Archiv der Kategorie »Typografie«
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5. Mai 2008, 18.20 Uhr | Kategorie
Persönlich, Typografie
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Wenn ich Ende des Monats wieder in Deutschland eintrudele, düse ich vom Flughafen nach einem Zwischenstopp in meiner Dusche umgehend zur wichtigsten Designkonferenz des Jahres, der TYPO. In diesem Jahr steht die für mich obligatorische Veranstaltung unter dem bedeutungsschwangeren Titel »image«, was ich für ein sehr gelungenes Motto halte. Wie auch in den Jahren zuvor veröffentliche ich an dieser Stelle wieder meinen grob geplanten Stundenplan. Da die Frage auftauchte, wie ich bei meiner persönlichen Konferenzplanung vorgehe, gibt es diesmal sogar jeweils eine knappe Begründung dazu. Diesmal bin ich auf jeden Fall in einer Zwickmühle. Ich will eigentlich so viel wie möglich Raum für Kommunikation lassen, was das TYPO-Programm jedoch extrem erschwert …
Donnerstag, 29. Mai
- 16 — Kurt Weidemann »Sei einzigartig, ohne als Einziger artig zu sein«, weil er einfach einer der bedeutendsten Schriftdesigner Deutschlands ist.
- 18 — Holger Schmidhuber und Rolf Mehnert »Warum Image echte Werte braucht«, weil das vielleicht der passendste Vortrag für meine Definition des Themas ist.
- 19 — Steve Heller »Eiserne Grafik: Das Design totalitärer Staaten«, weil Heller nicht nur die quantitative Nummer Eins der relevanten Buchautoren ist, sondern zudem ein enorm spannendes Thema mitbringt.
- 20 — Font Fight »Wer holt den Titel?«, weil’s auch Entertainment braucht.
Freitag, 30. Mai
- 12 — Oded Ezer »Schrift, Bild, Fantasie« oder Stephanie Fortmann »Die Arbeit an sich selbst«, Ezer, weil ich ein Fan von ihm bin, Fortmann, weil es immer genug an sich selbst zu tun gibt.
- 15 — Dietmar Henneka »Warum man viele Bilder tatsächlich aufhängen sollte …«, weil er ein Berzerker ist.
- 17 — Jim Rakete »t.b.a.«, weil er einer der letzten mit Film arbeitenden Topfotografen und einer meiner fotografischen Vorbilder ist.
- 21 — Ed Benguiat »Der befreite Buchstabe«, weil er Ed Benguiat ist.
Samstag, 31. Mai
- 11 — Rian Hughes »Design, Illustration oder ›Imagemaking‹?«, weil ich so ein Gefühl hab, dass das eines der Highlights wird.
- 15 — Horst Moser »Betrifft Zeitschriftendesign: Wird der Sprecher auf der Bühne verhaftet?«, weil ich zwischendurch etwas brauch, was leicht schmeckt und nicht belastet.
- 16 — Rich Roat »Analoge Bilder in digitalen Zeiten«, weil House Industries beweisen, dass man Sch… Klamotten designen, aber dennoch ubercool sein kann.
- 17 — Łukasz Dziedzic »Große Schriftfamilien, die Presseverleger glücklich machen«, weil ich eine ganz besondere Beziehung zur FF Clan hab.
- 20 — Erik Spiekermann »Wie man sich darstellt, so wird man gesehen«, weil ein kurzweiliger Abschluss der beste ist.
- 22 — TYPOnight @ Tape Club, weil ich mal wieder ein deutsches Bier trinken will.
Alles in allem halte ich das Ganze diesmal recht flexibel. Ich habe bewusst »wenig« ausgewählt, streiche gegebenenfalls den einen oder anderen Punkt, was mir jedoch ausgesprochen schwer fällt. Zudem hat Jürgen immer noch ein bis zwei spontane Geheimtipps parat, auf die man gewappnet sein sollte. Ich freue mich, auch wieder Fontwerk-Leser dort zu treffen. Bei der Gelegenheit, wer wird denn auf der TYPO zugegen sein?
Übrigens, für alle, die noch kein Ticket haben: es gibt noch welche zu gewinnen!
Geschrieben von Ivo
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8. April 2008, 18.05 Uhr | Kategorie
Typografie
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Sie ist endlich erhältlich, die fünfte Ausgabe des fabulösen Slanted-Magazins. Um einige Monate verspätet zwar und lediglich in einer sehr limitierten Auflage, aber wie immer lohnt sich der Kauf. Für 15 Euro gibt es nämlich 264 Seiten voll mit dem allerfeinstem Typoporno. Diesmal darf ob der begrenzten Exemplare jedoch nicht allzu lange gezögert werden. Da mir leider etwas die Zeit fehlt [und mein Magazin am anderen Ende der Welt im Regal steht], verzichte ich diesmal auf eine ausführliche Rezension der »Antiqua Boom Issue«, verweise jedoch auf die Beschreibung der Kollegen und möchte diesmal aus Gründen der Eitelkeit besonders die Typolyrics empfehlen:
wie immer ist slanted gefüllt mit interviews, illustrierten fontnamen, typolyrics, plattenbesprechungen, fotostrecken, studentischem. dazu gibt es eine königin, ein kleines grafikbüro auf sizilien, hans schumacher im fanblog, ein inhaltsverzeichniss, ein impressum, ein paar unbezahlte anzeigen, viel papier …
Geschrieben von Ivo
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2. April 2008, 01.03 Uhr | Kategorie
Typografie
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Etwas Grandioses haben heute meine amerikanischen FontShop-Kollegen veröffentlicht. In Zusammenarbeit mit dem in Berlin lebenden Designer und Programmierer Rob Meek, auf dessen Konto auch die ursprüngliche Idee geht, entwickelten sie FontStruct. Dabei handelt es sich um ein Tool, mit dem man online modulare Fonts erstellen kann. Die Schriften bestehen aus geometrischen Formen, die an einem Gitter ausgerichtet sind. Nach der einfach strukturierten Gestaltungsprozedur kann man sich schließlich die eigene Schrift in Form einer qualitativ hochwertigen und plattformunabhängigen TrueType-Datei herunterladen. Das Allerbeste an FontStruct überhaupt: es ist absolut kostenlos.

Mit FontStruct können also Free Fonts mit Hilfe eines Free Font Editors erstellt werden. Auch gibt es ein Widget mit dem man seine FontStructions auf der privaten Website zeigen kann. Natürlich kann man auch die Schriften anderer »FontStructer« herunterladen und unter Berücksichtigung der entsprechenden Creative-Commons-Lizenz verwenden. Das Projekt lebt vom Gemeinschaftsgedanken und wird umso spannender, je mehr Leute ihre Fonts der hoffentlich großen Community zur Verfügung stellen.
Ich durfte FontStruct bereits seit einiger Zeit ausprobieren und war erstaunt über die Einfachheit der Anwendung und vor allem aber über die zum Teil sehr guten Entwürfe anderer Betatester. Mein eigener Entwurf ist leider aus Zeitgründen noch nicht fertig geworden. Ich bin aber gespannt, welcher Fontwerker schneller ein Ergebnis präsentieren kann als ich. Also anmelden und eigene Fonts designen: fontstruct.com
Geschrieben von Ivo
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13. März 2008, 06.35 Uhr | Kategorie
Typografie
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Versalziffern und Mediävalziffern, jeweils proportional und für Tabellen? Wer da nicht mehr durchblickt darf sich meinen Artikel »Figuring It Out: OSF, LF, and TF Explained« im FontFeed zu Gemüte führen.
Geschrieben von Ivo
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10. März 2008, 19.09 Uhr | Kategorie
Typografie
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… in den Fontkategorien Sans Serif, Serif, Slab, Display und Script [unter Berücksichtung marketingrelevanter Vorgaben] sind in den kommenden Monaten als »StaffPicks« im amerikanischen, oder vielmehr internationalen FontShop zu sehen. Wenn also wieder einmal Inspiration bei der Schriftwahl vonnöten ist– ich hab da schon mal was vorbereitet …
Geschrieben von Ivo
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5. März 2008, 18.00 Uhr | Kategorie
Typografie
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Blue Vinyl Fonts veröffentlichten vor zwei Tagen den Pixel-Freefont Synthetique von Jess Latham. Zu laden ist er unter bvfonts.com/fonts/details.php?id=81. Weitere »Freeware Fonts« der Foundry hier.
Geschrieben von Ivo
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15. Februar 2008, 14.41 Uhr | Kategorie
Typografie
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Die Liebe zur Schrift teilten am gestrigen Valentinstag sagenhafte 45 Personen beim Berliner Typostammtisch. Damit hat er mittlerweile einen Interessentenkreis erschlossen, der kaum vorstellbar war, als vor etwa eineinhalb Jahren die Idee zu dieser Veranstaltungsreihe reifte. So gesehen ist es vielleicht auch nicht so schlecht, wenn der Stammtisch nun zunächst für mindestens drei Monate pausiert und etwas verschnaufen kann.

Den Hauptrahmen bildeten Andrea Schmidt und Roman Wilhelm, die den Abend unter dem Motto »Berlin-Hangzhou-Peking – Ein typografisches Experiment« gestalteten. Die Gäste waren sich in ihren durchweg positiven Meinungen zu den neuen Eindrücken und Erkenntnissen einig. Es war höchst interessant zu sehen, wie chinesische Studenten mit der lateinischen Typografie arbeiteten, Corporate Designs und Animationen erstellten und sich von ihrer riesigen Zeichenwelt in unser dagegen kümmerlich wirkendes Alphabet hinein dachten. Faszinierend, wie die Methoden der Herangehensweisen an bestimmte Aufgabenstellungen differieren.
Romans wissenschaftlich orientierter Ansatz zu den Unterschieden der beiden typografischen Welten schaffte ein Bewusstsein für ein unbekanntes aber sehr spannendes Terrain und offerierte ein enormes Potenzial weiterer Untersuchungen. Die Kombination beider Berichte empfand ich als sehr angenehm und inspirierend. Ich bedanke mich daher bei den Beiden noch einmal ganz herzlich im Namen aller Anwesenden für die tolle Vorbereitung und Durchführung.
Vielen Dank an Ralf und Jens für die Bilder.
Geschrieben von Ivo
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12. Februar 2008, 09.46 Uhr | Kategorie
Indivisuell, Typografie
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Jedes Jahr am Fronleichnamswochenende finden in Lage-Hörste die Tage der Typografie statt, 2008 bereits zum zehnten Mal. Veranstalter Typosition, die Offenbacher Botschaft für Typografie und Gestaltung, hat dafür wieder ein wunderschönes Rahmenprogramm zusammengestellt. Jan Middendorp leitet die Veranstaltung mit einem Rückblick auf zehn Jahre Typedesign ein, bevor Ralf de Jong über Highlights der Buchgestaltung referiert. Die beliebten Workshops werden diesmal von Indra Kupferschmid [»Titeleien«], Paul van der Laan [Pixelschriften], Tanja Huckenbeck und Peter Reichard [Plakate] sowie Renate Dölzer und Angelika Götz vom Landesmuseum für Arbeit und Technik in Mannheim [Kalender] geleitet. Wer sich bis zum 1. März anmeldet, profitiert vom Frühbucherrabatt.
Geschrieben von Ivo
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30. Januar 2008, 12.52 Uhr | Kategorie
Typografie
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Auch 2008 geht es mit unserer typografischen Selbsthilfegruppe weiter. Die nächste therapeutische Sitzung findet am 14. Februar um 19 Uhr statt. Bitte meldet euch für den kassenärztlichen Antrag ab sofort wieder mit einem Kommentar oder über die einschlägigen Kontaktmöglichkeiten bei mir an. Zur Verstärkung unseres gemeinsamen Leidens probieren wir es diesmal mit der traditionellen chinesischen Medizin Typografie. Hierfür konnten zwei echte China-Experten gewonnen werden. Als Betreuerduo werden Andrea Schmidt und Roman Wilhelm unter dem Motto »Berlin-Hangzhou-Peking – Ein typografisches Experiment« ihre heilenden Kräfte wirken lassen.
Ich möchte jedoch nicht vergessen, noch einmal Verena Gerlach für Ihren Vortrag im Dezember zu danken. Leider habe ich es im Trubel der Feiertage erstmals nicht geschafft, eine rückblickende Zusammenfassung zu schreiben. Dabei hätte es sich auf jeden Fall gelohnt, denn ihre grafischen Arbeiten der unterschiedlichen, zum Teil sogar recht außergewöhnlichen Arbeitsbereiche [wenn ich beispielsweise an ihre Musikvideos denke] waren sehenswert, ihre Geschichten dazu überaus spannend.
Als kleinen Anreger für den kommenden Stammtisch verweise ich zuletzt noch auf einen aktuellen Beitrag über Roman im Deutsch-Chinesischen Kulturnetz.
Geschrieben von Ivo