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	<title>Kommentare zu: Welche Schulschrift ist die richtige?</title>
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	<description>░ Typografie.Design.Zeitgeist</description>
	<pubDate>Wed, 19 Nov 2008 22:15:59 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Ivo</title>
		<link>http://www.fontwerk.com/442/welche-schulschrift-ist-die-richtige/#comment-6515</link>
		<dc:creator>Ivo</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 May 2007 14:32:46 +0000</pubDate>
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		<description>Vielen Dank für diese spannenden Gedanken dazu. Dass das Lernen selbst mit dem Schreiben so eng zu tun hat war mir bisher nicht so bewusst, leuchtet aber ein und lässt dieses Thema noch interessanter werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank für diese spannenden Gedanken dazu. Dass das Lernen selbst mit dem Schreiben so eng zu tun hat war mir bisher nicht so bewusst, leuchtet aber ein und lässt dieses Thema noch interessanter werden.</p>
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		<title>Von: Fritz</title>
		<link>http://www.fontwerk.com/442/welche-schulschrift-ist-die-richtige/#comment-6451</link>
		<dc:creator>Fritz</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 May 2007 11:10:56 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Diskussionsrunde,

es ist toll, wie das Thema Handschriftlichkeit gerade auf breiter Front wieder ins Bewußtsein von Graphikern und Typographen durchbricht.

Ich selbst halte es für äußerst wichtig, welches Modell und welche Methode gelehrt werden. Und dabei ist die Form weniger wichtig als die Qualität, eine wirkliche Basis zur Entwicklung der eigenen Handschrift zu legen. 

Beim Schreiben gibt es naturgemäß zwei Pole: Geschwindigkeit und Artikulation. Ein gutes Modell muss einen guten Kompromiss zwischen diesen beiden Polen anbieten. Schreiben ist nicht nur eine persönliche Geste und ein kultureller Ausdruck, es ist auch eine sauwichtige Technik, um die ersten 16 bis 20 Jahre seines Lebens an der Wissensvermittlung teilzunehmen. 

Oder deutlicher: wer in den ersten 4 Jahren keine gute Schreibgrundlage bekommt, tut sich die nächsten acht Jahre schwer, in der Schule alles mitzuschreiben, es nachher beim Lernen noch lesen zu können und in Schulprüfungen (Bsp. Deutschaufsatz !) 6-8 Seiten A4 in eineinhalb bis zwei Stunden ohne Krämpfe herunterzuschreiben.

Schüler, die schlecht schreiben schneiden in der Folge auch inhaltlich in den verschiedensten Fächern schlechter ab, als sie müssten. 

Eine sehr sehr spannende Arbeit dazu habe ich vor ein paar Jahren in Frankreich gesehen. Dort haben sich zwei Typo-Studentinnen daran gemacht, eine neue Schulschrift zu entwickeln. 

Bei einem Wettbewerb des Erziehungsministeriums 2001/02 wurde diese Schrift prämiert. Doch offiziell eingeführt wurde sie heute nicht.

Veröffentlicht wurde das Modell dennoch: "La boîte à lettres – Guide pédagogique", Paris : Nathan, 1998. Dazu hätt ich Euch jetzt gern nen Link geposted, aber die sind leider nicht mehr up to date... Ihr könnt nach "Laurence Bedoin" googeln.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Diskussionsrunde,</p>
<p>es ist toll, wie das Thema Handschriftlichkeit gerade auf breiter Front wieder ins Bewußtsein von Graphikern und Typographen durchbricht.</p>
<p>Ich selbst halte es für äußerst wichtig, welches Modell und welche Methode gelehrt werden. Und dabei ist die Form weniger wichtig als die Qualität, eine wirkliche Basis zur Entwicklung der eigenen Handschrift zu legen. </p>
<p>Beim Schreiben gibt es naturgemäß zwei Pole: Geschwindigkeit und Artikulation. Ein gutes Modell muss einen guten Kompromiss zwischen diesen beiden Polen anbieten. Schreiben ist nicht nur eine persönliche Geste und ein kultureller Ausdruck, es ist auch eine sauwichtige Technik, um die ersten 16 bis 20 Jahre seines Lebens an der Wissensvermittlung teilzunehmen. </p>
<p>Oder deutlicher: wer in den ersten 4 Jahren keine gute Schreibgrundlage bekommt, tut sich die nächsten acht Jahre schwer, in der Schule alles mitzuschreiben, es nachher beim Lernen noch lesen zu können und in Schulprüfungen (Bsp. Deutschaufsatz !) 6-8 Seiten A4 in eineinhalb bis zwei Stunden ohne Krämpfe herunterzuschreiben.</p>
<p>Schüler, die schlecht schreiben schneiden in der Folge auch inhaltlich in den verschiedensten Fächern schlechter ab, als sie müssten. </p>
<p>Eine sehr sehr spannende Arbeit dazu habe ich vor ein paar Jahren in Frankreich gesehen. Dort haben sich zwei Typo-Studentinnen daran gemacht, eine neue Schulschrift zu entwickeln. </p>
<p>Bei einem Wettbewerb des Erziehungsministeriums 2001/02 wurde diese Schrift prämiert. Doch offiziell eingeführt wurde sie heute nicht.</p>
<p>Veröffentlicht wurde das Modell dennoch: &#8220;La boîte à lettres – Guide pédagogique&#8221;, Paris : Nathan, 1998. Dazu hätt ich Euch jetzt gern nen Link geposted, aber die sind leider nicht mehr up to date&#8230; Ihr könnt nach &#8220;Laurence Bedoin&#8221; googeln.</p>
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	<item>
		<title>Von: Florian Hardwig</title>
		<link>http://www.fontwerk.com/442/welche-schulschrift-ist-die-richtige/#comment-6334</link>
		<dc:creator>Florian Hardwig</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 May 2007 08:10:59 +0000</pubDate>
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		<description>Auch das Schweizer Fernsehen &lt;a href="http://tinyurl.com/ytvmz7" title="Clip des SF zu Schnüerlischrift vs. Basisschrift"&gt;berichtete&lt;/a&gt; über H.E.Meiers Reformschrift:
«Generationen von Schülern sin pauket worde zur Schnüerli-Schrift ... aber die Zite schienet vorbi.»</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Auch das Schweizer Fernsehen <a href="http://tinyurl.com/ytvmz7" title="Clip des SF zu Schnüerlischrift vs. Basisschrift">berichtete</a> über H.E.Meiers Reformschrift:<br />
«Generationen von Schülern sin pauket worde zur Schnüerli-Schrift &#8230; aber die Zite schienet vorbi.»</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Ivo</title>
		<link>http://www.fontwerk.com/442/welche-schulschrift-ist-die-richtige/#comment-6327</link>
		<dc:creator>Ivo</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 May 2007 19:06:58 +0000</pubDate>
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		<description>Von einer treuen Leserin wurde mir übrigens noch jener interessante Zeitungsartikel der Schweizer NZZ zugesendet, der gut zum Thema passt: &lt;a href="http://www.nzz.ch/2007/01/03/il/articleEQT1D.html"&gt;nzz.ch/2007/01/03/il/articleEQT1D.html&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Von einer treuen Leserin wurde mir übrigens noch jener interessante Zeitungsartikel der Schweizer NZZ zugesendet, der gut zum Thema passt: <a href="http://www.nzz.ch/2007/01/03/il/articleEQT1D.html">nzz.ch/2007/01/03/il/articleEQT1D.html</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Ivo</title>
		<link>http://www.fontwerk.com/442/welche-schulschrift-ist-die-richtige/#comment-6256</link>
		<dc:creator>Ivo</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Apr 2007 20:26:57 +0000</pubDate>
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		<description>Dieses Vortragsangebot werde ich mal notieren, Florian. Für das nächste Mal dürfte das zwar noch nichts werden [wir haben dafür schon sehr Interessantes in der Pipeline], aber wenn du magst, bist du jederzeit gern gesehener Gast in unserer Berliner Runde. Wir sprechen da mal zu gegebener Zeit drüber, okay?

Allen danke ich an der Stelle für eine bisher hervorragend geführte und äußerst informationsgeladene Diskussion. Freue mich sehr, wenn ich mit dem einen oder anderen kleinen Beitrag den Nerv meiner Leser treffe und von euren Reaktionen selbst durch neue Erkenntnisse und Blickwinkel profitieren kann. Das macht Spaß!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Vortragsangebot werde ich mal notieren, Florian. Für das nächste Mal dürfte das zwar noch nichts werden [wir haben dafür schon sehr Interessantes in der Pipeline], aber wenn du magst, bist du jederzeit gern gesehener Gast in unserer Berliner Runde. Wir sprechen da mal zu gegebener Zeit drüber, okay?</p>
<p>Allen danke ich an der Stelle für eine bisher hervorragend geführte und äußerst informationsgeladene Diskussion. Freue mich sehr, wenn ich mit dem einen oder anderen kleinen Beitrag den Nerv meiner Leser treffe und von euren Reaktionen selbst durch neue Erkenntnisse und Blickwinkel profitieren kann. Das macht Spaß!</p>
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	<item>
		<title>Von: Florian Hardwig</title>
		<link>http://www.fontwerk.com/442/welche-schulschrift-ist-die-richtige/#comment-6244</link>
		<dc:creator>Florian Hardwig</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2007 13:07:19 +0000</pubDate>
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		<description>Hi Jens! freiwillig? Es wär mir eine Ehre! ;)
4.Mai? Ich hab eigentlich vor, nach Mainz zur &lt;a href="http://www.translations-symposium.de/"&gt;translations&lt;/a&gt; zu fahren … Mist, immer alles Gute gleichzeitig!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Jens! freiwillig? Es wär mir eine Ehre! ;)<br />
4.Mai? Ich hab eigentlich vor, nach Mainz zur <a href="http://www.translations-symposium.de/">translations</a> zu fahren … Mist, immer alles Gute gleichzeitig!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jens Kutilek</title>
		<link>http://www.fontwerk.com/442/welche-schulschrift-ist-die-richtige/#comment-6242</link>
		<dc:creator>Jens Kutilek</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2007 12:24:58 +0000</pubDate>
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		<description>Hört, hört, ein freiwilliges Vortragsangebot für den Stammtisch :)

Bist Du am 4. Mai dabei, Flo? Deinen Vortrag kannst Du ja beim folgenden Stammtisch halten, für nächste Woche ist es vielleicht doch ein bißchen knapp ... ;)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hört, hört, ein freiwilliges Vortragsangebot für den Stammtisch :)</p>
<p>Bist Du am 4. Mai dabei, Flo? Deinen Vortrag kannst Du ja beim folgenden Stammtisch halten, für nächste Woche ist es vielleicht doch ein bißchen knapp &#8230; ;)</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: Florian Hardwig</title>
		<link>http://www.fontwerk.com/442/welche-schulschrift-ist-die-richtige/#comment-6241</link>
		<dc:creator>Florian Hardwig</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2007 11:57:45 +0000</pubDate>
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		<description>Andreas Frohloff schrieb:
&lt;blockquote&gt;Man kann über die Preußen denken was man will, aber ihr Grundsatz »Was man beherrschen soll, muss geübt werden.«, ist mir schon sympatisch.&lt;/blockquote&gt;

Das ist unbestritten. G. SE Briem stellt dem – hinsichtlich der dazu nötigen und in früheren Zeiten mit Gewalt erzielten Disziplin – gegenüber: 
&lt;blockquote&gt;Warum ging Schönschrift den Bach runter? Alle möglichen Feinde des zivilisierten Lebens wurden beschuldigt (der Kugelschreiber, Gewalt im Fernsehen, Kohlenhydrate; suchen Sie sich was aus). Ich mache einen weiteren Vorschlag: Menschlichkeit. Schlechte Handschrift ist der Preis, den wir für ein zivilisiertes Leben zahlen.&lt;/blockquote&gt;—&lt;a href="http://briem.ismennt.is/4/4.3a/4.3.1.what.works.htm"&gt;&lt;i&gt;What works in the classroom?&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Andreas Frohloff schrieb:</p>
<blockquote><p>Man kann über die Preußen denken was man will, aber ihr Grundsatz »Was man beherrschen soll, muss geübt werden.«, ist mir schon sympatisch.</p></blockquote>
<p>Das ist unbestritten. G. SE Briem stellt dem – hinsichtlich der dazu nötigen und in früheren Zeiten mit Gewalt erzielten Disziplin – gegenüber: </p>
<blockquote><p>Warum ging Schönschrift den Bach runter? Alle möglichen Feinde des zivilisierten Lebens wurden beschuldigt (der Kugelschreiber, Gewalt im Fernsehen, Kohlenhydrate; suchen Sie sich was aus). Ich mache einen weiteren Vorschlag: Menschlichkeit. Schlechte Handschrift ist der Preis, den wir für ein zivilisiertes Leben zahlen.</p></blockquote>
<p>—<a href="http://briem.ismennt.is/4/4.3a/4.3.1.what.works.htm"><i>What works in the classroom?</i></a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Florian Hardwig</title>
		<link>http://www.fontwerk.com/442/welche-schulschrift-ist-die-richtige/#comment-6240</link>
		<dc:creator>Florian Hardwig</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2007 11:53:50 +0000</pubDate>
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		<description>Das ist ja lustig, der Ivo schreibt über Schulschriften!

Auch ich habe mich letztes Jahr im Rahmen meiner Diplomarbeit mit den ›Formen der ersten Schrift‹ beschäftigt.
Was ich besonders spannend finde: Es ist die einzige Schrift, die ein jeder selbst in ihrer Konstruktion nachvollzogen hat. Wie ist der 4-dimensionale Aufbau der Buchstaben, wie ist die Reihenfolge und Richtung der Striche? Wie hat ein ›normales‹ &lt;b&gt;a&lt;/b&gt; oder &lt;b&gt;F&lt;/b&gt; auszusehen?



Auch wenn die eigene Handschrift oft als &lt;em&gt;das&lt;/em&gt; Persönlichkeitsmerkmal gesehen wird, sind ihre Grundformen alles andere als individuell: Das in der Schulzeit erlernte Norm-Modell hinterlässt natürlich seine Spuren. Und weil die Institution Schule in der Regel national organisiert ist, lassen sich Handschrift-Stile verschiedener Ländern (und Zeiträume) voneinander unterscheiden. Auch wenn selbstverständlich niemand sklavisch bei seiner Grundschul-Schrift bleibt, existieren ›Dialekte‹ der Handschrift.

Und die sind sicher nicht nur für Forensiker, sondern auch für (Schrift-)Gestalter interessant.

In meiner Arbeit, die sich auf lateinische Schrift und Schreibmodelle der letzten 50 Jahre beschränkt, werden Beispiele aus Deutschland (inkl. der DDR), der Schweiz, Österreich, den Niederlanden, der Tschechischen Republik, Polen, Norwegen, Italien, Frankreich, Großbritannien, den USA und Australien präsentiert und analysiert.

Vielleicht besteht ja Interesse, sich die Arbeit auf einem Typostammtisch in Berlin anzusehen? Da müssten wir dann natürlich auch &lt;a href="http://www.slanted.de/1258"&gt;Linda Hintz&lt;/a&gt; einladen, mit der ich mich bisher leider nur aus der Ferne austauschen konnte.

Beste Grüße, Florian</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist ja lustig, der Ivo schreibt über Schulschriften!</p>
<p>Auch ich habe mich letztes Jahr im Rahmen meiner Diplomarbeit mit den ›Formen der ersten Schrift‹ beschäftigt.<br />
Was ich besonders spannend finde: Es ist die einzige Schrift, die ein jeder selbst in ihrer Konstruktion nachvollzogen hat. Wie ist der 4-dimensionale Aufbau der Buchstaben, wie ist die Reihenfolge und Richtung der Striche? Wie hat ein ›normales‹ <b>a</b> oder <b>F</b> auszusehen?</p>
<p>Auch wenn die eigene Handschrift oft als <em>das</em> Persönlichkeitsmerkmal gesehen wird, sind ihre Grundformen alles andere als individuell: Das in der Schulzeit erlernte Norm-Modell hinterlässt natürlich seine Spuren. Und weil die Institution Schule in der Regel national organisiert ist, lassen sich Handschrift-Stile verschiedener Ländern (und Zeiträume) voneinander unterscheiden. Auch wenn selbstverständlich niemand sklavisch bei seiner Grundschul-Schrift bleibt, existieren ›Dialekte‹ der Handschrift.</p>
<p>Und die sind sicher nicht nur für Forensiker, sondern auch für (Schrift-)Gestalter interessant.</p>
<p>In meiner Arbeit, die sich auf lateinische Schrift und Schreibmodelle der letzten 50 Jahre beschränkt, werden Beispiele aus Deutschland (inkl. der DDR), der Schweiz, Österreich, den Niederlanden, der Tschechischen Republik, Polen, Norwegen, Italien, Frankreich, Großbritannien, den USA und Australien präsentiert und analysiert.</p>
<p>Vielleicht besteht ja Interesse, sich die Arbeit auf einem Typostammtisch in Berlin anzusehen? Da müssten wir dann natürlich auch <a href="http://www.slanted.de/1258">Linda Hintz</a> einladen, mit der ich mich bisher leider nur aus der Ferne austauschen konnte.</p>
<p>Beste Grüße, Florian</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Boris</title>
		<link>http://www.fontwerk.com/442/welche-schulschrift-ist-die-richtige/#comment-6236</link>
		<dc:creator>Boris</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2007 08:31:54 +0000</pubDate>
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		<description>Eine interessante Diplomarbeit zu dem Thema gibt es hier: http://www.slanted.de/1258</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine interessante Diplomarbeit zu dem Thema gibt es hier: <a href="http://www.slanted.de/1258" rel="nofollow"></a><a href='http://www.slanted.de/1258'>http://www.slanted.de/1258</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Andreas</title>
		<link>http://www.fontwerk.com/442/welche-schulschrift-ist-die-richtige/#comment-6227</link>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Apr 2007 18:04:45 +0000</pubDate>
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		<description>Die gute alte Schulschrift (Schnürchenschrift) hat in den letzten Jahren hier in der Schweiz heftige Diskusionen unter Lehrern und Schriftschaffenden ausgelöst – weil zu kompliziert, nicht gut lesbar und zudem schwierig zu schreiben.
Hans Eduard Meyer (Syntax) hat vor einiger Zeit eine zeitgemässere Schulschrift entworfen, die meine Tochter nun im nächsten Schuljahr zu schreiben lernen wird.

Hier findet Ihr weitere interessante Infos:

http://www.schulschrift.ch/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die gute alte Schulschrift (Schnürchenschrift) hat in den letzten Jahren hier in der Schweiz heftige Diskusionen unter Lehrern und Schriftschaffenden ausgelöst – weil zu kompliziert, nicht gut lesbar und zudem schwierig zu schreiben.<br />
Hans Eduard Meyer (Syntax) hat vor einiger Zeit eine zeitgemässere Schulschrift entworfen, die meine Tochter nun im nächsten Schuljahr zu schreiben lernen wird.</p>
<p>Hier findet Ihr weitere interessante Infos:</p>
<p><a href="http://www.schulschrift.ch/" rel="nofollow"></a><a href='http://www.schulschrift.ch/'>http://www.schulschrift.ch/</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Andreas Frohloff</title>
		<link>http://www.fontwerk.com/442/welche-schulschrift-ist-die-richtige/#comment-6225</link>
		<dc:creator>Andreas Frohloff</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Apr 2007 14:19:03 +0000</pubDate>
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		<description>@stk: deswegen meine ich, dass es auch keien Vortellung mehr von Methodik gibt … Solche guten Ideen erscheinen heute geradezu illusorisch!
Allerdings meine ich auch, dass es geignete und ungeeignete Schriftvorlagen gibt.

@Stefan: auch so ein Unfug, dass man mit Rechts schreiben m u s s!

Also es geht mir schon um das Ziel und geübt werden sollte mit geeigneten (ein weites Feld) Methoden ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@stk: deswegen meine ich, dass es auch keien Vortellung mehr von Methodik gibt … Solche guten Ideen erscheinen heute geradezu illusorisch!<br />
Allerdings meine ich auch, dass es geignete und ungeeignete Schriftvorlagen gibt.</p>
<p>@Stefan: auch so ein Unfug, dass man mit Rechts schreiben m u s s!</p>
<p>Also es geht mir schon um das Ziel und geübt werden sollte mit geeigneten (ein weites Feld) Methoden ;-)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Stefan</title>
		<link>http://www.fontwerk.com/442/welche-schulschrift-ist-die-richtige/#comment-6224</link>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Apr 2007 13:05:01 +0000</pubDate>
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		<description>Warum muss ich bei Schreibdrill immer daran denken, dass ich früher mal mit links schreiben konnte ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Warum muss ich bei Schreibdrill immer daran denken, dass ich früher mal mit links schreiben konnte &#8230;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: stk</title>
		<link>http://www.fontwerk.com/442/welche-schulschrift-ist-die-richtige/#comment-6221</link>
		<dc:creator>stk</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Apr 2007 11:15:14 +0000</pubDate>
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		<description>@Andreas Frohloff: Meines Erachtens ist weniger die Art der gelehrten Schrift entscheidend, sondern die Handhabung des Schreibgeraets. Lockere Handhabung in den Fingern, die Bewegung kommt aus den Schultern (kein "malen" mit den Fingern!) und fuehrt zu einer fluessigen Schreibbewegung mit fliessenden Linien, ohne bei laengeren Passagen zur Ermuedung zu fuehren. Das wurde "frueher"[tm] in langen Sitzungen mit der Kreide an der Tafel geuebt -- da kommt die Bewegung wie selbstverstaendlich aus der Schulter -- und schrittweise auf kleine Zeichen uebertragen (wo die Versuchung zu "malen" viel groesser ist). Im Endeffekt haben wir den Niedergang der Schreibkultur dem Humanismus zu verdanken, der den vermeintlichen Schreibdrill an der Tafel kritisch beaeugt, anstatt ihn als Vermittlung grundlegender handwerklicher Faehigkeiten zu sehen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Andreas Frohloff: Meines Erachtens ist weniger die Art der gelehrten Schrift entscheidend, sondern die Handhabung des Schreibgeraets. Lockere Handhabung in den Fingern, die Bewegung kommt aus den Schultern (kein &#8220;malen&#8221; mit den Fingern!) und fuehrt zu einer fluessigen Schreibbewegung mit fliessenden Linien, ohne bei laengeren Passagen zur Ermuedung zu fuehren. Das wurde &#8220;frueher&#8221;[tm] in langen Sitzungen mit der Kreide an der Tafel geuebt &#8212; da kommt die Bewegung wie selbstverstaendlich aus der Schulter &#8212; und schrittweise auf kleine Zeichen uebertragen (wo die Versuchung zu &#8220;malen&#8221; viel groesser ist). Im Endeffekt haben wir den Niedergang der Schreibkultur dem Humanismus zu verdanken, der den vermeintlichen Schreibdrill an der Tafel kritisch beaeugt, anstatt ihn als Vermittlung grundlegender handwerklicher Faehigkeiten zu sehen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Andreas Frohloff</title>
		<link>http://www.fontwerk.com/442/welche-schulschrift-ist-die-richtige/#comment-6220</link>
		<dc:creator>Andreas Frohloff</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Apr 2007 09:59:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontwerk.com/442/welche-schulschrift-ist-die-richtige/#comment-6220</guid>
		<description>Ein spannendes Thema, finde ich. Zwei Aspekte interessieren mich besonders:
1. Wenn jemand nach einer guten Vorlage schreiben gelernt hat, wie sieht seine Schrift später aus, wie hat sie sich entwickelt?

2. &lt;blockquote&gt;Weitestgehend ist man heute nämlich dazu übergegangen, den Kindern primär die Druckschrift beizubringen [wobei wir wissen, dass da die Vielfalt erst so richtig beginnt] und ihnen die Entwicklung einer eigenen Schreibform selbst zu überlassen. Die vorgestellten Schreibformen sollen nach diesem Paradigmenwechsel lediglich noch als Orientierungshilfe dienen.&lt;/blockquote&gt;
Dazu kann ich nur, abgewandelt, sagen: »Und ist es auch Wahnsinn, so hat es nicht einmal Methode!«
Beispielsweise wird kaum jemand erwarten, dass es reicht, wenn man ein Paar Schlittschuhe gezeigt bekommt und ein paar mal übers Eis gezogen wird – dass man dann Schlittschuh laufen gelernt hat oder es gar kann ;-(
Mir graust davor, dass immer mehr Menschen sich wegen ihrer eigenen Handschrift schämen werden, weil sie selber nicht lesen können, was sie »geschrieben« haben.
Zum Glück gibt es ja Computer, die sind, wie praktisch, sowieso immer an allem Schuld ;-(
Man kann über die Preußen denken was man will, aber ihr Grundsatz » Was man beherrschen soll, muss geübt werden.«, ist mir schon sympatisch.
Abschließen möchte ich meine »seltsamen« Gedanken mit der Hoffnung, dass es nach einem Niedergang immer wieder neuen Aufschwung gibt. ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein spannendes Thema, finde ich. Zwei Aspekte interessieren mich besonders:<br />
1. Wenn jemand nach einer guten Vorlage schreiben gelernt hat, wie sieht seine Schrift später aus, wie hat sie sich entwickelt?</p>
<p>2.<br />
<blockquote>Weitestgehend ist man heute nämlich dazu übergegangen, den Kindern primär die Druckschrift beizubringen [wobei wir wissen, dass da die Vielfalt erst so richtig beginnt] und ihnen die Entwicklung einer eigenen Schreibform selbst zu überlassen. Die vorgestellten Schreibformen sollen nach diesem Paradigmenwechsel lediglich noch als Orientierungshilfe dienen.</p></blockquote>
<p>Dazu kann ich nur, abgewandelt, sagen: »Und ist es auch Wahnsinn, so hat es nicht einmal Methode!«<br />
Beispielsweise wird kaum jemand erwarten, dass es reicht, wenn man ein Paar Schlittschuhe gezeigt bekommt und ein paar mal übers Eis gezogen wird – dass man dann Schlittschuh laufen gelernt hat oder es gar kann ;-(<br />
Mir graust davor, dass immer mehr Menschen sich wegen ihrer eigenen Handschrift schämen werden, weil sie selber nicht lesen können, was sie »geschrieben« haben.<br />
Zum Glück gibt es ja Computer, die sind, wie praktisch, sowieso immer an allem Schuld ;-(<br />
Man kann über die Preußen denken was man will, aber ihr Grundsatz » Was man beherrschen soll, muss geübt werden.«, ist mir schon sympatisch.<br />
Abschließen möchte ich meine »seltsamen« Gedanken mit der Hoffnung, dass es nach einem Niedergang immer wieder neuen Aufschwung gibt. ;-)</p>
]]></content:encoded>
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