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Die besten Schriften 2008

× Buchstaben aus feinem Gehackten

» 4. April 2007, 20.49 Uhr | Kategorie Typografie

Das Ganze ist zwar schon beinahe zwei Jahre alt und damit mittlerweile nach dem Lebensmittelgesetz Gammeltypo, ich möchte dennoch diese tolle Sache erwähnt wissen: der New Yorker Robert J. Bolesta macht nämlich Buchstaben aus Gehacktem. Ich liebe Gehacktes. Mjamm, mjamm, mjamm.

Buchstaben aus Fleisch von Robert Bolesta
© Einzelfotos: Robert Bolesta [robertbolesta.com/2005/valuepack.htm]

Vielleicht in diesem Zusammenhang auch interessant das »BrainAlphabet«?

Vielen Dank für den Tipp an Georg.

Geschrieben von Ivo


Kommentare RSS

  1. kleen-b

    jibtit auch nen käsefont?

  2. Oliver Adam

    »Tolle Sache«? Aus durchgedrehten Tierleichen Typo machen?! Eher eine eklige Sache von jemandem, der nicht nachdenkt, was er da tut.

  3. Ivo

    Täglich werden Tonnen von Fleisch weggeschmissen, obwohl es noch essbar wäre, aber laut Gesetz auf den Müll [oder wo auch immer es entsorgt wird] gehört. Da mal ein paar Pfund zu einer kleinen Typoarbeit zu formen finde ich nicht wirklich verwerflich. Nachdem er das fotografiert hat, hat er vielleicht ja zu einer großen Runde Chili con Carne oder Buletten geladen. Eklig finde ich das wirklich nicht, kann aber verstehen, dass das aus Vegetariersicht durchaus anders gesehen werden kann. Meine Mutter findet das vielleicht auch nicht so schön, denn die hat immer gesagt, ich solle nicht mit dem Essen spielen.

  4. Oliver Adam

    Hi Ivo! Etwas mit Schlechtes mit etwas Schlechtem zu rechtfertigen, ist unethisch und auch unlogisch. Drastisches Beispiel: Unter dem Hinweis, dass jeden Tag Tausende Menschen weltweit umgebracht werden, könntest Du selbst einen Menschen töten – was ja, auf die große Zahl bezogen, nicht weiter ins Gewicht fiele. Kern meiner Kritik: Leben wird vernichtet, um damit kurzfristig oberflächliche »Aktionskunst« zu machen. Das ist aus humanistischer (und auch vegetarischer) Sicht natürlich abzulehnen. Wenn Du mal eine wirklich spannende gedankliche Reise unternehmen willst, lies das:

    × Manifest des evolutionären Humanismus. Plädoyer für eine zeitgemäße Leitkultur

    Wenn Du die Sache nach der Lektüre immer noch genau so sehen solltest, ersetze ich Dir das Buch und geb Dir am nächsten Stammtisch einen aus ;-)

  5. Ivo

    Kern meiner Kritik: Leben wird vernichtet, um damit kurzfristig oberflächliche »Aktionskunst« zu machen.

    Ich versteh ja deine Sicht wirklich sehr gut, aber Kern meiner These ist ja die, dass der Künstler lediglich eine Stufe in den »Fleischprozess« eingeschoben hat. Also das normal im Handel übliche Fleisch eben vor dem Verzehr verformt. Das Gegenteil kann mir keiner beweisen. Und die Ansicht, das Essen von Fleisch per sé als schlecht zu sehen, kann ich nicht teilen. Sorry.

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