Kategorie »Persönlich«


Ohne Buddhas in die Bergmannstraße

Quo vadis? darf zu Recht gefragt werden, nachdem ich gestern nun meine Diplomarbeit abgegeben habe. Nach vier Jahren endet damit für mich ein Kapitel, das ich jeden Tag genossen und genutzt habe. Die Entscheidung, noch einmal die Hörsaalbänke zu drücken, habe ich zu keiner Zeit bereut, auch wenn ich froh bin, endlich wieder ins »echte Leben« zu dürfen. Doch wohin geht es jetzt für mich und was bedeutet das für’s Fontwerk?

Zur ersten Frage Folgendes: Stellt euch vor, (weiterlesen…)

Steppenwolf Tundra gestohlen: 150 € Belohnung!

Geklaut: Steppenwolf Tundra Geklaut: Steppenwolf Tundra Geklaut: Steppenwolf Tundra
Mein geliebtes Steppenwolf … Ihr elenden *****!!! [Ruhig, Ivo, ruhig.] Ich weiß, es ist nahezu hoffnungslos, aber eine kleine Chance gibt es ja immer. Also: Mir wurde heute zwischen 10.30 Uhr und 13 Uhr an der TFH in Berlin-Wedding mein schwarzes Steppenwolf Tundra gestohlen. Für die berühmten sachdienlichen Hinweise bin ich bereit, 150 Euro springen zu lassen! Ich will mein Bike wieder!

Entgegen dem etwas älteren Foto hat das gute Teil keinen Sattel von Fizik, sondern einen von Specialized [mit Aussparung] und einen breiteren, gebogeneren Lenker. Außerdem eine Manitou-Skareb-Federgabel, eine Shimano-XT-Schaltung, Scheibenbremsen der Marke Magura Luise und Ritchey-Komponenten sowie einen Tacho, Lampenhalterungen und ein paar hellblaue Schrammen, vor allem am Oberrohr. Danke.
Geklaut: Steppenwolf Tundra

The Dawn of Disco: Ivo im Fotohaifischbecken

Werbungineigenersache lautet das heutige Stichwort. Seit einigen Monaten bereits kann man mich, pardon, kann man Lizenzen meiner Bilder kaufen. Die Fotoagentur meines Vertrauens heißt ƒStop, meine erste kleine Kollektion dort »The Dawn of Disco«. Nachdem ich letztes Jahr bei FSI – der Mutti von ƒStop – arbeitete, kam ich auf die Idee, einige meiner Bilder dort vorzustellen. Schließlich ist es nun kein Geheimnis, dass neben dem typografischen auch ein fotografisches Herz in mir schlägt. Da der Großteil meiner Werke auf hochauflösend scanbaren Film vorlag [12 Megapixel sind Minimum] und die Motive offenbar nicht ganz am Geschmack von »Daumen-hoch-Daumen-runter« Max vorbei gingen, ging meine erste, thematisch gemischte Kollektion in Produktion. Derzeit befindet sich auch schon meine zweite Kollektion in der ƒStop’schen Pipeline, hauptsächlich mit ein paar fotografischen Eindrücken aus San Francisco.
Baseballfeld im nächtlichen San Francisco
Ein Bild aus der kommenden Kollektion: Baseballfeld im nächtlichen San Francisco. [© 2008 Ivo G. • ƒStop]

Alle Bilder werden ebenfalls bei FontShop erhältlich sein, voraussichtlich nach dem lang ersehnten Relaunch der Website. Der Branchenprimus Getty Images wertet sein Angebot bereits auf. ;) Eine Sache, die mich in diesem Zusammenhang im übrigen stutzig macht, ist die dortige Falschschreibung meines Namens. Ein »r« zu viel bedeutet, dass dort nicht mit automatischer Datenübernahme oder zumindest »Copy and Paste« gearbeitet wird, sondern mit einem manuellen Einpflegen der Fremddaten. Das dürfte wohl einfacher und vor allem sicherer gehen, schließlich leben wir bereits im achten Jahr nach dem Millennium. Nebenbei: Auf den Fehler wurde Getty bereits vor genau einem Vierteljahr aufmerksam gemacht … Da hofft man doch, dass sie dort wenigstens nicht mehr mit Windows 3.1 unterwegs sind.
Welpen, wenn ich nicht irre, Golden oder Labrador Retriever
Ein Bild aus der aktuellen Kollektion: Welpen, wenn ich nicht irre, Golden oder Labrador Retriever.
[© Ivo G. • Als E-Card bei ƒStop verschicken.]

Die ganze Aktion ist für mich vor allem ein großes Experiment, mit dem Vorteil, dass Anfragen der finanziell klammen Art in Zukunft ausbleiben dürften, denn die Nutzungsbedingungen sind nun deutlich geregelt. Reich werde ich damit sicher nicht, dafür ist die Auswahl [noch?] deutlich zu klein. Ich würde mich aber definitiv freuen, sollte das eine oder andere Bild in spannenden Projekten eingesetzt werden. Sollten Fontwerk-Leser also auf meinen Plattenspieler, den Fernsehturmpömpel oder die Mittelmeerdächer zurückgreifen: eine Rückmeldung wäre ein Traum!

[Anmerkung: Die Auswahl meiner Bilder bei ƒStop ist etwas größer als bei Getty.]

TYPO Berlin 2008: Mein Stundenplan

TYPO 2008Wenn ich Ende des Monats wieder in Deutschland eintrudele, düse ich vom Flughafen nach einem Zwischenstopp in meiner Dusche umgehend zur wichtigsten Designkonferenz des Jahres, der TYPO. In diesem Jahr steht die für mich obligatorische Veranstaltung unter dem bedeutungsschwangeren Titel »image«, was ich für ein sehr gelungenes Motto halte. Wie auch in den Jahren zuvor veröffentliche ich an dieser Stelle wieder meinen grob geplanten Stundenplan. Da die Frage auftauchte, wie ich bei meiner persönlichen Konferenzplanung vorgehe, gibt es diesmal sogar jeweils eine knappe Begründung dazu. Diesmal bin ich auf jeden Fall in einer Zwickmühle. Ich will eigentlich so viel wie möglich Raum für Kommunikation lassen, was das TYPO-Programm jedoch extrem erschwert …

Donnerstag, 29. Mai

  • 16 — Kurt Weidemann »Sei einzigartig, ohne als Einziger artig zu sein«, weil er einfach einer der bedeutendsten Schriftdesigner Deutschlands ist.
  • 18 — Holger Schmidhuber und Rolf Mehnert »Warum Image echte Werte braucht«, weil das vielleicht der passendste Vortrag für meine Definition des Themas ist.
  • 19 — Steve Heller »Eiserne Grafik: Das Design totalitärer Staaten«, weil Heller nicht nur die quantitative Nummer Eins der relevanten Buchautoren ist, sondern zudem ein enorm spannendes Thema mitbringt.
  • 20 — Font Fight »Wer holt den Titel?«, weil’s auch Entertainment braucht.

Freitag, 30. Mai

  • 12 — Oded Ezer »Schrift, Bild, Fantasie« oder Stephanie Fortmann »Die Arbeit an sich selbst«, Ezer, weil ich ein Fan von ihm bin, Fortmann, weil es immer genug an sich selbst zu tun gibt.
  • 15 — Dietmar Henneka »Warum man viele Bilder tatsächlich aufhängen sollte …«, weil er ein Berzerker ist.
  • 17 — Jim Rakete »t.b.a.«, weil er einer der letzten mit Film arbeitenden Topfotografen und einer meiner fotografischen Vorbilder ist.
  • 21 — Ed Benguiat »Der befreite Buchstabe«, weil er Ed Benguiat ist.

Samstag, 31. Mai

  • 11 — Rian Hughes »Design, Illustration oder ›Imagemaking‹?«, weil ich so ein Gefühl hab, dass das eines der Highlights wird.
  • 15 — Horst Moser »Betrifft Zeitschriftendesign: Wird der Sprecher auf der Bühne verhaftet?«, weil ich zwischendurch etwas brauch, was leicht schmeckt und nicht belastet.
  • 16 — Rich Roat »Analoge Bilder in digitalen Zeiten«, weil House Industries beweisen, dass man Sch… Klamotten designen, aber dennoch ubercool sein kann.
  • 17 — Łukasz Dziedzic »Große Schriftfamilien, die Presseverleger glücklich machen«, weil ich eine ganz besondere Beziehung zur FF Clan hab.
  • 20 — Erik Spiekermann »Wie man sich darstellt, so wird man gesehen«, weil ein kurzweiliger Abschluss der beste ist.
  • 22 — TYPOnight @ Tape Club, weil ich mal wieder ein deutsches Bier trinken will.

Alles in allem halte ich das Ganze diesmal recht flexibel. Ich habe bewusst »wenig« ausgewählt, streiche gegebenenfalls den einen oder anderen Punkt, was mir jedoch ausgesprochen schwer fällt. Zudem hat Jürgen immer noch ein bis zwei spontane Geheimtipps parat, auf die man gewappnet sein sollte. Ich freue mich, auch wieder Fontwerk-Leser dort zu treffen. Bei der Gelegenheit, wer wird denn auf der TYPO zugegen sein?

Übrigens, für alle, die noch kein Ticket haben: es gibt noch welche zu gewinnen!

1hundreddaysinsanfrancisco: Noch ein kurzes Lebenszeichen

Ein nur kurzes »Lebenszeichen« diesmal. Es ist nicht die Zeit für große Romane. An Fontwerk-Themen mangelt es nicht, doch hat überraschend auch ein kalifornischer Tag nur 24 Stunden und ein wenig möchte man dann schließlich auch von dieser großartigen Stadt sehen. Klingt vielleicht etwas dramatisch, beweist aber lediglich, dass ich mich hier so richtig wohl fühle. Reicht das Bild als Beweis? (weiterlesen…)

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