Kategorie »Medientechnik«


Leipziger Typotage 2012

Leipziger Typotage 2012

Ich selbst war leider noch nie dort und werde es wohl auch am 13. Oktober dieses Jahres nicht schaffen. Dabei finde ich das Druck-nahe Konzept der Leipziger Typotage sehr reizvoll: die (trotz Plurals) eintägige Konferenz steht in einem thematischen Zusammenhang mit einer parallel im Museum für Druckkunst stattfindenden Sonderausstellung Echt oder falsch? Eine Ausstellung um Geld und seine Fälschungen. Die Gesellschaft zur Förderung der Druckkunst Leipzig e.V. hat dazu als Referenten Experten aus der Geldherstellung, Banknotendesigner, Falschgeldsachverständige und Sammler eingeladen, die facettenreiche Einblicke in die Welt des Geldes gewähren werden.

Webfont-Services: Eine Bestandsaufnahme

Webfont-Services sind die Tools der Stunde für typografisch anspruchsvolle Webdesigner. Da Safari und Chrome noch mit einer echten Webfont-Unterstützung à la EOT und WOFF auf sich warten lassen (für beide Formate bieten erste Schrifthersteller Lizenzen an), sind es diese Online-Dienstleister, die innovativen Webdesignern die langersehnte Fontvielfalt ermöglichen.

Ich habe einmal alle verfügbaren Services zusammengetragen. Dabei habe ich sowohl die jeweiligen Konditionen und Varianten der Preisbildung als auch die Anzahl und Qualität bzw. Bedeutung der einzelnen Foundries aufgelistet. Falls Dollarpreise angegeben wurden habe ich sie zur besseren Vergleichbarkeit in Euro umgerechnet, jeweils einheitlich auf das Jahr bezogen.

Technisch bauen die meisten Dienste auf reine CSS-Lösungen, manche auch mit Unterstützung von JavaScript. Für den Webdesigner ist das aber, wie ich finde, nicht wirklich relevant. Daher bleiben nähere Erläuterungen hierzu aus. Wichtig: Die Reihenfolge spiegelt meine Einschätzung der Relevanz des jeweiligen Webfont-Services wieder. Die ergibt sich aus meinem Eindruck von der Akzeptanz der Anwender, der Qualität und Quantität der teilnehmenden Foundries und Fonts, der Innovationsgeschwindigkeit und dem möglichen Zukunftspotenzial des Services. Zum großen Teil also recht subjektive Einschätzungen, über die man natürlich streiten kann.

Typekit

Typekit

  • Rund 70 kleine bis große Foundries und Schriftgestalter (z.B. FontFont, Underware, Veer, T-26, Type Together, Suitcase, Porchez, PSY/OPS, P22, Delve, Bitstream) mit fast 500 zeitgenössischen Fontfamilien, teilweise optimiert für die Bildschirmdarstellung
  • Berechnung nach Pageviews im Monat, pro Jahr, pro Website, pro Font
  • 4 Preisstufen: von kostenlos (2 Fonts, 25.000 Pageviews/Monat, 1 Website, Werbeplakette bedingt, Zugriff nur auf Trial Library) bis 80€ (∞ Fonts, 1 Mio PV/M, ∞ Websites, Zugriff auf komplette Bibliothek)

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The End of Print – Jetzt wirklich! … Wirklich?

Eine gute Freundin fragte mich, ob ich ihr im Rahmen ihrer Diplomarbeit für ein Interview zur Verfügung stehe. Sie suche regelmäßige Leser von Tageszeitungen zwischen 20 und 30 Jahren. Das Altersschema passte zwar [noch], jedoch beziehe ich alle Informationen, die [mir] wichtig sind, über verschiedenste Angebote im Netz. Allenfalls »Die Zeit« schafft es noch dann und wann auf meinen Frühstückstisch. Dann muss ich aber wissen, dass ich selbige auch am bevorstehenden Wochenende habe. Gut, dann leite die Anfrage einfach an deine zeitungslesenden Freunde weiter, so ihre folgende Bitte. Ich überlegte sehr angestrengt, doch wollte mir partout niemand unter 30 einfallen, der noch regelmäßig Zeitung liest.

Jüngst trat ein großes britisches Designmagazin an unsere Firma heran und offerierte uns folgendes Angebot: Für einen nicht unerheblichen vierstelligen Pfund-Betrag würden wir Editorial Content erhalten, würde man also über uns im Rahmen eines Beitrages schreiben. Man hätte bereits mehrere Schrifthersteller für eine entsprechende Serie gewinnen können. Selbstverständlich lehnten wir diese Anfrage ab. Welcher Leser von Fachmagazinen möchte solche Artikel vorgesetzt bekommen? Wo bleibt der inhaltliche Mehrwert, wenn die Berichterstattung lediglich noch eine Frage des Geldes ist?

Diese und andere Beispiele, ja selbst wissenschaftliche Studien, aber vor allem das zweite Beispiel lassen mich nun endgültig an der Zukunft der gedruckten Medien zweifeln. Lange war ich selbst als bekennender Günter Internetzer überzeugt, dass die gute alte Dame Print in diesem Bereich dem Sturm noch eine Weile trotzen kann. Nun sinkt aber mein Vertrauen in ihre Standfestigkeit. Ich bin davon überzeugt, dass der Druck nicht per sé dem Ende entgegen geht. Auf keinen Fall. Akzidenzen und Bücher werden in unserer Generation weiterhin gewichtigen Bestand haben, meine ich. Aber gedruckte Nachrichten in Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen – hat das Zukunft?

Die Legende vom Druckmaschinenquartett

DruckmaschinenquartettEs gibt sie mit Dikatoren, Seuchen, Panzern und Plattenbauten. Die Rede ist von Quartettspielen. Kaum zu glauben, aber bisher fehlte eine naheliegende Variante: ein Spiel mit Druckmaschinen. Richtig, jene tonnenschwere Präzisionsmaschinen, mit denen die Spielkarten hergestellt werden. Ganz klar also, es musste Abhilfe geschaffen werden. Bereits Anfang des Jahres beendeten wir – meine lieben Freunde Helene Durst, Florian Ahrens, Jan Weiss und ich – im Rahmen des »Studienprojekts Produkterstellung« die Produktion des Druckmaschinenquartetts. Von der Idee, Konzeption und Recherche über die Gestaltung, die Reinzeichnung, den Druck [unterstützt von vierC] bis hin zur Weiterverarbeitung fertigten wir gemeinsam die Kartenspiele. Auf 32 Karten werden die wichtigsten Bogenoffsetmaschinen von Firmen wie Heidelberg, MAN Roland, KBA, Komori, Shinohara und anderen gezeigt. Gespielt wird mit den Werten Einführungsjahr, Abmessungen, Bogenformat, Farbwerkemaximum, Druckgeschwindigkeit, Bedruckstoffdicke und Gewicht. Ein Spiel für Freaks also. Druckfreaks.

Druckmaschinenquartett

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Kostenlose Fotos für Blogger

Bei Mouseover erscheint eine WerbungEiner Meldung von Reuters zufolge wird die lizenzfreie Bildagentur Corbis zukünftig einen interessanten Weg einschlagen. Corbis will zusammen mit dem Partner Picscout Bloggern im Rahmen des Projektes picapp.com kostenfrei Fotos zur Beitragsgestaltung auf ihren Weblogs zur Verfügung stellen. Die qualitativ hochwertigen Fotos, die aus dem normalen Bildangebot stammen, werden dann entweder eine kleine Werbung über einem Teil des Bildes haben oder eine Art Pop-Up, das bei der Berührung des Cursors mit dem Bild erscheint. Einen Vorgeschmack, wie das aussehen wird, bekommt man bereits auf dem PicAppBlog. Auch eine Art Provision für über derartige Werbelinks verkaufte Bilder soll es für die Blogbetreiber geben. Im Moment befindet sich das Projekt in der Beta-Phase und sucht in Kürze weitere bloggende Tester.