Großstadtkriminalität

1. Mai 2007 | 19.59 Uhr | Kategorie: Zeitgeist

Direkt unter meinem Fenster wurde heute am hellichten Nachmittage einem Audi das Fenster eingeschlagen und das Radio entwendet. Das konnte ich kaum fassen, als ich es sah. Der junge Mann, der eben völlig verdutzt vor den Glassplittern stand, darauf angesprochen, ob jetzt gar noch das restliche Auto gestohlen wurde, beantwortete meine Frage mit einem apathischen aber dennoch deutlichen »Hm«. Das konnte ich nun gar nicht mehr fassen. Er aber noch viel weniger. Wahnsinn.

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Ein außergewöhnlicher Fetisch ⇒

  1. 1 | microboy | 1. Mai 2007 um 20.10 Uhr

    wedding downtown halt … ;)

  2. 2 | Jens Kutilek | 1. Mai 2007 um 20.17 Uhr

    Dabei wohnt Ivo doch gar nicht im Wedding …

  3. 3 | Ivo | 1. Mai 2007 um 20.18 Uhr

    Mitte, mein lieber Microboy, Mitte! Hier gibt es sowas normalerweise nicht. ;)

  4. 4 | microboy | 1. Mai 2007 um 21.29 Uhr

    dann wohnst du aber ganz hart an der grenze zum wedding oder? das mauerfoto war zumindest aus westperspektive geschossen. :)

  5. 5 | Ivo | 1. Mai 2007 um 21.38 Uhr

    Stimmt. Ich kann den Wedding fühlen. Der Audifahrer übrigens auch. Aber wir wollen hier mal nicht weiter die Vorurteilskiste vollstopfen. Daher als Quintessenz: Autodiebstahl gibt es nicht nur in den sogenannten Problembezirken.

  6. 6 | Stefan | 2. Mai 2007 um 07.59 Uhr

    Als wenn das was mit dem Wedding zu tun hätte. Ich hoffe seit ewigen zeiten darauf, dass sich mal jemand an meienm Wagen vergeht … Fehlanzeige.

  7. 7 | microboy | 2. Mai 2007 um 10.02 Uhr

    sicher kann man das nicht so pauschaul sagen (deshalb ja auch mein smilie). zu denken, dass sich die kriminalitaet gleichmaessig ueber berlin verteilt finde ich dann aber doch etwas naiv. per google findet man relativ schnell entsprechende statistiken. letztendlich gibt es im wedding ecken wo ich mich sicher fuehle und ecken die ich eher meide – im prenzlauer berg sieht das uebrigens nicht anders aus.

  8. 8 | Henning Krause | 3. Mai 2007 um 12.17 Uhr

    Huh? In Mitte gibt es “normalerweile” keine Kriminalität?!?! Ivo, mein Lieber, ich habe 10 Jahre wenige hundert Meter vom Hackeschen Markt gewohnt und dort auch mein Büro gehabt. Mir ist nur einmal mein Auto in meiner jetzt schon 17jährigen Berliner Zeit aufgebrochen und ausgeräumt worden – und das war in Mitte. Auch der Auf-die-Fresse-Pokal geht knapp an Mitte, was sich allerdings durch die lange Wohndauer notfalls erklären liesse. Andererseits sind die folgend platzierten Bezirke Neukölln, Wedding und Kreuzberg keine leichten Gegner. Mein Eindruck ist: Wenn sich die supervollgekoksten Megakriminellen mal so richtig amüsieren gehen wollen, dann gehen sie nach Mitte. Da ist einfach auch noch was zu holen, im Wedding kannste Deinem Nachbarn ja bestenfalls die gebrauchten Papiertaschentücher wegklauen.

    H.

  9. 9 | Ivo | 3. Mai 2007 um 14.47 Uhr

    Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht, Henning. Er hat mich zum endgültigen Umdenken bewogen. Ich habe soeben veranlasst, die hölzerne Haustür durch eine doppelte Stahltür zu ersetzen und komplette Videoüberwachung bestellt. Bis die kommt patrouilliert ab sofort ein Wachdienst vor dem Haus.
    [Vielleicht fällt dir spätestens jetzt mein Zwinker-Smily im von dir zitierten Posting auf? ;) ]

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