mark Simonson, Greater Albion Typefounders, Bitstream, …) mit mehreren Hundert Fonts (v.a. Free Fonts)</li>
<li>Berechnung nach benutzter Bandbreite pro Monat, Abrechnung pro Jahr, pro Website, pro Font oder pro Familie</li>
<li>zwischen kostenlos und 12€ (für 1GB Bandbreite/Monat) bis 55€ bzw. 83€ (18GB)</li>
</ul>
<h5>Fazit</h5>
<p>Typekit ist der Platzhirsch im Webfont-Business. Mit ihrer bisher bewiesenen Innovationsfreude haben sie sich frühzeitig auf dem Markt positioniert und sind den Konkurrenten immer eine Nasenlänge voraus, auch weil denen bis dato kein wirkliches Wechselargument eingefallen ist. Typekits guter Draht zur Web-Szene und zu Branchenriesen wie Google oder Twitter ist zudem ein idealer Weg, um sich dem für Schriftenhersteller neuen Kundenkreis zu nähern – den Webdesignern – und flexibel auf deren Anforderungen zu reagieren.</p>
<p>Einen guten Eindruck hinterlässt auch das neue WebINK, welches ich mir langfristig neben dem Monotype- und nach dem Google-Modell mehr oder weniger gleichauf als Alternative vorstellen kann. Allerdings sorgt hier das grundsätzlich gut gemeinte aber doch komplizierte Abrechnungsmodell für Verwirrung und könnte sich negativ auf den Erfolg des Services von Extensis auswirken. Interessant dürfte auch der in den nächsten Wochen verfügbare Service von <a title="MyFonts" href="http://www.MyFonts.com">MyFonts</a> sein, aber auch das von Font Bureau, Ascender, Peter van Blokland und DevBridge geplante <a href="http://www.webtype.com/">Webtype</a> wird das Kundeninteresse auf sich lenken, verfolgen die beteiligten Parteien doch erfahrungsgemäß hohe Qualitätsziele.</p>
<p>Bleibt noch die Frage nach der generellen zukünftigen Bedeutung der Webfont-Services. Wird sich nach der zu erwartenden breiten Browser-Unterstützung von WOFF ein solcher Service überhaupt noch lohnen? Welchen Mehrwert müssen die Dienstleister dann bieten als <em>nur</em> das Liefern von Webfonts? Wer jetzt nicht schon entsprechend plant wird es in ein bis drei Jahren sicher schwer haben. Bis dahin dürfen sich Webdesigner weiterhin aus einem bunten (und wachsenden) Angebot an verschiedenen Services mit unterschiedlichen Konditionen und Bibliotheken bedienen und der typografischen Einöde im Netz ein Ende bereiten.</p>
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		<title>Karl-Heinz Lange (&#8224;)</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 18:18:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ivo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Typografie]]></category>

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		<description><![CDATA[(Hinweis: Dieser Artikel wurde auch im Fontblog und im FontFeed veröffentlicht.)
 Karl-Heinz Lange lernte ich 2007 auf einem unserer ersten Typostammtische kennen. Kurze Zeit später lud er mich in seine Wohnung ein, um seinen ersten Vortrag, den er auf einer der folgenden Veranstaltungen zu halten gedachte, zu besprechen: »Körper und Stimme leiht die Schrift dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><small><em>(Hinweis: Dieser Artikel wurde auch im <a href="http://www.fontblog.de/karl-heinz-lange-1929-bis-2010">Fontblog</a> und im <a href="http://fontfeed.com/archives/karl-heinz-lange-passes-away-at-80/">FontFeed</a> veröffentlicht.)</em></small></p>
<p><img class="wrapright" src="/img/typografie/karlheinz-lange/khl_tst2007_180.jpg" alt="Karl-Heinz Lange" /> Karl-Heinz Lange lernte ich 2007 auf einem unserer ersten <a href="http://www.gabrowitsch.de/category/typostammtisch/">Typostammtische</a> kennen. Kurze Zeit später lud er mich in seine Wohnung ein, um seinen <a href="/530/berliner-typostammtisch-1007-zusammenfassung/">ersten Vortrag</a>, den er auf einer der folgenden Veranstaltungen zu halten gedachte, zu besprechen: »Körper und Stimme leiht die Schrift dem stummen Gedanken«. Anlass für diesen Vortrag war ein Jubiläum der besonderen Art. Lange blickte nämlich gerade zurück auf 60 Berufsjahre. 60 erfolgreiche Jahre des Gestaltens und Schriftentwerfens.<br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/hardwig/1477640982/"><img class="zentriert" src="/img/typografie/karlheinz-lange/khl_lepapillon_420.jpg" alt="Karl-Heinz Lange" /></a></p>
<p class="bildunterschrift">Meine Lieblingsarbeit von ihm: Plakat für das Ballett »Le Papillon« [Der Schmetterling] (© Foto Florian Hardwig)</p>
<p>In seiner mit zahlreichen Grafiken dekorierten Wohnung in Berlin-Mitte zeigte er mir Zeichnungen, die er bereits im Kindesalter anfertigte und sein Talent schon früh erkennen ließen. Er offenbarte faszinierende Arbeiten seines kreativen Schaffens, er spielte am Klavier und erzählte genussvoll Anekdoten eines aufregenden Lebens. Eine handelte davon, wie er einmal von seinem Arbeitgeber <em>VEB Typoart </em>den Auftrag bekam, eine Schrift ähnlich der im Westen populären <em>Optima</em> von Hermann Zapf zu zeichnen. </p>
<p>Er übernahm den Auftrag, hoffte aber, dass sich seine eigene Handschrift ausreichend auf die Einzigartigkeit der Formen auswirken würde — schließlich war er eigenständiger Gestalter, kein Plagiator. Anlässlich einer Familienfeier durfte Karl-Heinz Lange nach Frankfurt/Main reisen. Dort traf er sich heimlich mit Zapf, um mit ihm seine Entwürfe zu diskutieren. Nicht ohne Stolz erinnerte er sich, wie sein westdeutscher Kollege sein Einverständnis gab und ihm gar großen Respekt für die geleistete Arbeit zollte. Die <em>Publica</em> war etwas völlig Eigenständiges geworden.</p>
<p><img class="zentriert" src="/img/typografie/karlheinz-lange/khl_klavier_420.jpg" alt="Karl-Heinz Lange" /></p>
<p class="bildunterschrift">Karl-Heinz Lange an seinem Klavier (© Foto Leslie Kuo, <a href="http://pingmag.jp/2007/10/05/veb-typoart-the-east-german-type-betriebsstatte/">Pingmag</a>)</p>
<p>Lange präsentierte mir an seinem Laptop vergnügt seine vorbereiteten Folien, nicht ohne dabei immer weitere Anekdoten zum Besten zu geben. Er lebte jedoch nicht in der Vergangenheit, sondern nahm immer wieder Bezug zum Hier und Jetzt und bekundete ernsthaftes Interesse am aktuellen Geschehen in der Typografieszene sowie an seinem Gast. Lange war intensiv darum bemüht, seine Schriften mit Hilfe jüngerer Kollegen wie zum Beispiel Ole Schäfer in die Zukunft zu retten. </p>
<p>Zum ersten Mal kam ich an diesem Tage mit seiner tiefen Leidenschaft zur Gestaltung von und mit Schrift in Berührung. Sie beeindruckte mich nachhaltig. Das war kein zartes Leuchten in den Augen eines in die Jahre gekommenen Mannes, das war ein Aufflammen in den Augen eines Kind Gebliebenen, das weiterhin die Welt erforscht. Aus einer geplanten Stunde wurde ein ganzer Nachmittag, der mich noch Wochen später beschäftigte. Sein Vortrag schließlich fesselte auch das Publikum auf  magische Weise.<br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/astype/1482658725/"><img class="zentriert" src="/img/typografie/karlheinz-lange/khl_erik_tst2007_420.jpg" alt="Karl-Heinz Lange" /></a></p>
<p class="bildunterschrift">Karl-Heinz Lange und Erik Spiekermann im Oktober 2007 beim Berliner Typostammtisch (© Foto Andreas Seidel)</p>
<p>Wann immer der sympathische Gestalter konnte, bereicherte er unsere Veranstaltungsrunde mit seiner Anwesenheit, was ihm aufgrund seiner Gesundheit nicht immer leicht fiel. Lange war um einen ständigen intensiven Diskurs bemüht und genoss die Gemeinschaft von Gleichgesinnten, egal welchen Alters. Er begegnete ihnen respektvoll und interessiert.<br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/hardwig/1477642342/"><img class="zentriert" src="/img/typografie/karlheinz-lange/khl_zirkus_420.jpg" alt="Karl-Heinz Lange" /></a></p>
<p class="bildunterschrift">Zirkus (© Foto Florian Hardwig)</p>
<p>Im vergangenen Jahr trat Karl-Heinz Lange mit einer außergewöhnlichen Bitte an mich heran: anlässlich seines 80. Geburtstages wollte er nach Jahrzehnten der Hörsäle und Konferenzen gern seinen allerletzten Vortrag im Rahmen unserer typografischen Hauptstadtrunde halten. Der Besonderheit und der großen Ehre dieses Momentes bewusst nahmen <a href="/744/berliner-typostammtisch-0809-zusammenfassung/">an jenem Abend im August</a> erstmals mehr als 50 Leute am Typostammtisch teil. Von Ihnen bereute niemand die zum Teil weite Anreise. Beginnend mit seinen beschwerlichen Kinderjahren in Westpreußen ließ er sein ganzes aufregendes Leben Revue passieren. Er berichtete auf heitere Weise, wie er  jahrelang im Harz eine schwere Tuberkulose kurierte und wie letztlich dort seine ersten künstlerischen Aktivitäten und schließlich die fortan niemals endende Liebe zur Schrift entbrannte. </p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/typeoff/2124891050/"><img class="zentriert" src="/img/typografie/karlheinz-lange/khl_buch_420.jpg" alt="Karl-Heinz Lange" /></a></p>
<p class="bildunterschrift">Aus seinem Buch »Schrift: schreiben, zeichnen, konstruieren, schneiden, malen.« 1965, VEB E.A. Seeman Verlag Leipzig (© Foto Dan Reynolds)</p>
<h4>Berufliche Stationen seines Lebens</h4>
<ul>
<li> 1949 bis 1951 Studium an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein, Halle</li>
<li> 1951 bis 1955 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (Diplom mit Auszeichnung für den Entwurf seiner <em>Diplom-Antiqua)</em></li>
<li> 1956 bis 1961 Dozent für Schrift und Gestaltung an der Fachschule für angewandte Kunst Magdeburg</li>
<li> 1961 bis 1963 Aspirant an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig</li>
<li> 1963 bis 1969 Selbständig tätig, u.a. als Trickfilmgestalter für technische Lehrfilme</li>
<li> 1969 bis 1976 Buchgestalter und Künstlerischer Leiter im Henschel Verlag Berlin</li>
<li> 1976 bis 2006 Dozent und Lehrbeauftragter für Typografie, Schrift- und visuelle Gestaltung an verschiedenen Einrichtungen (z.B. Fachschule für Werbung und Gestaltung Berlin, Potsdam Kolleg für Kultur und Wirtschaft, Fortbildungsakademie der Wirtschaft, Deutsche Direktmarketing Akademie, Fachhochschule Magdeburg-Stendal)</li>
<li> Seit 1955 Freischaffende Tätigkeit als Buchgestalter für verschiedene Verlage und Grafikdesigner für Corporate Design</li>
</ul>
<p>Karl-Heinz Lange hat den visuellen Alltagsausdruck der DDR entscheidend mitgeprägt: vom Telefonbuch über zahlreiche Literatur und verschiedene Unternehmensauftritte. Zweifelsohne zählt der ehemalige Schüler <em>Herbert Tannhaeusers</em> zu den wichtigsten Schriftgestaltern der DDR. Als Beweis dienen auch für spätere Generationen seine Schriften:<br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/hardwig/1476781123/"><img class="zentriert" src="/img/typografie/karlheinz-lange/khl_super_fotosatz_420.jpg" alt="Karl-Heinz Lange" /></a></p>
<p class="bildunterschrift">Langes Neuzeichnung der Super Grotesk von Arno Drescher für den Fotosatz (© Foto Florian Hardwig)</p>
<ul>
<li>1955 Diplom-Antiqua (bleibt leider unveröffentlicht)</li>
<li>Seine Schriften für VEB Typoart:
<ul>
<li>Bearbeitung der Bleisatzschriften Magna, Primus und Super Grotesk für Fotosatz</li>
<li>Publica (1983, Silbermedaille »Bienale of Graphic Design Brno 1984«)</li>
<li>Minima (1984, als Satzschrift für Telefonbücher und Gebrauchsanleitungen)</li>
</ul>
</li>
<li>Seine Schriften für Elsner+Flake
<ul>
<li>Rotola (1985/2007)</li>
<li>Viabella (2009)</li>
</ul>
</li>
<li>Seine Schriften für <a href="http://www.primetype.com/files/pdf/primetype_Lange_Collection.pdf">Primetype</a>
<ul>
<li>PTL Minimala (2009)</li>
<li>PTL Publicala (2009, <a href="/927/die-besten-schriften-2009/">Fontwerk beste Schriften 2009</a>)</li>
<li>PTL Superla (2009)</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><img class="zentriert" src="/img/typografie/karlheinz-lange/khl_fangeniean_420.png" alt="Karl-Heinz Lange" /></p>
<p class="bildunterschrift">Sein Lebensmotto, gesetzt in der PTL Publicala.</p>
<p>Karl-Heinz Lange starb vergangenen Dienstag kurz vor seinem 81. Geburtstag, nach einem – wie er selbst sagte – erfüllten Leben. Die Trauerfeier findet am 16. Juli 2010 um 12 Uhr statt. (Friedhof Baumschulenweg, Große Kapelle des Krematoriums, Kiefholzstraße 221, 12437 Berlin)</p>
<blockquote><p>»Was ist denn das Weiterleben nach dem Tode? Es funktioniert nur über den Anderen. In den Enkeln. Alle fünf Enkel hatten bei mir Klavierstunde. Jetzt ist die Letzte dran mit Flöte und Klavier. Jeden Montag sitzt sie hier an meinem Flügel. Das ist mein Erbe, das ist mein Weiterleben.« [KHL]</p></blockquote>
<p>Sein Erbe ist größer. Er lehrte uns, dass Leidenschaft niemals in Rente geht. Er lehrte uns, neuen Herausforderungen aufgeschlossen und interessiert zu begegnen. Im letzten Jahr schrieb er mir im Vorfeld seines Vortrages in einer E-Mail: <em>»Ich bin noch bei der Vorbereitung, die mir viel Freude macht, weil ich dabei durch gute Literatur noch zulerne.« </em>Diese Leidenschaft und dieses Interesse ist Inspiration für unsere Arbeit.</p>
<p>Danke, Karl-Heinz. Du wirst uns fehlen.</p>
<p><img class="zentriert" src="/img/typografie/karlheinz-lange/khl_mitfrau_420.jpg" alt="Karl-Heinz Lange" /></p>
<p class="bildunterschrift">Karl-Heinz Lange und seine Frau Marie Louise (© Foto Verena Gerlach)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die fünf besten Font-Foundry-Websites 2010</title>
		<link>http://www.fontwerk.com/620/top-five-foundry-websites-2010/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 05:41:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ivo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grafikdesign]]></category>
		<category><![CDATA[Typografie]]></category>

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		<description><![CDATA[Dreieinhalb Jahre liegt mein letzter Exkurs in  Sachen Foundry-Websites bereits zurück. Seitdem hat sich vieles geändert:  Webtechnologien, Designtrends, die Diversität der Hersteller, mein  ästhetisches Empfinden und der Geschmack sowieso. Zeit also für eine  erneute Bestandsaufnahme. Welches sind die ansehnlichsten Websites der  Schrifthersteller?
Die Haupterkenntnis aus meinem diesjährigen Mega-Test ist ernüchternd: unter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dreieinhalb Jahre liegt mein <a href="/340/top-ten-foundry-websites-2006/">letzter</a> Exkurs in  Sachen Foundry-Websites bereits zurück. Seitdem hat sich vieles geändert:  Webtechnologien, Designtrends, die Diversität der Hersteller, mein  ästhetisches Empfinden und der Geschmack sowieso. Zeit also für eine  erneute Bestandsaufnahme. Welches sind die ansehnlichsten Websites der  Schrifthersteller?</p>
<p>Die Haupterkenntnis aus meinem diesjährigen Mega-Test ist ernüchternd: unter den über 150 Bookmarks, die ich in den letzten Tagen intensiv durchforstet habe, findet sich nicht eine einzige  Website, die ich als echten Leuchtturm des Webdesigns bezeichnen würde. Um ehrlich zu sein ist aus der ursprünglich geplanten Top-Ten-Hitliste sogar lediglich eine  Top-Five-Liste geworden (ich bin in den letzten  Jahren wohl kritischer geworden).</p>
<p>Sicher, nichts ist unspektakulärer als eine vor Monaten oder Jahren gelaunchte Website und ich weiß aus der eigenen beruflichen  Praxis, wie schwierig es ist, eine gute Online-Präsentation für  Schriften zu entwickeln. Otto Normalsurfer macht sich keine Vorstellung, wie unglaublich komplex die Erstellung eines Font-Webshops  ist. Allein die zugrunde liegenden Shop-Daten sind ungleich komplizierter als zum Beispiel die für Klamotten oder typische Softwareprodukte. Von den Problemen der Schriftdarstellung, Glyphenübersicht und Variantenvielfalt mal abgesehen. Je größer die  Bibliothek, umso schwieriger wird es sogar noch. Gerade deshalb tauchen wohl lediglich kleinere Hersteller in meiner von Subjektivität geprägten Liste auf.</p>
<h3><a title="Kris Sowersby" href="http://www.klim.co.nz/">Klim Type Foundry</a> (Neuseeland)</h3>
<p><a rel="lightbox[bestfoundrysites2010]" title="Klim Type Foundry" href="/img/typografie/bestoffoundrywebsites/2010_klim_big.png"><img class="zentriert" title="Klim Type Foundry" src="/img/typografie/bestoffoundrywebsites/2010_klim_420.png" alt="Klim Type Foundry" /></a><br />
Kris Sowersby ist nicht nur einer <em>der</em> aufstrebenden  Schriftgestalter der letzten Jahre, auf der Website seiner Ein-Mann-Foundry <a title="Klim Type Foundry" href="http://www.klim.co.nz/">Klim Type</a> weiß er auch  das Wichtigste in Szene zu setzen: seine Buchstaben. Die  Seite kommt fast gänzlich ohne Bilder aus, präsentiert sich äußerst  reduziert, klar strukturiert und funktioniert lediglich monochromatisch. Sein kleines »Easter Egg« <a title="Why Type?" href="http://www.klim.co.nz/whytype.php">Why Type?</a> steht dabei beispielhaft für ein unbekümmertes Selbstbewusstsein, das dem Besucher in jeder Sekunde vor Augen geführt wird.</p>
<h3><a title="Commercial Type" href="http://commercialtype.com/">Commercial Type</a> (USA/Großbritannien)</h3>
<p><a rel="lightbox[bestfoundrysites2010]" title="Commercial Type" href="/img/typografie/bestoffoundrywebsites/2010_commercialtype_big.png"><img class="zentriert" title="Commercial Type" src="/img/typografie/bestoffoundrywebsites/2010_commercialtype_420.png" alt="Commercial Type" /></a><br />
Wir zeigen nichts außer Schrift. Über die ganze Bildschirmbreite. Nicht  nur eine, sondern mehrere. Diese einfachen aber eigentlich genialen  Ausgangspunkte definierten Paul Barnes und Christian Schwartz bei der  Gründung ihres Schriftlabels <a title="Commercial Type" href="http://commercialtype.com/">Commercial  Type</a> und des dazugehörigen Webshops. Hinzu fügten sie lediglich einige wenige Seiten (wie News oder FAQ). Im Prinzip brauch es auch nicht mehr, vor allem, wenn die  Schriften im Programm von derart hoher Qualität sind. Einziger  Wermutstropfen: Die Farben und vor allem Schriftbeispiele ändern sich  viel zu schnell und häufig. Leider kann man diesen Automatismus nicht  stoppen.</p>
<h3><a title="Typejockeys" href="http://www.typejockeys.com/">Typejockeys</a> (Österreich)</h3>
<p><a rel="lightbox[bestfoundrysites2010]" title="Typejockeys" href="/img/typografie/bestoffoundrywebsites/2010_typejockeys_big.png"><img class="zentriert" title="Typejockeys" src="/img/typografie/bestoffoundrywebsites/2010_typejockeys_420.png" alt="Typejockeys" /></a><br />
Die <a title="Typejockeys" href="http://www.typejockeys.com/">Typejockeys</a> Michael, Anna und Thomas machen einfach alles richtig. Sie veröffentlichen wenig, aber dafür großartige Schriften, sie sehen diese vor allem als Türöffner für <a title="Projekte der Typejockeys" href="http://www.typejockeys.com/projects">Grafikdesignprojekte</a> und reisen durch die <span style="text-decoration: line-through;">Berge</span> <a title="Blog der Typejockeys" href="http://www.typejockeys.com/blog">Lande</a> um ihre typografische Mission zu verkünden. Kein Wunder also, dass sie nach dem <a title="Die besten Schriften 2009" href="/927/die-besten-schriften-2009/">Platz 1 der besten Schriften 2009</a> nun auch noch in dieser Hitparade auftauchen. Die Typejockeys sind nicht nur eine Bereicherung für die bisher recht karge österreichische Typoszene, mit ihrer vor professioneller Coolness strotzenden Website auch für den Rest der Welt.</p>
<h3><a title="Process Type Foundry" href="http://processtypefoundry.com/">Process Type Foundry</a> (USA)</h3>
<p><a rel="lightbox[bestfoundrysites2010]" title="Process Type Foundry" href="/img/typografie/bestoffoundrywebsites/2010_processtype_big.png"><img class="zentriert" title="Process Type Foundry" src="/img/typografie/bestoffoundrywebsites/2010_processtype_420.png" alt="Process Type Foundry" /></a><br />
Eingangs sagte ich es bereits: je kleiner die Bibliothek, umso geringer die komplexen Herausforderungen bei der Webentwicklung. So kann man zum Beispiel bei einer Handvoll Produkte noch manuell aufbereitet Schriftmuster zu jeder einzelnen Familie zeigen, spezielle OpenType-Features oder Kaufoptionen. Das alles geht ab einer gewissen Größe nur noch automatisiert, was jedoch die Programmierung deutlich erschwert. Das Problem haben Eric Olsen und Nicole Dotin nicht. Sie können weitestgehend die Vorteile einer kleinen Foundry wie <a title="Process Type Foundry" href="http://processtypefoundry.com/"> Process Type</a> nutzen und tun dies auch. Besonders gelungen finde ich neben der In-Use-Gallerie die allgemeine Anmutung der Website, welche sich als eine der wenigen wie aus dem Jahr 2010 anfühlt.</p>
<h3><a title="Type Together" href="http://www.type-together.com/">Type Together</a> (Tschechien/Argentinien)</h3>
<p><a rel="lightbox[bestfoundrysites2010]" title="Type Together" href="/img/typografie/bestoffoundrywebsites/2010_typetogether_big.png"><img class="zentriert" title="Type Together" src="/img/typografie/bestoffoundrywebsites/2010_typetogether_420.png" alt="Type Together" /></a><br />
Die Seite von <a title="Type Together" href="http://www.type-together.com/">Type Together</a> lebt. Ständig gibt es Neues zu entdecken,  man schaut immer mal wieder gern vorbei. Die Produktseiten zählen zu den  umfangreichsten der Branche und lassen kaum Fragen offen. Immer nah an der Grenze zum Informationschaos fühlt man sich dennoch zu keiner Zeit verloren sondern irgendwie gut aufgehoben und willkommen. Viele echte Beispiele zeigen die Schriften im täglichen Einsatz und unterstützen die Kaufentscheidung. Nicht zuletzt dank dieser Webpräsenz haben Veronika Burian und José Scaglione in relativ  kurzer Zeit eine Marke im Typo-Business etabliert, die nicht mehr wegzudenken ist.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Sicherlich hat keine der genannten Beispiele das Rad neu erfunden, aber das war auch nicht zu erwarten. Außergewöhnliche Extravaganz kann vielleicht kurzfristig Besucher anlocken, wird  aber in der Regel selten Kaufanreize schaffen, schon gar nicht  langfristig. Eine Shopseite muss sich, wenn sie erfolgreich sein will, einfach gewissen Zwängen unterwerfen. Sie muss robust sein, technisch aktuell, sie muss die Gewohnheiten der Besucher antizipieren, sie muss übersichtlich sein, einfach und verständlich, aber doch mit dem gewissen Etwas. Ein Spagat, der umso schwerer wird, wenn komplexe Daten wie Fonts zugrunde liegen. Den aufgeführten Seiten gelingt jener Spagat auf jeweils eigene Art und Weise.</p>
<p>Welche Schrifthersteller haben eurer Meinung nach die besten Internetauftritte?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>{BTST 05.10}: Zehn &#215; 6 Minuten und 40 Sekunden</title>
		<link>http://www.fontwerk.com/1024/btst-05-10-zehn-6-minuten-und-40-sekunden/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 May 2010 05:01:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ivo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Typografie]]></category>
		<category><![CDATA[Typostammtisch]]></category>

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		<description><![CDATA[

Der Tradition eines kurzen Nachberichts zu jedem Typostammtisch folgend möchte ich auch diesmal (knapp 3 Wochen später) ein kleines Fazit ziehen. Mit etwa 60 Gästen wurde wieder einmal ein neuer Besucherrekord aufgestellt — der Typostammtisch wächst und wächst. Das lag sicher am irre spannenden Konzept des Pecha Kuchas, welches wir nun schon zum zweiten Mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/img/typografie/typostammtisch/ts0510_headline_420.png" alt="19. Berliner Typostammtisch" /><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/hardwig/4594572359/in/set-72157624031391896/"><img class="center" src="/img/typografie/typostammtisch/ts0510_pechakucha_panorama_420.jpg" alt="19. Berliner Typostammtisch" /></a></p>
<p>Der Tradition eines kurzen Nachberichts zu jedem Typostammtisch folgend möchte ich auch diesmal (knapp 3 Wochen später) ein kleines Fazit ziehen. Mit etwa 60 Gästen wurde wieder einmal ein neuer Besucherrekord aufgestellt — der Typostammtisch wächst und wächst. Das lag sicher am irre spannenden Konzept des Pecha Kuchas, welches wir nun schon zum zweiten Mal testeten, aber auch an den zehn vortragenden Freunden und Kollegen, denen ein herzlicher Dank für ihre leidenschaftlichen Kurzvorträge gebührt. Obwohl wir uns bereits auf weitere Vorträge freuen dürfen, wollen wir den Rahmen beim nächsten Mal etwas lockern und uns dazu im Juli an einem der vielen Berliner Strände treffen, um einmal einfach nur gesellig beisammen zu sein und das eine oder andere Getränk zu uns zu nehmen. Im Herbst gibt es dann wieder inspirierende Vorträge von und mit interessanten Gästen zu sehen.</p>
<p>Folgende zehn Typostammtischler gestalteten den Abend mit ihren jeweils 6 Minuten und 40 Sekunden dauernden Präsentationen — sie alle waren großartig! Danke, danke, danke.</p>
<p><img src="/img/typografie/typostammtisch/ts0510_pechakucha_branczyk_420.jpg" alt="19. Berliner Typostammtisch - Vortrag von Alexander Branczyk" /></p>
<p class="bildunterschrift"><a title="Alexander Branczyk" href="http://www.czyk.de/">Alexander Branczyk:</a> Heiligs Blechle</p>
<p><img src="/img/typografie/typostammtisch/ts0510_pechakucha_reynolds_420.jpg" alt="19. Berliner Typostammtisch - Vortrag von Dan Reynolds" /></p>
<p class="bildunterschrift"><a title="Dan Reynolds" href="http://www.typeoff.de/">Dan Reynolds:</a> 10 things I hate about typography class</p>
<p><img src="/img/typografie/typostammtisch/ts0510_pechakucha_rausch_420.jpg" alt="19. Berliner Typostammtisch - Vortrag von Frank Rausch" /></p>
<p class="bildunterschrift"><a title="Frank Rausch" href="http://www.frankrausch.de/">Frank Rausch:</a> Nicht intuitiv</p>
<p><img src="/img/typografie/typostammtisch/ts0510_pechakucha_fromm_420.png" alt="19. Berliner Typostammtisch - Vortrag von Jan Fromm" /></p>
<p class="bildunterschrift"><a title="Jan Fromm" href="http://janfromm.de/">Jan Fromm:</a> Eckig und rund</p>
<p><img src="/img/typografie/typostammtisch/ts0510_pechakucha_siebert_420.jpg" alt="19. Berliner Typostammtisch - Vortrag von Jürgen Siebert" /></p>
<p class="bildunterschrift"><a title="Jürgen Siebert" href="http://www.fontblog.de">Jürgen Siebert:</a> Quantentheorie des Markenzeichens</p>
<p><img src="/img/typografie/typostammtisch/ts0510_pechakucha_schaefer_420.jpg" alt="19. Berliner Typostammtisch - Vortrag von Ole Schäfer" /></p>
<p class="bildunterschrift"><a title="Ole Schäfer - Primetype" href="http://www.primetype.com/home_profile.php?p=1">Ole Schäfer:</a> Charles &amp; Ray Eames – Wolkenkuckuckshaus</p>
<p><img src="/img/typografie/typostammtisch/ts0510_pechakucha_wilhelm_420.png" alt="19. Berliner Typostammtisch - Vortrag von Roman Wilhelm" /></p>
<p class="bildunterschrift"><a title="Roman Wilhelm" href="http://www.roman946.de/">Roman Wilhelm:</a> Bilingualer, latein-chinesischer Schriftsatz</p>
<p><img src="/img/typografie/typostammtisch/ts0510_pechakucha_timplan_420.png" alt="19. Berliner Typostammtisch - Vortrag von Sascha Timplan" /></p>
<p class="bildunterschrift"><a title="Sascha Timplan" href="http://www.stereotypes.de/">Sascha Timplan:</a> Taktgefühl – Die Liebe zur Musik und Schrift</p>
<p><img src="/img/typografie/typostammtisch/ts0510_pechakucha_gerlach_420.jpg" alt="19. Berliner Typostammtisch - Vortrag von Verena Gerlach" /></p>
<p class="bildunterschrift"><a title="Verena Gerlach" href="http://www.fraugerlach.de/">Verena Gerlach:</a> Pakate für Alg(i)er(s)</p>
<p><img src="/img/typografie/typostammtisch/ts0510_pechakucha_seifert_420.png" alt="19. Berliner Typostammtisch - Vortrag von Georg Seifert" /></p>
<p class="bildunterschrift"><a title="Georg Seifert" href="http://schriftgestaltung.de/">Georg Seifert:</a> Glyphs</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Webfonts als Lebensbedürfnis?</title>
		<link>http://www.fontwerk.com/1022/webfonts-als-lebensbeduerfnis/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 04:57:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ivo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Typografie]]></category>

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		<description><![CDATA[… war nur eine der vielen Fragen, die mir die Macher der Webinale, auf der ich am 1. Juni über mein Lieblingsthema sprechen werde, in einem Interview stellten.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>… war nur eine der vielen Fragen, die mir die Macher der <a title="Webinale 2010" href="http://createordie.de/webinale2010/">Webinale,</a> auf der ich am 1. Juni über mein Lieblingsthema sprechen werde, in einem <a title="webinale-Interview: Ivo Gabrowitsch plädiert für neue kreative Freiheit" href="http://createordie.de/cod/news/webinale-Interview-Ivo-Gabrowitsch-plaediert-fuer-neue-kreative-Freiheit-054938.html">Interview</a> stellten.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Was für Audi gut ist …</title>
		<link>http://www.fontwerk.com/1019/was-fuer-audi-gut-ist/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 22:17:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ivo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Typografie]]></category>

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		<description><![CDATA[Soeben stieß ich bei einer kleinen typografischen Recherche im Netz zufällig auf das Corporate Design Manual der Anton Mayer Ges.m.b.H.
Die Grundschrift der mayer entsorgung ist die Audi Sans und die Audi Antiqua.

Dabei heißen Audi Sans und Audi Antiqua aus einem ganz einfachen Grund Audi Sans und Audi Antiqua: sie wurden exklusiv für Audi entworfen. Zwar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Soeben stieß ich bei einer kleinen typografischen Recherche im Netz zufällig auf das <a title="Mayer Entsorgung" href="http://www.mayer-entsorgung.at/presse/Mayer_CD_Manual_screen.pdf">Corporate Design Manual</a> der <a title="Mayer Entsorgung" href="http://www.mayer-entsorgung.at/">Anton Mayer Ges.m.b.H.</a></p>
<blockquote><p>Die Grundschrift der mayer entsorgung ist die Audi Sans und die Audi Antiqua.</p></blockquote>
<p><img class="center" src="/img/typografie/audi_sans_hausschrift_420.png" alt="" /><br />
Dabei heißen <em>Audi Sans</em> und <em>Audi Antiqua</em> aus einem ganz einfachen Grund Audi Sans und Audi Antiqua: sie wurden exklusiv für <em>Audi</em> entworfen. Zwar sind sie nach dem <a title="Audi-Hausschrift" href="http://www.fontblog.de/typografischer-relaunch-bei-audi">typografischen Relaunch im letzten Jahr</a> nicht mehr die Hausschrift des Ingolstädter Automobilherstellers, Gemeingut wird ein Corporate Font dadurch aber noch lange nicht. Da wundert man sich am Ende auch nicht mehr über folgende Anmerkungen im Styleguide:</p>
<blockquote><p>Diese Schriften dürfen nicht verändert (kondensed oder expanded) werden. […] Die Korrespondenzschrift von mayer ist die Arial, sie passt zu „Audi Sans“ und schließt das visuelle Erscheinungsbild ausgezeichnet ab.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die besten Schriften 2009</title>
		<link>http://www.fontwerk.com/927/die-besten-schriften-2009/</link>
		<comments>http://www.fontwerk.com/927/die-besten-schriften-2009/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 08:06:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ivo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Typografie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.fontwerk.com/?p=927</guid>
		<description><![CDATA[Neues Jahr, neue Bestenliste. Nach 2007 und 2008 gibt es auch aus dem nun gerade hinter uns liegenden Jahr die meiner Meinung nach interessantesten typografischen Neuveröffentlichungen – wie immer garantiert subjektiv und handverlesen. Als Besonderheit veröffentlicht diesmal Christoph Koeberlin zeitgleich drüben auf Typefacts.com seine eigene Zusammenstellung. So kann das Jahr 2010 gleich doppelt inspirierend beginnen.
1. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neues Jahr, neue Bestenliste. Nach <a title="Die besten Schriften 2007" href="http://www.fontwerk.com/556/die-besten-schriften-2007/">2007</a> und <a title="Die besten Schriften 2008" href="http://www.fontwerk.com/619/die-besten-schriften-2008/">2008</a> gibt es auch aus dem nun gerade hinter uns liegenden Jahr die meiner Meinung nach interessantesten typografischen Neuveröffentlichungen – wie immer garantiert subjektiv und handverlesen. Als Besonderheit veröffentlicht diesmal Christoph Koeberlin zeitgleich drüben auf <a title="Typefacts - Typografie verstehen" href="http://typefacts.com/news/die-besten-fonts-2009">Typefacts.com</a> seine eigene Zusammenstellung. So kann das Jahr 2010 gleich doppelt inspirierend beginnen.</p>
<h3>1. Ingeborg</h3>
<p>Serif von <strong>Michael Hochleitner (AT) | Typejockeys (AT)<br />
</strong></p>
<p><a title="Ich habe Michael Hochleitner bekniet, dass er seine im Masterstudium an der Universität Reading entstandene Schriftfamilie beim TypeBoard  einreicht. Mit österreichischer Gelassenheit blieb Michael standhaft und berichtete mir stattdessen von seinem Vorhaben, eine eigene kleine Foundry und Agentur zu gründen. Dass Skepsis in diesem Fall fehl am Platz war, bewiesen er und seine beiden Typejockey-Kollegen mittlerweile eindrucksvoll. Die Ingeborg selbst ist eine klassizistische Antiqua, die ihre historischen Vorbilder Didot und Bodoni stolz und dabei bemerkenswert zeitgemäß interpretiert. Ihr gelingt dies vor allem durch den nicht so großen Strichstärkenkontrast im Normalschnitt. Beim Spielen mit der Schrift entdeckt man immer neue fetzige Details, zum Beispiel den automatischen Richtungswechsel des Fähnchens beim g. Diese typografischen Ostereier erhöhen den Spaß an und mit der Ingeborg ungemein. Die beiden Blockvarianten setzen einer überdurchschnittlich durchdachten Schriftfamilie schließlich die Krone auf. Die Krone der besten Schrift des Jahres 2009." rel="lightbox[best2009]" href="/img/typografie/besttypefaces2009/ingeborg_600.png"><img class="center" title="Ingeborg" src="/img/typografie/besttypefaces2009/ingeborg_420.png" alt="Ingeborg" /></a></p>
<p>Ich habe Michael Hochleitner bekniet, dass er seine im Masterstudium an der <a title="MA Typeface Design Reading" href="http://www.typefacedesign.org/2008/">Universität Reading</a> entstandene Schriftfamilie beim <a title="FontFont TypeBoard" href="http://www.flickr.com/photos/fontfont/4181124517/">TypeBoard</a> einreicht. Mit österreichischer Gelassenheit blieb Michael standhaft und berichtete mir stattdessen von seinem Vorhaben, eine eigene kleine Foundry und Agentur zu gründen. Dass Skepsis in diesem Fall fehl am Platz war, bewiesen <a title="Typejockeys" href="http://www.youtube.com/user/Typejockeys#p/u/0/a1T3uGThYXc">er und seine beiden</a> Typejockey-Kollegen mittlerweile eindrucksvoll.</p>
<p>Die Ingeborg selbst ist eine klassizistische Antiqua, die ihre historischen Vorbilder Didot und Bodoni stolz und dabei bemerkenswert zeitgemäß interpretiert. Ihr gelingt dies vor allem durch den nicht so großen Strichstärkenkontrast im Normalschnitt. Beim Spielen mit der Schrift entdeckt man immer neue fetzige Details, zum Beispiel den automatischen Richtungswechsel des Fähnchens beim »g« [siehe Bild]. Diese typografischen Ostereier erhöhen den Spaß an und mit der Ingeborg ungemein. Die beiden Blockvarianten setzen einer überdurchschnittlich durchdachten Schriftfamilie schließlich die Krone auf. Die Krone der besten Schrift des Jahres 2009.</p>
<ul>
<li>Die nach des Gestalters Mutter benannte Familie besteht aus neun Schnitten: Regular, Bold, Heavy, Fat und deren Kursive, sowie der Zierversion »Block«.</li>
<li>Lizenzierungsoptionen: <a title="Ingeborg im FontShop" href="http://www.fontshop.com/fonts/downloads/typejockeys/ingeborg_ot/">FSI</a> | <a title="Ingeborg im FontShop Deutschland" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288999060704624">FSD</a> | <a title="Ingeborg bei Typejockeys" href="http://www.typejockeys.com/type/6_Ingeborg">Typejockeys</a></li>
</ul>
<h3>2. FF Yoga &amp; FF Yoga Sans</h3>
<p>Schriftsystem [Serif und Sans Serif] von <strong>Xavier Dupré (F) | FontFont (D)<br />
</strong></p>
<p><a title="Elastizität, Balance und Spannung. Dafür steht nach dem praktizierenden Yogi Xavier Dupré die Kultur des Yoga. Da er diese Eigenschaften auch seinem neuesten Schriftsystem zuschreibt, benannte er es kurzerhand nach der indischen Entspannungstechnik. Seit einigen Wochen darf ich bereits mit ihr arbeiten und bin anhaltend begeistert. Egal wofür ich die FF Yoga einsetze, sie passt quasi immer. Die Serifenversion harmoniert, was ich auch mache, jederzeit perfekt mit der Serifenlosen und umgekehrt. Das Besondere an der Schriftdynastie ist auch, dass Dupré sie eben – eigentlich unüblich – zeitgleich gestaltete. So begreift er sie als zusammenhängendes Werk und kann jederzeit hin- und herspringen, um Korrekturen umgehend durchzuführen. Die so entstandene einträchtige Wechselwirkung lässt jede Gestaltung im Einklang mit sich selbst stehen. So trägt die FF Yoga am Ende auch durch diese Eigenschaft den perfekten Namen. Für mich schon jetzt eine ganz wichtige Schrift des neuen Jahrzehnts." rel="lightbox[best2009]" href="/img/typografie/besttypefaces2009/yoga_600.png"><img class="center" title="FF Yoga" src="/img/typografie/besttypefaces2009/yoga_420.png" alt="FF Yoga" /></a><br />
<a title="Elastizität, Balance und Spannung. Dafür steht nach dem praktizierenden Yogi Xavier Dupré die Kultur des Yoga. Da er diese Eigenschaften auch seinem neuesten Schriftsystem zuschreibt, benannte er es kurzerhand nach der indischen Entspannungstechnik. Seit einigen Wochen darf ich bereits mit ihr arbeiten und bin anhaltend begeistert. Egal wofür ich die FF Yoga einsetze, sie passt quasi immer. Die Serifenversion harmoniert, was ich auch mache, jederzeit perfekt mit der Serifenlosen und umgekehrt. Das Besondere an der Schriftdynastie ist auch, dass Dupré sie eben – eigentlich unüblich – zeitgleich gestaltete. So begreift er sie als zusammenhängendes Werk und kann jederzeit hin- und herspringen, um Korrekturen umgehend durchzuführen. Die so entstandene einträchtige Wechselwirkung lässt jede Gestaltung im Einklang mit sich selbst stehen. So trägt die FF Yoga am Ende auch durch diese Eigenschaft den perfekten Namen. Für mich schon jetzt eine ganz wichtige Schrift des neuen Jahrzehnts." rel="lightbox[best2009]" href="/img/typografie/besttypefaces2009/yoga-sans_600.png"><img class="center" title="FF Yoga" src="/img/typografie/besttypefaces2009/yoga-sans_420.png" alt="FF Yoga Sans" /></a></p>
<p><a title="Elastizität, Balance und Spannung" href="http://www.flickr.com/photos/fontfont/4245027402/">Elastizität, Balance und Spannung.</a> Dafür steht nach dem praktizierenden Yogi Xavier Dupré die Kultur des Yoga. Da er diese Eigenschaften auch seinem neuesten Schriftsystem zuschreibt, benannte er es kurzerhand nach der indischen Entspannungstechnik. Seit einigen Wochen darf ich bereits mit ihr arbeiten und bin anhaltend begeistert. Egal wofür ich die FF Yoga einsetze, sie passt quasi immer. Die Serifenversion harmoniert, was man auch macht, einfach perfekt mit der Serifenlosen und umgekehrt.</p>
<p>Das Besondere an der Schriftdynastie ist nämlich die Tatsache, dass Dupré sie eben – eigentlich unüblich – zeitgleich gestaltete und vom Beginn als Schriftsystem konzipierte. So begreift er sie als zusammenhängendes Werk und kann jederzeit hin- und herspringen, um notfalls Korrekturen durchzuführen. Die so entstandene einträchtige Wechselwirkung lässt jede Gestaltung im Einklang mit sich selbst stehen. So trägt die FF Yoga am Ende auch durch diese Eigenschaft den perfekten Namen. Für mich schon jetzt eine ganz wichtige Schrift des neuen Jahrzehnts.</p>
<ul>
<li>FF Yoga und FF Yoga Sans bestehen aus jeweils vier Schnitten: Regular, Italic, Bold und Bold Italic. Optische Größenvariationen und Display-Fassungen sind geplant.</li>
<li>Interview mit Xavier Dupré zum Yoga-Schriftsystem bei <a href="http://www.designmadeingermany.de/magazin/3/yoga-story/">Design Made in Germany</a></li>
<li>Lizenzierungsoptionen: <a title="FF Yoga im FontShop" href="http://www.fontshop.com/fontlist/super_families/ff_yoga/">FSI</a> | <a title="FF Yoga bei FontFont" href="http://www.fontfont.com/cgi-bin/showfont.pl?name=Yoga">FontFont</a></li>
</ul>
<h3>3. Novel</h3>
<p>Serif von <strong>Christoph Dunst (D) | Büro Dunst (D)<br />
</strong></p>
<p><a title="Die Novel von Christoph Dunst war Mitte des Jahres die erste Schrift, die ich mir für die Jahresbestenliste notiert habe. Spätestens nach der Zusammenstellung des letzten Jahres dürfte klar sein, dass mein Herz vor allem für Antiquas mit einer leichten kalligrafischen Anmutung schlägt. Bei der Novel ist diese Anmutung durch ein Grundkonzept erkennbar, welches auf dem Schreiben mit einer breiten Feder basiert, besonders gut nachzuvollziehen in der fast aufrechten Kursiven. Hierdurch nehmen sich Textauszeichnungen dezent zurück, was ich besonders bei langen Texten beziehungsweise häufigen Auszeichnungen schätze. Christoph Dunst ist mit der Novel ein großartiges Debüt gelungen, das Lust auf mehr macht." rel="lightbox[best2009]" href="/img/typografie/besttypefaces2009/novel_600.png"><img class="center" title="Novel" src="/img/typografie/besttypefaces2009/novel_420.png" alt="Novel" /></a></p>
<p>Die Novel von Christoph Dunst war Mitte des Jahres die erste Schrift, die ich mir für die Jahresbestenliste notiert habe. Spätestens nach der Zusammenstellung des letzten Jahres dürfte klar sein, dass mein Herz vor allem für Antiquas mit einer leichten kalligrafischen Anmutung schlägt. Bei der Novel ist diese Anmutung durch ein Grundkonzept erkennbar, welches auf dem Schreiben mit einer breiten Feder basiert, besonders gut nachzuvollziehen in der fast aufrechten Kursiven. Hierdurch nehmen sich Textauszeichnungen dezent zurück, was ich besonders bei langen Texten beziehungsweise häufigen Auszeichnungen schätze. Christoph Dunst ist mit der Novel ein großartiges Debüt gelungen, das Lust auf mehr macht.</p>
<ul>
<li>Novel besteht aus 12 Schnitten: ExtraLight, Light, Regular, SemiBold, Bold, ExtraBold und die jeweiligen Kursiven.</li>
<li>Lizenzierungsoptionen: <a title="Novel im FontShop" href="http://www.fontshop.com/fonts/downloads/buro_dunst/novel_pro_family_complete_ot/">FSI</a> | <a title="Novel im FontShop Deutschland" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288918652755920">FSD</a> | <a href="http://christophdunst.com/novel">Büro Dunst</a></li>
</ul>
<h3>4. PTL Publicala</h3>
<p>Sans Serif von <strong>Karl-Heinz Lange (D), Ole Schäfer (D) | primetype (D)<br />
</strong></p>
<p><a title="Bereits nach dem Typostammtisch im Oktober 2007 fieberte ich der Veröffentlichung der durch ihren Schöpfer Karl-Heinz Lange und Ole Schäfer überarbeiteten und ausgebauten Version der Publica des VEB Typoart entgegen. Zum 80. Geburtstag Langes war es 2009 endlich soweit. Als PTL Publicala wurde sie in Ole Schäfers primetype-Bibliothek wiederaufgelegt. Gemeinsam mit den zwei weiteren aufgefrischten ostdeutschen Klassikern Minimala und Superla bildet sie die Lange Collection und erhält so der gestaltenden Nachwelt ein großes typografisches Erbe. Obgleich ich persönlich weniger Freude an der Aufteilung der Fonts in separate Kapitälchen-, Expert-, Tabellenziffer- und Versalzifferschnitte habe, weiß die PTL Publicala dieses Manko durch ihre handwerklich herausstechenden Zeichenformen sowie wirklich gemäßigten Platzbedarf wettzumachen. Ihre kalligrafischen Wurzeln verleihen ihr einen weichen, geradezu harmonischen Charakter, der Publikationen mit eben jener Intention perfekt in Szene setzt. Wenn man dann noch weiß, mit welcher Leidenschaft Karl-Heinz Lange gemeinsam mit Ole Schäfer in den letzten Jahren an den Schriften gearbeitet hat, kommt man gar nicht mehr umhin, diese lang gereifte Arbeit zu würdigen." rel="lightbox[best2009]" href="/img/typografie/besttypefaces2009/publicala_600.png"><img class="center" title="PTL Publicala" src="/img/typografie/besttypefaces2009/publicala_420.png" alt="PTL Publicala" /></a></p>
<p>Bereits nach dem <a title="6. Berliner Typostammtisch" href="http://www.fontwerk.com/530/berliner-typostammtisch-1007-zusammenfassung/">Typostammtisch im Oktober 2007</a> fieberte ich der Veröffentlichung der durch ihren Schöpfer Karl-Heinz Lange und Ole Schäfer überarbeiteten und ausgebauten Version der <em>Publica</em> des <a href="http://pingmag.jp/2007/10/05/veb-typoart-the-east-german-type-betriebsstatte/">VEB Typoart</a> entgegen. Zum 80. Geburtstag Langes war es 2009 endlich soweit. Als PTL Publicala wurde sie in Ole Schäfers primetype-Bibliothek wiederaufgelegt. Gemeinsam mit den zwei weiteren aufgefrischten ostdeutschen Klassikern <em>Minimala</em> und <em>Superla</em> bildet sie die <em>Lange Collection</em> und erhält so der gestaltenden Nachwelt ein großes typografisches Erbe.</p>
<p>Obgleich ich persönlich weniger Freude an der Aufteilung der Fonts in separate Kapitälchen-, Expert-, Tabellenziffer- und Versalzifferschnitte habe, weiß die PTL Publicala dieses »Manko« durch ihre handwerklich herausstechenden Zeichenformen sowie wirklich gemäßigten Platzbedarf wettzumachen. Ihre kalligrafischen Wurzeln verleihen ihr einen weichen, geradezu harmonischen Charakter, der Publika<span style="text-decoration: line-through;">la</span>tionen mit eben jener Intention perfekt in Szene setzt. Wenn man dann noch weiß, mit welcher Leidenschaft Karl-Heinz Lange gemeinsam mit Ole Schäfer in den letzten Jahren an den Schriften gearbeitet hat, kommt man gar nicht mehr umhin, diese lang gereifte Arbeit zu würdigen.</p>
<ul>
<li>PTL Publicala besteht aus 60 Einzelfonts, jedoch letztlich aus den Schnitten Normal, Book, Demi, Bold, Extrabold und den passenden Kursiven.</li>
<li>Lizenzierungsoptionen: <a title="PTL Publicala im FontShop" href="http://www.fontshop.com/fonts/downloads/primetype/ptl_publicala_complete_ot/">FSI</a> | <a title="PTL Publicala im FontShop Deutschland" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=289008717762656">FSD</a> | <a title="PTL Publicala bei Primetype" href="http://primetype.de/faces_info.php?fid=45">primetype</a></li>
</ul>
<h3>5. FF Milo Serif</h3>
<p>Serif von <strong>Mike Abbink (USA), Paul van der Laan (NL) | FontFont (D)<br />
</strong></p>
<p><a title="Indra Kupferschmid hält sie für »die Neuerscheinung des Jahres. « Die FF Milo Serif sei »wunderbar klar, lesbar und freundlich, auch auf dem Bildschirm, in Drucksachen sowieso. Für mich eine der universellsten Leseschriften und mit ihrer serifenlosen Mutter sehr vielseitig einsetzbar.« HD Schellnack meint, »dass die Serif in vielen Details weit von der Sans abweicht – größer wirkt, offener und den i-Punkt zB höher hat, aber ästhetisch eben doch – aber nicht ZU offensichtlich – passt.« Wer kann den beiden widersprechen? Ich jedenfalls nicht. Hammerschrift!" rel="lightbox[best2009]" href="/img/typografie/besttypefaces2009/miloserif_600.png"><img class="center" title="FF Milo Serif" src="/img/typografie/besttypefaces2009/miloserif_420.png" alt="FF Milo Serif" /></a></p>
<p><a href="http://kupferschrift.de/cms/2009/12/die-tollsten-schriften-des-jahres/">Indra Kupferschmid</a> hält sie für »<em>die</em> Neuerscheinung des Jahres. « Die FF Milo Serif sei »wunderbar klar, lesbar und freundlich, auch auf dem Bildschirm, in Drucksachen sowieso. Für mich eine der universellsten Leseschriften und mit ihrer <a href="http://www.fontshop.com/fontlist/families/ff_milo/">serifenlosen Mutter</a> sehr vielseitig einsetzbar.« <a href="http://www.fontblog.de/ff-milo-wird-zur-grossfamilie#comment-108506 ">HD Schellnack</a> meint, »dass die Serif in vielen Details weit von der Sans abweicht – größer wirkt, offener und den i-Punkt zB höher hat, aber ästhetisch eben doch – aber nicht ZU offensichtlich – passt.« Wer kann den beiden widersprechen? Ich jedenfalls nicht. Hammerschrift!</p>
<ul>
<li>FF Milo Serif besteht aus zwölf Einzelschnitten: Regular, Text, Medium, Bold, Extrabold, Black und den entsprechenden Kursiven.</li>
<li>Lizenzierungsoptionen: <a title="FF Milo Serif im FontShop" href="http://www.fontshop.com/fontlist/super_families/ff_milo_ff_milo_serif/">FSI</a> | <a title="FF Milo Serif im FontShop Deutschland" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288776036445488">FSD</a> | <a title="FF Milo Serif bei FontFont" href="http://www.fontfont.com/cgi-bin/showfont.pl?name=Milo">FontFont</a></li>
</ul>
<h3>6. Klimax</h3>
<p>Display von <strong>Ondrej Jób (SK) | Typotheque (NL)<br />
</strong></p>
<p><a title="Fett. Ultrafett. Extremfett. Also fetter geht es jedenfalls nicht mehr, und wohl auch nicht dünner. Ondrej Jóbs Klimax gewann bereits den TDC-Award, mittlerweile kann man sie lizenzieren und damit endlich ihrer Bestimmung gerecht werden lassen: Druckerfarbe zur Mangelware werden zu lassen. Der tschechische Designer Ondrej Jób zog mit einem bereits oft versuchten, aber selten funtkionierenden Gestaltungsprinzip, durchdacht variierend alle Register einer typografisch ansprechenden Zierschrift. Selbst im kleinsten mathematischen Zeichen steckt eine ungewöhnliche kreative Finesse, die die Klimax nicht nur absolut unverwechselbar macht, sondern zu immer neuen Entdeckungen im Satz auffordert. Die dünne Version Minus macht die Familie letztlich zu einem Pflichtkauf, denn sie vergrößert das Spektrum möglicher Einsatzbereiche noch einmal enorm." rel="lightbox[best2009]" href="/img/typografie/besttypefaces2009/klimax_600.png"><img class="center" title="Klimax" src="/img/typografie/besttypefaces2009/klimax_420.png" alt="Klimax" /></a></p>
<p>Fett. Ultrafett. Extremfett. Also fetter geht es jedenfalls nicht mehr [und wohl auch nicht dünner]. Ondrej Jóbs Klimax gewann bereits den TDC-Award, mittlerweile kann man sie lizenzieren und damit endlich ihrer Bestimmung gerecht werden lassen: Druckerfarbe zur Mangelware werden zu lassen.</p>
<p>Der slowakische Designer Ondrej Jób zog mit einem bereits oft versuchten, aber selten wirklich funktionierenden Gestaltungsprinzip, durchdacht variierend alle Register einer typografisch ansprechenden Zierschrift. Selbst im kleinsten mathematischen Zeichen steckt eine ungewöhnliche kreative Finesse, die die Klimax nicht nur absolut unverwechselbar macht, sondern zu immer neuen Entdeckungen im Satz auffordert. Die dünne Version [Minus] macht die Familie letztlich zu einem Pflichtkauf, denn sie vergrößert das Spektrum möglicher Einsatzbereiche noch einmal enorm.</p>
<ul>
<li>Klimax besteht aus den vier Schnitten Plus, Plus Italic, Minus und Minus Italic</li>
<li>Lizenzierungsoption: <a title="Klimax bei Typotheque" href="http://www.typotheque.com/fonts/klimax">Typotheque</a></li>
</ul>
<h3>7. Biographer</h3>
<p>Script von <strong>Angel Koziupa (AR), Alejandro Paul (AR) | Sudtipos (AR)<br />
</strong></p>
<p><a title="Was Alejandro Paul seit einigen Jahren mit seinem Label Sudtipos fabriziert ist schon bemerkenswert. Längst hat er sich als der  Experte für zeitgenössische Schreibschriften etabliert und haut mit zahlreichen südamerikanischen Designerkollegen einen Scriptfont nach dem anderen heraus. Preise und Awards fallen dabei wie Selbstverständlichkeiten ab, seine Sammlung von Anwendungsbeispielen, die er gern in seinen Präsentationen zeigt, wächst als gebe es kein Morgen mehr. Zwar habe ich mit Schreibschriften in der Regel weniger am Hut, wenn sie aber exzessiven Gebrauch von OpenType-Funktionen machen oder ausladende Ober- und Unterlängen haben, werde auch ich zum Script-Fan. Biographer hat vor allem Letzteres, zu allem Überfluss auch noch als variierende Alternativformen. Dadurch strotzt das mit ihr Gesetzte von einem sanften Selbstbewusstsein, während es sich zugleich zu benehmen weiß und eine moderne Eleganz ausstrahlt. Da die Vorzüge von OpenType hier zwar nicht exzessiv, wohl aber pointiert und gekonnt angewendet werden, tanzt Biographer locker in die Reihe der besten Schriften 2009." rel="lightbox[best2009]" href="/img/typografie/besttypefaces2009/biographer_600.png"><img class="center" title="Biographer" src="/img/typografie/besttypefaces2009/biographer_420.png" alt="Biographer" /></a></p>
<p>Was Alejandro Paul seit einigen Jahren mit seinem Label Sudtipos fabriziert ist schon bemerkenswert. Längst hat er sich als <strong>der</strong> Experte für zeitgenössische Schreibschriften etabliert und haut mit zahlreichen südamerikanischen Designerkollegen einen Scriptfont nach dem anderen heraus. Preise und Awards fallen dabei wie Selbstverständlichkeiten ab, seine Sammlung von <a href="http://www.facebook.com/Sudtipos#/album.php?aid=93107&amp;id=105439699311">Anwendungsbeispielen</a>, die er gern in seinen Präsentationen zeigt, wächst als gebe es kein Morgen mehr.</p>
<p>Zwar habe ich mit Schreibschriften in der Regel weniger am Hut, wenn sie aber exzessiven Gebrauch von OpenType-Funktionen machen oder ausladende Ober- und Unterlängen haben [denn dafür habe ich aufgrund meiner eigenen Handschrift ein gewisses Faible], werde auch ich zum Script-Fan. Biographer hat vor allem Letzteres, zu allem Überfluss auch noch als variierende Alternativformen. Dadurch strotzt das mit ihr Gesetzte von einem sanften Selbstbewusstsein, während es sich zugleich zu benehmen weiß und eine moderne Eleganz ausstrahlt. Da die Vorzüge von OpenType hier zwar nicht exzessiv, wohl aber pointiert und gekonnt angewendet werden, tanzt Biographer locker in die Reihe der besten Schriften 2009.</p>
<ul>
<li>Biographer ist ein Einzelschnitt.</li>
<li>Lizenzierungsoption: <a title="Biographer bei Sudtipos" href="http://www.sudtipos.com/fonts/130">Sudtipos</a></li>
</ul>
<h3>8. Loreto</h3>
<p>Serif von <strong>Pablo Cosgaya (AR), Eduardo Omar Rodríguez</strong> <strong>Tunni (AR) | Tipo (AR)<br />
</strong></p>
<p><a title="Die auffallend kleine x-Höhe – oder sollte man lieber sagen die auffallend großen Versalbuchstaben? – behaupten sich hervorragend im Fließtext. Schnell wird klar, die Loreto ist ein zuverlässiges und genügsames Arbeitspferd. Sie zieht umfangreichste Texte mühelos durch noch so widerspenstige Bedruckstoffe. Dass sie sich aber als einfaches Gemüt versteht wird bei der Politik der Familienzusammenstellung klar. Sie besteht nämlich nur aus drei Schnitten: Medium, welche auch als Regular hätte durchgehen können, Italic und einem fetten Schnitt. Mehr braucht man schließlich nicht wirklich im Mengensatz. Hinter dieser Philosophie vermute ich weniger argentinische Faulheit als vielmehr eine Absicht, die ich an dieser Stelle auch mal würdigen möchte. Genauso Absicht dürfte der platzsparende Charakter der Loreto sein, der sie zu einer hervorragenden Schrift für die Buchgestaltung und fürs Editorial Design macht." rel="lightbox[best2009]" href="/img/typografie/besttypefaces2009/loreto_600.png"><img class="center" title="Loreto" src="/img/typografie/besttypefaces2009/loreto_420.png" alt="Loreto" /></a></p>
<p>Die auffallend kleine x-Höhe – oder sollte man lieber sagen die auffallend großen Versalbuchstaben? – behaupten sich hervorragend im Fließtext. Schnell wird klar, die Loreto ist ein zuverlässiges und genügsames Arbeitspferd. Sie zieht umfangreichste Texte mühelos durch noch so widerspenstige Bedruckstoffe.</p>
<p>Dass sie sich aber als einfaches Gemüt versteht wird bei der Politik der Familienzusammenstellung klar. Sie besteht nämlich nur aus drei Schnitten: Medium [welche auch als Regular hätte durchgehen können], Italic und einem fetten Schnitt. Mehr braucht man schließlich nicht wirklich im Mengensatz. Hinter dieser Philosophie vermute ich weniger argentinische Faulheit als vielmehr eine Absicht, die ich an dieser Stelle auch mal würdigen möchte. Genauso Absicht dürfte der platzsparende Charakter der Loreto sein, der sie zu einer hervorragenden Schrift für die Buchgestaltung und fürs Editorial Design macht.</p>
<ul>
<li>Loreto besteht aus den drei Schnitten Medium, Italic und Bold.</li>
<li>Lizenzierungsoptionen: <a title="Loreto bei MyFonts" href="http://new.myfonts.com/fonts/tipo/loreto/">MyFonts</a> | <a title="Loreto bei Tipo" href="http://tipo.net.ar/loreto/index.html">Tipo</a></li>
</ul>
<h3>9. Luxus Brut</h3>
<p>Script von <strong>Roland Hörmann (AT) | phospho (AT)<br />
</strong></p>
<p><a title="Mit Zierschriften kann man mich selten aus der Euphoriereserve locken. Die Luxus Brut vom mir bis dato unbekannten österreichischen Designer Roland Hörmann schaffte dies jedoch sofort. Obwohl nicht gemacht für das Setzen allzu vieler Zeichen nacheinander und schon gar nicht über mehrere Zeilen hinweg, entfaltet sie ihre volle Wirkung eben beim Berücksichtigen dieser Grundsätze. Inspiriert von der Beschriftung einer Buchbinderwerkstatt in Wien kann ich mir die Luxus Brut insbesondere im gehobenen Verpackungsdesign – hoffentlich zu ungunsten der omnipräsenten und unfachmännisch eingesetzten Zapfino – vorstellen, oder eben auch in ausgesuchten architektonischen Bereichen. Die unterhalb der Grundlinie stehenden Großbuchstaben spielen dort ihre ganze Stärke aus. Ein kleiner Wehrmutstropfen: die eine oder andere weitere alternative Zeichenform hätte ich mir durchaus gewünscht, gleichwohl schon auf einige per OpenType-Funktion automatisch zum gegenseitigen Verbinden zugegriffen wird. Vielleicht aber kommen ja mehr Glyphen bei einem späteren Update der Schrift dazu." rel="lightbox[best2009]" href="/img/typografie/besttypefaces2009/luxusbrut_600.png"><img class="center" title="Luxus Brut" src="/img/typografie/besttypefaces2009/luxusbrut_420.png" alt="Luxus Brut" /></a></p>
<p>Mit Zierschriften kann man mich selten aus der Euphoriereserve locken. Die Luxus Brut vom mir bis dato unbekannten österreichischen Designer Roland Hörmann schaffte dies jedoch sofort. Obwohl nicht gemacht für das Setzen allzu vieler Zeichen nacheinander und schon gar nicht über mehrere Zeilen hinweg, entfaltet sie ihre volle Wirkung eben beim Berücksichtigen dieser Grundsätze.</p>
<p>Inspiriert von der Beschriftung einer Buchbinderwerkstatt in Wien kann ich mir die Luxus Brut insbesondere im gehobenen Verpackungsdesign – hoffentlich zu ungunsten der omnipräsenten und unfachmännisch eingesetzten Zapfino – vorstellen, oder eben auch in ausgesuchten architektonischen Bereichen. Die unterhalb der Grundlinie stehenden Großbuchstaben spielen dort ihre ganze Stärke aus. Ein kleiner Wermutstropfen: die eine oder andere weitere alternative Zeichenform hätte ich mir durchaus gewünscht, gleichwohl schon auf einige per OpenType-Funktion automatisch zum gegenseitigen Verbinden zugegriffen wird. Vielleicht aber kommen ja mehr Glyphen [und Strichstärken] bei einem späteren Update der Schrift dazu ;)</p>
<ul>
<li>Luxus Brut ist ein Einzelschnitt.</li>
<li>Mehr Informationen bei <a href="http://www.phospho.at/luxusbrut.html">phospo</a> und <a title="Luxus Brut bei MyFonts Deutschland" href="http://www.myfonts.de/2009/07/luxus-brut/">MyFonts</a></li>
<li>Lizenzierungsoption: <a title="Luxus Brut bei MyFonts" href="http://new.myfonts.com/fonts/phospho/luxus-brut/">MyFonts</a></li>
</ul>
<h3>10. FF Unit Slab</h3>
<p>Slab Serif von <strong>Erik Spiekermann (D), Christian Schwartz (USA), Kris Sowersby (NZ) | FontFont (D)<br />
</strong></p>
<p><a title="Wenn sich einer der besten Schriftgestalter der letzten 20 Jahre mit einem der besten der letzten zehn Jahre und diese mit einem der besten der letzten paar Jahre zusammentun, kann im Grund nix mehr schiefgehen. Erik Spiekermann, Christian Schwartz und Kris Sowersby schufen schließlich mit der FF Unit Slab eine weitere nützliche und vor allem trendbewusste Addition zum FF-Unit-Schriftsystem. Zusammen mit der normalen FF Unit und der Rounded wurde damit nun eine enorme Vielzahl an Anwendungsbereichen abgedeckt. Der Slab merkt man dabei klar die Einflüsse ihrer drei Väter an. Während sie von Erik Spiekermann ihren unverkennbaren Grundcharakter erhalten hat, ist es am Ende Kris Sowersbys und Christian Schwartzs Erbgut, das bereits aus der FF Meta Serif einen stimmigen und robusten Genkompott machte und ein qualitativ hochwertiges Typobaby erschuf, welches gar keine Anstalten macht, sich im großen Sandkasten der Egyptiennes vor seinen Artgenossen zu verstecken." rel="lightbox[best2009]" href="/img/typografie/besttypefaces2009/unit-slab_600.png"><img class="center" title="FF Unit Slab" src="/img/typografie/besttypefaces2009/unit-slab_420.png" alt="FF Unit Slab" /></a></p>
<p>Wenn sich einer der besten Schriftgestalter der letzten 20 Jahre mit einem der besten der letzten zehn Jahre und diese mit einem der besten der letzten paar Jahre zusammentun, kann im Grund nix mehr schiefgehen. Erik Spiekermann, Christian Schwartz und Kris Sowersby schufen schließlich mit der FF Unit Slab eine weitere nützliche und vor allem trendbewusste Addition zum <a href="http://www.fontshop.com/fontlist/super_families/ff_unit/">FF-Unit-Schriftsystem.</a></p>
<p>Zusammen mit der normalen FF Unit und der Rounded wurde damit nun eine enorme Vielzahl an Anwendungsbereichen abgedeckt. Der Slab merkt man dabei klar die Einflüsse ihrer drei Väter an. Während sie von Erik Spiekermann ihren unverkennbaren Grundcharakter erhalten hat, ist es am Ende Kris Sowersbys und Christian Schwartzs Erbgut, das bereits aus der <a title="FF Meta Serif" href="http://metaserif.com">FF Meta Serif</a> einen stimmigen und robusten Genkompott machte und ein qualitativ hochwertiges Typobaby erschuf, welches gar keine Anstalten macht, sich im großen Sandkasten der Egyptiennes vor seinen Artgenossen zu verstecken.</p>
<ul>
<li>FF Unit Slab besteht aus 14 Schnitten: Thin, Light, Regular, Medium, Bold, Black, Ultra und deren Kursiven.</li>
<li>Mehr Informationen und Schriftmuster im <a title="FF Unit Slab Specimen" href="http://fontfeed.com/wp-content/uploads/2009/08/ffunitslabmag_pdfx.pdf">Specimen</a> (PDF) und auf <a title="FF Unit Slab - The No-Nonsense Slab Serif" href="http://www.behance.net/Gallery/FF-Unit-Slab-The-No-Nonsense-Slab-Serif/287356">Behance</a></li>
<li>Lizenzierungsoptionen: <a title="FF Unit Slab im FontShop" href="http://www.fontshop.com/fonts/downloads/fontfont/ff_unit_slab_ot_collection/">FSI</a> | <a title="FF Unit Slab im FontShop Deutschland" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288863462613808">FSD</a> | <a title="FF Unit Slab bei FontFont" href="http://www.fontfont.com/cgi-bin/showfont.pl?name=Unit+Slab">FontFont</a></li>
</ul>
<h3>Weitere</h3>
<p>Weitere bemerkenswerte Schriften des letzten Jahres sind:</p>
<ul>
<li><a title="Modern Suite bei FontShop" href="http://www.fontshop.com/fonts/downloads/shinntype/modern_suite_full_family/">Modern Suite</a> von Nick Shinn (ShinnType)</li>
<li><a title="Galaxie Copernicus" href="http://www.vllg.com/Village/Galaxie_Copernicus">Galaxie Copernicus</a> von Chester Jenkins und Kris Sowersby (Village)</li>
<li><a title="Kulturista von Suitcase" href="http://www.fontshop.com/fonts/downloads/suitcase/kulturista_family_ot/">Kulturista</a> von Tomáš Brousil (Suitcase)</li>
<li><a title="Meadow von Fountain" href="http://www.fontshop.com/fonts/downloads/fountain/meadow_family_pro/">Meadow</a> von Göran Söderström (Fountain)</li>
<li><a title="FF Kava" href="http://fontfeed.com/archives/new-fontfonts-ff-kava-with-extra-flavour/">FF Kava</a> von Yanone (FontFont)</li>
<li><a title="Neutraface Slab" href="http://www.houseind.com/fonts/neutrafaceslab">Neutraface Slab</a> von Kai Bernau und Susana Carvalho (House Industries)</li>
<li><a title="Alright Sans" href="http://beta.okaytype.com/Typefaces/Alright_Sans/Overview/index.php">Alright Sans</a> &amp; <a title="Alright Display" href="http://beta.okaytype.com/Typefaces/Alright_Sans_Display/Preview/index.php">Alright Display</a> von Jackson Cavanaugh (OkayType)</li>
<li><a title="Working with FF Mister K" href="http://www.fontshop.com/blog/newsletters/december09b/images/WorkingWithMisterK.2.pdf">FF Mister K Dingbats</a> [PDF] von Julia Sysmäläinen (FontFont)</li>
<li><a title="Aeronaut" href="http://www.facetype.org/index.php?/projects/aeronaut/">Aeronaut</a> von Georg Herold-Wildfellner  (FaceType)</li>
<li><a title="Leksa" href="http://revision.ru/work/16908/">Leksa</a> &amp; <a title="Leksa Sans" href="http://revision.ru/work/16909/">Leksa Sans</a> von Alexandra Korolkova (Александра Королькова)</li>
<li><a title="FF Duper" href="http://fontfeed.com/archives/new-fontfonts-ff-dupers-letter-carousel-turns-larger-rounds/">FF Duper</a> von Martin Wenzel (FontFont)</li>
<li><a title="PTL Vielzweck" href="http://primetype.de/faces_info.php?fid=47">PTL Vielzweck</a> von Verena Gerlach (primetype)</li>
<li><a title="Malabar von Dan Reynolds" href="http://www.linotype.com/5831/malabar.html">Malabar</a> von Dan Reynolds (Linotype)</li>
<li><a title="Giorgio Sans" href="http://christianschwartz.com/giorgiosans.shtml">Giorgio Sans</a> von Christian Schwartz (Commercial Type)</li>
<li><a title="FF Dagny im Fontblog" href="http://www.fontblog.de/aus-der-zeitungsspalte-ins-fontmenue-ff-dagny">Dagny</a> von Örjan Nordling und Göran Söderström (FontFont)</li>
<li><a title="Lyon" href="http://www.carvalho-bernau.com/retailfonts/lyon/">Lyon</a> von Kai Bernau (Commercial Type)</li>
</ul>
<p>Ich danke allen Foundries herzlich für das unkomplizierte Bereitstellen ihrer Schriften.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.fontwerk.com/927/die-besten-schriften-2009/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>16</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kostenfreie Schriftfamilie PT Sans</title>
		<link>http://www.fontwerk.com/1018/kostenfreie-schriftfamilie-pt-sans/</link>
		<comments>http://www.fontwerk.com/1018/kostenfreie-schriftfamilie-pt-sans/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 05:40:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ivo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Typografie]]></category>

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		<description><![CDATA[
Das russische Schriftenhaus ПараТайп (ParaType) spendiert der Öffentlichkeit zum Jahreswechsel eine ganze kostenfreie Schriftfamilie im TrueType-Format, die PT Sans, naturgemäß als Pro-Version. Wenn ich das richtig verstehe, wird es wohl im Laufe des Jahres dazu noch eine passende PT Serif geben, was das Ganze dann zu einem nützlichen und extrem günstigen Schriftsystem macht. Dann verlässt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://fonts.ru/public/"><img src="/img/typografie/pt_sans_420.png" class="center" /></a></p>
<p>Das russische Schriftenhaus ПараТайп (ParaType) spendiert der Öffentlichkeit zum Jahreswechsel eine ganze kostenfreie Schriftfamilie im TrueType-Format, die <a href="http://fonts.ru/public/">PT Sans</a>, naturgemäß als Pro-Version. Wenn ich das richtig verstehe, wird es wohl im Laufe des Jahres dazu noch eine passende PT Serif geben, was das Ganze dann zu einem nützlichen und extrem günstigen Schriftsystem macht. Dann verlässt mich allerdings mein Schulrussisch schon. Ich weiß daher nicht, ob man mit ihr Webseiten mit der @font-face-Regel erstellen darf oder nicht. Dem englischsprachigen Lizenztext folgend allerdings schon. </p>
<p>Die PT Sans besteht aus acht Schnitten: Regular und Italic, Bold und Bold Italic, Narrow und Narrow Bold sowie Caption und Caption Bold.</p>
<p><small>[via <a href="http://leksandra.livejournal.com/69576.html">Alexandra Korolkova</a>]</small></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>{BTST 12.09} Rätselspaß Deluxe</title>
		<link>http://www.fontwerk.com/1013/btst-12-09-raetselspass-deluxe/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 15:16:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ivo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Typografie]]></category>
		<category><![CDATA[Typostammtisch]]></category>

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		<description><![CDATA[

Beim 2. Typostammquiz galt es, harte typografische Weihnachtsnüsse zu knacken.
»Der beste Typostammtisch bisher« meinte eine Teilnehmerin am Ende des Abends. Nun gut, naturgemäß finde ich natürlich alle BTSTs super, aber das Typostammquiz konnte in der Tat die Anwesenden begeistern. Florian Hardwig und Jan Middendorp bereiteten eine umfangreiche Rätselrunde vor, die den zufällig zugelosten Rateteams einiges [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="center" src="/img/typografie/typostammtisch/ts1209_headline_420.png" alt="17. Berliner Typostammtisch" /></p>
<p><a title="Beim 2. Typostammquiz galt es, harte typografische Nüsse zu knacken" rel="lightbox[ts1209]" href="/img/typografie/typostammtisch/ts1209_quizzettel_600.jpg"><img class="center" src="/img/typografie/typostammtisch/ts1209_quizzettel_420.jpg" alt="Beim 2. Typostammquiz galt es, harte typografische Nüsse zu knacken" /></a></p>
<p class="bildunterschrift">Beim 2. Typostammquiz galt es, harte typografische Weihnachtsnüsse zu knacken.</p>
<p>»Der beste Typostammtisch bisher« meinte eine Teilnehmerin am Ende des Abends. Nun gut, naturgemäß finde ich natürlich alle <em>BTSTs</em> super, aber das Typostammquiz konnte in der Tat die Anwesenden begeistern. <a title="Florian Hardwig" href="http://florian.hardwig.com/">Florian Hardwig</a> und <a title="Jan Middendorp" href="http://www.janmiddendorp.com/">Jan Middendorp</a> bereiteten eine umfangreiche Rätselrunde vor, die den zufällig zugelosten Rateteams einiges abverlangte. Um die zahlreichen Preise kämpften insgesamt neun Teams aus je drei bis vier Mitgliedern.</p>
<p><a title="Gut besucht war der Typostammtisch auch diesmal wieder" rel="lightbox[ts1209]" href="/img/typografie/typostammtisch/ts1209_gesamtansicht_600.jpg"><img src="/img/typografie/typostammtisch/ts1209_gesamtansicht_205.jpg" alt="Gut besucht war der Typostammtisch auch diesmal wieder" /></a> <a title="Vier solcher Tische voller Preise gab es dank der zahlreichen Sponsoren zu gewinnen. Hier zu sehen ist der Linotable" rel="lightbox[ts1209]" href="/img/typografie/typostammtisch/ts1209_linotable_600.jpg"><img src="/img/typografie/typostammtisch/ts1209_linotable_205.jpg" alt="Vier solcher Tische voller Preise gab es dank der zahlreichen Sponsoren zu gewinnen. Hier zu sehen ist der Linotable" /></a><span id="more-1013"></span> <a title="Die beiden Quizmaster Jan und Florian erklären die Regeln" rel="lightbox[ts1209]" href="/img/typografie/typostammtisch/ts1209_moderatoren_600.jpg"><img src="/img/typografie/typostammtisch/ts1209_moderatoren_205.jpg" alt="Die beiden Quizmaster Jan und Florian erklären die Regeln" /></a> <a title="Die Rateteams arbeiteten in zufällig zusammengelosten Gruppen" rel="lightbox[ts1209]" href="/img/typografie/typostammtisch/ts1209_rateteam_600.jpg"><img src="/img/typografie/typostammtisch/ts1209_rateteam_205.jpg" alt="Die Rateteams arbeiteten in zufällig zusammengelosten Gruppen" /></a> <a title="Hättest du es gewusst?" rel="lightbox[ts1209]" href="/img/typografie/typostammtisch/ts1209_folie_feschrift_600.jpg"><img src="/img/typografie/typostammtisch/ts1209_folie_feschrift_205.jpg" alt="2. Typostammquiz: Hättest du es gewusst?" /></a> <a title="Die Köpfe der Rateteams rauchten. Oder waren es die Weihnachtskerzen?" rel="lightbox[ts1209]" href="/img/typografie/typostammtisch/ts1209_rateteam2_600.jpg"><img src="/img/typografie/typostammtisch/ts1209_rateteam2_205.jpg" alt="2. Typostammquiz: Die Köpfe der Rateteams rauchten. Oder waren es die Weihnachtskerzen?" /></a></p>
<p>Fragen nach der genauen Größe eines Didot-Punkts, dem männlichen Pseudonym von  Beatrice Warde, der Bedeutung des griechischen Boustrophedon, der Band  von Just van Rossum, Donald Beekman, Donald Roos und Peter Verheul oder  der Gemeinsamkeit von F. W. Kleukens, Georg Belwe, Walter Tiemann,  Albert Kapr, Gert Wunderlich und Fred Smeijers mussten von den Expertengruppen auf dem Weg zum Titelgewinn beantwortet werden. Am Ende behielt das in der Vorrunde erstplatzierte Team <a href="http://www.trixiefont.com">Trixie</a> dank eines überragenden <a title="Dan Reynolds" href="http://www.typeoff.de">Dan Reynolds</a> die Oberhand gegen das zweitplatzierte Team <a title="PMN Caecilia" href="http://www.100besteschriften.de/81_Caecilia.html#a81">Caecilia</a>. Dan besiegte im Einzelfinale den Vorjahresdritten <a title="Jens Kutilek" href="http://www.netzallee.de/">Jens Kutílek</a>, die beide für ihre Gruppe um die Wette rätselten. <a title="Im Finale mussten sich Jens und Dan in Vertretung ihrer Gruppen messen. Dan ging am Ende für Team Trixie als Sieger hervor." rel="lightbox[ts1209]" href="/img/typografie/typostammtisch/ts1209_finale_600.jpg"><img class="wrapleft" src="/img/typografie/typostammtisch/ts1209_finale_205.jpg" alt="2. Typostammquiz: Im Finale mussten sich Jens und Dan in Vertretung ihrer Gruppen messen." /></a>In Jens’ Mannschaft trugen neben ihm noch Regine Leucht und <a title="Sebastian Lechler" href="http://www.sebastianlechler.de/">Sebastian Lechler</a> zum Vorrundenerfolg bei. Mit dem begehrten Titel der <strong>Champions des 2. Berliner Typostammquizes </strong>dürfen sich bis zum nächsten Quiz neben Dan auch Klaus Rähm, <a title="Colortaxi" href="http://colortaxi.de/">Burckhart Seifert</a> und meine Wenigkeit [yeah!] schmücken.</p>
<p>Team Trixie durfte sich demnach zuerst von den reich gedeckten Preistischen bedienen, auf dem unter anderem ein von <a title="Laurence Penney" href="http://www.flickr.com/photos/lorp">Laurence Penney</a>, also <em>MyFonts</em> gestifteter, von <em>FSI</em>s Andreas Frohloff kalligrafisch gestalteter Fontgutschein im Wert von 100$ lag. Wo sonst ist eine solche bemerkenswerte Kooperation von geschäftlichen Konkurrenten möglich, wenn nicht auf dem Typostammtisch?</p>
<p>Ich möchte mich noch einmal im Namen aller Teilnehmer herzlich bei allen Sponsoren der Preise bedanken. Vier ganze Tische bedurfte es, um all die edlen Gaben von  <a title="David Brezina" href="http://davi.cz/">David Březina</a>, Jan Middendorp, Florian Hardwig, <a title="Ilja Wanka" href="http://microbase.de/">Ilja Wanka</a>, <a title="Jan Fromm" href="http://www.janfromm.de/">Jan Fromm</a>, <a title="Verena Gerlach" href="http://www.fraugerlach.de">Verena Gerlach</a>, Klaus Rähm, <a title="Form+Zweck Verlag" href="http://www.formundzweck.de/">Form+Zweck Verlag</a>, <a title="_not my type" href="http://www.not-my-type.com/">_not my type</a>, <a title="Breutypo" href="http://www.breutypo.de/">Breutypo</a>, <a title="Linotype" href="http://www.linotype.com/">Linotype</a>, <a title="MyFonts" href="http://www.myfonts.com">MyFonts</a>, <a title="FontShop Deutschland" href="http://www.fontshop.de">FontShop Deutschland</a> und <a title="FSI FontShop International" href="http://www.fontfont.com">FSI FontShop International</a> zu präsentieren! Diese enorme Unterstützung des Typostammtischs ist herausragend und stimmt mich erwartungsvoll für das kommende Jahr.</p>
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		<title>7 mit Querstrich</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 22:40:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ivo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Typografie]]></category>

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		<description><![CDATA[Es sind vor allem die Amerikaner die sie nicht kennen, weder geschrieben noch gedruckt: die »7« mit Querstrich. Zwar ist ihre digitale und gedruckte »1« mit unserer identisch, ihre geschriebene jedoch kommt ohne Anstrich aus. So wird unsere 1 in Nordamerika gern mal mit einer 7 verwechselt. Kein Wunder, dass man zuweilen auf Verständnisprobleme trifft.
In [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="wrapleft" src="/img/typografie/7_mit_querstrich.png" alt="7 mit Querstrich" />Es sind vor allem die Amerikaner die sie nicht kennen, weder geschrieben noch gedruckt: die »7« mit Querstrich. Zwar ist ihre digitale und gedruckte »1« mit unserer identisch, ihre geschriebene jedoch kommt ohne Anstrich aus. So wird <em>unsere</em> 1 in Nordamerika gern mal mit einer 7 verwechselt. Kein Wunder, dass man zuweilen auf Verständnisprobleme trifft.</p>
<p>In unseren Breiten führt die 7 in gedruckter Form ebenfalls ein Leben ohne Querstrich, zumindest in unseren Textschriften. Mir sind nur vier Schriften bekannt, die mehr oder weniger zu den Textschriften gezählt werden können und die Sieben mit einem zusätzlichen Strich <em>verschönern</em>. Dazu gehören Scangraphics <a href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288999060404160">Isonorm</a>, die <a title="Baltica" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288240956234736">Baltica</a> und <a title="Candida" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288792926413776">Candida</a> von Jakob Erbar, sowie die <a title="Schadow" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288240939981248">Schadow</a> von Georg Trump. <img class="wrapright" src="/img/typografie/7_mit_querstrich2_153.png" alt="7 mit Querstrich" />Alle diese Schriften stammen aus den 30er Jahren, wo man offensichtlich noch weniger geizig mit Querstrichen umging. Ganz anders sieht es da im Bereich der <strong>Schreibschriften</strong> aus. Ich habe mir mal die Freiheit genommen, ein paar interessante Vertreter herauszupicken. Das erscheint vielleicht dem geneigten Leser etwas sinnbefreit, jedoch wird nun Google denjenigen mit nachfolgenden Vorschlägen helfen, die irgendwann mal nach einem Font mit »kontinentaler 7« suchen.</p>
<ul>
<li> <a title="Le Asterix &amp; Le Obelix" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288792926101488">Le Asterix &amp; Le Obelix</a></li>
<li><a title="ITC Ballerino" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288357345675680">ITC  Ballerino</a></li>
<li><a title="FF DuBrush" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288240936761712">FF  DuBrush</a></li>
<li><a title="FF Eddie" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288240939554576">FF  Eddie</a></li>
<li><a title="Felt Tip Woman" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288240938338304">Felt  Tip Woman</a></li>
<li><a title="Flood" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288357350580608">Flood</a></li>
<li><a title="Hadfield" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288792926696624">Hadfield</a></li>
<li> <a title="Highscript" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288357357098368">HighScript</a></li>
<li> <a title="Impuls" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288240939620080">Impuls</a></li>
<li><a title="Ivà" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288357359546272">Ivà</a></li>
<li><a title="Jakob" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288240956234736">Jakob</a><span id="more-840"></span></li>
<li><a title="FF Justlefthand" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288240936890912">FF Justlefthand</a></li>
<li><a title="FF Letterine" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288240936845536">FF  Letterine</a></li>
<li><a title="Loupot" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288918652371024">Loupot</a></li>
<li><a title="Magneto" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288918652371488">Magneto</a></li>
<li> <a title="FF Marker" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288357358876000">FF Marker</a></li>
<li> <a title="FF Market" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288240953615296">FF Market</a></li>
<li><a title="MeMimas" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288357359553056">MeMimas</a></li>
<li> <a title="FF Mister K" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288592487627504">FF Mister K</a></li>
<li><a title="Agfa Nadianne" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288357355215088">Agfa  Nadianne</a></li>
<li><a title="FF Pepe" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288240936910368">FF Pepe</a></li>
<li><a title="Petras Script" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288792926910096">Petras  Script</a></li>
<li> <a title="FF Prater" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=289000427482240">FF Prater</a></li>
<li><a title="Reporter No. 2" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288357352767296">Reporter  No. 2</a></li>
<li><a title="FF Ropsen Script" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288240936905424">FF  Ropsen Script</a></li>
<li><a title="MvB Sacre Bleu" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288240953828880">MvB  Sacre Bleu</a></li>
<li> <a title="FF Schulschrift" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288240938794816">FF Schulschrift</a></li>
<li><a title="FF Soupbone" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288240954283072">FF  Soupbone</a></li>
</ul>
<p><img class="center" src="/img/typografie/7_mit_querstrich3_420.png" alt="7 mit Querstrich" /><br />
Natürlich finden sich auch unter den <strong>Displayschriften</strong> einige Vertreter jener seltenen Gattung, zum Beispiel:</p>
<ul>
<li><a title="FF Angst" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288240936883856">FF Angst</a></li>
<li><a title="ITC Belter" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288357345477712">ITC  Belter</a></li>
<li><a title="Maidenhead" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288357356532448">Maidenhead</a></li>
<li> <a title="FF Marten" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288240936901536">FF Marten</a></li>
<li> <a title="FF Minimum" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288240936824000">FF Minimum</a></li>
<li> <a title="Mobilette" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288240955300416">Mobilette</a></li>
<li> <a title="Tokay" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288792927085776">Tokay</a></li>
</ul>
<p>Zu guter Letzt konnte ich noch einige wenige <strong>gebrochene Schriften</strong> ausfindig machen, darunter:</p>
<ul>
<li><a title="FF JohannesG" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288240936773984">FF  JohannesG</a></li>
<li><a title="Lucida Blackletter" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288240955648000">Lucida Blackletter</a></li>
<li><a title="Monmouth" href="http://www.fontshop.de/fontdetails.htm?fontProductPK=288357354981600">Monmouth</a></li>
</ul>
<p>Ja, hier werden die wirklich relevanten Themen abgefrühstückt. Sinnlos höre ich da? Mitnichten! Nicht ab einem bestimmten persönlichen Geek-Faktor. <small>[Es kann sein, dass sich ein gewisses internationales Online-Magazin demnächst einer ähnlichen Fragestellung widmet und zu ähnlichen Beispielen kommt. Das ist deshalb, weil, äh, ja, weil eine Journalistin hierzu um meine kurze Hilfe bat. Nachdem ich mich jedoch zum Zwecke der fundierten Antwort bei einer zeitlich nicht unerheblichen Recherche in meinen Büchern ertappte, blieb mir gar nichts anderes übrig, als meine Erkenntnisse auch auf meiner eigenen Seite zu veröffentlichen. Auf deutsch nämlich. Bevor das noch ausstirbt.]</small></p>
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