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Die besten Schriften 2008

× Times Modern ab Montag im Einsatz

» 18. November 2006, 21.01 Uhr | Kategorie Typografie

Zwölf Monate dauerte die Entwicklung der neuen »Times Modern«. Ab kommenden Montag wird sie als maßgescheinderte Schriftfamilie nun in ihrer Namenspatin »The Times« Anwendung finden und die »Classic« ablösen. Sie ist die einzige britische Zeitung, die eigens Fonts anfertigen lässt, alle anderen kaufen fertige Schriften ein. Neville Brody’s Research Studios entwickelten neben einigen entscheidenden gestalterischen Änderungen am Layout eine kompakte Schriftfamilie, die einmal mehr visuelle und typografische Weichen stellen und damit auch die Leserschaft fesseln sollen. Die Änderungen und die Weiterentwicklung der Schrift waren nötig gewesen, nachdem die Zeitung nach 216 Jahren im Broadsheet-Format seit November 2004 im kompakten Tabloid-Format erscheint. Der erst 23-jährige Luke Prowse steuerte hierzu den neuen »Times Modern«-Headline-Font bei. Die Designwelt wartet nun gespannt auf den 20. November und die erste Ausgabe der »Times« im neuen Design.

Neville Brody kommentiert den Relaunch so:

»The Times had almost all of the tools it needed to create a dynamic, usable, clearly-articulated and familiar language from within its current vocabulary. What it lacked was a few catalytic elements and an evolved architecture (both page and section). […] Essentially, the approach we adopted has been more architectural than decorative and more fundamental than surface. Visual elements and devices needed to be re-visited from the ground up and rationalised within a clear plan and layout.«

Geschrieben von Ivo


Kommentare RSS

  1. Rolf

    Die einzige britische Zeitung mit eigener Schriftfamilie? Da habe ich spontan an den Guardian gedacht und… richtig, es ist gerade ‘mal ein gutes Jahr her, dass die Zeitung für ihr Redesign eine eigene Schrift entwickeln lies. Siehe dazu http://www.christianschwartz.com/guardian.shtml und http://www.guardian.co.uk/theguardian/story/0,,1566047,00.html .

  2. Ivo

    Vielen Dank, Rolf, für die Info. Nach meinen vorliegenden Informationen war es die »Times«, die als einzige quasi einen Corporate Font benutzt. Umso mehr erfreut es mich, dass auch andere Zeitungen diesen Weg gehen. Interessant wäre ja auch mal eine Recherche, wie das bei den deutschen Blättern aussieht.

  3. Ivo

    Eigentlich hatte ich mir heute morgen den Wecker auf 5 Uhr gestellt, damit ich noch vor der Arbeit die erste redesignte Ausgabe der Times präsentieren kann. Irgendwie habe ich dieses blöde Ding aber nicht wahrgenommen, so dass mir leider nur der Verweis auf den Fontblog bleibt. Dort sind bereits detaillierte Abbildungen zu finden.

  4. Nick Blume

    »Die Woche« ist auch einer der am besten gedesignte Zeitungen gewesen. Es gibt sie seit 2001 nicht mehr.

  5. Ivo

    Noch mehr Infos zum Redesign (und damit verzichte ich engültig auf einen weiteren Aufguss dieses Themas im Fontwerk) findet sich bei Newsdesigner.com.

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