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Fontwerk

Archiv der Kategorie »Medientechnik«

× Neue Masterstudiengänge an der HdM Stuttgart

» 8. Mai 2007, 10.08 Uhr | Kategorie Drucktechnik, Medientechnik | 4 Kommentare

Ab dem kommenden Wintersemester bietet die Hochschule der Medien Stuttgart [HdM] neue Masterstudiengänge an. Vielleicht ist da etwas für den einen oder anderen Kommilitonen dabei? Im Angebot sind dann Computer Science and Media und Print and Publishing, ab kommenden Sommersemester gibt es noch Packaging, Design & Marketing, ein halbes Jahr später den Deutsch-Chinesischen Studiengang Drucktechnologie und Management und Elektronische Medien. Am 24. Mai findet für Interessenten ein Informationstag statt. Nähere Infos dürften der Website hdm-stuttgart.de zu entnehmen sein.

Geschrieben von Ivo


× Agile Produktentwicklung im Neuen Web

» 5. Mai 2007, 22.07 Uhr | Kategorie Medientechnik | Kommentieren?
Was macht es neu, das Neue Web? Was ändert das ‘neu’ an den Strategien, ein Produkt wie mite zu entwickeln? Was ändert sich auf Programmiererseite, im Produktmanagement, im Projektmanagement? Was hat ein Begriff wie Leidenschaft im Softwarebereich zu suchen, bitte?

Über mite berichtete ich ja bereits vor einiger Zeit. Nun ist die Diplomarbeit der Neu-Diplom-Ingenieure Julia Soergel und Sebastian Munz unter dem Namen »Agile Produktentwicklung im Neuen Web« fertig. Ihre aufschlussreichen Antworten auf die oben zitierten Fragen sind jetzt auf dem Projektblog als PDF downloadbar. Glückwunsch, ihr Zwei.

Geschrieben von Ivo


× TypeTool: die kleine Typedesign-Software

» 21. April 2007, 17.53 Uhr | Kategorie Medientechnik, Typografie | 5 Kommentare

Als Fontwerker begegnen mir bestimmte Fragen regelmäßig. Zwei dieser wiederkehrenden Fragen sind »Mit welchem Programm macht man eigentlich Schriften?« und »Gibt es nicht auch Freeware um Fonts zu erstellen?«. Nun gut, die erste Frage beantworte ich in der Regel mit FontLab Studio, das gemeinhin als qualitativer Branchenführer gilt. Die zweite Frage verneine ich, da mir kein wirklich brauchbarer Font-Editor bekannt ist, der kostenfrei verfügbar ist.

TypeToolAllerdings, es gibt einen Kompromiss. Für all jene, die sich mal am Schriftendesign versuchen und nicht gleich das große Geld für entsprechende Software ausgeben wollen, bietet die Firma FontLab das TypeTool für schmale 99 US-Dollar, 72,87 Euro nach aktuellem Wechselkurs. Mit der kürzlich veröffentlichten Version 3.0 können OpenTypes mit bis zu 65.000 Glyphen erstellt werden, aber natürlich auch weiterhin PostScript-Type-1- und TrueType-Schriftarten. Bestehende Fonts können dank einer komfortablen Importfunktion um neue Zeichen erweitert werden, der Unicode-Standard 5.0 wird unterstützt, es kann mit Masken-Ebenen und mehrzeiligen Unterschneidungs- und Kerning-Ansichten gearbeitet werden und die Druck- und Auto-Hinting-Funktionen wurden zur Vorgängerversion verbessert. Der weitere Funktionsumfang und eine Demoversion für Mac und PC finden sich unter fontlab.com/font-editor/typetool/download-typetool.

Geschrieben von Ivo


× Interessante Gedanken zum Schutz vor dem Diebstahl von Bildern aus Websites

» 17. März 2007, 11.45 Uhr | Kategorie Medientechnik | 3 Kommentare

…macht sich mein lieber Kommilitone und geschätzter Fotoexperte Stefan Füsers alias Lichtjäger.

Geschrieben von Ivo


× Nachwuchsförderung in der Druck- und Medientechnik

» 10. Februar 2007, 12.02 Uhr | Kategorie Drucktechnik, Medientechnik | Ein einsamer Kommentar

Gute Nachrichten aus der Berliner Druckszene: Die neu gegründete Elsnerdruck-Stiftung hat sich zur Aufgabe gemacht, den Nachwuchs der Führungskräfte des Grafischen Gewerbe in Berlin und Brandenburg zu fördern. Erreicht werden soll dies durch Zuwendungen für herausragende Studienleistungen an Absolventen der Druck- und Medienbranche sowie durch Förderung von Vorhaben, die geeignet sind, den Fach- und Führungsnachwuchs besonders zu qualifizieren. Das können Studienfahrten, Projekte, aber auch Fachseminare sein. Auf der Absolventenfeier des FB VI der TFH Berlin am 2.2.2007 überreichte Herr Gerhard Elsner erstmalig zwei Preise an die zwei besten DMT-Absolventinnen des vergangenen Semesters. Dotiert waren diese Preise mit 2.000 € beziehungsweise 1.500 €. Ein großes Kompliment gilt diesem Engagement. Tolle Sache.

Geschrieben von Ivo


× Zehn Dinge, die ich beim entspannten Surfen im Internet mal so überhaupt nicht mag

» 21. Januar 2007, 12.52 Uhr | Kategorie Medientechnik, Persönlich | 13 Kommentare
  1. Linkvorschau mit Snap. Mich persönlich nervt das total. Aber andere finden es gut. Zum Glück kann man es aber selbst deaktivieren.
  2. Websites, die ihre Fenstergröße selbst bestimmen, zum Beispiel Vollbild oder Miniformat und damit alle meine geöffneten Tabs gleich mit verstellen.
  3. Flash-Intros. Ich suche und betätige IMMER den Skip-Button.
  4. Weblogs, die fast nur noch aus Flash-Videos á la YouTube bestehen [nix gegen wirklich lohnenswerte Ausnahmen], haben ihre Existenzberechtigung verloren. YouTube kann ich auch selbst besuchen und Videos aufrufen, die wirklich meinen Geschmack treffen..
  5. Kontaktmöglichkeit über Mailto-Links und mich so zum Benutzen meines Mailprogramms zwingt [überhaupt alles, was mir beim draufklicken vorschreibt, wie ich vorzugehen habe, dazu gehört auch der nächste Punkt]
  6. target=blank, diese in einem neuen Fenster geöffneten Seiten mache ich sofort wieder zu. Ich will als User selbst entscheiden, was so wichtig ist, dass es ein eigenes Fenster verdient. Gelobt sei das Tab Browsing.
  7. Blogbeiträge, einzig aus Del.icio.us-Links bestehend [ich deutete das ja bereits an]. Wenigstens etwas näher mit der verlinkten Seite könnte man sich doch schon im Blogbeitrag befassen.
  8. Ich geben den Hyperlink ohne »www.« ein. Es erscheint eine Fehlermeldung. Ich gebe den Link nochmal mit »www.« ein. Die Seite erscheint. Schade um die verlorene Zeit und Glück für den Seitenbetreiber, dass ich es noch auf einen Versuch habe ankommen lassen.
  9. Links auf PDFs, die mich nicht vorwarnen, dass sich eine PDF öffnen wird, denn dann hätte ich den Link nicht geklickt, sondern das Lesen auf später verschoben und die Datei erstmal heruntergeladen.
  10. Soundeffekte oder Dudelmusik. Ich höre fast immer nebenbei Musik über Kopfhörer in einer angemessenen Lautstärke. Plötzlich knallt mir irgendein nerviger Sound ins Ohr. Dazu kommt, dass ich gern mal 20-30 Tabs gleichzeitig aktiv habe. Zwei solcher Seiten davon und ich melde mich in der Klapse an.

Das sind zugegeben keine wirklich weltbewegenden Sachen und Nichtigkeiten im sonstigen Alltag. Aber dennoch aus meiner Sicht Dinge, die vermeidbar sind. Denn schließlich will man als Webmaster und Seitenbetreiber doch, dass der Besucher gern kommt und vor allem wiederkommt. Das ist bei Unternehmenspräsentationen oder E-Commerce-Sites noch wichtiger als beispielsweise meiner eigenen. Aber gerade dort spricht man oft eine Sprache, die weit an dem vorbei geht, was der Kunde hören will. Dabei ist es doch eigentlich gar nicht so schwer, freundlich zu »reden«.

Mir fällt gerade ein, dass sich Gerrit vor einiger Zeit ähnliche Gedanken machte.

Geschrieben von Ivo


× Be mite

» 15. Januar 2007, 17.08 Uhr | Kategorie Medientechnik | 5 Kommentare

Screenshot des Onlinetools mite Screenshot des Onlinetools mite Screenshot des Onlinetools mite

Hauptintention der Diplomarbeit »Agile Produktentwicklung im Neuen Web« von Julia Sörgel und Sebastian Munz ist die Erschaffung von etwas Nützlichem. Etwas, was nachhaltig fortbestehen und ständig im Dialog mit den Usern weiterentwickelt werden soll. Unter diesem Anspruch entsteht mite. Ein hilfreiches Onlinetool, das zur Erfassung und Auswertung von Arbeitszeit dient. Besonders interessant dürfte das für kleine Agenturen und Freelancer sein, die bei der bisherigen Entwicklung bisher konsequent eingebunden wurden. Wer die Beiden von ihren optisch herausragenden Popnutten kennt, ahnt, dass die kostenlose Software zur Zeiterfassung ebenfalls gut bekömmlich und einfach zu bedienen ist. Die Eingabe ist so schmerzlos wie nur irgend möglich gestaltet, das Tool erstellt daraus im Handumdrehen aussagekräftige und verwertbare Reports.

Bei den beiden sympathischen Kommilitonen meines Studiengangs Druck- und Medientechnik bin ich mir sicher, dass sie ihr lobenswertes Manifest sehr ernst nehmen. Meine Empfehlung daher lautet ausprobieren. Be mite. Das sind die Guten.

Geschrieben von Ivo


× Arroganz XPress

» 11. Januar 2007, 11.46 Uhr | Kategorie Medientechnik | 5 Kommentare

Das 7.1er Update für Quark XPress ist für alle Kunden kostenlos verfügbar. Endlich wird Ukraine durch die Rechtschreibprüfung korrekt geschrieben. Weitere Verbesserungen stecken ebenfalls in dem für Mac OS X 157 MB großen [!] Paket. Der Versuch, vom Programm direkt aus upzudaten, schlägt allerdings fehl. Nicht mal ein Link zur Quark-Website ist zu finden. Man muss das Google-Orakel befragen, sofern man den Link nicht irgendwo gespeichert hat. Aber auch auf der Site findet sich kein einfacher Download-Button. Zuerst müssen Daten hinterlegt werden. E-Mailadresse, vollständiger Name und Adresse. Okay, es ist kein unüberwindbarer Umstand, aber für das sicherlich teuerste Programm auf dem Rechner [um die 2.500 Euro] in einer immer einfacher und schneller werdenden Rechnerumgebung einfach zu viel des Aufwandes.

Schritt 1 Schritt 2 Schritt 3

Offenbar gehört die bekannte Arroganz des Unternehmens Quark gegen seine Kunden keinesfalls der Vergangenheit an. Schade. Hier wird eine Corporate Language gesprochen, die sich rächen wird. Ich arbeite trotzdem noch gern mit diesem DTP-Programm.

Noch.

Geschrieben von Ivo


× Wenn Mac OS X mal wieder schwächelt

» 3. Dezember 2006, 10.31 Uhr | Kategorie Medientechnik | 4 Kommentare

… vielleicht einfach mal die System-Fonts ausmisten [Library/Fonts] und das nette frei verfügbare Tool OnyX den virtuellen Besen in die Hand drücken. Brachte mein kleines Powerbook mal wieder richtig in Schwung.

Geschrieben von Ivo


× Über Gebühr(en)

» 8. November 2006, 12.10 Uhr | Kategorie Medientechnik, Zeitgeist | 3 Kommentare

Das Internetangebot der Öffentlich-Rechtlichen auf dem Prüfstand

Die Ministerpräsidenten haben am 19. Oktober 2006 beschlossen, dass für »Neuartige Rundfunkgeräte« (Internet-PCs) ab Januar 2007 eine GEZ-Gebühr in Höhe von 5,52 Euro zu entrichten ist.

Viele Diskussionen sind ob der generellen Gerechtfertigung einer Pflichtabgabe für Benutzer von internetfähigen Computern geführt worden. Da es wohl so schnell kein Zurück von diesem Beschluss geben wird, möchte ich mich mit dieser Frage an dieser Stelle nicht auseinandersetzen, wohl aber untersuchen, ob denn das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt und der »Kunde« ausreichend Mehrwert für sein Geld bekommt. Auffallend ist nämlich, dass vor lauter Jammern innerhalb der Diskussion die tatsächliche Leistung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten an Internetdiensten kaum beleuchtet oder hinterfragt wurde. Kurzum: Gibt es eigentlich das Angebot, welches laut Gesetzgeber vom Bürger nachgefragt wird und ihm daher in Rechnung gestellt werden soll?

Testen wir daher stichprobenartig einige Sender, die ich persönlich derweilen »konsumiere«. Da wäre zunächst Radio 1 vom Rundfunk Berlin-Brandenburg. Gleich auf der Startseite von radio1.de wird der Livestream angepriesen. Man hat die Zeichen der Zeit also erkannt. Das ist zunächst sehr begrüßenswert. In der Praxis jedoch läuft der Webserver offenbar auf Sparbetrieb, so dass man meistens wenig Glück hat, sich mit seiner Software in den Stream zu schalten, es sei denn, man probiert es mitten in der Nacht oder am späten Abend, wenn die Server weniger belastet weil weniger angesteuert werden (in China habe ich dank Zeitverschiebung immer Empfang bekommen, musste mich dafür aber mit dem langweiligen Nachtprogramm begnügen). Ansonsten hilft nur Hartnäckigkeit, bis man sich virtuell durch die Serverkabel quetschen konnte und seinen Platz endlich innehat. Hat man Pech, überlegt es sich der Server nach einiger Zeit wieder anders und unterbricht die Übertragung aufgrund zu hohen Datenstroms. Auffallend positiv ist hingegen die Verfügbarkeit von Podcasts ausgewählter Beiträge des Radio-1-Programms. So kann man sich beispielsweise Interviews zeitversetzt auf seinen Rechner und/oder MP3-Player herunterladen (z.B. »Hörbar Rust«), oder sogar Beiträge, die ausschließlich als Podcast verfügbar sind (z.B. »Die geheimen Tagebücher von Radio 1«) und somit das eigentliche Radioprogramm entsprechend ergänzen.

Vorbildlich: Der Deutschlandfunk (dradio.de) bietet vier verschiedene Streams an, unter anderem einen unkomplizierten Flash-Player mit verhältnismäßig ansprechender Audioqualität.Bei meinen Besuchen im Hessischen war ich stets begeisterter Hörer von HR1, welcher eine bemerkenswerte Mischung informativer Text- und geschmackvoller Musikbeiträge in den Äther sendet. Mein Versuch, den Sender über das Internet auch in Berlin zu genießen, schlug allerdings fehl. Der Grund hierfür ist einfach wie leider auch unverständlich. HR1 bietet unter hr-online.de/website/radio/hr1 lediglich Podcasts bestimmter Rubriken an (z.B. »Achtung, Zudeick!«) und verzichtet komplett auf einen Livestream. Die Hessischen Landesrundfunkanstalten meinen scheinbar, dass sich dies nur für HR3, HR Info und YOU FM lohnt und koppeln HR1, HR2 und HR4 vom CPU-gesteuerten Empfangsgerät ab. Hier besteht ganz eindeutig Nachholbedarf.

Wie steht es aber mit dem viel gepriesenen Internetfernsehen? Betrachtet man hierzu einmal die beiden großen öffentlich-rechtlichen Fernsehsender, fällt auf, dass sich die Direktübertragung online beim Ersten auf die Nachrichtenmagazine und »Harald Schmidt« beschränkt, was zumindest den guten Willen der Verantwortlichen deutlich macht. Manche Highlights kann man sich zeitversetzt anschauen, so zum Beispiel »Menschen bei Maischberger«. Im schönen Neudeutsch nennt sich das dann Video on Demand und setzt lediglich bestimmte kostenlose Software auf dem heimischen Rechner voraus. Die »Tagesschau« kann man so nicht nur ansehen, wann man will, sondern auch wie oft man will. Falls die Sehnsucht nach Jan Hofer mal wieder stärker werden sollte …

Beim ZDF darf es da bereits etwas mehr sein. Das Hauptprogramm wird hier flankierend unterstützt, beispielsweise durch ganztägige Liveschaltungen aus dem Bundestag. Vom normalen Programm werden zeitgleich meist nur die beiden Hauptsendungen am Abend im Internet zur Verfügung gestellt. Dafür kann man aber parallel zu »Julia - Wege zum Glück« mit weiteren Telenovela-Fans chatten. Mir persönlich würde das ganz normale Programm als verlässlicher Livestream bereits ausreichen. Dass die Qualität des Ganzen – bedingt durch den derzeitigen technischen Stand der Datenübertragung – noch Welten von der des althergebrachten Fernsehers entfernt ist, lasse ich an dieser Stelle besser auch außen vor.

Fazit: Ich sehe einen gewissen Nachholbedarf der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten bezüglich ihrer Angebote für Nutzer »neuartiger Rundfunkgeräte«, insbesondere bei den regionalen Radiosendern. Wenn Gebühren für den Empfang über die moderne Technik verlangt werden, sind die Anstalten auch in der Pflicht, diesen Empfang ihres Grundprogramms zumindest theoretisch zu ermöglichen und einen ausreichend empfangbaren Livestream anzubieten, bevor man sich auf – durchaus wünschenswerte – Spielereien und Gimmicks wie Podcasts, Chats usw. konzentriert. Schließlich leistet sich auch niemand das Premiere-Fußball-Paket, wenn man hiermit live nur die 2. Liga empfangen kann und von der Champions League ausschließlich über Video on Demand vom Mannschaftstraining berichtet wird.

Geschrieben von Ivo


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