× Umweltschutz um jeden Preis?
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8. März 2007, 23.37 Uhr | Kategorie
Zeitgeist
In Zeiten des allgemeinpopulären und vor allem politisch aktuellen Umweltschutzes frage ich mich, ob es noch vertretbar ist, im Rahmen des Berlin-Bonn-Shuttles monatlich über 600 Flugzeuge starten zu lassen. In Bonn sind derzeit noch über 11.000 Regierungsbeamte tätig, darunter allein 600 des Umweltministeriums. 132.000 Dienstreisen kommen da pro Jahr zusammen. Daraus resultierend ein CO2-Gesamtausstoß von 17.000 Tonnen. Wäre ein endgültiger Umzug aller Ministerien nicht diskussionswürdiger, als wie bisher die Anzahl der Zylinder eines Abgeordneten- oder Ministerautos?
Aus der kleinen politischen Ecke, Ihr Hauptstadtkorrespondent Ivo G.
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Ingo
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Stefan
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Andreas
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Der Klas
TrackBack URIStimmt. Allerdings sollten alle Ministerien wieder nach Bonn. ;-)
Da waren die Wege halt kürzer, d.h. auch inner(-haupt-)städtisch musste man nicht soviel Sprit verbrauchen. Und ganz ehrlich: Die Bonner Republik war doch eh’ viel schöner…
Ingos Kommentar zeigt doch schon die eigentlichen Gründe, man will Bonn nicht sterben lassen. Und dann sind da ja noch die armen Bundesbeamten, die dann umziehen müssten …
(eine solche Mobilitätsbereitschaft wird übrigens von jedem Hartz4-Empfänger erwartet)
Was solche Flüge allgemein angeht, so frage ich mich, wofür Deutschland eine Flugbereitschaft bei der Luftwaffe hat. Die müssen Übungsflüge machen, um auf ihr Soll zu kommen, warum fliegen die also nicht den Shuttle? (in deutlich eingeschränktem Umfang natürlich, nicht jeder Bonner Beamte muss nach einem Tag Berlin abends wieder bei Mutti sein, nur um am nächsten Tag wieder nach Berlin zu fliegen)
Ich habe mich letztens auch mit einem Bekannten darüber unterhalten, dass den Leuten von der Politik empfohlen wird, in Deutschland Urlaub zu machen, um die Umwelt zu schonen (wenn möglich nicht mit dem Flugzeug in den Urlaub, sagte Herr Gabriel persönlich…) und die Politiker werden weiterhin in Berlin mit den Luxusmodellen von VW, BMW, Audi und Mercedes durch die Gegend kutschiert…
Dann muss ich aber lesen, dass die EU-Politiker aus “eigenem Antrieb” während ihres Treffens diese Woche in Brüssel mit kleineren Autos gefahren sind. Bilder habe ich davon allerdings noch nicht gesehen… ;-)
Und zu den Regierungsvertretungen in Bonn: Da ist es dann schon wieder aus mit dem Umweltschutz :-D
Die Diskussion geht für mich eh am eigentlichen Problem vorbei!
So ist die steuerliche Förderung eines nachrüstbaren DPF eine riesige Augenwischerei;
Solch ein DPF (kostet ca 1.000 €) filtert maximal ein Marmeladenglas Ruß auf 80.000 km aus den Abgasen.
Die Öko-Pelletheizung haut in einem Winter viel mehr Ruß rauß und wird trotzdem steuerlich gefördert. Wo sind da die Verhältnisse? Autofahren und Fliegen sind Peanuts im Vergleich zur Industriellen Verunreinigung!
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