
Der weltbekannte und von mir sehr bewunderte Street Artist Banksy hat es diesmal offenbar auf die hoch bewachte Baustelle des Bundesnachrichtendienstes abgesehen. Ich müsste mich schon sehr täuschen, wenn es sich bei dem eben in der Chausseestraße aufgenommenen Werk nicht um eines vom geheimnisumwitterten Künstler aus England handelt. Selbst wenn es am Ende nur ein Nachahmer war: das Graffito ist großartig und passt perfekt an diesen unheimlichen Ort in der Nachbarschaft! Ich bin gespannt, wie lange das gute Stück an der mit zahlreichen Videokameras gesicherten Sichtblendwand erhalten bleibt und ob weitere Banksys gesichtet werden.



Sieht eher nach einem anderen Pochoirkünstler aus. Irgendwie nicht ganz die Handschrift von Banksy.
Danke für das Aufspüren des netten Werkes.
Sehr stimmiges Zusammenspiel von Werk und Ort.
Finde auch, dass der Stil nicht ganz zu Banksy passt. Aber trotzdem ein schönes Werk.
Zweifle ebenfalls stark daran, dass das ›ein echter Banksy‹ ist, zu grob, zu schlecht imitiert, und höchst unwahrscheinlich dass er sich derart mit der Umgebung auseinandersetzt. Und ›geheimnisumwittert‹? Hm, so wie einem Banksy inzwischen um die Ohren gehauen wird und er mit dem Fame und der Bekanntheit offenbar auch ganz gut leben kann, finde ich ihn eher genau das Gegenteil von geheimnisumwittert (vgl auch seine drei Büchlein und die große Monografie bei Century, 2005). Banksy-style führt bei mir inzwischen mehr zu Augenschmerzen denn zu dem Innehalten, Wundern und Amkopfkratzen über das ›Hier und Jetzt‹ wie einst.