× Red Bull verdient Prügel und belebt Solidarität*
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3. September 2005, 20.00 Uhr | Kategorie
Zeitgeist
(* Zitat Transparent von Fans des FC Zürich)
Am 7. April 2005 übernahm die Firma Red Bull den Verein SV Austria Salzburg, der bereits 1997 vom Sponsor Wüstenrot den schönen Namen SV Wüstenrot Salzburg bekam und seit 1978 den Namen SV Casino Salzburg (damaliger Sponsor: Österreichische Spielbanken AG) trug. Zwar wurde in der Generalversammlung am 4. Juni 2005 beschlossen, dass die Vereinsfarben Violett-Weiß beibehalten werden sollen, aber weder die Trikots (rot bzw. blau), das Wappen noch die Vereinsmedien lassen auch nur irgendwo ein violettes Element erkennen. Als Fußballenthusiast bin ich der Auffassung, dass man Vereinstraditionen bewahren sollte. Die Entwicklung in Salzburg ist sehr beunruhigend, ein Klub wurde praktisch ausgelöscht, ein neuer Klub ins Leben gerufen. Die Anliegen der Fans wurden schlichtweg ignoriert, es gab nicht einmal das kleinste Entgegenkommen seitens der neuen Vereinsführung. Teilweise wird Fans in violett-weiß mit Fahnen und Transparenten sogar der Einlass zu den Spielen verwehrt.

Auch unsere Südkurve in Braunschweig solidarisiert sich mit den Österreichern. | Foto: Desperados Dortmund
Sponsornamen in Vereinsnamen und -wappen sind leider schon traurige Realität in Österreich und dies wird bis auf wenige Ausnahmen (Rapid Wien, Wacker Tirol) bei fast allen Bundesligaklubs praktiziert, aber die Form von Sponsoring, die in Salzburg zur Zeit praktiziert wird übertrifft alles. Es spielt Red Bull Salzburg in der Red Bull Arena, nicht das Match steht im Mittelpunkt sondern der Event. Von Fallschirmspringern über Clowns vor dem Stadion über engagierte Fans die mit weißen Tüchern winken - das hat mit Fußball nichts mehr zu tun. Während dem Spiel werden die Spielszenen auf der Videowand gezeigt, kommentiert vom Stadionsprecher. Bei Spielunterbrechungen wird Musik eingespielt - nach amerikanischem Vorbild.
Viele Fans wünschen sich ihren alten Verein zurück. Daher wurde die Initiative Violett-Weiß ins Leben gerufen. Ich verkünde hiermit meine Solidarität mit den Fans des SV Austria und unterstütze, auch im Namen unseres Fankombinats Ostharz diese Initiative!
Nein zum „modernen Fußball“!
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