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Fontwerk

× Montevideo ist wie München am Meer*

» 13. Februar 2007, 20.31 Uhr | Kategorie Zeitgeist

Der Autor der »Mörderfackel« hat wieder zugeschlagen. Nachdem Armin Reins das Mittelmaß in der deutschen Werbung bekämpfte, fühlt er nun der »Corporate Language« auf den Zahn. Mit Genuss verschlang ich sein Buch, das – wie ich finde – genau das richtige ist für Texter, Werber, Kommunizierer und alle die verstehen wollen, warum sie von den Werbern nicht verstanden werden. Um es mit den Worten des Spiegels zu sagen: »Nach der Lektüre wissen sie genauer, warum sie manche Dinge kaufen und andere nicht.«

Corporate Language von Armin ReinsAbwechslungsreiche, aber in sich schlüssige Kapitel vermitteln entscheidende Erkenntnisse für eine bessere Unternehmenssprache, die entscheidender wahrgenommen wird, als großspurige Versprechungen teurer Kampagnen. Oder wer hat sich nicht schon einmal über ein arrogantes Schreiben seiner Versicherung geärgert? Außerdem erfährt man bereits auf den ersten Seiten, wie man mit einem einzigen Satz zum Multimillionär werden kann. Jener Satz ist nun aber schon vergeben.

»Es geht heute in den Texten häufig nicht mehr darum, durch eine Vielzahl von Argumenten zu glänzen. Es geht darum, die richtige Haltung zu kommunizieren. Denn der Verbraucher kauft immer mehr Produkte, die ihn in seiner Haltung bestätigen.«

Derlei anhand bemerkenswerter Beispiele erläuterte Theorien und Erkenntnisse lassen mir nichts anderes übrig, als »Corporate Language« dem thematisch auch nur annähernd Interessierten wärmstens zu empfehlen. Allein schon er abermals entzückenden typografischen Gestaltung des Hermann-Schmidt-Verlags wegen. Ich bin sehr gespannt auf Armin Reins, der – nachdem ich meinen Kollegen von seinem Buch vorschwärmte [gibt es da vielleicht einen Zusammenhang?] – als Sprecher der TYPO 2007 engagiert wurde. Ende des unbezahlten Werbeblocks.

* Wer übrigens wissen will, was es mit der Überschrift auf sich hat, wird nicht umhin kommen, die Seiten ab 39 zu studieren … ;)

Geschrieben von Ivo


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  1. ░ Fontwerk ░ Typografie.Design.Zeitgeist » TYPO 2007: Mein Stundenplan

    […] 12 | Armin Reins, Sag mir was Du hörst, und ich sag Dir wer Du bist. [An dieser Stelle noch einmal der Hinweis auf sein geniales »Corporate Language«-Buch] […]

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