× Sommerpause
» 7. August 2007, 12.00 Uhr | Kategorie Persönlich | 6 KommentareRechner herunterfahren. Abschalten. Bücher lesen. Fotografieren. Entspannen. Bis auf weiteres.
Rechner herunterfahren. Abschalten. Bücher lesen. Fotografieren. Entspannen. Bis auf weiteres.
Aus der Favoritenliste geflogen. Mal ein paar Tage hier dem Studium zuliebe die Tasten ruhen gelassen und gleich von der Linkliste entfernt. Noch dazu von einer Kommilitonin, die es doch besser wissen müsste. Skandal! Aber okay. Das ist Anlass und Gelegenheit genug, auf eine tolle Aktion zurückzublicken.
Anlässlich der Langen Nacht der Wissenschaften am 9. Juni glänzte meine Hochschule mit einer ausgefallenen Idee: dem klügsten Haus des Jahres. Ein Gebäude, das denken und schreiben kann. Man stellt Fragen an ein Terminal und das Hochhaus antwortet. Die Idee und die Umsetzung stammt von meinem geschätzten TFH-Kollegen, FSI-Mitstreiter und Fotogenossen Martin Diebel und seinem Team. Er hatte mir im Vorfeld nicht zu viel versprochen. Ich habe mir das Ganze extra vor Ort angesehen und war begeistert. Auch YouTube hält mittlerweile ein paar Eindrücke von dem aufwendigen Projekt parat und bewegt mich schließlich verspätet zu diesem kleinen Hinweis. Dieser beweist nicht zuletzt aber auch, dass ich derzeit wirklich nur noch an die Uni denken kann …
Am Freitag habe ich mit der Presentation meines Englisch-Referats über das typografische Design von Namensschildern das erste Etappenziel jenes organisatorisch aufwendigen 6. Semesters erreicht. Falls man sich also wundert, dass die gewohnte Artikelfrequenz hier etwas nachgelassen hat: ich muss mal eben studieren. Nicht nur, dass ich also kaum Zeit habe, mich um Netzaktivitäten zu kümmern, auch der Kopf will oder kann momentan nicht wirklich Ressourcen hierfür freigeben. Semesterendstress halt. So kümmer ich mich also vorerst um meine nächsten Fristen und Termine:
4.7. Deadline Controlling-II-Projekt, 11.7. Klausur Datenbanken, 16.7. Deadline Projekt Digitale Bildbearbeitung, 17.7. Klausur Logistik, 18.7. Deadline Projekt Datenbanken, 20.7. Klausur Datennetze, 23.7. Klausur Finanzierung und Kapitalbeschaffung, 26.7. Präsentation Projekt Marketing II, Klausur Weiterverarbeitung.
Ich hab sie alle. Alle Alben, die Meisten in der dicken Limited Edition. Diverse Maxis, Bücher, Raritäten, T-Shirts, Vinyl, BRAVO-Schallfolie. Ich war bei unzähligen Konzerten, bei MTV-Unplugged, zu Geheimgigs, saß allein in »Was geht«. Kurzum, Die Fantastischen Vier sind meine Band. Egal was kam in der letzten Hälfte meines Lebens, sie hatten immer zur rechten Zeit den richtigen Song für mich. Mal war sie weg, mal ich zu geil für diese Welt, mal brauchte ich Millionen Legionen hinter mir. Nach dem letzten Album »VIEL« hatte ich das komische Gefühl des heimlichen Abschieds aus meinem Leben. Und nun? Klangheimlich schleichen sie sich doch mit »Fornika« zurück.
Ich bin kein Musikkritiker. Aber ich weiß, dass das hier kein Hip-Hop der Neunziger mehr ist. Ich bedauere dies nicht, denn wir leben nun mal nicht mehr in den Neunzigern und wir sind auch nicht mehr die Selben wie vor zehn Jahren. Nicht die Fans und nicht die Musiker. Insofern meistern die Vier den altbekannten Spagat, sich treu zu bleiben, ohne sich zu sehr treu zu bleiben. Sie machen einfach, worauf sie Spaß haben. Und das sind diesmal eben auch mal Instrumentals statt Abgeh-Hip-Hop-Nummern, das ist Elektronik statt Sampling. Das ist geile Mucke, verdammt …
Ich darf Trauzeuge sein. Nächstes Jahr. Bei meinem lieben Bruder. Ich bin wirklich gerührt.
Das Schöne an einer Konferenz wie der TYPO ist, dass man endlich wieder auf die Leute trifft, mit denen man sonst über das Jahr nur elektronisch kommuniziert. Dazu gehören in meinem Fall auch die Kollegen, die ebenfalls über Typografie und Design schreiben und dafür auf ein Blog-CMS zurückgreifen, wie ich es gern formuliere, da ich den Begriff »Weblog« nicht mag.
Die Personen hinter den derzeit vier meistgelesenen Typografie-Blogs – sozusagen die Typewriter-Nationalmannschaft ;) – sind auf den hier gezeigten Bildern vertreten: Das Fontblog in Person von Jürgen Siebert, Slanted, vertreten durch Boris Kahl, Nick Blume-Zander alias Guillemets und ich aus dem Fontwerk. Ich kenne nicht die genauen Statistiken, aber aufs Bild würden auch gut Dan Reynolds [TypeOff], Peter Reichard [Spatium] und einige Andere passen [siehe Linkliste]. Das macht mir einmal mehr bewusst, wie facettenreich die Angebote in unserem Bereich sind und wie spannend und belebt die »Szene« eigentlich ist. Ich hoffe daher, dass sich noch viele potenzielle Typo-Schreiber trauen, mit einer eigenen Seite an den Start zu gehen und das Netz mit ihren Gedanken zu bereichern. Es würde uns allen gut tun, denn die Vielfalt macht Musik. Und ich liebe Musik.
[Christopher Karl schoss die Fotos während einer spontanen Fotosession auf der TYPO.]
Ich habe ja schon viel Feedback bekommen auf das, was ich hier so treibe. Positives wie Negatives. Aber das hier verschlägt mir die Sprache.
Um auch die letzten Zweifler davon zu überzeugen, dass ich mit einem enormen Fußballsachverstand gesegnet bin, lehne ich mich ausnahmsweise mal ganz weit aus dem Fenster und gebe kurz vor dem vielleicht entscheidenden 33. Spieltag noch meinen Meistertipp ab:
Den letzten UEFA-Cup-Platz krallt sich verdientermaßen der 1. FC Nürnberg. Absteigen werden neben Mönchengladbach und den elendigen Mainzern nicht die Alemannen aus Aachen, sondern die gesichtslosen Golfsburger, worüber außer ihren 50 Fans niemand trauern wird. Spocht frei!
Ich bin lernfähig. Behaupte ich mal. Jedenfalls werde ich mir auf dieser TYPO nicht mehr ein ganz so straffes Programm geben wie noch im letzten Jahr , wobei das angesichts der großartigen Sprecherliste echt schwierig wird. Ergo habe ich mir vorgenommen, folgenden Beiträgen auf der TYPO – deren Countdown ich bald stündlich herunterzählen kann – beizuwohnen.
Donnerstag, 17. Mai
Freitag, 18. Mai
Samstag, 19. Mai
Ist doch wieder ganz schön voll geworden. Bin wohl doch nicht allzu lernfähig. Egal. Zwischendurch sind wieder schöne Kaffeepausen geplant mit netten Menschen aus der Schriftgemeinde. Ihr erkennt mich diesmal daran, dass ich ohne Krücken umherstreune. Damit nicht wieder gesagt wird, man wusste nicht, dass ich auch da war. Apropos dabei sein. Boris hat bei Slanted mal gefragt, wer alles kommt. Falls jemand noch was dazu beitragen mag …
Wer sich noch für das ganze Programm interessiert, hier die Programm-PDF: typoberlin.de/downloads/TYPO2007_Overview.pdf
Diversen Preisvergleichsseiten sei Dank, wird es bei mir demnächst viele neue Fotos mit besserer Optik geben. Wie ich unlängst schrieb, wandle ich wieder auf analogen Fotopfaden und muss sagen, dass ich heidenfroh über diese Entscheidung bin. Fotografie hat endlich wieder Seele.
© Foto: Sigma