TypeTool: die kleine Typedesign-Software

21. April 2007 | 17.53 Uhr | Kategorie: Medientechnik, Typografie

Als Fontwerker begegnen mir bestimmte Fragen regelmäßig. Zwei dieser wiederkehrenden Fragen sind »Mit welchem Programm macht man eigentlich Schriften?« und »Gibt es nicht auch Freeware um Fonts zu erstellen?«. Nun gut, die erste Frage beantworte ich in der Regel mit FontLab Studio, das gemeinhin als qualitativer Branchenführer gilt. Die zweite Frage verneine ich, da mir kein wirklich brauchbarer Font-Editor bekannt ist, der kostenfrei verfügbar ist.

TypeToolAllerdings, es gibt einen Kompromiss. Für all jene, die sich mal am Schriftendesign versuchen und nicht gleich das große Geld für entsprechende Software ausgeben wollen, bietet die Firma FontLab das TypeTool für schmale 99 US-Dollar, 72,87 Euro nach aktuellem Wechselkurs. Mit der kürzlich veröffentlichten Version 3.0 können OpenTypes mit bis zu 65.000 Glyphen erstellt werden, aber natürlich auch weiterhin PostScript-Type-1- und TrueType-Schriftarten. Bestehende Fonts können dank einer komfortablen Importfunktion um neue Zeichen erweitert werden, der Unicode-Standard 5.0 wird unterstützt, es kann mit Masken-Ebenen und mehrzeiligen Unterschneidungs- und Kerning-Ansichten gearbeitet werden und die Druck- und Auto-Hinting-Funktionen wurden zur Vorgängerversion verbessert. Der weitere Funktionsumfang und eine Demoversion für Mac und PC finden sich unter fontlab.com/font-editor/typetool/download-typetool.

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  1. 1 | nd | 21. April 2007 um 19.04 Uhr

    Und fontforge lasst ihr aussen vor? Wird nicht als brauchbar klassifiziert?

  2. 2 | Ivo | 21. April 2007 um 19.31 Uhr

    Du hast Recht, erwähnen sollte ich dieses OpenSource-Werkzeug zumindest. Mir persönlich gefällt es aber nicht so recht, was ich nicht mal wirklich an konkreten Fakten festmachen kann. Das Handling will mir nicht so recht gefallen, allen voran diese X11-Geschichte. Vielleicht habe ich ihm auch nur zu geringe Chancen gegeben?

  3. 3 | Andreas | 21. April 2007 um 21.47 Uhr

    In der Tat ist FontForge gewöhnungsbedürftig, dennoch sollte man es im Auge behalten. Es ist durchaus beachtenswert, schliesslich kann man sogar UFO-Files schreiben und einiges mehr. Für die kleine Font-Produktion für zwischendurch ist es sicher mit TypeTool vergleichbar. Ich glaube FontForge kann noch ein wenig mehr (MultipleMaster).

    Das Handling von Fontlab ist durchaus auch nicht das Beste, daher ist es wohl eher Gewohnheit.

  4. 4 | stefano picco | 22. April 2007 um 13.05 Uhr

    ich bin alter fontographer fan :) leider nie zeit gehabt alle 5034957 projekte zu beenden :(

  5. 5 | nd | 22. April 2007 um 19.00 Uhr

    Die Tatsache das es X11 unter Mac OS X benutzt liegt eben einfach in den Wurzeln von fontforge. Die Bedienung ist, wie eig. alle alte (bzw klassische) UNIX Software (z.B. xfig) gewöhnungsbedürftig, allerdings nicht allzu schlecht. Drei Tasten werden effizient genutzt.

    Wer ein ,,schönes” Programm sucht ist eher falsch…

    Naja, ich wollte ff erwähnt haben, weil es fast alle Formate lesen und schreiben, und alles in allem mehr kann als es aussieht…

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