Schriftfarbenrassismus

17. Oktober 2007 | 07.32 Uhr | Kategorie: Typografie, Zeitgeist

Ist da ein typografischer Ku-Klux-Klan am Werk?

Die neu eröffnete Filiale von Tigaa-Imbiss […] musste ihr braunes, eigens von einem Architekten entworfenes Logo ändern, weil die Stadt überzeugt war, es handele sich hier um kein Logo, sondern um einen Schriftzug und für den seien nunmal weiße Einzelbuchstaben vorgeschrieben. Nur der farbige I-Punkt durfte bleiben.

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Manipulation bei Amazon? ⇒

  1. 1 | Nils | 17. Oktober 2007 um 11.10 Uhr

    Wild. Hat man sowas schon mal gehört? Blöde, wenn das Logo einen weißen Untergrund verlangt. Weiße Schrift auf weißem Grund ist eher suboptimal. Blöde Gleichmacherei… Irgendwelche Schnösel, die da eh nie hingehen würden, aber noch ein wenig Geld damit machen wollen. *pff*

    In Sachen McD – In Rothenburg op de Tauber gibt es in der Nähe vom Rathausplatz eine Filiale. Da aber die Stadt selber so alt ist und Wert auf ihr historisches Aussehen legt, dufte McD dort nicht seine buntgrelle Werbung fahren. Deshalb findet man dort (leider kein Bild gefunden) ein “historisches” Schild aus Schmiedeisen. Lustig – und nicht auffällig. Aber das ist auch eine völlig andere Situation. [So ähnlich schaut es aus...]

  2. 2 | Stefan | 17. Oktober 2007 um 12.41 Uhr

    Willkommen in der BRD, der bürokratischen Republik Deutschland, wo Menschen ohne fachliches Wissen die Bevölkerung mit ihren meist schwachsinnigen Vorschriften tyranisieren dürfen.

  3. 3 | Bernd | 18. Oktober 2007 um 08.52 Uhr

    Die Problematik ist nicht aus der Luft gegriffen, jedoch wird das wohl nicht die Lösung sein. Mich nervt persönlich auch diese teilweise visuelle Verschmutzung.

  4. 4 | david | 18. Oktober 2007 um 17.16 Uhr

    Ich amüsiere mich gerade köstlich über das “eigens von einem Architekten entworfene” Logo… Was ich von der Regelung halten soll, weiß ich indes nicht, da ich den Bohlweg schlicht nicht kenne. Vielleicht verschandeln dort ja tatsächlich die grellen Reklamen das Straßenbild, aber allgemein bin ich durchaus der Ansicht, dass farbenfrohe Geschäftsfronten sein dürfen. Auch, wenn sie aus designerischer Sicht nicht selten Kapitalverbrechen darstellen, gehört zu einem Stadtbummel durchaus auch bunte Stimmung.

  5. 5 | plan 27 | 21. Oktober 2007 um 22.55 Uhr

    Nils: In Rothenburg/Tauber gibt es seit 3-4 Jahren keinen McD mehr. Hat sich anscheinend nicht mehr gelohnt, da musste man das schmiede-eiserne “M”-Hängeschild wohl wieder einschmelzen. Aber das nur als Anmerkung :)

  6. 6 | alfredum | 22. Oktober 2007 um 21.42 Uhr

    DELETE! Die Entschriftung des öffentlichen Raums
    Ein Buch erschienen bei orange press.
    In Wien wurde mal eine Einkaufsstrasse für einige Tage
    entschriftet.
    Ein Versuch einer werbefreien Umwelt.

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