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29. Oktober 2006, 19.28 Uhr | Kategorie
Medientechnik, Typografie
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Als Hurenkind bezeichnet man in der Typografie die letzte Zeile eines Absatzes, die am Anfang einer neuen Seite oder Spalte erscheint. Das Pendant dazu ist der Schusterjunge, also die erste Zeile eines Absatzes am Ende einer Spalte oder Seite. Blogger kennen vor allem das Problem der Hurenkinder, wenn sich eine Artikelüberschrift mit dem letzten Wort auf eine neue Zeile schleicht. Da das nicht gut aussieht, streng genommen ein typografischer Fehler ist und zudem abhängig vom System des Lesers und dessen Einstellungen nicht hundertprozentig vorausgesehen werden kann, muss eine technische Lösung her, will man dieses kleine ästhetische Webdesignproblem vermeiden.
Einmal mehr ist es Shaun Inman, der hierfür eine Lösung gefunden hat und für Wordpress-Benutzer ein Plugin bereitstellt. Dank Brook Elgie und Eric Eggert gibt es das kleine Helferlein auch für Movable Type und Textpattern. Widon’t – so heißt das Plugin – behilft sich hierbei eines weichen Returns zwischen den letzten beiden Wörtern der Überschrift und sollte in aller Regel das strenge typografische Auge gnädig stimmen, wie im nachfolgenden Screenshot bewiesen wird.

Screenshot von Neue Bodenständigkeit
Das Plugin gibt es bei shauninman.com, darauf gestoßen bin ich bei pixelgraphix.de.
Geschrieben von Ivo
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6. September 2006, 15.48 Uhr | Kategorie
Medientechnik
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Ein sicherlich bekanntes Problem vieler Medienoperator in der täglichen Berufspraxis. Bisher war die einzig wirklich funktionierend Möglichkeit nur die vor allem aus betriebswirtschaftlicher Sicht auch unvorteilhafteste: das komplette und zeitaufwendige Nachsetzen der Dokumente mit dem gewünschten neuen Programm, im Beispiel eben Adobe InDesign. Nun ist es jedoch bei derartigen Problemen in der Regel nur eine Frage der Zeit, bis sich eine clevere Softwareschmiede dieser Thematik annimmt und ein Hilfsmittel programmiert, das dem Anwender mit einfachen Mitteln diese Arbeit erleichtern soll.
Diese Rolle übernehmen bei dieser Aufgabenstellung ab sofort die Programmierer der kalifornischen Firma Markzware Software. Mit Q2ID (QuarkXPress to Adobe InDesign) schufen sie ein Tool, welches InDesign erlaubt, XPress-Dokumente zu öffnen. Während des Öffnens werden hierbei die einzelnen Dokumentendetails wie Seitenpositionierung, Schriftstile, Textattribute, Ebenen usw. in InDesign neu erstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob das XPress-Dokument unter Microsoft Windows oder Apple Macintosh OS erstellt wurde. Außer kleine Programmbedingte Differenzen zum Original, z.B. im Textumbruch oder im Kerning, die einige Nachbearbeitung erfordern, funktioniert Q2ID laut Hersteller bereits zur vollsten Zufriedenheit seiner Kunden. Das Ganze kostet angemessene 199 Euro und ist außerdem in der umgedrehten Variante verfügbar (ID2Q) sowie als PageMaker to XPress 6.0 (PM2Q).
Geschrieben von Ivo
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1. September 2006, 18.02 Uhr | Kategorie
Medientechnik, Typografie
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Gleich zwei Offenbacher Typokollegen warten dieser Tage mit einem neuen Seitendesign auf: das Typokollektiv TypeOff um Dan Reynolds und spatium – das Magazin für Typografie um Peter Reichard. Dan betrachtet typeoff.de als seine »Online Soapbox« und spickt sie unter anderem mit höchst lesenswerten Schriftgeschichten. Peter berichtet momentan von der Arbeit am fünften spatium-Magazin »Hamburgefonts«, welches ich im Übrigen mit Spannung erwarte. Schließlich bin ich nach den ersten vier Ausgaben bereits süchtig nach spatium. Auch das neue Magazin dürfte, wenn man den Berichten auf der Seite Glauben schenken darf, wieder ein echtes Highlight werden.

Ich wünsche typeoff.de und spatium-magazin.de alles Gute und freue mich, dass unser kleiner Online-Typozirkel weiter wächst und gedeiht.
Geschrieben von Ivo
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1. September 2006, 10.48 Uhr | Kategorie
Drucktechnik, Medientechnik
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Das 6. Digitalproof-Forum, welches am 21. und 22. September in Wuppertal stattfinden sollte, wurde von den Veranstaltern Bundesverband Druck und Medien e.V. BVDM und der European Color Initiative ECI abgesagt. Als Begründung wird erwähnt, dass sich ein Großteil der Proofsystemhersteller nicht in der Lage gesehen habe, auf Basis der vereinbarten Testvorgaben am Digitalproof-Forum teilzunehmen.
Die Hersteller AGFA, CGS, EFI, Fujifilm, Kodak und Perfectproof bedauerten in einer gemeinsamen Presseerklärung die Absage des Forums, von der sie offenbar ausschließlich aus der BVDM-Pressemitteilung erfuhren. Die Begründung der Absage durch die Veranstalter kann jedoch aus Sicht der Hersteller nicht unkommentiert bleiben. Zum Zeitpunkt der Stornierung seien die Modalitäten und Testvorgaben noch nicht verabschiedet gewesen. Auslöser für die diskutierten Änderungen war offenbar die zunehmende Reduzierung in den Vergleichstests der Ergebnisbetrachtungen auf die Nachkommastellen der Delta-E-Werte. Deshalb empfehlen die Hersteller, die Fokussierung auf andere, für die Qualität eines Proofsystems gleichfalls bedeutende Kriterien zu legen. Sie seien zu einem konstruktiven Dialog mit BVDM und ECI gerne bereit.
Was Mick Jagger mit dieser Posse zu tun hat erklärt uns einmal mehr Hans-Georg Wenke in seinem Printblog.
Geschrieben von Ivo
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4. Juni 2006, 12.49 Uhr | Kategorie
Medientechnik
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Über mangelnde Besucher der Website kann ich mich nicht beschweren. Leider ist es jedoch mitterweile so, dass grob geschätzt etwa 60-70% aller Hits über die Google-Bildersuche zu mir gelangen. Grundsätzlich habe ich natürlich nichts gegen diese Besucher, allerdings bleiben sie fast ausschließlich etwa 1-2 Sekunden, laden sich das Bild (oder auch nicht) und sind dann wieder verschwunden. Das ist natürlich nicht im Sinne des Erfinders.
Zur Lösung dieses Problems stieß mich Jens-Christof auf die Google-Hilfe unter google.de/intl/de/webmasters/remove.html. Darin wird beschrieben wie vermieden werden kann, dass Google oder jede andere Suchmaschine die eigenen Bilder indiziert und der Bildersuchenden Welt zur Verfügung stellt. Für viele Webmaster ist das sicher nichts Neues, ich will die Vorgehensweise aber dennoch kurz beschreiben.
Zunächst muss ins Stammverzeichnis des Webservers eine robots.txt-Datei hinzugefügt werden (dazu einfach mit einem Texteditor eine .txt-Datei speichern und ihr den Namen robots geben. Wenn nur bestimmte Bilder nicht in die Google-Bildersuche aufgenommen werden sollen, muss daraufhin folgender Text in diese Datei geschrieben werden:
User-agent: Googlebot-Image
Disallow: /bildordner/bildname.jpg
Sollen, wie bei mir, gar keine Bilder mehr indiziert werden, muss folgendes in der robots.txt stehen:
User-agent: Googlebot-Image
Disallow: /
Wenn alle Suchmaschinen außen vor bleiben sollen und auch keine Texte mehr erfasst werden sollen, muss das so aussehen:
User-agent: *
Disallow: /
An sich ein einfach zu verstehender Mechanismus, oder?
Darüber hinaus ist es (derzeit allerdings nur bei Google) möglich, bestimmte Dateien einbezogen zu lassen und bestimmte zu entfernen. Sollen beispielsweise alle .gif-Dateien gefunden werden, die .jpg-Dateien jedoch nicht, muss die Syntax ein „*“ enthalten, um eine beliebige Zeichenfolge anzugeben, und ein „$“ am Ende einer Zeichenfolge zur Angabe des Endes des Namens. Das Beispiel würde so aussehen:
User-agent: Googlebot-Image
Disallow: /*.gif$
Weitere Informationen über die Datei robots.txt stehen unter folgender Adresse zur Verfügung: robotstxt.org/wc/norobots.html, eine Liste der verschiedenen Robot-Namen die angesprochen werden können hier: robotstxt.org/wc/active/html/index.html. Ich wünsche ein fröhliches Suchmaschinen-Tuning.
Geschrieben von Ivo