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Fontwerk

× Slanted Nummer Vier: Pixel- und Matrixfonts

» 5. April 2007, 21.59 Uhr | Kategorie Design, Typografie

Das Cover der 4. SlantedWas ich an der Typoszene besonders schätze, sind die Menschen. In welcher Branche trifft man sonst fast ausnahmslos Enthusiasten, die ihre Arbeit wirklich lieben, ja, zum Teil sogar leben? Oftmals ist Gewinnmaximierung ein Fremdwort, es geht angenehm oft um die Sache selbst. Das sieht man unter anderem am beeindruckenden Engagement für unseren Berliner Typostammtisch, aber auch anhand von Projekten wie Slanted. Jenes Typomagazin unterstütze ich selbst aus der selben Begeisterung heraus und dem Plattformgedanken folgend seit einiger Zeit mit Online-Beiträgen und nun auch als Redaktionsmitglied der Printversion.

Innenteil Slanted Nr. 4Es macht Spaß, mit vielen Verrückten ein Magazin zu gestalten, das andere Typofreunde gern lesen und ihnen einen gewissen Mehrwert bietet. Mittlerweile ist die vierte Ausgabe des Slanted-Magazins für zehn Euro bestellbar. Der für Inhalt, Umfang [200 Seiten] und Auflage [10.000] wirklich lächerliche Preis kann nur durch eine bemerkenswerte Zusammenarbeit mit Océ erreicht werden, die das Heft in einer den Digitaldruck hervorragend präsentierenden Qualität auf einer VP6250 drucken und damit ihre Maschinen selbst bewerben. Hoffentlich auch mit gebührenden Erfolg.

Innenteil Slanted Nr. 4Wer »Slanted #4 – The Grid Issue« in den Händen hält, spürt es schnell selbst, das »Gefühl Typografie«, ohne dabei in einem zu eng gefassten Themenkorsett gefangen zu sein. Für genau diese Freiheit sorgen Fachartikel, Font- und Labelvorstellungen, Fotostrecken, Illustrationen, Typostories, Musikrezensionen und nicht zuletzt Interviews, zu denen auch ich eines beisteuern konnte. Mit Jürgen Huber führte ich ein interessantes Gespräch über Fonts, Inspiration und seine Professur.

Nach der Lektüre sehe ich Pixel- und Matrixfonts nun in einem ganz anderen Licht, was vor allem den tollen vorgestellten Schriften und vor allem dem Leitartikel von Thomas Mettendorf geschuldet ist. Eine genauere Inhaltsübersicht ist unter slanted.de/1210 nachzulesen. Keine Frage, wer sich mit Typografie beschäftigt, kommt an Slanted wohl nicht mehr vorbei. Bestellt werden kann das Magazin über die Magma-Website, allerdings erst in ein paar Tagen. Die Erstauflage ist nämlich bereits ausverkauft. Ich freue mich sehr, die Redaktionskollegen auf der Slanted-Couch auf der TYPO Berlin wieder zu treffen. Bis dahin wünsche ich allen Lesern des Fontwerks frohe Ostern.

Das von mir geführte Interview mit Prof. Jürgen Huber
Das Interview mit Jürgen Huber

Geschrieben von Ivo


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