Wie Jesus wurde, wer er war: Die Bibel nach Biff

6. Dezember 2006 | 19.43 Uhr | Kategorie: Persönlich

Ich möchte etwas gestehen. Ich lese selten. Klar, Typobücher, Designpublikationen und sonstige Fachliteratur schon. Aber echte Bücher? Romane? Keine Ahnung warum, aber da bin ich ungewollt ziemlich anspruchsvoll, lege einen neuen Schmöker schnell mal nach den ersten Seiten zurück ins Regal, wenn er mich nicht ziemlich bald fesseln konnte. Zu meinem eigenen Unmut ist dies eher die Regel als die Ausnahme. Plötzlich und unerwartet war es jedoch anders. Ich möchte euch jenes Buch vorstellen, das ich von meinem lieben Bruder bekam: »Die Bibel nach Biff«.

Die Bibel nach BiffAls bekennender Atheist runzelte ich zunächst die Stirn, als ich las »Die wilden Jugendjahre von Jesus, erzählt von seinem besten Freund«. Jener bester Freund ist Levi bar Alphaeus, genannt Biff, der nach einem 2000 Jahre währenden Schlaf unter den Augen des Engel Raziels die Jugend seines Freundes Jesus H. Christus, genannt Josua, niederschreiben soll. So abstrus die Geschichte auch klingen mag, so genial vermag sie Christopher Moore vom ersten Augenblick an zu erzählen. Oftmals muss man sogar lauthals lachen, was insbesondere in der U-Bahn irritierte Blicke auf sich ziehen kann. Dabei wird Jesus vom Autor nicht einmal lächerlich dargestellt, es sind vielmehr die irrwitzigen Dialoge der beiden Freunde, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Was Biff letztlich – bewacht vom Seifenopern glotzenden Raziel – zu Papier bringt, darf der Leser erwartungsfreudig mitverfolgen Da geht es zum Beispiel um einen Harem, den Yeti, Dorftrottel, untote Römer, Mönche, einen Dämon, zahlreiche Huren und und und … Eins-A-Lesestoff also. Der Playboy schreibt über das [nicht mehr ganz so neue] Buch vielsagend:

»Sollte es noch einen witzigeren Autor geben, möge er vortreten.«

Bitte deutlich hervortreten, denn diesen Autor will ich dann auch noch lesen. Dieser Beitrag darf also gut und gerne als mein spezieller Tipp für ein Weihnachtsgeschenk angesehen werden. Wie gesagt, wenn ich mal ein Buch mit solchem Spaß durchlese, dann darf das ruhig auch jeder wissen.

⇐ Spielspaß mit dem Typoquartett
Typographie im Grafik- und Kommunikationsdesign ⇒

  1. 1 | Nils | 6. Dezember 2006 um 20.22 Uhr

    Ich liebe das Buch! Selten so gelacht! Urkomisches Teil. Ich bin eigentlich ein extremer Langsamleser, aber bei dem Buch habe ich den Turbogang eingeschaltet und habe in jeder freien Minute zum Buch gegriffen. Der Humor ist klasse, nicht so albern. Ich empfehle das Buch auch gerne, habe es sogar schon verschenkt.

  2. 2 | Nick Blume | 7. Dezember 2006 um 11.15 Uhr

    Mal sehen, ob dieser Artikel ab 2007 als Werbung gekennzeichnet werden muss… siehe auch hier… Das Buch ist wirklich lustig, zum Brüllen!

  3. 3 | Ivo | 7. Dezember 2006 um 12.25 Uhr

    Diese Impressumspflicht und die Werbekennzeichnung ist ja furchtbar. Kann man nicht einfach mal etwas weiterempfehlen, wenn man selbst davon überzeugt ist?

  4. 4 | Nick Blume | 7. Dezember 2006 um 12.52 Uhr

    Das frage ich mich wirklich auch… ich werde ab dem 1.1. nicht mehr bloggen – vorsichtshalber, um dann zu gucken, wie sich das alles auswirkt. Klagewellen von Anwälten gegen Blogger – ein Alptraum.

  5. 5 | zechi | 8. Dezember 2006 um 01.04 Uhr

    Ich habe es mir bei amazon bestellt und bin gespannt …

  6. 6 | Ivo | 8. Dezember 2006 um 11.13 Uhr

    Du wirst es nicht bereuen, mein Freund.

  7. 7 | Der Klas | 8. Dezember 2006 um 14.57 Uhr

    Heute sind drei der, bei Amazon bestellten, Exemplare bei mir eingetroffen.
    Ich beschenke mich und zwei meiner Freunde damit!
    Das Vertrauen was ich Dir entgegenbringe wird hoffentlich nicht enttäuscht. :-)

  8. 8 | Ivo | 8. Dezember 2006 um 20.08 Uhr

    Spitze. Falls es dir nicht gefallen sollte will ich enden wie Judas in dem Buch …

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