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4. Dezember 2006, 23.42 Uhr | Kategorie
Typografie
Vor zwei Monaten kündigte ich die Veröffentlichung des auf 1000 Exemplare limitierten 5. Spatium-Magazins »Hamburgefonts« an. Mittlerweile habe ich die beiden Hefte [68- und 36-Seiter, ich berichtete] längst mit großer Freude verschlungen. Da ich großartig finde, was die Offenbacher damals schon im digitalen Format leisteten und nunmehr zum fünften Mal in haptischer Form als gedrucktes Magazin, möchte ich noch einmal etwas genauer auf »Hamburgefonts« eingehen. Vielleicht ist der eine oder andere Leser noch auf der verzweifelten Suche nach einem gescheiten typografischen Weihnachtsgeschenk?

Das erste der beiden Hefte – gedruckt in einer interessanten Zweifarbig-plus-schwarz-Duotone-Version – enthält zahlreiche Beiträge in deutscher und englischer Sprache rund um Schriftmuster. Neben Tanja Huckenbeck und Peter Reichard von Typosition selbst zeichnen sich unter anderem Catherine Dixon, Marie-Luise Mascia und Oded Ezer als Contentlieferanten verantwortlich. Im dünneren vierfarbigen Heft sind aktuelle Schriftmuster verschiedener Foundries abgebildet und mit einem aufschlussreichen Piktogrammsystem beschrieben. Unter anderem zeigen Firmen wie Underware, Emigre, URW++, die Typonauten, Fountain, FontBureau oder Sudtipos wie Specimens gestaltet sein können. Beim verträumten Stöbern fiel mir erstmals auf, wie viele dieser Publikationen ich mittlerweile schon gehortet habe.

Zu den Heften bieten die Spatiums in ihrem Webshop shop.spatium-magazin.de zudem ein extra designtes Schriftmusterplakat an, das die Headlines der Artikel aus dem Magazin in den entsprechenden Schriften präsentiert. Hierbei handelt es sich beispielsweise um die schönen FF Strada, Auto, Sauna, Sophisto, Jenny oder Esta. Das Plakat dürfte so manche Bürowand bereichern können.
Alles in allem eine schöne Liebeserklärung. Auch von mir an Spatium.
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Peter Reichard
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Ivo
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Peter Reichard
TrackBack URIHallo Ivo,
vielen Dank für das positive Feedback.
Eine Korrektur hätte ich jedoch. Das Duotone-Heft ist wirklich nur mit 2 (!) Farben gedruckt, komplett ohne Schwarz. Das Schwarz bzw. die Graustufenbilder entstehen durch den Zusammendruck der beiden Farben.
Peter
Du hast natürlich Recht. Wie komme ich denn darauf? Der Mensch neigt offenbar derweilen zur Verwirrtheit …
Mach dir nichts draus, das hatten schon einige Leute verwirrt. Wir waren auch bei Andruck positiv überrascht wie relativ neutral das Grau bzw. Schwarz im Zusammendruck wurde. Im Proof war es schon ganz ok, aber letztendlich wurde es im Offset noch um einiges besser.
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