Ich habe endlich mal wieder am Design der Seite geschraubt. Die Artikel bekommen 50% mehr Platz, statt 490 Pixeln dürfen sich Abbildungen und Texte nun auf 750 entfalten. Ersteres wird somit zukünftig in Form von Fotobeiträgen wieder vermehrt gezeigt, Letzteres kann zukünftig in einer deutlich größeren Schriftgröße gelesen werden. Um das zu erreichen, musste die nicht mehr zeitgemäße rechte Seitenspalte entfernt werden. Allesamt Maßnahmen, von denen ich mir eine klarere Struktur der Seite und damit auch eine bessere Eignung für mobile Endgeräte verspreche.

Eine kleine Kehrseite hat diese Medaille jedoch: alle bisherigen bebilderten Artikel wirken nun etwas verloren aufgrund ihrer für die neue Breite zu kleinen Abbildungen. Andererseits werden sie dadurch auch dauerhafte Zeugen der wachsenden Bildschirmauflösungen.
Beruflich propagiere ich Webfonts schon seit Anbeginn, privat habe ich die Umstellung immer wieder aus Zeitgründen verschoben. Dieser Missstand wurde nun ebenfalls abgestellt. Im Fließtext darf sich Nina Stössingers liebenswerte FF Ernestine behaupten, die ich auch auf meinem lokalen Rechner für die Ansicht meiner E-Mails installiert habe und sie als absolut bildschirmgeeignet einstufe. In den Überschriften tobt sich ab sofort eine der bemerkenswertesten Serifenlosen der letzten Jahre aus: die FF Clan von Łukasz Dziedzic. Zu beiden Schriften pflege ich eine besondere persönliche Beziehung. Nina konnte ich seinerzeit überzeugen, ihre Ernestine in unserer FontFont-Bibliothek zu veröffentlichen, die FF Clan durfte ich gar im Rahmen meines Praktikums damals vor Veröffentlichung auf Herz und Nieren testen.
Über weitere kleinere Anpassungen möchte ich in Zeiten dramatisch sinkender Aufmerksamkeitsspannen keine Worte verlieren. Da kann und wird auch immer wieder nachjustiert werden. Konzeptionell habe ich einige Ideen in der Pfanne. Bevor die aber tatsächlich umfassend umgesetzt werden, möchte ich das kleine Redesign als ein persönliches Experiment starten. Ein Experiment mit der Frage, ob mich die angenehmere Umgebung wieder zu mehr Quantität motivieren kann. Sollte die Frage mit ja beantwortet werden, wird es wahrscheinlich kein Fontwerk mehr geben – sondern etwas anderes unter passenderem Namen! Sollte die Zeitknappheit weiterhin größer als die neu gewonnene Motivation sein, trifft dasselbe zu. Dann allerdings ohne ergänzenden Zusatz nach dem Halbgeviertstrich.